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Weihnachten im neuen Haus

So ein erstes Weihnachten im eigenen Haus eignet sich hervorragend dazu neue Traditionen zu begründen oder alte in abgewandelter Form wieder aufleben zu lassen. Nicht dass ich jetzt wirklich jedes Weihnachten ohne jegliche Deko feiern möchte, die noch komplett verpackt im Keller steht.
Aber die Würstchen mit Kartoffelsalat, die bei meiner ambitionierten Mutter schon lange zugunsten von großen Festtagsbraten abgeschafft wurden, und die untrennbar mit meinen Kindheitserinnerungen von Weihnachten bei meinen Großeltern in Hamburg verbunden sind, die habe ich mir schon lange wieder für den 24. Dezember gewünscht. Mein Mann und ich haben unsere verschiedenen Traditionen nun zusammengeworfen und eine neue ins Leben gerufen. Würstchen (von uns Beiden ) mit schlesischem Kartoffelsalat (von Herrn Nachtgedanken) und Meerrettich (von mir). Ich sehe es noch förmlich vor mir, wie die gesamte weibliche Bagage in der Küche meiner Oma steht und abwechselnd Meerrettich reibt, der natürlich aus dem Garten meines Opas stammte. Da durfte man nicht atmen beim Essen. Dagegen war der heutige eher lasch. Nächstes Jahr werde ich Meerrettich aus meinem eigenen Garten reiben, in Erinnerung an meinen Großvater.

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Den Kaufmannsladen bekam ich im gleichen Jahr wie die Skier , zu erkennen am neckisch-gestreiften Overall.

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Schnuffi wurde in meiner Gegenwart gekauft und sollte für meine Kusine sein. Das kam mir damals schon spanisch vor.

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Und zum Schluss ein Foto von Herrn Nachtgedanken:

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Kindheitserinnerungen

Bald 30 Jahre ist es her, dass ich zum ersten Mal in einer Oper war. “Hänsel und Gretel” hatten meine Eltern für mich ausgesucht und mich mit den Verhaltensregeln in der Oper vertraut gemacht. Leider scheinen diese heute auch viele Erwachsene nicht mehr zu beherrschen.
Nein, man klatscht nicht nach der Ouvertüre! Und wenn man einem Kind jede Szene erklären muss, dann sollte man sich und das Kind besser vorbereiten – oder das Kind ist wirklich schlichtweg noch zu klein.
Manchmal wünsche ich mir Vorstellungen nur für Erwachsene. Nur Abendvorstellungen zu besuchen, klappt leider nicht, weil es vielen Eltern anscheinend auch egal ist, wenn die lieben Kleinen am nächsten Morgen früh raus müssen.
War aber trotzdem mal wieder ein schöner Abend im Gärtner.

Hänsel und Gretel

Sonntag, 23. Dezember 2007
18.00 – 20.10 Uhr
Frohes Fest Euch allen!

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Things to remember

Selbst wenn Du Dir alle Mühe gibst, 60-Stunden-Wochen investierst, Dich bis zur völligen Leere im Kopf verausgabst, um eine Anwendung zum lange avisierten Zeitpunkt effektiv einzusetzen, all das zählt nicht, wenn gewisse bessere Leute dann drei Stunden lang nicht auf die Anwendung zugreifen können. Und sei es auch nur deshalb, weil ihr eigener Administrator ihnen nicht zutraut, selbstständig einen Ordner aus ihrem C-Laufwerk zu löschen.

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Tief durchatmen

Diese Woche war es endlich soweit. Lange genug hatten sie sich ja Zeit gelassen, die Herren im Maximilianeum. Bayern wird Rauchfrei. Jedenfalls fast. Wenn es da nicht so viele Schlupflöcher gäbe. Bisher haben wir es halt hingenommen, wenn das Lokal keinen Nichtraucherbereich hatte. Dann sind wir nicht länger sitzen geblieben und haben nicht mehr das ein oder andere Getränk konsumiert. Das wird ab jetzt jedoch anders. Mein guter Vorsatz für 2008 lautet: wenn ein Wirt meint, mit Clubs oder geschlossenen Gesellschaften das Rauchverbot zu umgehen, wird er konsequent boykottiert und ich hoffe, dass viele andere Nichtraucher das auch so machen. Da wird sich zeigen, ob man als Wirt von einer 30%-Minderheit leben kann.

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Wer hätte das gedacht?

Seit dem Einbau neuer Fenster in unserem Hexenhäuschen fehlt im Erdgeschoss ein Vorhang am Badezimmerfenster. Da wir das Bad demnächst auch renovieren werden, lohnt sich die Anbringung auch nicht.
Meine Mutter hätte sich sicher nie vorstellen können, dass ihre Tochter ihre Fenster mal mit Packpapier zuklebt.

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Fit for London

Eines hat mir mein Londontrip jedenfalls klar gemacht: das nächste Mal muss ich ein halbes Jahr vorher mit dem Fitnessprogramm beginnen. Wir sind hier ja wirklich verwöhnt, was die Erreichbarkeit von Stationen im öffentlichen Nahverkehr angeht, auch wenn der S-Bahnhof in meiner Gemeinde gerade ein absolutes Negativbeispiel ist.
Aber während wir hier jammern, wenn mal eine Rolltreppe nicht geht, gibt es in London erst gar keine Rolltreppen oder Aufzüge in vielen Bereichen der Tube. Lediglich bei einem sehr geringen Teil der Stationen ist das Erreichen des Bahnsteigs ohne Stufen möglich, eine Ausnahme bilden hier die Stationen der DLR, die durchgängig zu erreichen sind. Dazu kommen kilometerlange Umsteigewege. Wenn man mal genau hinschaut, fehlen weite Teile der Bevölkerung im Untergrund: Körperbehinderte, Rollstuhlfahrer, Senioren, Schwangere, Kleinkinder, Dicke. Das Reisen mit Gepäck ist eine Tortur und wenn mann dann auch noch die magischen Wörter “Mind the Gap” hört, wirft man am besten seinen Koffer auf den Bahnsteig und springt hinterher. Auch das Busnetzwerk ist nicht dazu angetan, alle im wahrsten Sinne des Wortes mitzunehmen. Niederflurbusse kann man mit der Lupe suchen.
Richtig interessant wird es ja erst, wenn man bedenkt, dass London 2012 die Olympischen Spiele und die Paralympics ausrichtet.
Das Ziel steht schon fest:

We’re aiming for 100 per cent of spectators to get to the Games by public transport, cycling or on foot.

Da hat man sich ja einiges vorgenommen.

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Where have all the bookshops gone?

Diese Woche gönnte ich mir eine kleine Verschnaufpause in London. Nichts großes, nur ein Billigflug und zwei Übernachtungen in der JuHe sollten es werden. Der Fokus lag auf dem Erwerb möglichst vieler Bücher. Zu diesem Zweck nahm ich den größten Koffer und schränkte mich bei der Auswahl der Bekleidung sehr ein, was die nette Dame am Check-In zu der Bemerkung veranlasste: “So ein großer Koffer und nichts drin”. Ich konnte sie beruhigen, dass das nur für den Hinflug gelten würde.
Ich hatte nur drei Fixpunkte in London: Leighton House Museum, Nunhead Cemetery und eine Verabredung im Tower of London. Dazwischen Buchläden. Da ich es offensichtlich trotz fortgeschrittenen Alters immer noch nicht schaffe, einen Stadtplan zu lesen, bin ich an der Station Holland Park für das Leighton House Museum ausgestiegen. Bei meiner vergeblichen Suche in der Umgebung wurde ich wenigstens mit ein paar sehr hübschen Häusern und der wundervollen Holland Park Mews

Holland Mews

entschädigt. Ein Blick in den Stadtplan, den ich diesmal richtig herum hielt, bestätigte mir, dass ich meilenweit weg war von Leighton House. War vielleicht auch besser so, denn Dienstags ist es geschlossen.
Die zweite Station, Nunhead Cemetery, war leichter zu finden. Die Atmosphäre war sehr eigenartig. In den zwei Stunden begegnete mir kaum ein Mensch, wenn nicht der ständige Fluglärm gewesen wäre, hätte ich mich in einer versunkenen Welt wähnen können. Die “Loving Memory” währte offensichtlich meistens nur kurz, selbst Grabstätten aus den Sechzigern und Siebzigern sind bereits verfallen und überwuchert. Ein magischer Ort.

Nunhead Cemetary 1

Nunhead Cemetary 2

Nunhead Cemetary 4

Nunhead Cemetary 3

Nunhead Cemetary 5

Dann wollte ich mich auf Bücherjagd begeben. Ich hatte eine ganz bestimmte Kette im Kopf, Bargain Books. Hier gab es Hardcover nach Erscheinen des Taschenbuchs billiger. Ich habe nicht eine einzige Filiale mehr gefunden. Auch andere kleine Buchläden waren verschwunden, vielfach blieben nur die großen Ketten und ich konnte ganze Einkaufsstraßenzüge entlang wandern, ohne einem einzigen Buchladen zu begegnen. Dafür gab es jede Menge zusätzlicher Ketten, die eine High Street wie alle High Streets aussehen lassen. Und japanische Restaurants. Und Bella Italias. Nur keine Buchläden. Auch der größte Buchladen Europas, Waterstone’s am Picadilly, konnte mich nicht über den Verlust hinwegtrösten. Irgendwie weiß ich jetzt auch, wie Jasper Fforde in dem letzten Thursday Next auf die Beschreibung eines Buchladens kam, in dem alles außer Bücher verkauft wird und nur hartnäckiges Nachfragen ein verstaubtes Regal in der hintersten Ecke zu Tage fördert.
Das Treffen am nächsten Tag im Tower war sehr nett und hat mir noch einen Rundgang durch die neu gestalteten Ausstellungsräume ermöglicht.

Tower of London

Ach ja, heim geflogen bin ich mit Übergepäck, für das ich aber dank vieler Tagesreisender im Flugzeug nichts zahlen musste. Das nächste Lesejahr ist gesichert.

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Im bleichen Licht des Mondes

Es wurde viel geschrieben im Vorfeld der Premiere des Stückes “Der Mann im Mond” im Gärtnerplatztheater. Da wurde versucht, einen Skandal herbeizureden, da wurden “den Münchnern” Worte in den Mund gelegt, da wurde ein Märchen von 1960 unter den Gesichtspunkten der Zeit von 1933 bis ’45 beurteilt.
Mag sein, dass sich Herr Bresgen nie distanziert hat von seiner Rolle im Dritten Reich. Aber eine Oper, zu der er das Libretto nicht mal selber geschrieben hat, nur in diesem Licht zu betrachten, zeugt von einer gewissen Engstirnigkeit. Schließlich geht es in vielen Märchen um den Kampf Gut gegen Böse und Macht und Dominanz nehmen zum Beispiel auch in Aschenputtel einen breiten Raum ein. Trotzdem wird für dieses Märchen keine Gefahr für die Kinder herbeigeredet (außer, dass Märchen allgemein sehr grausam sind, man denke nur an die Selbstverstümmelung der Stiefschwestern, um sich den reichen Macker zu angeln).
Um mir selbst eine Meinung zu bilden, habe ich mir heute Abend die Vorstellung angesehen. Die Bilder waren schön, die Inszenierung ziemlich aufwändig, die Sänger mit Lust dabei. Marianne Larsen spielte die Königin mit einem guten Schuss Selbstironie und der Mann im Mond sah perfekt so aus, als ob er auf Stelzen laufen würde. Auch die Erwachsenen kamen so auf ihre Kosten, was sich in einem sehr freundlichen Applaus am Schluss äußerte.
Mir hats gefallen. Merke: nicht überall, wo Skandal drauf steht, ist auch Skandal drin.

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Strumpfhosenwerbung

Zur Zeit wird wieder jeder, der sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegt, mit Werbung für eine bestimmte Strumpfhosenmarke zugeknallt.
Es erschließt sich mir einfach nicht, warum Werber glauben, ich würde eine Strumpfhose kaufen, bei deren Plakat ich denke, dass sich das Model wirklich mal einen BH anziehen könnte.
Mir wurde als Argument entgegengehalten, dass diese Werbung eher auf Männer zugeschnitten ist, die Strumpfhosen für ihre Frauen kaufen sollen.
Falls Herr Nachtgedanken mal mit so einer Strumpfhose ankommen sollte, hat er hoffentlich den Kassenzettel aufgehoben, die muss er nämlich umtauschen.

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Hochzeit mit Hindernissen

Gerade komme ich von einem wieder mal tollen Abend aus dem Gärtnerplatztheater. Die Kritiken waren ja nicht so gut, aber ich habe schon seit einiger Zeit das Gefühl, dass bestimmte Kreise in München es dem neuen Intendanten so schwer wie möglich machen wollen.
Ich bin ja nun wirklich kein Kenner, aber sowohl das Orchester unter der Leitung von David Stahl als auch die Sänger, allen voran Gary Martin als Graf Almaviva (nur der Figaro konnte mich nicht ganz überzeugen), haben mir und wohl auch einem großen Teil der restlichen knapp 900 Besuchern einen tollen Abend bereitet. Danke!
Warum nur summe ich “I’m too sexy…” vor mich hin, seitdem der letzte Vorhang gefallen ist? Diese Jeans…

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