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Spielzeit 2011/2012 – Ein Rückblick

Innenraum des Gärtnerplatztheaters Die neue Spielzeit hat schon begonnen und es ist wirklich an der Zeit, Bilanz zu ziehen für die vorhergehende. Die Zeit zwischen September 2011 und August 2012 stand unter dem düsteren Stern des Abschieds. Abschied von lieben Menschen, Abschied von einem Haus, das ich in den letzten fünf Jahren sehr lieb gewonnen habe. Es war ein Abschied auf Raten und deshalb besonders schmerzhaft. Aber aus den Augen heißt nicht aus dem Sinn. Ich denke oft an die bewegenden, lustigen, emotionalen Momente in Münchens schönstem Theater zurück, ich bleibe mit den Menschen in Kontakt, meine Freunde geworden sind. Aber so banal es klingt, jedem Ende wohnt ein neuer Anfang inne, und ich hoffe sehr, Altes und Neues in der nächsten Spielzeit vereinen zu können.

Alle besuchten Vorstellungen des Gärtnerplatztheaters in der Spielzeit 2011/12

Auftakt3
Der geduldige Socrates1
Die Fledermaus13
Die Liebe zu den drei Orangen5
Die verkaufte Braut11
Die Zauberflöte6
Künstlergespräch2
Matinee1
Theatervergnügen1
Die Omama im Apfelbaum2
Der Mikado11
Hänsel und Gretel6
Operncafé2
Der Freischütz5
Weihnachtskonzert1
La Cage aux Folles3
Der Nußknacker2
Neujahrskonzert1
Der Zauberer von Oz1
Soirée4
L'Italiana in Algeri6
Der Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny1
Faschingskonzert1
Joseph Süß10
Heimatlos3
Abschiedsgala1
La Traviata (Gastspiel in Ingolstadt)2
Falstaff (Prinzregententheater)8
Die Zauberflöte (Prinzregententheater)2
Das schlaue Füchslein (Prinzregententheater)5
Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny (Gastspiel in Fürth)1
Orpheus in der Unterwelt (Gastspiel in Heilbronn)2
Das waren 32 verschiedene Veranstaltungen, insgesamt 123.

Besuchte Vorstellungen der Bayerischen Staatsoper in der Spielzeit 2011/12

Einführungsmatinee2
Les Contes d'Hoffmann1
Turandot1
Parsifal1
Ringmatinée 4: Geschlechter1
La Cenerentola4
Siegfried1
Das schlaue Füchslein (Opernstudio im Cuvilliés-Theater)1
Liederabend Simon Keenlyside (Prinzregententheater)1
Das waren 9 verschiedene Veranstaltungen, insgesamt 13.

Sonstige besuchte Vorstellungen in der Spielzeit 2011/12

Oliver!Alte Kongresshalle1
GötterdämmerungAnhaltisches Theater Dessau1
The SorcererBuxton Opera House1
HMS PinaforeBuxton Opera House1
PatienceBuxton Opera House1
The MikadoBuxton Opera House1
Avenue QDeutsches Theater1
Die Blume von HawaiiFreilichtbühne Eutin1
La CenerentolaKammeroper München im Hubertussaal1
Die lustigen NibelungenKammeroper München im Künstlerhaus1
Die schöne Galathée/Häuptling AbendwindKammeroper München im Künstlerhaus1
Der WildschützMainfrankentheater Würzburg1
ToscaPasinger Fabrik1
Hilfe, wir verreisen!Pasinger Fabrik1
Don GiovanniPasinger Fabrik1
In stiller Nacht und monogamen BettenSaal der Sebastianskirche München1
The Sound of MusicSalzburger Landestheater1
Der Kaiser von AtlantisSt. Thomas Augsburg1
La TraviataStaatsoper Hannover1
Der Teufel mit den drei goldenen HaarenStaatsoper Hannover1
Il viaggio a ReimsStaatsoper Hannover1
Un Ballo in MascheraSüdthüringisches Staatstheater Meiningen1
La finta GiardinieraTheaterakademie im Prinzregententheater1
Das waren 23 verschiedene Veranstaltungen.

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Spielzeit 2010/2011 – Ein Rückblick

Morgen beginnt mit dem Theatervergnügen im schönsten Theater Münchens die neue Spielzeit, allerhöchste Eisenbahn für den Rückblick auf die vergangene 😉

Wieder einen Schritt weiter gegangen bin ich in dieser Spielzeit, habe gelernt, mich noch intensiver mit dem Gehörten und Gesehen auseinanderzusetzen. Letztlich bin ich damit auf einer neuen Ebene des Schreibens angelangt, die aber auch ganz schön anstrengend ist. Mal sehen, ob ich das durchhalte.

Einige Menschen sind mir sehr ans Herz gewachsen, manche fehlen mir jetzt schon. Die Spielzeit hatte fröhliche Momente, aber auch sehr traurige. und es wird nicht besser werden.

Spielzeit 2010/2011 Gärtnerplatztheater

StückAnzahl
Theatervergnügen1
Einführungen7
My Fair Lady6
Die Zauberflöte3
Der Freischütz5
Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny6
Gräfin Mariza3
Operettenkonzert2
Künstlergespräch1
Sinfoniekonzert1
Martha5
Die Omama im Apfelbaum3
Carmen3
Kriminacht1
Die Fledermaus7
La Bohème6
Weihnachtskonzert1
Hänsel und Gretel2
Neujahrskonzert1
L'Italiana in Algeri13
Künstlergespräch2
Liederabend Die Winterreise1
Honk!1
Grand Hotel4
Orpheus in der Unterwelt7
Für David1
Von Amore bis Eros1
Kammermusik im Foyer1
Ein Sommernachtstraum1
Der Zauberer von Oz2
Faschingskonzert2
From Skandinavia with Love1
Viva la Mamma!5
Musical-News1
Der Untergang des Hauses Usher3
Die Sache Makropulos5
Der Goggolori2
Die Liebe zu den drei Orangen8
Orchesterprobe Traviata III. Akt1
Liederabend Die schöne Müllerin1
La Traviata5
Die Piraten von Penzance7
Das neue Operettenkonzert - Sterne der Bühne II2
Madame Butterfly3
Der geduldige Sokrates3
Ab heute heißt Du Sara2
7. Kammerkonzert - Festkonzert »Kein' Musik ist ja nicht auf Erden«1
Das waren 48 verschiedene Veranstaltungen, insgesamt 150.

Spielzeit 2010/2011 Bayerische Staatsoper

StückAnzahl
Elisir d'Amore1
Einführungen2
Lohengrin1
Le Nozze di Figaro1
Die Entführung aus dem Serail 1
L'Enfant et les sortilèges / Der Zwerg1
Lucrezia Borgia1
Madama Butterfly1
1. Akademiekonzert 2010/111
Das waren 11 verschiedene Veranstaltungen.

Spielzeit 2010/2011 Sonstige

HausStückAnzahl
Theater IngolstadtDie Zauberflöte1
Royal Opera HouseCosí fan tutte1
Schloß Nymphenburg HubertussaalDie diebische Elster1
Philharmonie KölnViva la Mamma1
Staatsoper WienDas Traumfresserchen1
Volksoper WienLand des Lächelns1
Volksoper WienHello Dolly1
Volksoper WienRusalka1
Volksoper WienDie Entführung aus dem Serail1
Volksoper WienAntonia und der Reißteufel1
Theater an der WienLa finta jardiniera1
PrinzregententheaterBin nur ein Johnny1
PrinzregententheaterLe nozze di Figaro1
KünstlerhausDie lustigen Nibelungen1
Staatsoper HannoverLe Nozze di Figaro1
Theater WeißenhornOpernsoirée1
Philharmonie KölnGlückliche Reise1
Veranstaltungsforum FürstenfeldDerr Freischütz1
Rumeli HisariAufstieg und Fall der Stadt Mahagonny2
Buxton Opera HouseThe Pirates of Penzance1
Buxton Opera HouseThe Sorcerer1
Buxton Opera HouseThe Mikado1
Buxton Opera HousePrincess Ida1
Buxton Opera HouseYeomen of the Guard1
Pavillion Arts Center, BuxtonThe Arcadians1
Buxton Opera HouseRuddigore1
Schloß Nymphenburg HubertussaalDer Diener zweier Herren1
Volksoper WienWiener Blut1
Das waren 29 verschiedene Veranstaltungen, insgesamt 30.

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Spielzeit 2009/2010 – Ein Rückblick

Eines steht fest: ich war in der vergangenen Spielzeit häufiger im Theater oder anderen Spielstätten zu finden als jemals zuvor. Das war einerseits sehr schön, aber andererseits hat es mir auch ein wenig von der Lust genommen. Manchmal war es einfach zu viel und ich werde in der neuen Spielzeit eher mal auf eine Vorstellung verzichten, damit der Spaß erhalten bleibt. Auch der ein oder andere Freund ist dabei auf der Strecke geblieben, neue sind hinzugekommen. Ich habe mich verändert, ganz speziell in diesem letzten Jahr habe ich gelernt, auch mal Nein zu sagen und endlich weiß ich auch, welche Richtung mein Leben gehen soll. Das ist auch, aber nicht nur ein Verdienst der Musik, mit der ich mich viel intensiver auseinandersetze und mir mittlerweile auch eine eigene Beurteilung zutraue.

Spielzeit 2009/2010 Gärtnerplatztheater

StückAnzahl
Die Zauberflöte11
Orpheus in der Unterwelt8
Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny8
Boccaccio7
Viva la Mamma!7
Death in Venice7
Der Zauberer von Oz7
Auftakt7
Die Piraten von Penzance6
Giovanna d'Arco6
Carmen6
Die Hochzeit des Figaro6
I Masnadieri5
Gräfin Mariza5
Matinée5
Operettenkonzert4
Hänsel und Gretel4
Das Märchen vom Zaren Saltan4
My Fair Lady4
Die Sache Makropulos3
Eine Nacht in Venedig3
Der Liebestrank3
Martha3
Sweeney Todd3
La Cage aux Folles2
Das Tagebuch der Anne Frank2
Künstlergespräch2
Brundibar2
Orchesterprobe Traviata 3. Akt2
Körpersprachen1
Der Zauberer von Oss1
Gärtnerplatzfest1
Open Air Konzert1
Soirée1
Honk!1
Kriminacht1
Sommerkonzert1
Die Winterreise1
Romeo und Julia1
Neujahrskonzert1
Der Sommernachtstraum1
Die lange Nacht der Musik1
Theatervergnügen1
Opercafé1
Faschingskonzert1
Das waren 45 verschiedene Veranstaltungen, insgesamt 158.

Spielzeit 2009/2010 Bayerische Staatsoper

StückAnzahl
Einführung2
Die unmögliche Enzyklopädie2
Don Carlo1
Carmen1
Madama Butterfly1
Ariadne auf Naxos1
Hänsel und Gretel1
Il turco in Italia1
Das waren 8 verschiedene Veranstaltungen, insgesamt 10.

Spielzeit 2009/2010 Sonstige

HausStückAnzahl
Theater IngolstadtDie Piraten von Penzance3
MarstallDas Tagebuch der Anne Frank2
Off-Broadway MusicaltheaterSnoopy2
Off-Broadway MusicaltheaterMensch, sterblich, sucht2
Theater BremenEugen Onegin1
Oper LeipzigDie Liebe zu den drei Orangen1
CuvilliéstheaterLa Cenerentola1
Staatsoper WienRosenkavalier1
Staatsoper WienWerther1
Carl-Orff-SaalDie Quelle1
BoxwerkOpernstimmen im Boxwerk1
MovimentoKünstlergespräch1
Das waren 12 verschiedene Veranstaltungen, insgesamt 17.

Da waren viele sehr schöne, aber auch sehr traurige Stunden dabei. Ich möchte keine einzige missen.

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TAT(W)ORT, szenische Lesung der Polizeipoeten, 01.04.2010, Wirtshaus im Schlachthof

Bis auf den letzten Platz besetzt war der Nebenraum des Wirtshaus im Schlachthof, 64 verkaufte Karten, das schafft mancher Bestsellerautor nicht.
Gelesen wurde von Andreas Stock und Christiane Neukirch mit verteilten Rollen und eingebettet in eine kleine Rahmenhandlung. Die erste Geschichte war “Wie alles begann” von Volker Uhl, es folgte “Der schwerste Gang” von Helmut Lukas und “Togo” von Gerald Marek . Diese drei Erzählungen haben mich gefesselt, aber gleichzeitig auch nachdenklich gemacht und ziemlich mitgenommen. Ich denke, dass es den anderen Zuschauern auch so ging, denn alle hörten konzentriert zu, obwohl aus dem Saal immer wieder Lachen und Beifall zu hören war. Aufgelockert wurde die Spannung durch eine heitere Geschichte, “Verbrechen lohnt sich nicht” von Toni Feller. Hier las auch noch Elmar Heer mit und so ging es gelöst in die Pause.
Auch die Texte danach gaben Einblicke in den Alltag und die Empfindungen von Polizisten, die einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen haben. “Der blutige Schlüssel” von Elmar Heer über das Auffinden der Leiche eines Selbstmörders, der sich vor den Zug geworfen hat, werde ich sicher nicht so schnell vergessen. Auch “Nicht mal drei Sekunden” von Werner Stotz und “Ungutes Gefühl” von unserer BabyJane ließen mir Schauer über den Rücken laufen. Die Empfindungen aus “Ist doch nur ein Hund” von Elmar Heer kann sicher jeder nachvollziehen, der schon einmal ein geliebtes Tier verloren hat, aber es kam auch sehr gut rüber, dass zwischen einem Polizeihund und seinem Hundeführer eine noch sehr viel intensivere Beziehung besteht. Zuletzt wurde es mit “Endlich Feierabend” wieder von BJ nochmal lustig. Teilnehmer des Eulentreffens 2008 werden sich sicher noch mit Vergnügen an die Geschichte erinnern.
Im Anschluss an die Lesung standen die drei anwesenden Autoren Elmar Heer, Volker Uhl und BJ noch für Fragen zur Verfügung, die auch zahlreich gestellt wurden.
Ich kann jedem nur empfehlen, eine solche Lesung zu besuchen oder zumindest die Texte auf der Seite auf der Seite der Polizeipoeten bzw. die Bücher zu lesen. Man wird einen Polizisten danach mit anderen Augen betrachten. Mich persönlich hat dieser Abend tief beeindruckt und ich ziehe meinen Hut vor allen, die jeden Tag für uns ihr Leben und ihr Seelenheil riskieren.

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Oper, fordernd

Diese Oper stellt Ansprüche. Nicht nur an die Mitwirkenden, sondern auch ans Publikum. Ich merke, dass es mir in der ersten Hälfte etwas an Konzentration mangelt und komme nicht wirklich hinein in das Stück. Erst nach der Pause kann ich wirklich gut folgen, warum, weiß ich auch nicht genau, schließlich ist der Abend ja schon weiter fortgeschritten und ich müsste eigentlich müder sein. Nach wie vor finde ich die Szenen in der Kirche und im Reisebüro am schönsten, wobei mir auch das “Tadzio-Motiv” mittlerweile sehr gut gefällt. Genial natürlich wie immer Hans-Jürgen Schöpflin und Gary Martin in seiner Sieben-Fach-Rolle. Aber auch alle anderen Solisten, Chorsolisten, Tänzer und das Orchester unter David Stahl lassen den Abend trotz meiner Schwierigkeiten zu einem großen Erlebnis werden.

Death in Venice (Tod in Venedig)

Dienstag, 15. Dezember 2009
19:30 – 22:30 Uhr

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Publikum, unter aller Kanone

Bevor ich über die schönen Momente gestern und heute schreibe – kommt aber noch, versprochen – muss ich leider erst mal Dampf ablassen. Mal wieder.

In der heutigen Abendvorstellung des Zauberers hätte ich diese Blagen ungespitzt in den Boden rammen können. Desinteresse, ausgedrückt durch vom Bühnengeschehen ungestörten Unterhaltungen und exzessiver Handyspielerei, wurde überspielt durch frenetischen Jubel an völlig falscher Stelle. Hat mit denen nie einer drüber geredet, wie so eine Vorstellung abläuft? Im Zuschauerraum wurde gegessen und getrunken, das Personal hatte seine liebe Not, zumindest den Müll wegzuräumen. Unterhaltungen konnte ich entnehmen, dass die Jugendlichen sich im Kino wähnten. Sagt denen keiner, dass da vorne Menschen aus Fleisch und Blut stehen? Der Vorhang war noch nicht ganz zu, da leerte sich das Parkett schon schlagartig. Hat diesen Schülern kein Lehrer – wahlweise auch die Eltern – jemals etwas Respekt vor der Leistung anderer beigebracht?

Ich finde es wirklich beschämend, dass es Schulen gibt, offensichtlich nicht mehr in der Lage sind, das Sozialverhalten ihrer Schüler einzuschätzen. Oder glaubt man, eine Vorstellung würde die im Unterricht vor sich Hinschwätzenden  bekehren und zukünftig zu Musterschülern machen? Überlegt da keiner vorher mal, ob es die, die gezwungen werden, wirklich interessiert? Ob man interessierten Schülern damit das Theatergehen verleidet?

Ich sehe hier ganz klar die Schulen in der Pflicht. Der Besuch einer Theatervorstellung ist nicht nur das Vorweisen einer kulturellen Aktivität. Wer mit seiner Klasse eine Aufführung besucht, ist verantwortlich für sie. Wer sich dieser Verantwortung nicht stellen will oder sie nicht tragen kann, sollte lieber im Klassenraum einen Film vorführen. Das kann man bestimmt auch unter Kultur verbuchen.

Schade um den Abend, der ein schöner hätte werden können.

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Randnotizen eines Opernabends

Ich trenne das jetzt mal von den eigentlichen Eindrücken der gestrigen Premiere, weil mir manche Sachen auch früher schon aufgefallen sind oder sie sich auch an jedem anderen Abend abspielen könnten.

Liebe Mitmenschen, ist es denn so schwierig, vor dem Betreten des Zuschauerraumes das Hirn ein- und das Handy auszuschalten? Auch ein Hörgerät kann man so einstellen, dass es nicht permanent fiept und ja, man kann sich auch mal auf seine Hände setzen und erst dann klatschen, wenn der Vorhang zu und der letzte Ton verklungen ist.

Man zerstört doch sich selbst und den anderen Zuhörern einen Teil des Genusses, wenn man eine aufgebaute Spannung zerklatscht und richtig peinlich wird es, wenn man vor dem eigentlichen Ende der Arie seine Hände nicht mehr in Zaum halten kann.

Weniger ist manchmal mehr.

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Spielzeit 2008/2009 – Versuch eines Resümées

Zuerst einmal die harten Fakten. Statistikerin, die ich nun mal bin, habe ich versucht, mal alle Besuche im, sagen wir mal, Musiktheater im weitesten Sinne, aufzuzählen, getrennt nach Spielstätten:

Staatstheater am Gärtnerplatz 
Liebe & Eifersucht13
Fra Diavolo2
La Traviata7
Hänsel & Gretel4
Der Mann im Mond1
Das Märchen vom Zaren Saltan9
Die Hochzeit des Figaro9
Carmen2
Die Schöne und das Biest3
Der Liebestrank5
I Masnadieri2
Death in Venice4
Madame Butterfly4
Arche Noah1
Boccaccio4
Die lustige Witwe1
Eine Nacht in Venedig1
Die Piraten von Penzance6
Sweeney Todd8
Footloose4
My fair Lady4
Der kleine Prinz1
Konzerte5
Foyerveranstaltung6
Theatervergnügen1
Shockheaded Peter1
Orchesterprobe Traviata III. Akt5
Auftakt3
La Triviata1
stg1
Literaturspaziergang1

Davon waren 8 Vorstellungen gleichzeitig Premieren, 3 Vorstellungen waren Gastspiele (Boccaccio in Köln und Liebe & Eifersucht in Bayreuth). Das macht insgesamt 118 1191 verschiedene Veranstaltungen, wobei das nicht der Anzahl an Tagen entspricht, da ich auch oft zwei Veranstaltungen an einem Tag hatte.

Bayerische Staatsoper 
La bohéme1
La Traviata1
Nabucco1
Die unmögliche Enzyklopädie6
Sonstiges 
Hänsel & Gretel, Royal Opera House London1
Konzert Provinz1
Der Barbier von Sevilla, Staatsoper Berlin1
Rigoletto, Deutsche Oper Berlin1
Der Zigeunerbaron, Musikalische Komödie Leipzig1
Liederabend1

Über die nackten Zahlen hinaus, was war noch?

Ich habe mich verändert, meine Schwerpunkte haben sich verändert. Ich habe angefangen, mich mit dem, was ich da auf der Bühne sehe, wirklich auseinanderzusetzen, musikalisch und szenisch. Dabei habe ich wahnsinnig viel gelernt. Kein Wunder, ich bin ja schließlich blutige Anfängerin.

Ich habe sehr viele sehr nette Menschen kennengelernt, in- und außerhalb des Theaters. Wenn man alleine unterwegs und ein ganz kleines bisschen offen ist, kommt man sehr leicht ins Gespräch mit anderen Allein-Unterwegs-Seiern. Und man hat ja schließlich eine gemeinsame Leidenschaft. Eigentlich eine ideale Partnerbörse, so ein Theaterbesuch 🙂

Ich habe geweint und gelacht, verständnisvoll genickt und ratlos in die Runde geschaut. Ich habe tolle Gespräche geführt mit Menschen, die ich ohne diese Leidenschaft nie getroffen hätte.

Auch wenn der Schluß etwas unglücklich war, ich habe diese Spielzeit genossen.

Und in meinem Umschlag schlummern schon wieder Karten für mehr als 40 Vorstellungen. Und das ist nur bis 31.12.09 😀

  1. Ich hatte eine Vorstellung von Death in Venice übersehen (die halbe hab ich gar nicht gezählt). Ich habe ein wenig den Überblick verloren, das wird nächste Spielzeit besser!

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MusiComedy, langbekannt

Am 09.01.1989 sah ich die Beiden zum ersten und dann im Laufe der nächsten drei Jahre noch 40 mal. Kirchheim/Teck und Frauenfeld in der Schweiz waren die am weitesten entfernten Orte, aber auch Augsburg, Landsberg, Donauwörth und Rain/Lech standen regelmäßig auf dem Programm. Insofern wurden hier schon die Grundlagen für meine heutige “Verrücktheit”, für Aufführungen und Konzerte auch mal in die bayerische Provinz oder nach Köln zu fahren, gelegt. Insgesamt dürfte ich Mark’n’Simon gut über 50 mal gesehen haben und sie sind immer wieder ein Erlebnis. Da müssen sich meine Lieblingsstücke im Theater meines Vertrauens noch ein bisschen ranhalten.

Zwei tolle Stimmen, gepaart mit einem Humor, dessen Feinheiten man am Besten versteht, wenn man der englischen Sprache mächtig ist. Aber auch für nur Deutschsprachige gibt es genug zu Lachen, Mitklatschen und Mitsingen. Und auch nach 20 Jahren liebe ich ihre Bühnenshow. Die beiden machen nicht nur intelligenten Quatsch, sondern haben auch noch sehr harmonische Stimmen und großes musikalisches Talent. Wenn Simon “Wonderful World” singt, ist die Gänsehaut vorprogrammiert und der heutige Schlusssong “Mad world” war einfach genial.

Danke für einen tollen Abend der anderen Art!

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Publikum, ungezogen

Es tut mir leid, aber ich muss mich jetzt erst mal schriftlich ein wenig abregen. Bitte nur weiterlesen, wer auch ein paar  Kraftausdrücke ab kann.

Denn leider kann Teile des heutigen Publikums nur als egomanische Ar…löcher bezeichnen. Es mag sein, dass ich etwas empfindlicher bin als andere, aber auch die Schüler in meiner Umgebung fühlten sich mehrfach gestört und haben ihr Missfallen ausgedrückt. Bereits vor der Pause wurde rechts in der Reihe hinter mir ständig geredet. Je lauter das Geschehen auf der Bühne, desto lauter die Unterhaltung. Ganz krass wurde es aber nach der Pause. Vermutlich waren es nur einer oder höchstens zwei in der dritten Reihe, aber die haben ausgereicht, um wirklich jede noch so emotionale Szene in den Dreck zu ziehen. Laute Kommentare zum Bühnengeschehen gipfelten in beständiges Treten gegen die Eisenglocken am Boden. Das ist zwar auch unhöflich gegenüber den Mitzuhörern, aber schlimmer empfinde ich die Respektlosigkeit gegenüber den Mitwirkenden. Da leistet jemand was, verdammt noch mal! Ich war am Schluss so aggressiv, das es gut war, dass derjenige nicht direkt hinter mir sass.

Mein Appell an alle Schulen lautet:  bitte, bitte, bitte nehmt nur Schüler mit, die sich auch wirklich für das aufgeführte Stück interessieren. Den anderen tut man mit Zwang keinen Gefallen und der unmittelbaren Umgebung und den Mitwirkenden auch nicht.

Anscheinend gibt es für Schulvorstellungen wirklich nur einen Platz, wenn man die Aufführung genießen und trotzdem nah dran sein will und das sind die Proszeniumlogen. Leider ist die Sicht dort ziemlich eingeschränkt, bei bestimmten Stücken ist es dann schon fast mehr ein Hörerlebnis. Wirklich schade, dass man in einer Vormittagsvorstellung offensichtlich nicht im Parkett sitzen kann.

Nachtrag: völlig entfallen ist mir ja auch noch, dass das Licht noch nicht an war, als man im Parkett schon massenweise aufgestanden ist und den Zuschauerraum verlies. So gab es diesmal leider keine Zugabe. Schade für die Enthusiasten.

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