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Corinna Klimek am 7. Juli 2008 23:13 Das Lächeln der Fortuna – Rebecca Gablé
Gebundene Ausgabe: 1021 Seiten
Verlag: Ehrenwirth Verlag; Auflage: 7., Aufl. (September 2001)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3431036104
ISBN-13: 978-3431036107
Größe: 22,3 x 14,9 x 6 cm
Kurzbeschreibung (von amazon)
England 1360. Nach dem Tod seines Vaters, des ehemaligen Earl of Waringham, reißt der zwölfjährige Robin aus der Klosterschule aus und verdingt sich als Stallknecht auf dem Gut, das einst seiner Familie gehörte. Als Sohn eines angeblichen Hochverräters zählt er zu den Besitzlosen und ist der Willkür der Obrigkeit ausgesetzt. Besonders Mortimer, der Sohn des neuen Earl, schikaniert Robin, wo er nur kann. Zwischen den Jungen erwächst eine tödliche Feindschaft. Aber Robin geht seinen Weg, der ihn schließlich zurück in die Welt von Hof, Adel und Ritterschaft führt. An der Seite des charismatischen Duke of Lancester erlebt er Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe — und er begegnet Frauen, die ebenso schön wie gefährlich sind. Doch das Rad der Fortuna dreht sich unaufhörlich, und während ein junger, unfähiger König England ins Verderben zu reißen droht, steht Robin plötzlich wieder seinem alten Todfeind gegenüber …
Über die Autorin
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Meine Meinung:
Wenn ich an dieses Buch denke, kommt mir ein Titel eines Kabarett-Programms von Otfried Fischer in den Sinn: Schwer ist leicht was.
Schwer ist es schon, das Buch, kein typisches Unterwegs-Buch. Dass es mich trotzdem ohne Unterbrechung begleitet hat, spricht für die Qualität. Schwere Kost ist es nicht, aber auch keine leichte. Sondern genau richtige. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, hier stimmt einfach alles. Nichts wird beschönigt, nicht die Stellung der Frau, nicht die Lebenswirklichkeit der Bauern. Robin und Leofric sind mir ans Herz gewachsen, wie es nur authentische, reale Figuren können. Die Geschichte schlug mich in ihren Bann, weil es genauso gewesen sein könnte. So las sich der Roman trotz des Umfangs relativ zügig und macht Lust auf die Fortsetzungen.
Mein Fazit:
Meisterhaft erzählte, erlebbare Geschichte.
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Corinna Klimek am 6. Juli 2008 22:59 Noch nie habe ich so viele rotgeweinte Augen gesehen wie heute Abend. Das hat sich auch im Applaus niedergeschlagen, der gar nicht enden wollte. Meine Tränen liefen nach innen die Kehle runter und brachten mein Herz schier zum Zerspringen.
Gerade in der Pause las ich in meinem aktuellen Buch (Carson McCullers – Das Herz ist ein einsamer Jäger) zwei wunderbare, passende Sätze:
Vor allem die Musik von einem Mann – wenn sie die hörte, zog es ihr jedesmal das Herz zusammen. Manchmal war die Musik von diesem Mann wie bunte kleine Bonbons, und dann war sie wieder das Sanfteste und Traurigste, das sie sich vorstellen konnte.
Gemeint ist hier zwar “Motsart”, aber es passt auch auf Verdi.
Danke für diesen wunderbaren Abend.
Staatstheater am Gärtnerplatz
La Traviata
Sonntag, 06. Juli 2008
19.00 – 21.30 Uhr
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Corinna Klimek am 6. Juli 2008 10:27 Gibt es einen schöneren Tagesbeginn als mit der Traviata im Ohr durch den barocken Hofgarten zu laufen und fast keiner Menschenseele zu begegnen?
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Corinna Klimek am 4. Juli 2008 07:20 Gestern konnte ich überraschend noch einmal die Traviata genießen. Zum ersten Mal war ich nicht alleine und es war auch schön, mal in der Pause und danach drüber zu reden.
Im direkten Vergleich mit Hamburg stellte ich fest, wie sehr mir diese Inszenierung nicht gefallen hat. Besonders meine zweitliebste Szene am Beginn des 2. Bild, 2. Akt, die im Gärtner besonders stark ist, war dort einfach nur muffig und es lag ein Hauch von Mottenkugeln in der Luft.
Jedenfalls war es wieder ein wunderbarer Abend und ich wiederhole mich gerne, wenn ich sage:
Bravi, Elaine Ortiz-Arandes, Gary Martin und Adrian Xhema.
Staatstheater am Gärtnerplatz
La Traviata
Donnerstag, 03. Juli 2008
19.30 – 22.00 Uhr
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Corinna Klimek am 3. Juli 2008 09:39 Laut BR-Online und diversen anderen Medien hat Martin Walser folgendes von sich gegeben:
Sowohl in Diskussionen in Politik und Wirtschaft als auch im Kulturbetrieb müsse stärker bedacht werden, dass es immer mindestens zwei Seiten einer Wahrheit gebe, sagte Walser («Tod eines Kritikers») am Mittwoch in München laut Redemanuskript beim 60-jährigen Jubiläum der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. «Nichts ist ohne sein Gegenteil wahr», sagte Walser, der Akademie-Mitglied ist.
Als Beispiel nannte Walser den Siemens-Korruptionsskandal. «Neuestens hat die Verdächtigungsbereitschaft den Siemens-Konzern entdeckt», sagte er. Es sei bekannt, dass sich Firmen auf der ganzen Welt ihre Aufträge mit Hilfe von Bestechung besorgten. So sei es auch bei Siemens gewesen. Dabei hätten sich allerdings keine Manager persönlich bereichert. Bis 1998 seien solche Praktiken in Deutschland nicht einmal strafbar gewesen.
Quelle
Ah ja, hier taucht mal wieder ein Opernmotiv im Real Life auf, Cosi fan tutte, alle machen es. Und weil es alle machen, ist es in Ordnung, egal ob es unmoralisch ist oder nicht.
Wobei nebenbei bemerkt, in obigen Beispiel werden Firmen geschädigt, die versuchen, ohne Bestechung an Aufträge zu kommen. Und von Erfolgsbeteiligung hat Herr Walser anscheinend auch noch nie was gehört.
Sollte ich dem Herrn mal irgendwo begegnen, werde ich mich neben ihn setzen, das Iphone auf volle Lautstärke die Toten Hosen dröhnen lassen und ihn dann mal zu heuchlerischen Moralvorstellungen, die er den Deutschen vorwirft, befragen. Denn schließlich tuns alle und strafbar ist es auch nicht. Nur asozial.
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Corinna Klimek am 29. Juni 2008 18:54 Heute als Zuschauer beim Halbmarathon gewesen. Mein Cousin lief eine für ihn sehr gute Zeit. Ulli, ich bin stolz auf Dich!
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Corinna Klimek am 27. Juni 2008 07:37 Vom Süden in den Norden der Republik und dort in die Staatsoper Hamburg, La Traviata wurde gegeben.
Ich bin ein bisschen enttäuscht, nicht von den Stimmen, die waren großartig, aber das drumrum war mir zu nüchtern. Das Opernhaus aus den Fünfziger Jahren hat bestimmt eine Superakustik, das hörte man unter anderem auch daran, dass jeder Huster aus dem Parkett deutlich zu hören war, aber verglichen mit dem Gärtner oder auch dem Nationaltheater kommt es vom Ambiente her sehr schlecht weg. Und in den Logen könnten sie auch mal wieder Staubwischen.
Und die Inszenierung war mir etwas zu bieder, zu konventionell. Wer in aller Welt verfällt auf den Gedanken, dem stattlichen Georgio Germont einen viel zu kurzen Stock zu verpassen, so dass er die meiste Zeit aussieht wie der Glöckner von Notre Dame? Und der Violetta fehlte sowohl das MakeUp wie auch die Gestik, um eine Todkranke wirklich glaubhaft darzustellen. I confess, I’m biased.
Die drei Zigeunerinnen am Anfang des dritten Bildes sollten wohl lasziv tanzen oder was man sich Mitte der Siebziger Jahre darunter vorgestellt hat. Aus dieser Zeit stammt wohl auch das Programmheft, sehr dünn und mit wenig Hintergrund. Und die zwei Pausen störten den Spielfluss und die Stimmung.
Mein Fazit: Schöne Musik, aber der Rest war nur Mittelmaß.
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Corinna Klimek am 25. Juni 2008 23:29 Eben noch fröhliche Männer-WG, dann Sterbezimmer einer Todkranken. So geht das bei Puccini. Und er trifft wieder voll ins Herz.
Schöne Inszenierung, klasse Ensemble. Leider steht im Spielplan schon wieder “Zum letzten Mal”. Zwar erst am 12.Juli, aber da werde ich mal wieder meinen Freundeskreis außerhalb der klassischen Musik pflegen. Wobei ich diese spezielle Freundin, die an diesem Tag ihren altermäßigen Gleichstand mit mir feiert, auch schon mit ins Gärtner geschleppt habe.
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Corinna Klimek am 23. Juni 2008 21:14 Die Kapelle der Glasmaler – Kirsten Schützhofer
Broschiert: 720 Seiten
Verlag: Diana Taschenbuch (Mai 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453351525
ISBN-13: 978-3453351523
Größe: 18,6 x 11,8 x 4,2 cm
Kurzbeschreibung (von der HP der Autorin)
Glaube, Liebe, Schuld –
Frankreich, 1241: Nördlich von Paris kreuzt sich der Weg des Glasmalers Clément aus Chartres mit dem des Jongleurs Ghislain de Viens. Beide haben ein unverrückbares Ziel vor Augen. Während Ghislain das Geheimnis seiner Herkunft ergründen möchte, lockt den Glasmaler der Bau der Sainte-Chapelle in die Stadt: Nie wieder wird sich ihm die Gelegenheit bieten, am Bau einer solchen Kirche teilzunehmen. Doch er wird diesen Traum teuer bezahlen … Denn in der Kapelle der Glasmaler begegnet er Thomas, einem einstigen Rivalen um die Gunst von Cléments heutiger Ehefrau Edwige. Dieser hat die damalige Zurücksetzung nie verwunden – und wittert die Gelegenheit zur Rache …
Über die Autorin
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Meine Meinung:
Am Anfang war ich etwas verwirrt durch die vielen Personen, die eingeführt wurden und das teils auch noch ohne Namen. Doch bereits nach kurzer Zeit konnte ich mich neugierig hineinfallen lassen in diese wunderbar erzählte Geschichte. Oder besser gesagt in die Geschichten, die zusammenlaufen und wieder auseinander wie das Band, das Edwige webt. Oder wie ein Glasfenster, das aus vielen einzelnen Teilen zusammengesetzt und seine Pracht erst wirklich im Zusammenspiel der Farben und Formen entfaltet.
Die Sprache ist so einzigartig in ihrer Realität, dass ich nicht nur das Umfeld meinte riechen, schmecken, hören, fühlen, sehen zu können, sondern auch starke Emotionen in mir wachgerufen wurden. Jede Figur ist liebevoll mit kleinsten Details beschrieben und wirkt dadurch so real.
Zwischendurch habe ich mal innegehalten beim Lesen, weil der Moment des Abschieds von liebgewonnenen Freunden drohte. Es gibt nur wenige Bücher, die mich in diesen Zustand versetzt haben.
Mein Fazit:
Ein wunderbarer, tiefgehender, mitreißender Roman.
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Corinna Klimek am 22. Juni 2008 23:51 Zur Abwechslung mal wieder im Nationaltheater. Angeblich sollten ja die Frauen vorgeführt werden, schliesslich “machen sie es ja alle”. Für mich wurden aber die Männer entlarvt. Schließlich gehören zu einem Treuebruch immer zwei oder wie in diesem Fall vier und die Initiative ging hier eindeutig von den Männern aus.
Die Inzenierung hat mir sehr gut gefallen, der sparsame Umgang mit Farbe und das Stühlesammelsurium hat mich sehr angesprochen. Schliesslich haben wir das gleiche Sammelsurium um unseren Esstisch und es würde mich nicht wundern, wenn auch der ein oder andere Stuhl auf der Bühne von Kadeder war. Ich werde nachher gleich nochmal einen Blick in den Katalog werfen.
Selbst auf dem Balkon 2. Tür konnte ich erkennen, dass die schauspielerischen Fahigkeiten teils excellent waren und die Stimmen natürlich sowieso, wobei mir der Bariton am besten gefallen hat, das ist halt für mich einfach die schönste Stimme.
Nationaltheater
Così fan tutte
Sonntag, 22. Juni 2008
17.00 – ca. 20.35 Uhr
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