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Charlotte Lyne – Das Haus Gottes

Das Haus Gottes – Charlotte Lyne

Gebundene Ausgabe: 656 Seiten
Verlag: Bertelsmann; 1. Auflage (27. Oktober 2008)
Sprache: Deutsch

Kurzbeschreibung (von Bertelsmann)

Ein Mittelalterroman, so gewaltig und majestätisch wie ein königliches Schiff auf dem Meer! Portsmouth, England, 1336. Die tatkräftige Dorothy heiratet den attraktiven Symond, Sohn des berühmten Schiffsbauers Aimery Fletcher. Doch der entpuppt sich als Luftikus und Frauenheld. Ohne die Unterstützung ihres Schwiegervaters wären Dorothy und ihre Kinder verloren. Da geschieht eine unfassbare Katastrophe: Die Franzosen legen Portsmouth in Schutt und Asche. Wird es Dorothy, ihren Kindern und Aimery gelingen, in der nun von Krieg und Pest gebeutelten Stadt zu überleben?

Über die Autorin:

Link zur Homepage – bitte unbedingt Lautsprecher an, dies ist die einzige Website, bei der die Musik wunderschön ist und 100% passt.

Meine Meinung:

Nach der “Zwölften Nacht” lag die Messlatte zwar sehr hoch, aber nach der Leseprobe auf Charlies Homepage war ich mir eigentlich sicher, dass mir dieses Buch gefallen würde. Und so war es dann auch.

Eigentlich kann ich es gar nicht in Worte fassen, welche Emotionen dieses Buch in mir ausgelöst hat. Charlie hat mit ihrem unverwechselbaren, unter die Haut gehenden Stil eine Geschichte erzählt, die mich bis in die verborgenen, schon fast vergessenen Winkel meines Herzens berührt hat.

Die Charaktere sind so fantastisch gezeichnet, dass ich fast immer das Gefühl hatte, nicht nur nah an ihnen dran zu sein, sondern sie zu sein. So als ob mir diese Geschichte nicht erzählt würde, sondern meine eigene wäre. An jedem Wort, jeder Zeile, jeder Szene merkt man die genaue Recherche der Autorin, die Detailfülle trägt zusammen mit der unglaublich schönen Sprache dazu bei, Portsmouth am Solent und seine Bewohner lebendig werden zu lassen. Der Roman ist eine Hommage an die Hoffnung, an die Liebe und nicht zuletzt an die Stadt Portsmouth.

Mein Fazit:

Absolute Leseempfehlung, für mich das Buch des Jahres.

Ähnliche Artikel

Lesestoff 2008 – 32

Die Kapelle der Glasmaler – Kirsten Schützhofer

Broschiert: 720 Seiten
Verlag: Diana Taschenbuch (Mai 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453351525
ISBN-13: 978-3453351523
Größe: 18,6 x 11,8 x 4,2 cm

Kurzbeschreibung (von der HP der Autorin)

Glaube, Liebe, Schuld –
Frankreich, 1241: Nördlich von Paris kreuzt sich der Weg des Glasmalers Clément aus Chartres mit dem des Jongleurs Ghislain de Viens. Beide haben ein unverrückbares Ziel vor Augen. Während Ghislain das Geheimnis seiner Herkunft ergründen möchte, lockt den Glasmaler der Bau der Sainte-Chapelle in die Stadt: Nie wieder wird sich ihm die Gelegenheit bieten, am Bau einer solchen Kirche teilzunehmen. Doch er wird diesen Traum teuer bezahlen … Denn in der Kapelle der Glasmaler begegnet er Thomas, einem einstigen Rivalen um die Gunst von Cléments heutiger Ehefrau Edwige. Dieser hat die damalige Zurücksetzung nie verwunden – und wittert die Gelegenheit zur Rache …

Über die Autorin

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Meine Meinung:

Am Anfang war ich etwas verwirrt durch die vielen Personen, die eingeführt wurden und das teils auch noch ohne Namen. Doch bereits nach kurzer Zeit konnte ich mich neugierig hineinfallen lassen in diese wunderbar erzählte Geschichte. Oder besser gesagt in die Geschichten, die zusammenlaufen und wieder auseinander wie das Band, das Edwige webt. Oder wie ein Glasfenster, das aus vielen einzelnen Teilen zusammengesetzt und seine Pracht erst wirklich im Zusammenspiel der Farben und Formen entfaltet.

Die Sprache ist so einzigartig in ihrer Realität, dass ich nicht nur das Umfeld meinte riechen, schmecken, hören, fühlen, sehen zu können, sondern auch starke Emotionen in mir wachgerufen wurden. Jede Figur ist liebevoll mit kleinsten Details beschrieben und wirkt dadurch so real.

Zwischendurch habe ich mal innegehalten beim Lesen, weil der Moment des Abschieds von liebgewonnenen Freunden drohte. Es gibt nur wenige Bücher, die mich in diesen Zustand versetzt haben.

Mein Fazit:

Ein wunderbarer, tiefgehender, mitreißender Roman.

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Lesestoff 2008 – 29

Wer gab dir, Liebe, die Gewalt – Viola Alvarez

Broschiert: 603 Seiten
Verlag: Lübbe; Auflage: 1 (Januar 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404922387
ISBN-13: 978-3404922383
Größe: 18,2 x 12,6 x 3,6 cm

Kurzbeschreibung (von amazon)

Walther von der Vogelweide – ein Leben zwischen genialem Wahn und der Sehnsucht nach Liebe. Ein großartiger, zutiefst berührender Roman von einer neuen deutschen Stimme: Viola Alvarez. Seine Geburt ist geheimnisumwittert, sein Kindheit die eines Wunderkindes. Er wird Hofsänger und der berühmteste Dichter des Mittelalters. Er nimmt sich jede Freiheit, jeden Rausch. Doch sein Herz ist einsam, Genie und Wahnsinn nahe beieinander. Seine ganze Liebe gehört einem Mädchen, das er nicht haben kann: Anna. Seinen Namen kennt jeder: Walther von der Vogelweide.

Über die Autorin

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Meine Meinung:

Vom ersten Satz an hat mich die wunderbare Sprache von Viola Alvarez in ihren Bann gezogen. Sätze wie Lieder, wie von Walther von der Vogelweide selbst, der Dingen einen neuen Namen gab. Wir begleiten Walther auf seinem fiktiven, aber immer glaubhaften Lebensweg von der Geburt bis zum Tod, spannend geschildert, detailreich und ohne rosa Brille entsteht ein farbiges Bild des Mittelalters. Walthers vielschichtiger Charakter enthüllt sich nach und nach und wird begleitet von Selbstreflexionen am Ende jeden Abschnittes.

Fesselnd, emotional, spannend: historische Fiktion vom Feinsten.

Mein Fazit:

Viola Alvarez macht süchtig.

Ähnliche Artikel

Lesestoff 2008 – 26

Das Blut der Könige – Peter Berling

Gebundene Ausgabe: 1056 Seiten

Verlag: Lübbe; (1993)

ISBN-10: 3785706847

ISBN-13: 978-3785706848

Größe: 22,2 x 14,7 x 4,5 cm

Kurzbeschreibung (von Amazon)
Im Jahre 1249 führt der französische König Ludwig ein gewaltiges Kreuzfahrerheer nach Ägypten. Da trifft er auf zwei Kinder, Roc und Yezabel aus dem sagenumwobenen Geschlecht der Gralshüter. Noch hat sich ihre Mission, gelenkt von einem geheimen Orden, der den Weltfrieden zwischen Orient und Okzident anstrebt, nicht erfüllt. Turanshah, Herrscher der Ayubiten, würde den Kindern zu gerne den Thron überlassen – und zahlt dafür mit dem Leben. Charles d’Anjou, finsterer Bruder des französischen Königs, schmiedet grausame Pläne gegen sie, um seine dynastischen Träume zu verwirklichen. Yves, der Bretone, in Ungnade gefallener Leibwächter Ludwigs verfolgt sie gnadenlos … Immer wieder werden die “Kinder des Gral” zum Spielball weltpolitischer Interessen und persönlicher Ambitionen. Sie sind das “Blut der Könige”, das Erlösung verheißt und nur allzu leicht vergossen werden kann, das Blut, mit dem sich das französische Königshaus in einer kabbalistischen Zeremonie tief im Innern der Großen Pyramide zu verbinden trachtet.

Über den Autor
Link zur Homepage

Meine Meinung

Auch der zweite Teil des Grals-Zyklus ist eine homogene Mischung aus Fakten und Fiktion, die mich in einer Weise an den Ereignissen teilhaben lässt, wie es mir bisher nur selten vergönnt war. Ich rieche die Feuer in den Lagern, höre das Waffengeklirr und sehe die Kämpfe vor mir. Nicht nur die beiden Kinder als Hauptfiguren, alle Protagonisten sind sorgsam gezeichnet und unglaublich lebendig. Die Charaktere entwickeln sich weiter, manche gehen, andere kommen hinzu. Mittlerweile habe ich auch mit den teilweise fremdartigen Namen keine Probleme mehr und der Schreibstil Berlings gefällt mir gut.  Besonders interessant fand ich die Figur des Baibars und natürlich Yves, der Bretone. Das Buch ist sehr schön ausgestattet mit zwei Lesebändchen, einer farbigen Karte und Zeichnungen zu den einzelnen Kapiteln. Ein Lesegenuss allererster Güte.

Mein Fazit

Warum hab ich nur solange gewartet?

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Lesestoff 2008 – 22

Das wahre Kreuz – Jörg Kastner

Gebundene Ausgabe: 426 Seiten
Verlag: Knaur (März 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426661985
ISBN-13: 978-3426661987
Größe: 21,6 x 15 x 3,6 cm

Kurzbeschreibung (von amazon)
1798. Napoleon hat Kairo erobert. Ein Gruppe von Wissenschaftlern begleitet ihn – darunter der junge Zeichner Bastien Topart. In einem Wüstentempel macht er eine furchterregende Entdeckung … Bastien wird Zeuge einer unheimlichen Zeremonie: Auf einem Altar wollen Männer in mittelalterlichen Ritterkostümen eine junge Frau opfern. Den Forschern gelingt es, das Leben der geheimnisvollen Fremden namens Ourida zu retten, und beim Verlassen des Tempels findet Bastien ein mysteriöses Schwert: Es scheint im Nahen Osten gefertigt worden zu sein, trägt jedoch Zeichen der abendländischen Kultur – auf dem Griff sind Kreuze eingraviert. Was verbirgt sich hinter diesen Symbolen? Warum scheint überall Gefahr zu lauern, seit Bastien und Ourida nach Kairo zurückgekehrt sind? Und was bedeuten Bastiens Träume, die vom Wahren Kreuz und einer heiligen Mission erzählen?

Über den Autor

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Meine Meinung:

Die Zeit Napoelons fasziniert mich, seitdem ich meinen ersten historischen Roman gelesen habe, die Geschichte von Desirée, die sich in den jungen Buonaparte verliebt und später Königin von Schweden wird.

Auch hier taucht Napoleon auf, aber er ist eigentlich nur für die Rahmenhandlung wichtig. In diesem Roman werden zwei Zeitebenen mit Hilfe von mystischen Elementen gekonnt miteinander verwoben. Die Story ist spannend, die Charaktere facettenreich und manche Wendung kommt sehr überraschend. Viele historische Details runden das Gesamtbild ab. Ein flüssig zu lesender, spannender Roman, der Lust auf mehr macht.

Mein Fazit:

Der nächste Roman von Jörg Kastner liegt schon bereit.

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Lesestoff 2008 – 16

Galgentochter – Ines Thorn

Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Rowohlt Tb. (1. April 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499246031
ISBN-13: 978-3499246036
Größe: 18,8 x 12,4 x 3,4 cm

Kurzbeschreibung (von amazon)


Als auf dem Frankfurter Galgenberg die Leiche einer Hure gefunden wird, ist für Richter Blettner klar: Es war Selbstmord. Doch seine scharfsinnige, junge Frau Hella sieht das anders. Als man kurz darauf am gleichen Ort einen ermordeten Gewandschneider findet, beschließen Hella und ihre Mutter, die Witwe Gustelies, dass es höchste Zeit für eine ordentliche Ermittlung ist …

Über die Autorin

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Meine Meinung:

Es handelt sich hierbei um den ersten Teil einer Reihe “Die Verbrechen von Frankfurt”. Die Geschichte teilt sich in zwei Erzählstränge: einmal die Handlung um Hella und Gustelis, Tochter und Mutter, die sich im Detektiv spielen versuchen. Dieser Teil des Romans hat mir nicht gefallen. Die Figuren scheinen mir schablonenhaft, die Welt rosarot. So darf zum Beispiel kein Helfer des Richters Hella irgendetwas mitteilen und alle tun es dann trotzdem und selbst als Hella einen großen Vertrauensbruch begeht um ihre Neugier zu befriedigen ist der Richter nur ein ganz kleines bisschen böse. Ein bisschen zu viele Zufälle, ein bisschen zu viele dunkle Geheimnisse, die erst in den kommenden Teilen der Reihe gelöst werden sollen.

Ganz anders anfangs der zweite Erzählstrang um “das Mädchen”. Emotional berührend, plastisch geschildert, teilweise schon fast zu drastisch. Aber so, dass ich wissen wollte, wie das mit dem Mädchen weitergeht. Leider blieben hier am Ende viele Fragen offen.

Die Handlung ist reich an historischen Details und der Roman gewinnt dadurch ganz eindeutig. Allerdings reicht es für mich nicht aus, um mich für weitere Teile der Serie zu lesen.

Mein Fazit:

Ganz nett zu lesen, löst bei mir aber keine Begeisterungsstürme aus.

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