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Dem Royal Opera House über die Schulter schauen

Royal Opera House, Zuschauerraum Zehn Stunden Liveübertragung aus einem der führenden Opernhäuser der Welt, und nicht von vorne, sondern backstage. Dieses einmalige Erlebnis bietet das Royal Opera House am Montag, den 07.01.2013 ab 11.30 (10.30 GMT) live und im Farbe via Internet. Das Programm klingt sehr interessant

You’ll be able to watch over ten hours of uninterrupted programming, starting at 10.30am GMT via The Royal Opera House website, The Space and the Guardian. Highlights will include glimpses into stage rehearsals from The Minotaur, a chorus call for our new production of Nabucco and rehearsals for Director of Opera Kasper Holten’s new production of Eugene Onegin; his first production for The Royal Opera. Associate Director John Fulljames will present a model showing of his new production of La donna del lago, giving the audience an exclusive glimpse into what the opera will look like, including set and costume designs. There will be a unique opportunity to see a vocal masterclass in which Music Director Antonio Pappano will work with a singer currently on the Jette Parker Young Artists Programme.

The day will conclude with an exclusive look at all the action that occurs behind the scenes during a live performance. Viewers will be able to experience Act III from Wagner’s Die Walküre, pre-recorded earlier in the Season, made possible with support from Deloitte as part of an ongoing collaboration with the Royal Opera House. Twenty-one cameras positioned in unique locations will capture the action: from above the stage to the trap door, to the orchestra pit and the wings. You’ll be able to see opera stars such as Bryn Terfel preparing to take to the stage, and all the special effects realized by the technical team. What’s more, via The Space, you can choose to watch the action from three different perspectives: from backstage, with the stage manager’s calls, lighting cues and all the stage technology in action behind the scenes; join conductor Antonio Pappano in the pit, or a wide-angle of the onstage action. This is a first for online opera streaming, and something we’re very excited about.

Und für diejenigen unter uns, die woanders unabkömmlich sind, gibts später auf youtube eine Zusammenfassung. Auf The Space kann man sich schon mal einen Trailer ansehen, und hier gehts zu einem etwas ausführlicheren Programm

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Così fan tutte, 15.09.2010, Royal Opera House

Eigentlich hatte ich mir diese Vorstellung herausgesucht, weil Pavol Breslik den Ferrando singen sollte, aber er war leider erkrankt. That’s life. Für mich persönlich ist das ja die Mozart-Oper, die ich am wenigsten mag. Musikalisch gefällt sie mir ja, aber das Libretto!

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London 2009, die zweite – Tag 4

Heute morgen war ich schon vor 8 Uhr unterwegs, um fürs Frühstück einzukaufen. Um diese Uhrzeit liebe ich London am meisten. Der Himmel war klar und sehr blau, es war noch wenig los und die Stadt strahlt eine Frische aus, als ob sie gerade aus der Dusche gestiegen ist.

Mein erstes Ziel war heute Wimbledon. Bei all meinen London-Besuchen hat es mich noch nie hierher verschlagen, obwohl ich ja sehr gerne mal ein Spiel hier sehen würde. Dieses Mal war der Grund jedoch ein Laden, den es früher mehrfach in London gegeben hatte, jetzt aber nur noch in einem zweitklassigen Einkaufszentrum im äußeren Stadtgürtel. Die Kette, Pasttimes, die ich geliebt habe, hat leider stark nachgelassen und strahlte den Charme eines Warenhauses aus. Gekauft habe ich natürlich trotzdem was.

Zurück zum Picadilly Circus und zu Europas größtem Buchladen. Hier kam ich noch in den Genuss einer Radl-Demo, vermutlich sah man hier erstmals alle Londoner Radler auf einem Haufen, es dauerte ungefähr 30 Sekunden, bis der Spuk vorbei war. Die Regent Street war ebenso wie die Oxford Street für den Verkehr gesperrt, anders hätten die Massen von Shopping-Wütigen vermutlich auch keinen Platz gefunden. Dazwischen immer wieder Straßenkünstler, Sänger und Blechbläser, dazu Bänke auf dem Mittelstreifen, das sogenannte VIP-Shopping wurde gut angenommen. Bilder folgen morgen.

Im HMV dann noch eine 12-DVD-Box mit allen Gilbert & Sullivan-Operetten erworben (ich hoffe, die Lufthansa drückt morgen ein Auge zu), bevor es zurück in die JuHe zur Vorbereitung auf den Abend ging. Glücklicherweise bin ich sehr früh losgegangen, denn die Massen, die die Underground benutzen, waren schier unglaublich und können zur Stoßzeit unter der Woche eigentlich nicht schlimmer sein. Überall wurde ich mehr geschoben als dass ich aus eigenem Willen gegangen wäre. Da war es eine Wohltat, ins Royal Opera House flüchten zu können.

Es öffnet bereits 90 Minuten vor der Vorstellung, so kann man auch ganz entspannt in den verschiedenen Restaurants, die integriert sind, essen. Vorbestellungen für die Pause kosten nichts extra und werden stark genutzt. Das hat Vorteile für Gastronomie und Besucher, beide können die Pause ruhiger angehen, lange Schlangen gibt es nicht. Wasser, das sogenannte Tap Water gibt es übrigens kostenlos.

Tsarinas slippers oder Tcherevichki ist eine opulent ausgestattete Märchenoper, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Natürlich werden sämtliche russische Klischees bedient (das wurde von den Kritikern besonders negativ herausgestellt), aber wir sind im Märchen, und da dürfen Stereotypen durchaus vorkommen. Gut gefallen haben mir die Tanzsequenzen, die tatsächlich von Mitgliedern des Royal Ballet dargebracht wurden und nicht von einem Extraballett. Hier funktioniert die Zusammenarbeit anscheinend gut und hat mich ermutigt, mir hier auch mal ein Ballett anzusehen, was ich am Theater meines Vertrauens bisher eher vermieden habe.

Ich mag die Musik, allerdings war sie meistens etwas laut. Nur der Tenor, der den Vakula sang, konnte sich immer dagegen durchsetzen, alle anderen taten sich schwer. Dem Publikum hat es wohl trotz aller Kritikerschelte gut gefallen, es gab immer wieder kräftigen Applaus zwischendurch und am Ende sowieso. Mir auch, ich würde mir das Stück sogar nochmal von einem Platz mit besserer Sicht ansehen. Schön wars!

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London 2009, die zweite – Tag 3

Heute wechselte ich in eine JuHe, die ich noch nicht kannte – London Central. Sie ist relativ neu, sauber und liegt verkehrsgünstig in der Nähe der Tube station Great Portland Street.

Da ich noch nicht aufs Zimmer konnte, fuhr ich zunächst nach Covent Garden um das Ticket für morgen Abend abzuholen und dem Shop des ROH einen Besuch abzustatten. Dies lohnt sich schon allein wegen der guten Zusammenstellung an Musikliteratur, auch wenn es zu meinem Bedauern für 2010 keinen Charity Kalender mehr gibt.

Dort entdeckte ich die Möglichkeit, eine Backstagetour zu buchen. Das war natürlich ein Muss für mich und so fand ich mich am Nachmittag am Besuchereingang des Opernhauses wieder. Simon, unser Tourguide, erzählte unterhaltsam und fundiert aus der Geschichte des Opernhauses, so erfuhren wir, dass sich an dieser Stelle bereits das dritte Opernhaus befindet und das das Haus als staatliche Institution jeden Nachmittag bis 15.30 Uhr den Besuchern offen steht, um zum Beispiel im Floral Room einen Kaffee zu trinken. Interessant war auch, dass heute vor 10 Jahren die Oper nach einer Komplettrenovierung mit einer Galavorstellung wiedereröffnet wurde und einmal im Monat Freitag nachmittags ein Tanztee stattfindet. Bei der Renovierung wurde auch gleich angebaut und die Fläche des Hauses mehr als verdoppelt. Es gibt riesige Seiten- und Hinterbühnen, auf denen ganze Bühnenbilder auf einem fahrbaren Untersatz stehen, die dann nur noch auf die Bühne geschoben werden. Da kann man als Liebhaber eines beengten Opernhauses nur vor Neid erblassen. Auch die Kostümwerkstätten und einen Raum, in dem die Bühnenbilder zusammengesetzt werden, konnten wir durch Fenster von oben besichtigen. Die gesamten Dekorationen, Kostüme und Requisiten werde übrigens in Wales aufbewahrt, das ist noch weiter weg als Poing 😉 Der Transport erfolgt per Lastwagen und ähnlich wie beim Gärtner gibt es einen riesigen Aufzug dafür.

Zum Abschluss ging es noch ins Auditorium, das Opernhaus ist wirklich sehr schön. Ich freue mich schon sehr auf die morgige Aufführung.

Zurück in der JuHe hatte ich noch genug Zeit, mich für den „Messiah by Candlelight“ frisch zu machen. Rund um die Royal Festival Hall gibt es einen recht netten Christkindlmarkt, den ich dann auch noch gleich besichtigte.

Es fallen ein paar Sachen gleich ins Auge: dresscode ist casual und anscheinend kann man normalerweise Getränke mit ins Auditorium nehmen, es gibt an jedem Sitz Getränkehalter und zahlreiche Schilder weisen darauf hin, dass es bei dieser Veranstaltung nicht erlaubt ist. Mit der Pünktlichkeit nimmt man es nicht so genau, Chor und Orchester sind schon im Raum und immer noch wird eingelassen und nach Plätzen gesucht. Die letzten kamen eine halbe Stunde zu spät.

„Messiah by fake candlelight“ wäre ehrlicher gewesen, aber for Show traten auch noch alle mit den entsprechenden Kostümen auf. Bei den Solisten hat mich der Tenor Joshua Ellicot am meisten beeindruckt, obwohl das ja normalerweise nicht meine bevorzugte Stimmlage ist. Etwas überrascht war ich, als alle während des Hallelujah aufstanden, das geht wohl auf George II zurück. Allein wegen dieses Stückes hat es sich gelohnt zu kommen.

Insgesamt ein schöner Abend mit für musikalischem Neuland für mich.

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Spielzeit 2008/2009 – Versuch eines Resümées

Zuerst einmal die harten Fakten. Statistikerin, die ich nun mal bin, habe ich versucht, mal alle Besuche im, sagen wir mal, Musiktheater im weitesten Sinne, aufzuzählen, getrennt nach Spielstätten:

Staatstheater am Gärtnerplatz 
Liebe & Eifersucht13
Fra Diavolo2
La Traviata7
Hänsel & Gretel4
Der Mann im Mond1
Das Märchen vom Zaren Saltan9
Die Hochzeit des Figaro9
Carmen2
Die Schöne und das Biest3
Der Liebestrank5
I Masnadieri2
Death in Venice4
Madame Butterfly4
Arche Noah1
Boccaccio4
Die lustige Witwe1
Eine Nacht in Venedig1
Die Piraten von Penzance6
Sweeney Todd8
Footloose4
My fair Lady4
Der kleine Prinz1
Konzerte5
Foyerveranstaltung6
Theatervergnügen1
Shockheaded Peter1
Orchesterprobe Traviata III. Akt5
Auftakt3
La Triviata1
stg1
Literaturspaziergang1

Davon waren 8 Vorstellungen gleichzeitig Premieren, 3 Vorstellungen waren Gastspiele (Boccaccio in Köln und Liebe & Eifersucht in Bayreuth). Das macht insgesamt 118 1191 verschiedene Veranstaltungen, wobei das nicht der Anzahl an Tagen entspricht, da ich auch oft zwei Veranstaltungen an einem Tag hatte.

Bayerische Staatsoper 
La bohéme1
La Traviata1
Nabucco1
Die unmögliche Enzyklopädie6
Sonstiges 
Hänsel & Gretel, Royal Opera House London1
Konzert Provinz1
Der Barbier von Sevilla, Staatsoper Berlin1
Rigoletto, Deutsche Oper Berlin1
Der Zigeunerbaron, Musikalische Komödie Leipzig1
Liederabend1

Über die nackten Zahlen hinaus, was war noch?

Ich habe mich verändert, meine Schwerpunkte haben sich verändert. Ich habe angefangen, mich mit dem, was ich da auf der Bühne sehe, wirklich auseinanderzusetzen, musikalisch und szenisch. Dabei habe ich wahnsinnig viel gelernt. Kein Wunder, ich bin ja schließlich blutige Anfängerin.

Ich habe sehr viele sehr nette Menschen kennengelernt, in- und außerhalb des Theaters. Wenn man alleine unterwegs und ein ganz kleines bisschen offen ist, kommt man sehr leicht ins Gespräch mit anderen Allein-Unterwegs-Seiern. Und man hat ja schließlich eine gemeinsame Leidenschaft. Eigentlich eine ideale Partnerbörse, so ein Theaterbesuch 🙂

Ich habe geweint und gelacht, verständnisvoll genickt und ratlos in die Runde geschaut. Ich habe tolle Gespräche geführt mit Menschen, die ich ohne diese Leidenschaft nie getroffen hätte.

Auch wenn der Schluß etwas unglücklich war, ich habe diese Spielzeit genossen.

Und in meinem Umschlag schlummern schon wieder Karten für mehr als 40 Vorstellungen. Und das ist nur bis 31.12.09 😀

  1. Ich hatte eine Vorstellung von Death in Venice übersehen (die halbe hab ich gar nicht gezählt). Ich habe ein wenig den Überblick verloren, das wird nächste Spielzeit besser!

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Diva, bewundernswert

Die Opernsängerin Joyce di Donato nahm den Erfolgswunsch “Hals- und Beinbruch” etwas zu genau und brach sich in der Premiere des Barbiers im ROH das Wadenbein – im ersten Akt. Mit Hilfe einer Krücke brachte sie die Aufführung zu Ende und sang und spielte die zweite Vorstellung aus dem Rollstuhl heraus. Und nebenbei bloggt sie auch noch über das Ganze.

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Opera, should be like a fairy tale

Heute Abend bin ich das erste Mal im Royal Opera House in London gewesen. Hänsel und Gretel steht auf dem Spielplan. Ich überrasche die Herren an der ziemlich kleinen Garderobe damit, dass ich meine Jacke abgebe. Hier ist es wohl eher üblich, sie mitzunehmen, was ich nicht verstehe, aber andere Länder, andere Sitten. Das sehr schön gemachte Programmheft lässt das Schlimmste ahnen. Und es ist wirklich keine gute Idee, kleine Schokoladenproben im Foyer auszulegen, es sei denn, man mag es während der Ouvertüre gerne raschelig.
Der erste Akt spielt im Kinderzimmer von Hänsel und Gretel. Anscheinend ist die bittere Armut nur eine vorübergehende Erscheinung, jedes Kind hat sein eigenes Bett mit Hochglanzposter drüber. Da wirkt das Gejammere wegen des Hungers doch etwas aufgesetzt. Schließlich wird in dieser Inszenierung auch sehr viel gegessen. Die Bekleidung wirkt wie frisch aus dem Laden und alles sieht immer porentief rein aus. Im Wald hat Gretel plötzlich einen roten Mantel an, anscheinend auch aus früheren, besseren Zeiten. Das Bühnenbild des zweiten Aktes ist sehr gut gelungen, als einziges der ganzen Oper. Schon beim Sandmännchen geht der Unsinn weiter, es sieht aus wie der Typ aus der Benny-Hill-Show und wirft den Sand nicht mal in die generelle Richtung der Kinder, gruselig. Die Engel sehen aus wie mit Winnie Puh gekreuzt und sind aus unerfindlichen Gründen nur neun. Nach der Pause das Taumännchen als Fee mit Gummihandschuhen und Putzwagen. Bitte? Im Programmheft wurde eingehend die böse Hexe behandelt und sie sollte besonders zum Fürchten sein. Naja, wer die Böse aus 101 Dalmatiner gruselig findet, kommt hier auf seine Kosten. Ich fand den blanken Busen anfangs und die Gehhilfe eher lächerlich. Apropos lächerlich: das Knusperhaus hatte A1-Größe. Hier wurden die Übertitel entsprechend angepasst, denn eigentlich wird ja von Hineingehen gesungen, in den Übertiteln wurde daraus ein Hineinsehen.
Diana Damrau und Angelika Kirchschlager waren eine helle Freude, überhaupt haben mir alle sehr gut gefallen – bis auf Thomas Allen als Peter, er spielte übertrieben und sang verhalten, und dem Kinderchor, das klang irgendwie nicht richtig. Fazit: musikalisch sehr gut, Inszenierung ein Flop. Es könnte sich übrigens um die Premiere gehandelt haben, im Programmheft stand zwar 52. Aufführung, aber Gott und die Welt stand am Schluss auf der Bühne.

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Theaterferien überbrücken III

Gerade ein Ticket fürs Royal Opera House gekauft, Hänsel und Gretel am 9.12.08. Da darf ich das Opernglas auf gar keinen Fall vergessen, die einzigen bezahlbaren Plätze sind ziemlich weit oben. Aber immerhin mit Diana Damrau als Gretel, das wird bestimmt toll.

Vorfreude ist schön!

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