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Paris, kulinarisch

Neulich, in Paris, als ich zum vierten Mal nullte, haben wir wenig anderes gemacht als zu Essen. Am Sonntag vormittag ging Herr Nachtgedanken ein wenig seinem Job nach und ich lies mir die Sonne auf den Bauch scheinen. Aber ansonsten…

Samstag mittag waren wir im “Au pied de cochon“, zugegebenermaßen eher was für Touristen, aber mittags war das Essen dort sehr fein und die Kellner aufmerksam. Wir sassen auf einer Außenterrasse gegenüber dem Park über Les Halles, das war prima zum Leute beobachten und resultierte in einem ausgewachsenen Sonnenbrand an der linken Halsseite.

Zuerst gab es Weißbrot mit sehr feinem Schmalz. Als Vorspeise hatten wir beide “os a moelle”, Markknochen, aber etwas anders serviert als bei uns:

Danach gab es für den Herrn die Spezialität des Hauses, Pied de cochon

Au pied de cochon

Und für die Dame “Steak Tartare”, das mir nur serviert wurde, nachdem ich dreimal versichert habe, dass es mir recht ist, dass das Fleisch roh ist.

Das Rindfleisch hatte einen sehr guten würzigen Geschmack und die Pommes waren excellent.

Au pied de cochon

Danach gab es einen Coup Pommes vertes (ich habe den Calvados drin wirklich überlesen) und eine Creme brulée, hier leider beides schon aufgegessen:

Au pied de cochon

Zum Kaffee gab es niedliche Schweinchen aus Baiser

Au pied de cochon

und natürlich noch einen Calvados

Au pied de cochon

Auf dem im Frankreich unvermeidlichen Karussell gab es passenderweise ebenfalls ein Schwein:

Karussel bei KLes Halles

Beim abendlichen Spaziergang gelang mir dann noch ein ganz nettes Bild von der Pont Neuf

Pont Neuf bei Sonnenuntergang

Am nächsten Mittag kehrten wir in der Brasserie Bofinger ein, die Bilder von dort wurden leider zu dunkel. Sehr schöne, gediegene Atmosphäre, hier tummeln sich zwischen den Touristen auch viele Pariser. Mein Steak Tartare, zu Vergleichszwecken geordert, war allerdings eine Spur zu pfefferscharf angemacht und erregten meinen Verdacht, man könnte hier etwas übertünchen. Herr Nachtgedanken lobte sein Plateaux de fruits de mer aber.

Der Verdauungsspaziergang führte uns dann zum Kanal St. Martin. Wenn man in Paris an einem sonnigen Sonntagnachmittag die echten Pariser sucht, wird man hier fündig.

Kanal St. MartinKanal St. MartinKanal St. Martin

Abends waren wir dann nochmal im Au pied de Cochon, weil wir unbedingt die Zwiebelsuppe probieren wollte, die dann auch herrlich war

Au pied de cochon

Allerdings gab es kein Schmalz und keine Baiser-Schweinchen, der Service war unaufmerksamer und praktisch nur Touristen anwesend. Mittags war es definitiv besser.

Ich hatte diesmal ein richtiges Steak, das mir allerdings außen zu dunkel war.

Au pied de cochon

Geschnitten wurde das ganze mit einem Original Guiole-Messer, nur echt mit der Zikade

Au pied de cochon

Am Montag verschlug es uns dann auf die Pont Neuf, dabei fiel mir eine Gedenktafel ins Auge

Pont Neuf

Das letzte Mal Essen waren wir in einem kleinen Restaurant am Place Dauphine. Dieser Platz ist wirklich der schönste in ganz Paris. Mittendrin und doch wie auf dem Dorf. Die Läden haben keine Neon-Reklame, auf dem Sandplatz verbringen die Arbeiter der Baustelle am Palais de Justice ihre Mittagspause bei einer Runde Petanque und niemand scheint es eilig zu haben.

Leider hat das Restaurant “Le Caveau du Palais” keine Website. Das Essen war jedenfalls fantastisch.Le Caveau du Palais

Als Vorspeise gab es eine politisch unkorrekte Fois Gras semi-cuit mit Trockenfrüchten, die mich schier in Verzückung geraten lies.

Le Caveau du Palais

Die Confit de Canard im Anschluss lies nichts zu wünschen übrig

Zum Abschluss gab es auch für mich mal eine verbrannte Creme. Lecker, aber ich bin doch mehr der Eistyp.

Le Caveau du Palais

Und dann war es auch schon wieder Zeit, um zum Flughafen zu fahren. Ach ja, gewohnt haben wir im Citadines “Les Halles”. Die kleine Küche war für zwei ausreichend ausgestattet und die Lage ist sehr gut. Zwei Kritikpunkte habe ich dennoch: im Hotel und damit auch im Zimmer war es viel zu warm und das Sofabett, auf dem wir schliefen, war zwar sehr stabil und auch nicht durchgelegen, aber uns beiden taten nach den zwei Nächten alle Knochen weh. So ist das halt, wenn man alt wird.

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