Seit einiger Zeit schreiben auf diesem Blog mehrere Autoren. Die Artikel sind deshalb mit dem Namen gekennzeichnet und rechts befindet sich eine Liste, die alle Autoren aufführt. Die Namen sind jeweils Links zu den Artikeln des jeweiligen Autors.
|
|||||
|
Seit einiger Zeit schreiben auf diesem Blog mehrere Autoren. Die Artikel sind deshalb mit dem Namen gekennzeichnet und rechts befindet sich eine Liste, die alle Autoren aufführt. Die Namen sind jeweils Links zu den Artikeln des jeweiligen Autors.
Der berühmte Schluss-Satz: “Tutto nel mondo è burla” ist gar nicht so besonders rätselhaft. Er bedeutet: Nehmen wir das Leben nicht so ernst, es ist sowieso alles vergänglich, lachen wir darüber. Dieser Satz scheint bewusst gewählt als Schluss für Verdis Lebenswerk. Alles ist Illusion, unsere Bemühungen nur Spiegelfechterei, wir selbst nur kleine Krümel im großen Ganzen. Die Frage nach dem Sinn des Lebens hat Verdi sich offensichtlich nicht mehr gestellt. Ähnliche Artikel:Nachdem am Abend vorher das hübsche Städtchen Arnsberg Ziel meiner abendlichen Lesungsreise war, ging es diesmal von Olsberg aus in die andere Richtung, nach Marsberg. Diese Städtchen ist leider nicht ganz so hübsch, zumindest, der Teil, den ich auf meinem Weg zum Kilianstollen, dem Veranstaltungsort der abendlichen Lesung, zu sehen bekam. Der Fußweg führte hinter dem Gebäude für den Maßregelvollzug vorbei, da fürchtete ich mich schon auf dem Hinweg vor dem Rückweg im Dunkeln. Die Lesung fand dann nicht direkt im Stollen, sondern in einem dazugehörigen Besucherzentrum statt. Der Stollen wäre zwar ein wirklich toller Schauplatz gewesen, aber vermutlich wären wir dort in den zwei Stunden der Lesung erfroren. Positiv empfand ich, dass es hier Getränke zu kaufen gab und der Büchertisch war sehr gut bestückt. Leider mussten die Autoren jedoch ohne Mikrofon auskommen. Die Schriftstellerin Nina George moderierte den Abend, der unter der Überschrift „Der Reiz des Tötens“ stand und stellte ihre mitlesenden Autoren mit drei Wahrheiten und einer Lüge vor. Den Auftakt machte Andreas Gruber, seine vier Fakten waren: der Autor hat vier Katzen, arbeitet halbtags in einem Pharmaunternehmen, ist an der Entwicklung eines Medikamentes namens Zickosan beteiligt und könnte ein Teil aus einem bestimmten Automaten auf der Männertoilette des Tagungshotels vorführen. Das führte schon mal zu vielen Lachern und so war das Eis zwischen Autoren und Publikum ganz schnell gebrochen. Andreas Gruber las zwei Stellen aus seinem Roman Rachesommer, sehr pointiert und mit viel Ausdruck. Diese waren hochspannend und ich musste teilweise schlucken, weil die Szenen teilweise ganz schön „hart“ waren. Definitiv ein Buch, das ich im Auge behalten werde. Den zweiten Teil des Lesungsabends bestritt Gina Greifenstein mit einem Auszug aus ihrem Roman Stirb noch einmal, Liebling, der mir persönlich ein bisschen zu lang war. Insgesamt ist es aber sicher eine witzige Story. Nach der Pause las dann Nina George selbst, Andreas Gruber übernahm ihre Vorstellung. Eine Wahrheit über sie ist die Tatsache, dass sie knapp 850000 Bücher verkauft hat. Als Lüge stellte sich hingegen heraus, dass sie mit der Crimelady Elizabeth George verwandt sei. Sie las ihre, in Marsberg spielende und in der Anthologie Tausend Berge, tausend Abgründe erschienene Kurzgeschichte Der Reiz des Tötens. Sie las ebenfalls sehr gut und hatte offensichtlich die Schauplätze und den Charakter des Ortes sehr genau getroffen, sie wurde mit sehr viel Applaus der Ortsansässigen bedacht. Am Ende gab es wie immer Zeit zum Fragen und zum Signieren. Ein sehr gelungener Abend! Ähnliche Artikel:Es war nicht erstaunlich, dass der Saal der Sebastianskirche in Schwabing so gut gefüllt war, handelte es sich doch um den letzten Auftritt des Publikumslieblings Stefan Sevenich in München, bevor er sein neues Engagement an der Komischen Oper Berlin in der Spielzeit 2012/2013 antritt. Kennt man ihn sonst eher als Spielbass, so zeigte er sich an diesem Abend von seiner etwas ernsteren Seite, wobei das Augenzwinkern nie fehlte. Lieder und Texte von Kurt Tucholsky standen auf dem Programm, entstanden zwischen 1919 und 1931. Er verarbeitet darin nicht nur seine Erlebnisse aus dem ersten Weltkrieg, sondern kritisiert auch, teils offen, teils versteckt, die Gesellschaft in bester Tradition von Heinrich Heine. Die Texte wurden zum größten Teil durch Hanns Eisler vertont. Die ausgesuchten Texte waren teils schwere Kost und ließen einen auch mal schlucken ob der harten Realität, die sie widerspiegelten, aber auch das Schmunzeln kam nicht zu kurz. Sehr gute Beispiele sind zu nennen “Einkäufe”, “Wenn die Igel in der Abendstunde” oder “Fang nie was mit der Verwandtschaft an!“. Stefan Sevenich trug die Lieder passend zu ihrem jeweiligen Stil vor, mal ernst, mal humorvoll, mal mit Schmackes, mal sanft. Stefan Laux begleitete ihn dabei ausgezeichnet am Flügel und trug auch die unvertonten Texte sehr pointiert vor. Ein wunderbarer Abend, der zum Nachdenken anregte, zum Nachhören, zum Nachlesen. Ein schöner Abschied aus München! Ähnliche Artikel:Das Land ist grau und unbelebt geworden und der König zählt nur sein Geld. Da kommt so ein freches Früchtchen und sagt: “Ich bin ein Glückskind und werde die Prinzessin heiraten!”. Um das zu verhindern, gibt der König dem Glückskind einen Brief mit, in dem er das Todesurteil für den Überbringer ausspricht. Im Wald begegnet das Glückskind drei Räubern, die aus dem Mordbefehl einen Heiratsbefehl machen. Der König sieht sich in die Enge getrieben und gibt dem Glückskind eine schier unlösbare Aufgabe: es soll die drei goldenen Haare des Teufels herbeischaffen. Ob dem Glückskind das gelingt, sieht man sich am Besten in dieser bezaubernden Produktion der Jungen Oper Hannover an. Diese Produktion ist geprägt von jungen Protagonisten: ein junger Komponist, ein junger Regisseur, junge Sänger, ein junger Dirigent. Der Abend war denn auch jugendlich spritzig. Sowohl für Kinder als auch für Erwachsene wurde einiges geboten. Die einen konnten sich an dem märchenhaften Stoff und der schönen Umsetzung erfreuen. Die anderen verstanden ein paar mehr Gags und waren vielleicht ein ganz klein wenig betroffen ob der unterschwelligen Düsternis. Dabei ist die Musik von Stefan Johannes Hanke sehr lautmalerisch, unterstützt das Geschehen und charakterisiert die Figuren hervorragend. Besonders auffällig war das beim König, von Claus Koschinski sehr passend dargestellt. Sein Sprachduktus erinnerte mich sehr an den Herzog aus Detlev Glanerts Joseph Süß. Die Musik fügte dem Geschehen auf der Bühne eine weitere Schicht hinzu, arbeitete nicht gegen, sondern mit dem Libretto. Der Regisseur Tobias Ribitzki hörte denn auch bei der szenischen Umsetzung sehr gut auf die Musik. So entstand ein Gesamtbild, das harmonisch und aussagekräftig war. Das Bühnenbild (Pablo Mendizábal) war sehr ausgeklügelt und vielseitig, war an den richtigen Stellen konkret und an anderen abstrakt. Dazu passten die Kostüme von Elvira Freind ganz ausgezeichnet. Es wurde sehr textverständlich gesungen und auch hervorragend gespielt. Eines der Highlights war das Schnüffeln des Teufels (Michael Chacewicz), wenn er mal wieder Menschenfleisch roch. Aber auch seine listige Großmutter (Daniel Eggert), das erfrischend natürliche Glückskind (Neele Kramer), die Prinzessin (Tiina Lönnmark) sowie der traurige Fährmann (Hyun-Bong Kil) gingen voll in ihren jeweiligen Partien auf und ließen den Abend zu einem besonderen Erlebnis werden. An solchen Produktionen gefällt mir ja auch immer besonders, dass das Orchester auch mitspielen darf. Diesmal stand ein Posaunist im Mittelpunkt, der komödiantische Qualitäten entwickelte. Das Niedersächsisches Staatsorchester Hannover, das in kammermusikalischer Besetzung antrat, meisterte die Anforderungen der Partitur unter dem jungen, talentierten Dirigenten Benjamin Reiners bravourös. Am Ende nicht enden wollender, donnernder Applaus für diese gelungene Produktion.
Ähnliche Artikel:Nach diesem Abend weiß ich nun endgültig, dass ich mich vor der Musik Richard Wagners nicht zu fürchten brauche. Sie ist so bildgewaltig, so sprechend, dass sie mich in einen derartigen Rausch versetzt hat, wie es kein Alkohol und vermutlich auch keine Drogen bewirken können. Am ehesten ist es wohl mit einem fünfeinhalbstündigen Liebesrausch zu vergleichen, der hier noch durch die wirklich fabelhafte Inszenierung von André Bücker verstärkt wurde. Schon das Eingangsbild fand ich überwältigend. Die drei Nornen sind mit mit langen Bändern mit dem “Himmel” verbunden, sie verweben diese auch wie bei einem Maibaumtanz, am Ende fallen diese wie abgeschnitten zur Erde. Das Spiel der Bänder setzt sich mittels Videoprojektionen (Frank Vetter, Michael Ott) auf dem Portal fort, das einem geöffneten Briefumschlag ähnlich sieht. Der Beginn setzte Maßstäbe für das, was noch kam. Ein Walkürenfelsen, der einem Kubus gleicht, aber einen überraschenden Weg nach oben innehat (Bühne Jan Steigert). Eine Gibichungenhalle, in der Aufzüge und eine bewegliche Plattform für Verwandlung und Distanz oder Nähe sorgen. Ein halbrundes Prospekt, das als Projektionsfläche dient oder als Abgrenzung. Alles wirkt so, als hätte Richard Wagner genau das im Sinn gehabt, als er die Götterdämmerung geschrieben hat. Das wäre aber alles nur halb so schön, wenn nicht auch die musikalische Seite stimmen würde. Unter der Leitung von Antony Hermus zauberte die Anhaltische Philharmonie Bilder aus Klängen. Der Chor, verstärkt durch den Extrachor und “coruso”, den Ersten Freien Deutschen Opernchor, war durch Helmut Sonne ausgezeichnet einstudiert. Für die Partie der 3. Norn und der Woglinde war kurzfristig Sonja Freitag eingesprungen, die mir ja schon im Maskenball in Meiningen als Oscar positiv aufgefallen war. Anne Weinkauf als 2. Norn und Wellgunde war eher unauffällig, allerdings waren die Szenen der Nornen und der Rheintöchter auch nicht dazu geeignet, sich darstellerisch in Hochform zu präsentieren. Von ihrem ausgezeichneten, dramatischen Spiel und ihrer fantastischen Stimme konnte Rita Kapfhammer zumindest als Waltraute (auch 1. Norn, Flosshilde) das Publikum überzeugen. Ihre Warnung an Brünnhilde war so eindringlich, dass ich eine Gänsehaut bekam. Angelina Ruzzafante war als Gutrune eher zurückhaltend, aber nur im Spiel, ihre Stimme wies sie als starke Frau aus. Ein Erlebnis der ganz besonderen Art war die Gestaltung der Brünnhilde durch Iordanka Derilova. Stimme und Spiel passten perfekt zu der Partie und machten den Abend zu einem ganz besonderen Genuss. Auch bei den männlichen Protagonisten gab es nur Superlative. Der Siegfried von Arnold Bezuyen war ein echtes Erlebnis und auch Ulf Paulsen als Gunther hinterließ einen bleibenden Eindruck. Stephan Klemm war vielleicht kein dämonischer Hagen, aber ein sehr menschlicher. Mir ist er noch bestens in Erinnerung als König in Die Liebe zu den drei Orangen am Gärtnerplatztheater und er enttäuschte mich auch an diesem Abend nicht. Nico Wouterse als Alberich fügte sich nahtlos in das tolle Ensemble ein. Besonders gut hat mir gefallen, dass beim Schlussapplaus sich auch die Techniker verbeugten, die an diesem Abend wirklich Schwerstarbeit geleistet hatten. Auch das Orchester durfte mit auf die Bühne und musste sich nicht im Graben verstecken. Das war ein würdiger Abschluss dieses denkwürdigen Abends, der vom Publikum mit lang anhaltenden Begeisterungsstürmen und Standing Ovations gefeiert wurde. Ähnliche Artikel:Wie so oft bei Mozart: ein Haufen sich langweilender Adeliger, die sich dem Luxus von Liebeständeleien und Intrigen hingeben. Der Handlungsstrang sieht aus wie ein Wollknäuel, mit dem eine Katze gespielt hat: Der Graf will unbedingt was mit Susanna anfangen, ist aber gleichzeitig furchtbar eifersüchtig auf – ja, auf wen eigentlich? Jedenfalls verdächtigt er ganz diffus seine Gattin. Susanna ist zwar nur eine Bedienstete, hat aber trotzdem ihre eigenen Vorstellungen, wie ihre Defloration ablaufen soll: sie will Figaro heiraten, und eine klassische Hochzeitsnacht. Figaro hat schon allein bei dem Gedanken, dass der Graf auf dem ius primae noctis bestehen könnte, Schaum vor dem Mund. Marcellina spinnt unterdessen ganz andere Pläne: auch sie hat ein Auge auf Figaro geworfen, und will ihn mit seinen Schulden erpressen, sie zu heiraten. Allerdings stellt sich später heraus, dass sie ziemlich genau eine Generation zu alt für ihn ist. Der Page Cherubino flüchtet aus den Gemächern der Gräfin, indem er aus dem Fenster springt, und Barbarina … kurzum, es sind Zustände wie im alten Rom. Die Inszenierung von Dieter Dorn ist sehr reduziert, und mir hat sie gut gefallen. Nur im letzten Akt, der in einem kahlen weißen Zimmer des Schlosses spielt, was eine recht avantgardistische Gestaltung der Versteck-Szenen zur Folge hat, hätte sich das Auge gerne an irgendetwas anderem festgehalten. Wie wäre es mit einem manierierten Garten, Buchsbaumskulpturen, kopflosen Statuen? Naja, bei der nächsten Inszenierung vielleicht. Besonders beeindruckt haben mich die Kostüme im Periodenstil. Die Frauen tragen ausgesprochen schöne Kleider, aber am faszinierendsten ist der erste Mantel, den der Graf Almaviva trägt: Der Stoff sieht aus wie eine Tischdecke aus riesigen hellblauen und goldenen Karos, ein Rotton ist auch dabei. Nicht nur, dass der Mantel aus ebendiesem Stoff dem Grafen fantastisch steht (das muss man wohl gesehen haben, um es zu glauben), er vermittelt auch genau die dekadente Atmosphäre, ja sogar die Persönlichkeit des Grafen: ein selbstbewußter, aber auch selbstverliebter Mann, rücksichtslos und oberflächlich, mit einem leichten Hang, sich selbst zum Kasperl zu machen (Bühne und Kostüme: Jürgen Rose). Zu der Beleuchtung lässt sich nicht viel sagen, auch wenn sie von Max Keller war. Das Licht war aber definitiv an, dafür kann ich mich verbürgen. Diese Vorstellung war ausnahmslos sehr gut gesungen. Der Figaro von Luca Pisaroni war verspielter, nicht so gravitätisch, wie ich es mal (vor Jahren) in einer anderen Vorstellung gesehen habe, das tut der Figur gut: Figaro ist schließlich ein junger Mann. Laura Tatulescu als Susanna passt sehr gut zu ihm. Angela Brower sang den Cherubino ganz wunderbar, die Darstellung dieser Hosenrolle war mir jedoch zu weiblich. Heike Grötzinger als Marcellina gefiel mir ganz ausgezeichnet. Evgeniya Sotnikova als Barbarina hatte eine ganz zauberhafte Art, genau “wie ein Kätzchen”. Der Gärtner Antonio ist der Vater von Barbarina und der Onkel von Susanna. Er wurde gespielt von Alfred Kuhn, absolut fa-bel-haft, mit polternder Stimme. Alfred Kuhn bekam einen riesigen Blumenstrauß zu seinem 50-jährigen Bühnenjubiläum, und mir wurde gesagt, dies sei sein letzter Auftritt im Figaro gewesen. Wenn dem tatsächlich so wäre, wäre das ausgesprochen schade. Christoph Stephinger (Bartolo), Ulrich Reß (Basilio) und Kevin Conners (Don Curzio) machten ihre Sache sehr gut, ebenso Eveline Ertl und Ruth Irene Meyer (zwei Mädchen). Das Orchester unter der musikalischen Leitung von Dan Ettinger gefiel mir gut, genauso der Chor. Gekommen war man aber wegen der Stars: Die Selbstverständlichkeit, mit der Simon Keenlyside den Grafen als halbherzigen Intriganten porträtierte, und die Intensität, die Anja Harteros der Gräfin verlieh, machten diese Vorstellung außergewöhnlich. Beim Schlussapplaus dann ließ Simon Keenlyside seiner Kollegin den Vortritt, das fand ich äußerst souverän. Anja Harteros badete in Applausstürmen, und bekanntlich ist es ein undankbarer Job, dann als Nächster auf die Bühne zu gehen: das Publikum ist erschöpft vom Klatschen. Dementsprechend erhielt der Gentleman nur die Hälfte des Applauses, den er verdient gehabt hätte. Aber dieser Sänger braucht nichts mehr zu beweisen. Und hier noch eine Folge aus unserer unregelmäßig erscheinenden Episodensammlung zum Thema Kind und Kultur: Der kleine Junge neben mir (er konnte noch keine Übertitel lesen) kratzte mit seinen Fingernägeln die ganze Zeit an der Samtbrüstung, so wie der Graf von Monte Christo an den Wänden seiner Gefängniszelle. Er war vorbildlich leise, versuchte aber verständlicherweise, die endlos lange Zeit mit Turnübungen herumzubringen, nachdem er von seinem seitlichen Stehplatz aus nicht viel sehen konnte, die Handlung nicht verstand, und Italienisch konnte er auch nicht. Er hätte fast einen Felgaufschwung an der Brüstung gemacht, aber leider holte ihn die Mutter dann doch an ihre Seite, dann war tatsächlich Ruhe im Karton. Ob er sich neben ihr besser amüsiert hat, das wage ich mal zu bezweifeln. Verstehen wir uns richtig: Mich stören turnende Kinder nicht. Nicht mal in der Oper. Ich bin allerdings der Meinung, dass man weder dem Kind noch der Kultur mit dieser Zwangsbeglückung einen Gefallen tut: Dieser Junge atmet auf, kaum dass er ins Freie kommt, und denkt sich: Oper ist doof!!! Und Kinder haben ein gutes Gedächtnis. Ähnliche Artikel:Ich habe Fantasy immer als ein sehr männlich und englisch sprachig dominiertes Genre gesehen, wenn man mal nur den Autor betrachtet. Aber spätestens nach diesem Buch muss ich meine Überzeugung relativieren. In den letzten zwei drei Jahren kamen einige sehr gute Fantasyromane von deutschen Autorinnen auf den Markt und Als die schwarzen Feen kamen gehört eindeutig dazu. Anika Beer, Als die schwarzen Feen kamen, 448 Seiten, ISBN 3570401472 Ähnliche Artikel:Ich liebe Geschichten über Hochstapler. Wunderkinder mag ich gar nicht so sehr, aber für hochstapelnde Wunderkinder mache ich eine Ausnahme: Die Arbeit eines Hochstaplers ist für gewöhnlich noch schwieriger, wenn die Person mit den großen Ambitionen noch klein ist. Das einzig Reißerische an diesem großartigen Buch ist der Titel. Ansonsten versucht der Autor einfach nur, dieser haarsträubenden wahren Geschichte beim Erzählen nicht im Weg zu stehen. Und sogar der Titel ist eigentlich ganz neutral zu sehen: Der Teenager David Hahn machte bei den Pfadfindern sein Atomenergie-Abzeichen, und kam dadurch auf den Gedanken, das Thema Radioaktivität weiter zu verfolgen. Typisch Amerikaner eben, erfrischend praxisorientiert: Man fängt einfach mal an und schaut, wie weit man kommt. Normalerweise kommt man mit diesem Ansatz überraschend weit. So auch David. Er fing an mit ein paar Experimenten im Schuppen hinter dem Haus und brachte es so weit, dass in seiner Kleinstadt (40.000 Einwohner) in der Nähe von Detroit der atomare Notstand ausgerufen wurde und sein Bastelschuppen in einer Atommüll-Deponie vergraben wurde. Wie kam das eigentlich, dass David über die Pfadfinder an die Atomenergie herangeführt wurde? Die amerikanische Atomenergiebehörde bediente sich seit 1963 der Pfadfinder (die moralisch über jeden Zweifel erhaben waren), um die frohe Botschaft von den Segnungen der Atomenergie unter die Leute zu bringen. Die besten Zeiten der Atomenergie waren in Davids Teenagerzeiten schon lange vorbei, von Three Mile Island über Sellafield bis Tschernobyl war einfach schon zuviel passiert, und man lachte über die Zeichentrickserie The Simpsons, wo Homer Simpson als verschnarchter Atomkraftwerks-Mitarbeiter es mit den Sicherheitsbestimmungen nicht ganz so genau nimmt (oops, wofür war denn dieser Knopf?). Der Autor erzählt im neutralen Plauderton die vielen Geschichten von bekannten und weniger bekannten Atomunfällen, wobei man den Eindruck gewinnt, dass Homer Simpson zuweilen eher Realität ist als Satire. David wurde für die Bewältigung der Aufgaben, die er für sein Atomenergie-Abzeichen machen musste, von einem freiwilligen erwachsenen Mentor betreut. Dieser ließ ihn einen Geigerzähler bauen, zeigte ihm alte Wecker, deren Zifferblatt durch eine leicht radioaktive Beschichtung im Dunkeln leuchtete, und ähnlich faszinierende Dinge. (Wir befinden uns im Jahr 1991, da war David 14 Jahre alt.) Für David und seine Projekte war es sogar ein Vorteil, dass er noch ein Kind war: Die Erwachsenen nahmen seine Pläne nicht ernst. Er erzählte zwar von wilden Experimenten, die er durchführte, und sprach sogar von Radioaktivität. Nachdem er aber keinen Satz ohne Schreibfehler zuwege brachte, wurde seine Inselbegabung nicht erkannt. David wurde die ganze Zeit unterschätzt und nicht für voll genommen, sonst wäre er nie so weit gekommen. Sein Physiklehrer dachte, David würde große Sprüche schwingen, damit keiner merkte, dass er am Wochenende keinen zum Spielen hatte. Die psychologische Erklärung, die der Autor für den Jungen findet, liegt irgendwo dazwischen: David flüchtete vor seiner instabilen Familiensituation in die berechenbaren Naturwissenschaften, und sein allen Pubertierenden inhärentes Geltungsbedürfnis fühlte sich ebenfalls in der Rolle des jungen Wissenschaftlers wohler als in der Realität. Was viele Eltern aufheitern wird: David war zwar ein hochbegabtes Kind, das kann man im Rückblick wohl sagen, er war aber ein sehr mittelmäßiger Schüler, auch in der Chemie (!). Seine Chemielehrerin fand ihn zwar begabt, er war jedoch unaufmerksam, undiszipliniert und ohne Ehrgeiz. Im Unterricht jedenfalls. Nach der Schule arbeitete David mit Feuereifer an seinem Projekt, jedes Element des Periodensystems zu besitzen. Davids Eltern ließen dem Sohn weitgehend freie Hand. Zum Brüllen komisch ist die Geschichte, wie sein Vater eine ölgefüllte Dose aus Davids Labor zum Elternabend mitbringt und die Chemielehrerin fragt, was darin schwimmt. Diese schaut hinein und sagt: “Oh, Natrium, darf ich in der Schule gar nicht haben, ist zu gefährlich.” Wenn der Vater das Natrium aus dem Öl genommen hätte, hätte es Tote gegeben: Natrium explodiert, wenn es mit Luft in Berührung kommt. Das Interessante an dieser Anekdote ist auch, dass sowohl Vater als auch Sohn sie ziemlich bald vergaßen: Bei den Hahns hatte man andere Dinge im Kopf. Und außerdem konnte David seinen Vater immer davon überzeugen, dass er das Ganze eigentlich nur für die Schule machte. “I never saw him turn green or glow in the dark”, sagte der Vater mal, etwas hilflos, um sich wegen der Verletzung seiner Aufsichtspflicht zu rechtfertigen. David wollte jetzt höher hinaus, er fand das Periodensystem eigentlich erst ab der Ordnungszahl 84 wirklich interessant. Da aber der Umgang mit radioaktiven Elementen strengen gesetzlichen Vorschriften unterlag, musste er sich etwas einfallen lassen. Er begann, mit verschiedenen Organisationen zu korrespondieren: Department of Energy, Nuclear Regulatory Commission, American Nuclear Society und andere. Dort suchte er sich verschiedene Ansprechpartner, die er als “Professor David Hahn” mit Briefen bombardierte, welche zwar ohne Briefkopf und mit unglaublich vielen Schreibfehlern verfasst waren, mit denen er aber dennoch von erstaunlich vielen Ansprechpartnern erstaunlich viele Informationen bekam. Es stellte sich heraus, dass radioaktive Stoffe in den verschiedensten industriell hergestellten Produkten enthalten waren: Gaslaternen waren innen beschichtet mit einer Verbindung, die Thorium-232 enthielt. Kobalt-60 wurde in Krankenhäusern für die Krebstherapie verwendet. Er fand heraus, dass es Millionen von radioaktiven Messgeräten gab, befüllt mit Isotopen, die Gammastrahlen oder Neutronen emittieren, mit denen man durch harte Oberflächen wie Asphalt, Beton, Stahl “hindurchsehen” kann, beispielsweise für die Gepäckinspektion an Flughäfen, Inspektion von Brücken auf Strukturrisse und ähnliche technische Zwecke. David begann jetzt, radioaktive Elemente zu sammeln. Polonium-210 aus elektrostatischen Staubbürstchen. Americium-241 aus Rauchmeldern. Wunderbar. Jetzt wollte David aber mal einen Atomreaktor bauen, und das geht im Prinzip so: Man nimmt Thorium-232 (wir erinnern uns: die Gaslaternen; David bestellte sie als Restbestände bei einem Campingbedarf-Versender). Dieses bestrahlt man mit einer Neutronenquelle und erhält Thorium-233, welches dann zerfällt und Uran-233 bildet. (Für die Neutronenquelle nimmt man z.B. Americium, aus den Rauchmeldern, und Aluminium.) Außerdem versuchte er, aus radioaktivem Gestein Uran zu isolieren, aber die Kaffeefilter, die er verwendete, erwiesen sich als ungeeignet. Trotzdem schaffte er es relativ schnell, einen Mini-Reaktor zu bauen und machte sich dann doch zum ersten Mal Gedanken, dass sein Geigerzähler jetzt schon von der Straße aus ausschlug. Naja, und dann kam das eine zum anderen, und nach diversen Knoten im Handlungsstrang, die man bei einer Fernsehserie recht unglaubwürdig finden würde, und die unter anderem dazu führten, dass sein Stiefvater den größten Teil des radioaktiven Materials einfach in die Mülltonne warf, kamen dann die Männer in den Raumfahrtsanzügen und entsorgten den Schuppen, mitsamt seinem restlichen, sehr unprofessionell aussehenden aber immer noch ziemlich radioaktiven Inhalt, auf professionelle Weise; das heißt, sie buddelten das Zeug in der Wüste von Utah ein. (Das war vier Jahre später, im Sommer des Jahres 1995.) The Radioactive Boy Scout ist leider (noch?) nicht ins Deutsche übersetzt. Diese Geschichte wurde allerdings schon mal auf Deutsch erzählt, und zwar im SZ-Magazin vor 10, 15 Jahren. Wer diesen hervorragenden Artikel gelesen hat, kommt ohne dieses Buch aus. (Ich selbst habe das besagte SZ-Magazin leider nicht mehr. Wenn es also da draußen jemanden gibt, der es abgeben möchte: bitte melden.) Jedenfalls: Wer nicht im Hotel beim Frühstück noch im Halbschlaf die Herald Tribune durchblättern kann, wird an diesem Buch keine Freude haben. Es ist nicht übermäßig schwer geschrieben. Das chemische/physikalische Fachvokabular ist dem Deutschen sehr ähnlich und lässt sich in den meisten Fällen problemlos erschließen. Die Komik entfaltet sich aber erst in ihrer ganzen Pracht, wenn man jedes beiläufig hingeworfene Adjektiv versteht. Auf jeder Seite denkt man sich an mehreren Stellen: Habe ich das jetzt gerade richtig verstanden? Ist nicht wahr, oder? – Doch, ist wahr. Und wenn man so weiter darüber nachdenkt: Woher wissen wir eigentlich, dass erwachsene Wissenschaftler verantwortungsvoller arbeiten? Oder erwachsene Politiker? Örks. Ich glaube, mir wird schlecht. Ken Silverstein: The Radioactive Boy Scout. Villard Books, New York, 2005. ISBN 0-8129-6660-0 Ähnliche Artikel:
Ich bin in Freiburg geboren und in einem kleinen Dorf in der Umgebung aufgewachsen. Während meines Abiturs hatte ich das Glück, eine begeisternde und engagierte Gesangslehrerin kennen zu lernen, die mich motivierte, an der Musikhochschule in Freiburg vorzusingen. 2010 habe ich mein Studium mit den Diplomen “Oper” und “Lied/Oratorium” abgeschlossen. Für den Abschluss “Musiklehrer” habe ich noch meine Diplomarbeit geschrieben, während ich schon in München war. Spielen Sie ein Instrument? Ich hatte Klavierunterricht, zunächst privat und später als Teil des Studiums. Es reicht für das Einstudieren von Partien, um mich selbst zu begleiten und als Hilfestellung beim Unterrichten. Aber von einem Klaviervirtuosen bin ich weit entfernt … Dann haben Sie auch hier in München und in Darmstadt die ersten Bühnenerfahrungen gesammelt, oder waren da vorher schon Produktionen während des Studiums? Ich hatte großes Glück, dass es in den Anfängen meiner Studienzeit an der Freiburger Hochschule nicht so viele Mezzosopranistinnen gab. So durfte ich schon früh in die Opernproduktionen reinschnuppern. Es gibt ein Institut für Musiktheater, das jedes Semester eine szenische Produktion macht. Sie waren dann 2009 mit dem Theater Dortmund und Mozarts Zauberflöte auch auf einer Gastspielreise. Ja, das war eine besonders schöne Erfahrung. Wir waren einen Monat in Seoul und der dazu gehörigen Hafenstadt Incheon. Dennoch waren nur fünf oder sechs Tage Zeit, um die komplette Zauberflöte musikalisch und szenisch auf die Beine zu stellen. Da war es schon erst einmal ein Schock, als wir nach dem langen Flug übermüdet ins Hotel kamen und es hieß: “In einer Stunde Abfahrt, wir stellen heute alle Damen-Szenen”. Seit der Spielzeit 2010/2011 sind Sie hier am Gärtnerplatztheater. Ist das ein schönes Haus, um sich zu entwickeln und verschiedene neue Rollen auszuprobieren? Auf jeden Fall. Für mich war es ein sehr gelungener Start ins Berufsleben. Ich finde es schön, Teil eines großen Ensembles zu sein, und es war zu Beginn sehr gut für mich, dass ich zunächst kleinere Partien übernehmen durfte. Das Tolle war auch, dass ich in Opern wie Carmen oder L’Italiana in Algeri mitwirken konnte, in denen die Hauptrolle von einer Mezzosopranistin gesungen wird. Da kann man dann ein bisschen was abschauen. In dieser Spielzeit stehen Sie jetzt in sieben Produktionen in Oper und Operette auf der Bühne. Ich denke sogar, es sind acht. (Die Zauberflöte, Die Liebe zu den drei Orangen, L’Italiana in Algeri, La Traviata, Der Mikado, Joseph Süß, Das Schlaue Füchslein und Orpheus in der Unterwelt.) Wie stellt man sich auf diese Abende ein? Wenn zum Beispiel an einem Abend Joseph Süß ist von Detlev Glanert, und dann Mikado dazwischen, und am nächsten Abend dann wieder Joseph Süß? So eine Konstellation gab es für mich in dieser Spielzeit zum Glück nur einmal. Ich war sehr froh, dass ich an den jeweiligen Tagen keine szenischen Proben für eine dritte Produktion hatte. Daher konnte ich mich tagsüber in Ruhe mental und stimmlich auf die jeweilige Vorstellung am Abend einstellen. Es ist schon ein Unterschied, ob abends eine britische Operette mit viel Komik und Tanz auf dem Plan steht, oder eine moderne Oper mit antisemitischem Hauptthema. Ich fand das schon extrem, mit den drei Aufführungen in einer Woche. Das ist sicherlich eine intensive Phase. Aber ich denke, alle Sänger kennen das, da es zum Beruf gehört. Man muss zwischen Produktionen, Musikstilen, aber auch Charakteren umschalten können. Wenn wir gerade bei Joseph Süß sind – erzählen Sie uns doch ein bisschen was über diese Produktion, in der Sie die Tochter von Joseph Süß singen. Die Produktion war sehr spannend, ich würde fast sagen, die interessanteste für mich am Gärtnerplatztheater. Es war eine intensive Arbeit mit Guy Montavon und Roger Epple, während der ich sehr viel gelernt habe. Wenn dann in den Schlussproben auch noch der Komponist dabei ist … Das war sehr eindrucksvoll und es entstand eine ganz neue Probenatmosphäre. Detlev Glanert war sehr positiv, und teilweise hat er sogar in den Orchesterproben noch ein paar Sachen in der Partitur geändert. Wie sehen Sie denn die Rolle der Tochter? Ich sehe sie als sehr jung, unschuldig und im positiven Sinne naiv, sehr verletzlich und der Situation hilflos ausgeliefert. Dadurch, dass sie die ganze Zeit so geschützt ist und fernab von der Außenwelt aufwächst, kennt sie die reale Welt “da draußen” nicht und ist völlig schutzlos und unfähig zu reagieren, wenn der Herzog kommt. Sie lebt in ihrer eigenen Welt, man könnte sagen: einer Traumwelt. Das ist auch in der Musik zu hören, die sich so von den anderen musikalischen Charakteren der Oper abhebt. Diese ändert sich jedoch schlagartig in der 10. Szene, in der der Herzog brutal in ihre Welt einbricht. Wie wichtig ist für Sie das Verhältnis zwischen Schauspiel und Gesang auf der Bühne? Ich denke, was die Oper betrifft, ist es sehr wichtig. Für mich sind die szenischen Proben essentiell, was die Entwicklung eines Charakters angeht. Man muss als Sänger sehr flexibel und spielfreudig sein heute. Am Gärtnerplatztheater stehen Opern, Operetten und Musical auf dem Spielplan. Gibt es da bei Ihnen eine Vorliebe für irgendeine Stilrichtung? In erster Linie schlägt mein Herz für die Oper. - Zwischen Operette und Musical würde ich mich nicht entscheiden wollen. Von der Vielseitigkeit ist natürlich für einen Mezzosopran bei der Oper mehr gegeben. Das ist wahr. Haben Sie musikalische Vorbilder? Es gibt viele Sänger, die ich gerne höre, aber ich würde nicht sagen, dass ich ein konkretes Vorbild habe. Ich mag Vesselina Kasarova sehr gern, vor allem im Hosenrollen-Fach. Geben Sie Liederabende und Konzerte, also Oratorien und ähnliches? Ja. Zu Studienzeiten war ich sehr beschäftigt im Konzertbereich, vor allem Kirchenmusik. Während meiner ersten Spielzeit hier in München musste ich das ein wenig einschränken, da ich mit der Carmen-Produktion in Darmstadt und meiner Diplomarbeit mit Forschung in Freiburg schon genug zu tun hatte. Aber im vergangenen Herbst habe ich unter anderem Messias, das Weihnachtsoratorium von Saint-Saens und endlich die Petite Messe Solennelle von Rossini gesungen. Die Aufführung des letzten Stückes war mir schon lange ein Wunsch. Ich habe hier in München eine befreundete Pianistin, mit der ich mein Liedrepertoire erweitere. Im Moment stehen Lieder von Robert Schumann auf dem Programm, beispielsweise Mignon und Maria Stuart. Welche Musik hören Sie denn am liebsten? Wenig Oper zuhause. (Beide lachen.) Wenn klassische Musik, dann eher sinfonische und auch sehr gerne Lied. Ansonsten höre ich privat sehr viel lateinamerikanische Musik und ab und zu Jazz. In welchen Partien können wir Sie denn in der nächsten Zeit jetzt noch erleben? Und können Sie uns vielleicht schon einen Ausblick auf die Zeit nach dem Gärtnerplatztheater geben? Zunächst freue mich auf Das Schlaue Füchslein hier im Prinzregententheater. Da werde ich unter anderem den Dackel singen. Im Juli folgt noch die Wiederaufnahme von Orpheus in der Unterwelt als Gastspiel in Heilbronn, und dann ist die Zeit am Gärtnerplatztheater leider vorerst schon vorbei für mich. Dann sage ich herzlichen Dank für dieses Gespräch! Vielen Dank! (Das Interview wurde geführt am 11. April 2012 in München.) Ähnliche Artikel:Bestimmt kennen manche Erwachsene den kuscheligen Katzenliebhaber noch aus ihrer Kindheit. Alf ist ein Außerirdischer vom Planeten Melmac, doch dieser Planet ist leider explodiert. Deshalb flog er mit seinem Raumschiff durch das Weltall. Nur zu dumm, das sein Raumschiff kaputt ging. Es stürzte ab – auf die Erde – auf die Garage der Tanners. Die Tanners sind eine vierköpfige Familie: Willie (sehr an Außerirdischen interessiert), Kate (oft gestresst und am Anfang überhaupt nicht begeistert von Alf), Lynn (die Jugendliche singt gerne und mag Alf) und Brian (ist der Kleinste der Familie und wird Alfs bester Freund). Und nicht zu vergessen: Lucky. Der Kater braucht seinen Namen als Glücksbringer. Denn Alf liebt Katzen – zum Frühstück! Als Alf am nächsten Morgen neben Kate im Ehebett liegt, kreischt sie so erschreckend, dass der Außerirdische schreiend ins Bad zu Willie rennt, der dabei ist, sich zu rasieren. Als Alf den Rasierer in die Hand nimmt, meckert Willie: “Du brauchst dich nicht zu rasieren! Du siehst auch so gut aus!” Kate möchte, dass das flauschige Ungetüm so schnell wie möglich wieder abfliegt, so wie es gekommen ist, doch Willie gelingt es nicht, das Raumschiff zu reparieren. Doch wenn sie ihn bei den Behörden melden würden, würde ihm wohl ein kurzes Leben bevorstehen. Also versuchen sie, das Wollknäuel geheim zu halten, was aber nicht so einfach ist, wenn man Nachbarn hat, die einen die ganze Zeit beobachten und mit einem Fernglas am Fenster stehen. Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf! Ich mag diese Serie, weil man viel zu lachen hat. Nur schade, dass Alf nicht mehr so bekannt ist. Wenn man Alf sieht, möchte man am liebsten auch so ein lebendiges Kuscheltier haben, mit dem man viele Blödeleien machen kann. |
|||||
|
Copyright © 2012 Nachtgedanken - All Rights Reserved
|
|||||
Letzte Kommentare