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Nur der Vollständigkeit halber:

Über die Premieren der Kammeroper München (Diener zweier Herren am 25.08.) und des Jungen Schauspiel Ensemble München (Schweig, Bub am 14.09.) habe ich drüben bei mucbook geschrieben.

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Opernsoirée, 29.05.2011, Historisches Stadttheater Weißenhorn

Schon alleine wegen des Theaters hat sich dieser mehr als spontane Ausflug ins schwäbische Weißenhorn mehr als gelohnt. Das mit 142 Sitzplätzen kleinste öffentliche und bespielbare Theater Bayerns ist wirklich wunderhübsch. Die folgenden Bilder stammen von Andreas Praefcke, der sie freundlicherweise unter CC-Lizenz bei Wikimedia Commons zur Verfügung gestellt hat.

Aber das war nur the Cherry on the Cake, der wirkliche Grund meines Daseins hieß Rita Kapfhammer. Die nicht nur im schönsten Theater Münchens äußerst beliebte Solistin hatte hier fast so etwas wie ein Heimspiel, war sie doch vor ihrer Zeit am Gärtnerplatz 10 Jahre in Ulm engagiert.

Es gab vor Beginn eine Einführung durch den Meininger Operndirektor Dr. Klaus Rak, die Soirée selbst moderierte Heinrich Graf, der musikalisch-künstlerische Leiter der Weissenhorner Kammeroper.

Als erstes sang sie im Duett mit Sybille Sachs vom Theater Meiningen “Geschwind zu meiner Nachbarin” aus “Den Lustigen Weibern von Windsor”, eines meiner frühen Lieblingsstücke, das in mir die Neugier auf mehr geweckt hat. Leider passten die zwei Stimmen nicht wirklich harmonisch zusammen, Rita Kapfhammers weiche Samtigkeit ist schwer zu übertreffen.

“Nun eilt herbei” aus der gleichen Oper von Otto Nicolai war das nächste Solostück der Sopranistin, gefolgt von der Arie der Magdalena “Johannes schläft” aus “Der Evangelimann”, wunderbar melancholisch vorgetragen von Rita Kapfhammer. Diese selten gespielte Oper von Wilhelm Kienzl ist noch bis 27.06.2011 an der Wiener Volksoper zu sehen.

Es folgte die Rosenübergabeszene aus dem Rosenkavalier, aber ich habs ja leider nicht so mit Strauß und kann das Stück deshalb nicht beurteilen. Danach sang Bariton Roland Hartmann, ebenfalls aus Meiningen, “Oh du mein holder Abendstern” aus dem Tannhäuser, dem Stück, dass auf meiner Wagner-To-Do-Liste ganz oben steht. Es fehlte zwar ein bisschen der Ausdruck, aber trotzdem hat er das Stück sehr gut gesungen.

Im nächsten Stück bewies Rita Kapfhammer, dass sie auch im dramatischen Fach sehr gut aufgehoben ist, in dem man sie am Gärtnerplatz leider noch nicht gehört hat. Die Arie der Fricka “Wo in den Bergen Du Dich birgst” aus der Walküre unterstrich diesen Anspruch auf dringlichste. Je mehr ich von Wagner höre, desto mehr schwindet meine Angst vor ihm und macht mir Lust auf seine Werke.

Den Abschluss bildeten zwei Stücke aus meiner Hass-Oper “Cosi fan tutte”, die mir aber so herausgelöst aus dem Opern-Kontext ausgesprochen gut gefallen haben. Vielleicht sollte ich mich wirklich nur auf den musikalischen Aspekt des Werkes konzentrieren und das superdoofe Libretto einfach vergessen.

Rita Kapfhammer richtete dann noch ein paar persönliche Worte an das Publikum, was ihr noch einige Sympathiepunkte einbrachte. Dann war es auch schon wieder Zeit, in Richtung Gärtnerplatz aufzubrechen, da am Abend die Wiederaufnahme meines Lieblingsstückes anstand. Den Teil nach der Pause diese interessanten Konzerts habe ich deshalb leider verpasst.

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Le nozze di Figaro, 05.05.2011, Staatsoper Hannover

Diese Inszenierung hatte ich im November letzten Jahres im Prinzregententheater in einer Einstudierung der Theaterakademie gesehen und fand sie ganz wunderbar. Nachdem ich gesehen hatte, dass sie in Hannover wiederaufgenommen wird, wollte ich sie mir nach Möglichkeit auch noch einmal “im Original” ansehen.
Ich fand sie zwar szenisch nicht ganz so spritzig wie die Vorstellung in München, aber immer noch sehenswert und voller witziger Regieeinfälle. Allerdings wäre ein Platz weiter hinten oder oben im Rang besser gewesen als in der ersten Reihe. Ich sass direkt oberhalb des Fagotts und habe im ersten Akt die Streicher fast überhaupt nicht gehört. Die Rezitative waren durch eine zwar solide, aber etwas uninspirierte Begleitung am Hammerklavier ein wenig langweilig.
Stimmlich haben mich alle Sänger überzeugt, herausragend für mich waren Mareike Morr als Cherubino, Arantxa Armentia als Gräfin und Stefan Zenkl als Figaro. Ein besonderes Zuckerl dieser Vorstellung war die musikalische Leitung durch das junge Ausnahmetalent Benjamin Reiners, regelmäßigen Besuchern des schönsten Theater Münchens bekannt durch seine hervorragenden Dirigate der Fledermaus oder Viva la Mamma, wie zuletzt auf Gastspiel in der Philharmonie Köln.
Ein sehr gelungener Abend, danke an alle Beteiligten!

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Von Amore bis Eros, 14.02.2011, Gärtnerplatztheater

Der Titel passte hervorragend zu diesem Tag der Verliebten, auch wenn mit Eros eher nicht der griechische Liebesgott gemeint war, aber welches junges Mädel war denn damals nicht in Eros Ramazotti verliebt? Also ich nicht 😉

Das Foyer war dekoriert und zeigte schon ein bisschen, wohin die Reise gehen würde: ins Italien der Fünfziger Jahre. So mancher Stammbesucher dürfte das ein oder andere Stück zum Beispiels aus “Boccaccio” wiedererkannt haben. Auch war im weiteren Verlauf des Abends von Vorteil, dass erst vor kurzem eine andere Oper mit italienischen Versatzstücken Premiere hatte 😉 Begleitet wurden die sympathischen Solisten am Flügel durch den nicht minder sympathischen Kapellmeister Liviu Petcu.

Der Abend begann mit zwei Arien aus dem “Barbier von Sevilla”, gesungen von Daniel Fiolka, der auch den Abend sehr humorvoll moderierte, bzw. Robert Sellier. Danach kam eine echte Überraschung: wenn es um Italien geht, darf natürlich ein echter Italiener nicht fehlen! Und so erhielten wir als nächstes Italienisch-Unterricht der besonderen Art vom jungen Bass Sebastian Campione. Das war sehr lustig, aber ob ich es bei meinem nächsten Italienaufenthalt wirklich anwende – vielleicht besser nicht. Es folgten noch weitere Arien aus italienischen Opern, immer mit einem Augenzwinkern und viel Humor. Nach der Pause ging es dann weiter mit italienischen Schlagern von den Fünfzigern bis heute, das war wirklich höchst amüsant und dabei aber super musiziert. Ein bisschen ab vom positiven Grundgedanken des Abends war die Arie des Phillip aus “Don Carlo”, aber sie war so hervorragend interpretiert durch Sebastian Campione, das war ein Genuss zum zuhören.

Das begeisterte Publikum lies die Akteure erst von der Bühne, als jeder eine Zugabe gegeben hatte. Ich habe schon lange nicht mehr so herzhaft gelacht wie an diesem Abend. Danke an alle Beteiligten!

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Così fan tutte, 15.09.2010, Royal Opera House

Eigentlich hatte ich mir diese Vorstellung herausgesucht, weil Pavol Breslik den Ferrando singen sollte, aber er war leider erkrankt. That’s life. Für mich persönlich ist das ja die Mozart-Oper, die ich am wenigsten mag. Musikalisch gefällt sie mir ja, aber das Libretto!

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Die Zauberflöte, 28.07.2010, Gärtnerplatztheater

Die letzte Opernvorstellung einer Spielzeit ist für mich immer etwas besonderes. Und welche Oper könnte besser diese am Schluss sehr erfolgreiche Opern-Spielzeit beschließen als die nach meinen Beobachtungen am besten verkaufte Produktion? Auch wenn ich die Vorstellungen nicht immer genießen konnte, musikalisch ist die Zauberflöte  ein Volltreffer.

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Die Zauberflöte, 20.07.2010, Gärtnerplatztheater

In diesen Tagen hatte meine Gewerkschaft eine Delegation von hochrangigen taiwanesischen Ministerialbeamten zu Gast und als ein kleines kulturelles Highlight schlug ich den Besuch der Mozart-Oper, die auch in Taiwan bekannt ist, vor. Keiner konnte allerdings ahnen, dass es sich um die heißeste Woche seit langem handeln würde und im zweiten Rang war es fast unerträglich. Sie waren ein bisschen unruhig, weil sie ja auch schon einen langen Tag hinter sich hatten, aber keinesfalls so störend, dass man sich deswegen beim Personal beschweren muss. Zu feige, selbst die Leute anzusprechen, es waren genug deutsche Betreuer dabei. Ich frage mich, was dieser Mensch gemacht hätte, wenn er eine Gruppe 10-Jähriger vor sich gehabt hätte? Vermutlich Amok gelaufen.

Durch die Hitze war es eine sehr anstrengende Vorstellung und ich war zum ersten Mal froh, das es vorbei war. Bemerkenswert war, dass es sich um die letzte Vorstellung von Julian Kumpusch gehandelt hat. Ich wünsche im auf diesem Weg alles Gute weiterhin.

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Opernstimmen im Boxwerk, 18.07.2010, Boxwerk

Besonders gespannt war ich auf diese Veranstaltung, bei der Opernsänger und Boxer sich den gleichen Ring teilten. Das Boxwerk war gut gefüllt, als Stefan Sevenich und Sebastian Campione mit dem Auslöser der Veranstaltung begannen: dem Boxkampf aus “Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny”, so realistisch dargestellt, dass das Publikum beim “Nachtreten” aufstöhnte.

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Die Zauberflöte, 01.07.2010, Gärtnerplatztheater

Schon von weitem sehe ich die Menschentraube auf den Stufen des Theaters meines Vertrauens. Natürlich, es ist mal wieder ausverkauft, das freut mich. Allerdings besteht das Publikum zu einem erheblichen Teil aus Kindern unter 10 Jahren, aber ich habe mir schließlich sagen lassen, Kultur geht vor Bildung. Ob das eine ohne das andere wirklich so sinnvoll ist, lass ich mal dahingestellt sein. Die Auswirkung dessen, dass selbst die Erwachsenen von der Oper offensichtlich nicht mehr wissen, als dass da ein lustiger Papageno drin vorkommt, sind jedenfalls deutlich zu spüren: sobald mal eine Zehntelsekunde Pause ist, wird geklatscht, ob die Arie nun zu Ende ist oder nicht. Nach der Wasserprobe gab es Schlussapplaus, weil das werte Publikum dachte, das Stück wäre endlich zu Ende. Leider, leider kann ich mir diese Oper im Gärtner nicht mehr ansehen. Wenn ich mich fünf- von zehnmal ärgere, ist es rausgeschmissenes Geld. Und so dicke hab ich es auch wieder nicht. Ich werde lediglich einmal eine Gruppe und einmal meine Mutter begleiten und mir ein Gastspiel in Ingolstadt ansehen, weil ich neugierig bin, wie es da wirkt.

Dabei hätte es so schön sein können, die Kombination der drei Damen mit Thérèse Wincent, Rita Kapfhammer und Barbara Schmidt-Gaden als Gast war eine Augen- und Ohrenweide und der absolute Höhepunkt dieser Aufführungsserie.

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Die Zauberflöte, 27.06.2010 15.00 Uhr, Gärtnerplatztheater

So kanns gehen: ein kleiner Irrtum beim Datum und schon habe ich eine ganz andere Vorstellung beschrieben. Das kommt davon, wenn man das gleiche Stück an zwei Tagen hintereinander sieht. Die ist aber nun die “richtige” Sonntagnachmittagsvorstellung 😉

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