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TAT(W)ORT, szenische Lesung der Polizeipoeten, 01.04.2010, Wirtshaus im Schlachthof

Bis auf den letzten Platz besetzt war der Nebenraum des Wirtshaus im Schlachthof, 64 verkaufte Karten, das schafft mancher Bestsellerautor nicht.
Gelesen wurde von Andreas Stock und Christiane Neukirch mit verteilten Rollen und eingebettet in eine kleine Rahmenhandlung. Die erste Geschichte war “Wie alles begann” von Volker Uhl, es folgte “Der schwerste Gang” von Helmut Lukas und “Togo” von Gerald Marek . Diese drei Erzählungen haben mich gefesselt, aber gleichzeitig auch nachdenklich gemacht und ziemlich mitgenommen. Ich denke, dass es den anderen Zuschauern auch so ging, denn alle hörten konzentriert zu, obwohl aus dem Saal immer wieder Lachen und Beifall zu hören war. Aufgelockert wurde die Spannung durch eine heitere Geschichte, “Verbrechen lohnt sich nicht” von Toni Feller. Hier las auch noch Elmar Heer mit und so ging es gelöst in die Pause.
Auch die Texte danach gaben Einblicke in den Alltag und die Empfindungen von Polizisten, die einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen haben. “Der blutige Schlüssel” von Elmar Heer über das Auffinden der Leiche eines Selbstmörders, der sich vor den Zug geworfen hat, werde ich sicher nicht so schnell vergessen. Auch “Nicht mal drei Sekunden” von Werner Stotz und “Ungutes Gefühl” von unserer BabyJane ließen mir Schauer über den Rücken laufen. Die Empfindungen aus “Ist doch nur ein Hund” von Elmar Heer kann sicher jeder nachvollziehen, der schon einmal ein geliebtes Tier verloren hat, aber es kam auch sehr gut rüber, dass zwischen einem Polizeihund und seinem Hundeführer eine noch sehr viel intensivere Beziehung besteht. Zuletzt wurde es mit “Endlich Feierabend” wieder von BJ nochmal lustig. Teilnehmer des Eulentreffens 2008 werden sich sicher noch mit Vergnügen an die Geschichte erinnern.
Im Anschluss an die Lesung standen die drei anwesenden Autoren Elmar Heer, Volker Uhl und BJ noch für Fragen zur Verfügung, die auch zahlreich gestellt wurden.
Ich kann jedem nur empfehlen, eine solche Lesung zu besuchen oder zumindest die Texte auf der Seite auf der Seite der Polizeipoeten bzw. die Bücher zu lesen. Man wird einen Polizisten danach mit anderen Augen betrachten. Mich persönlich hat dieser Abend tief beeindruckt und ich ziehe meinen Hut vor allen, die jeden Tag für uns ihr Leben und ihr Seelenheil riskieren.

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