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Right in the middle of nowhere

Nach knapp zwei Jahren wir mal wieder auf dem Antikmarkt in Pfaffenhofen. Gesucht habe ich einen schönen Fächer für die Oper (nicht gefunden), ältere Abendhandtäschen (eins zum Schnäppchenpreis von 5€ bekommen) und Besteckteile für die Ergänzung meines Tafelsilbers (gefunden, aber mehr als 30 Löffel werde selbst ich nicht brauchen. Und denjenigen, der die Hornteile des Salatbestecks mit fleischfarbenem Plastik ersetzt hat, sollte man sowieso…). Herr Nachtgedanken hat dann noch einen Münchner Kalender des hier sehr geschätzten Otto Hupp eingesackt und Familie Nachtgedanken machte sich wieder auf den Heimweg. Nun ist es so, dass wir kein Auto haben und deshalb alles mit der Bahn machen. Und Pfaffenhofen verfügt zwar über eine gute Anbindung an München, aber halt nicht am Sonntag zwischen 11 und 12 Uhr. Und Pfaffenhofen verfügt auch nicht über ein großes Gastronomieangebot. Wir würden ja gerne mal ein Bierchen aus der Region probieren, aber wo man hinschaut ist Sonntag Ruhetag. Dann halt nur eine Flasche Apfelsaftschorle aus dem Automaten am Bahnhof, die in Kiel genauso schmeckt wie in Berchtesgaden.

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Lesestoff, zukünftig II

Ich wusste es doch, kaum geschrieben, schon muss ich meine Leseliste wieder umbauen. Meine momentane Lektüre, “Die Kapelle der Glasmaler” von Kirsten Schützhofer, gefällt mir so außerordentlich, dass ich ihren Erstling, “Die Tochter des Advokaten”, gleich hinterherlesen muss. Gut, dass ich nächste Woche ganz viel Zug fahre und viiiieeel Zeit zum Lesen habe.

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Nachtgedanken, lernfähig

Heute klingelt das IPhone plötzlich wieder in diesem komischen Marimba-Ton, dabei habe ich doch mit viel Mühe einen Klingelton aus der Arie des Grafen Almaviva “Ich soll ein Glück entbehren” gebastelt. Tatsächlich, er wird unter den Klingeltönen nicht mehr gefunden. Richtig, ich hatte ja gestern den Haken bei den Klingeltönen synchronisieren rausgenommen, denn schließlich hatte ich den Klingelton schon auf dem Phone und wollte auch keinen weiteren dazu haben. Meine Logik. Die IPhone/ITunes-Logik besagt, dass wenn ich etwas nicht synchronisiere, will ich es nicht mehr auf meinem Telefon haben. Schließlich gibt es ja keine Löschfunktion. deshalb waren auch die ganzen Bilder wieder verschwunden, die ich den Kontakten hinzufügen wollte. Die Dame IPhone ist recht kapriziös und verzeiht keinen Fehler. Wenn es nicht so sauteuer gewesen wäre, hätte ich es vor Wut bestimmt schon mehrfach an die Wand geworfen. Ich erinnere mich noch lebhaft an die SMS, die ich einer Freundin schickt, bei der die “intelligente” Tatstatur aus Vossberg Bösberg gemacht hatte und ich bei dem verzweifelten Versuch, bei den Minibuchstaben die richtige Stelle im Wort zu treffen, versehentlich auf den Senden-Knopf gekommen bin, der sinnigerweise direkt neben dem Eingabefeld liegt. Ich habe entnervt aufgegeben und die Freundin hat die SMS, deren unsinniger Text mitten im Wort endete, nicht krumm genommen.

Zugegebenermaßen wird es langsam, nach nur sechs Wochen Benutzung, allmählich etwas besser. Ich bin ja schliesslich lernfähig – im Gegensatz zu meinem Telefon.

btw, liebe Leute von apple.de, was heißt demnächst? In drei Tagen, drei Wochen, drei Monaten? So kann man die Klickraten seiner Seite auch hochtreiben.

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Lesestoff 2008 – 31

Pride and Prejudice – Jane Austen

Broschiert: 352 Seiten
Verlag: Wordsworth Classics
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1853260002
ISBN-13: 978-1853260001
Größe: 19,9 x 12,8 x 1,6 cm

Kurzbeschreibung (von wikipedia)

Mr and Mrs Bennet’s five daughters are all unmarried, and when a rich, amiable young man moves into the neighbourhood, Mrs Bennet hopes to secure him as a husband for her beautiful, eldest daughter. The growing relationship, however, is sabotaged by the young man’s haughty friend, who regards the match as unsuitable. When the friend in turn falls in love with the second Bennet daughter, his condescending offer is rejected with scorn and the connection seems over. However, events conspire to bring the various parties together despite the obstacles and misunderstandings that separate them. Pride on one side and prejudice on the other are slowly overcome and the characters come to a better knowledge of themselves and each other.

Über die Autorin

Link zum Wikipedia-Artikel

Meine Meinung:

Eines der Wörter, die mir durch den Kopf gehen, wenn ich versuche das Buch zu beschreiben, ist delightful. Warum nur habe ich dieses Juwel so lange in meinem Bücherschrank ungelesen stehen lassen? Es ist wirklich und im wahrsten Sinne köstlich. Zugegebenermaßen habe ich mich anfangs etwas schwergetan, in die Geschichte hineinzukommen, aber als ich mich an die Sprache gewöhnt hatte, sah man mich nur noch lächelnd mit leuchtenden Augen dasitzen, ich hatte mich nämlich ziemlich festgelesen. Einzig und allein der Umstand, dass auch ein Schwager Bruder genannt wurde oder die Schwägerin Schwester hat mir manchmal Schwierigkeiten bei der Zuordnung der Personen gemacht. Aber die wunderbare Ironie, der feine Sarkasmus, das ist wirklich eine absolute Krönung des Lesevergnügens. Das ist nicht umsonst ein Klassiker.

Mein Fazit:

Es wird Zeit, die restlichen Jane Austen im SUB zu lesen.

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Nachtgedanken, wahnsinnig

Dieses &$§!&5-IPhone treibt mich noch in den Wahnsinn, ich schwörs. Heute Nachmittag habe ich eine geschlagene Stunde gebraucht um 239 Songs auf das Phone zu laden. Madam beliebt nämlich immer wieder den Kontakt zum USB-Anschluss zu verlieren und die Synchronisation dann abzubrechen.

Dann verfiel ich auf die Idee, mir das Duett von Nadir und Zurga aus Pecheur des Perles von Bizet im Store zu kaufen. Das wollte ich natürlich auch auf dem Phone. Leider habe ich den Haken nur bei der Wiedergabeliste “Einkäufe” gemacht und nicht bei der Wiedergabeliste “Oper”. So schnell konnte ich gar nicht schauen, wie meine 239 Songs vom IPhone verschwunden waren. Argh!

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Erdbeeren, winzig

Heute die ersten eigenen Erdbeeren geerntet. Wie so vieles hier wachsen sie wild, sind von uns weder gepflanzt noch betüdelt worden.

Sie schmecken sagenhaft, sind aber Mini. Zum Vergleich, die Schale hat einen Durchmesser von 9 cm. Ich stell mir das so vor wie bei den Cocktailtomaten, die auch immer viel besser schmecken als die “Großen”: der Geschmack konzentriert sich auf die kleinere Form und ist deshalb wesentlich intensiver.

Die ersten eigenen erdbeeren

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Oper, rockig

Also ich habs ohne Ohrenstöpsel ausgehalten und normalerweise bin ich da recht empfindlich. Dass ich die Musik mit den Füßen zuerst spüre, kenne ich aus dem Gärtner, zum Beispiel beim Barbier von Sevilla.

Ein bisschen irritiert hat mich der Wechsel zwischen Deutsch und Englisch. Stellt sich mir die Frage, warum eine deutsche Rockband nicht auf deutsch singt oder im Umkehrschluss alles in Englisch ist. DIe Übertitel waren manchmal nicht ganz korrekt, nail to a tree und ans Kreuz nageln sind halt doch zwei unterschiedliche Abstufungen des gleichen Verbrechens. Das Bühnenbild und die Kostüme haben mir sehr gut gefallen, besonders die apfelgrüne Pelzmütze. Grün vor Neid? Hm. Immer dem psychologischen Faden zu folgen, fiel mir manchmal etwas schwer, besonders als am Schluss mit Fachbegriffen um sich geworfen wurde. Ein sehr schönes Leitmotiv, eingängige Melodien und gute Einfälle der Regie, zum Beispiel am Anfang das Schreiben der Briefe tragen zum positiven Eindruck bei. Nicht so witzig fand ich den Staatsanwalt im Lederstring, da habe ich schönere Männer mit weniger an gesehen. Außerdem war der Ärmste noch erkältet, das war bestimmt nicht gut für ihn. Meinem Hintermann entfuhr am Ende der Nummer ein “Jessasna” und auch in der Pause hörte ich Kommentare wie “Ich bin ja nicht prüde, aber muss das wirklich sein?”. Naja, hätte ich vor vielen Jahren, als ich Rolf Boysen als König Lear nackt über die Bühne springen sah, den Begriff “Fremdschämen” schon gekannt, hätte er meine Empfindung damals wirklich gut umschrieben. So weit ging es aber heute nicht.

Toll war für mich mal wieder die Leistung des Chores, der leider meistens nicht zu sehen war. Nichts gegen die Leistung der einzelnen Sänger, wobei man hier trotz Mikro einen deutlichen Unterschied zwischen den Rock- und den Opernsängern merkte, aber minutenlange Standing Ovation am Schluss war etwas overdone. Es war ein schöner Abend, nicht weniger, aber auch nicht mehr.

Staatstheater am Gärtnerplatz

Christ0

Samstag, 14. Juni 2008

19.00 – 21.30 Uhr

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Veränderungen im Blog

Vor einiger Zeit habe ich den Feed auf zusammengefasste Artikel umgestellt, nachdem ich einen Post von mir auf einer Seite, die für Autozubehör wirbt, gefunden habe. Wohlgemerkt, einen Opernartikel. Meine Beschwerde an Google-Ads, die auf der Seite gut vertreten waren, führte zu keinem Erfolg, da ich nicht gewillt bin, eine eidesstattliche Versicherung abzugeben, dass ich der Autor der Texte auf meinem Blog bin. Ein einfacher Klick auf die mitgelieferte Url hätte genügt. Aber so unterstützt Google die Content-Klauer ja noch.

Jedenfalls habe ich mir heute meinen Feed mal im Google-Reader angeschaut und das sieht ja wirklich dämlich aus. Deshalb scheiß ich auf den Content-Klauer und stelle wieder auf Voll-Artikel um.

Möge der Content-Klauer M.H. aus L. von heute an nur noch schlechte Bücher lesen, grottiges Essen essen und jeder Opernbesuch durch seinen Sitznachbarn versaut sein.

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Lesestoff 2008 – 30

Die Spionin – Corina Bomann

Broschiert: 659 Seiten
Verlag: Knaur; Auflage: 1 (April 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426663147
ISBN-13: 978-3426663141
Größe: 21,8 x 15 x 4,4 cm

Kurzbeschreibung (von amazon)

London, 1585: Als man die Diebin Alyson in den Tower bringt, scheint ihr Schicksal besiegelt. Doch Francis Walsingham macht ihr ein unglaubliches Angebot …

Alyson soll der Königin als Spionin dienen! Doch die Ausbildung ist hart, nicht nur, weil Walsingham jeden Fehler unnachgiebig straft. Eine Spionin darf niemandem vertrauen – und es ist ihr verboten, sich zu verlieben … Ihr abenteuerliches Leben führt Alyson in Hafenbordelle, aber auch in die Gemächer Elisabeth I.; sie sieht den Kopf Maria Stuarts fallen und muss ihr Leben riskieren. Doch das alles dient nur dazu, sie auf die größte Herausforderung vorzubereiten: In Spanien muss sie eine Möglichkeit finden, das Auslaufen jener Armada zu verhindern, die England erobern und London in Schutt und Asche legen will – die Stadt, in der auch ein ganz besonderer Mann lebt, den sie seit langem heimlich begehrt.

Über die Autorin

Link zur Homepage

Meine Meinung:

Für einen Roman, der in der Zeit der Tudors in England spielt, bin ich immer leicht zu haben, deshalb habe ich mich auch auf die Leserunde zu diesem Buch sehr gefreut.

Im Epilog wird klar, dass es sich um einen Rückblick handelt und da haben meine Probleme angefangen. Durch die Augen einer sehr viel älteren und erfahreneren Alyson wird das Geschehen um die Ausbildung Alysons zur Spionin und ihre Einsätze geschildert. Während mir die Detailfülle sehr gut gefiel und ein farbenprächtiges Bild der Epoche entsteht, werde ich mit Alyson einfach nicht warm. Ich schaffe es nicht, die zukünftige von der jetzigen Alyson zu trennen und ich mag es überhaupt nicht, wenn geheimnisvolle Andeutungen auf das zukünftig kommende gemacht werden. Von einem Erzähler ist es ja noch einleuchtend, aber aus der Ich-Perspektive mutet es mir etwas seltsam an. Dazu kommt noch, dass ich die zeitlichen Abläufe schwer einordnen kann, mehrmals vertue ich mich völlig in der Zeitspanne, die vergangen ist.

Dabei ist die Handlung durchaus spannend erzählt, gegen Ende wird es sogar ziemlich rasant. Die gute Recherche ist deutlich zu spüren und meines Erachtens hat die Autorin in ihrem Debütroman nicht nicht ihr volles Potenzial ausgeschöpft.

Mein Fazit:

Ich werde auch den zweiten Roman von Corina Bomann lesen.

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Oper, mal anders III

Beim heutigen letzten Teil ging es um Räubereien in der Oper. Dieses Mal war es wieder eine gekonnte Mischung aus Lustigem und Lehrreichem, aus Gesang und Vortrag. Ganz hervorragend Stefan Sevenich, aber auch Florian Simson und Rotraut Arnold bereicherten den Abend. Schön, nochmal das Kostüm aus Undine gesehen zu haben. Sonja Westerbeck, Christoph Maier-Gehring, Guido Klaus und Jürgen Albrecht rundeten das Ganze ab.

Über meinen Part heute Abend decken wir lieber den Mantel des Schweigens. Manchmal hilft es, wenn man vorher das Programmheft liest. Ob ich die Münzen an der Kasse einlösen kann? Oder doch lieber einen Wahlabo-Gutschein?

Schade, dass sich im Spielplan für die nächste Spielzeit keinen Hinweis auf eine Fortführung der Reihe gibt.

Und wer der nette Herr auf dem zweiten Bild von rechts in der obersten Reihe auf dem Eröffnungsvorhang von Fra Diavolo ist, weiss ich noch immer nicht. Sieht für mich irgendwie französisch aus.

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