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Oper, mondsüchtig

Heute gibt es mal wieder eine Doppelschicht am Gärtner. Am Nachmittag war “Mann im Mond” angesagt. Ich war gespannt auf Susanne Heyng als Königin und sie war einfach klasse. Ebenso Gary Martin als verschmitzter Professor und Peter Sonn als komischer Arbeiter. Ein besonderes Zuckerl war die Mondeule, gesungen und gespielt von Ann-Kathrin Naidu.Was aber nicht heißen soll, dass der Rest des Ensembles und der Chor und natürlich das Orchester nicht auch gut waren. Ganz zu schweigen von dem wie immer freundlichen Einlass- und Garderobenpersonal. Danke, dass ihr mir einen schönen Sonntagnachmittag bereitet habt!
Die Inszenierung gefällt mir wirklich gut, es ist wie gemacht für Kinder zum Mitfiebern, aber auch als Erwachsener muß man manchmal sehr schmunzeln. Besonders gut gefällt mir das Schlussensemble, das hat wirklich schöne Melodien. Mal sehen, vielleicht gehe ich diese Spielzeit nochmal.

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Oper, gruselig

Also eigentlich nicht die Oper. Obwohl die Hexe, die hat schon was. Aber die Umstände. Ich mache das auch nie wieder. Versprochen. Vormittagsvorstellungen unter der Woche sind ab sofort tabu.

Staatstheater am Gärtnerplatz

Hänsel und Gretel

Märchenspiel in drei Bildern von Engelbert Humperdinck
Text von Adelheid Wette
Donnerstag, 20. November 2008
11.00 – 13.10 Uhr

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Lesestoff 2008 – 8

Die Kinder des Gral von Peter Berling

Gebundene Ausgabe: 768 Seiten

Verlag: Lübbe; Auflage: 1 (September 1991)

ISBN-10: 3785706065

ISBN-13: 978-3785706060

Größe: 22,5 x 15,1 x 4,8 cm

Kurzbeschreibung (von Amazon)
Im Jahre des Herrn 1244. Vom fernen Sizilien aus herrscht Friedrich II., der Staufer, über das Heilige Römische Reich. Im ewigen Rom regiert Innozenz IV. eine Kirche, die sich immer mehr in weltliche Politik verstrickt. In dieser Lage folgt Ludwig IX. von Frankreich dem Ruf des Papstes und sendet ein Heer gegen den Montségur, die unbezwingbare Ketzerburg im Languedoc. In einer dunklen und stürmischen Nacht werden zwei Kinder an Seilen an der Mauerkrone herabgelassen. Sie sind die Erben des Gral. Ihr Königtum könnte die Weltreligionen vereinen – doch können zwei Kinder eine solche Krone tragen, ohne davon erdrückt zu werden? Einen Schutzengel indes haben sie: William von Roebruk, ein dralles Bauernschlitzohr. Als Held wider Willen gerät der kleine Franziskaner in eine tödliche Auseinandersetzung zwischen Kaiser und Kurie, zwischen christlichen Rittern und islamischen Assassinen um imperiale Machtinteressen und einen großen Plan …

Über den Autor
Link zur Homepage

Meine Meinung
Wie ich hier ja schon schrieb, habe ich mich lange Zeit mit diesem Roman sehr schwer getan. Vor vielen Jahren einmal begonnen, legte ich ihn bald wieder weg. Die vielen Figuren verwirrten mich und mit dem Schreibstil des Autors kam ich nicht zurecht. Aber das Warten hat sich gelohnt.

Dieses Mal startete ich gut in die Handlung und mit dem Hintergrund von 10 Jahren mehr Erfahrung und Wissen als beim ersten Versuch konnte ich mich voll auf die Geschichte, die mir Peter Berling erzählen will, konzentrieren. Dankenswerterweise hat sich auch eine Miteule im Forum die Mühe gemacht, historisch fundierte Quellen zusammenzutragen, so dass es für mich leichter war zu erkennen, wo die Realität aufhört und das Märchen beginnt. Diese Mal schaffte es Berling, mich in seinen Bann zu ziehen. Die Sprache ist teilweise derb, wirkt aber natürlich. Jede Person, jeder Handlungsstrang hat einen eigenen Seidenfaden in einer bestimmten Farbe in dieser Geschichte, die Berling so geschickt miteinander verwebt, dass sich am Ende ein großer Gobelinteppich ergibt. Und genau wie bei einem echten Gobelin an der Wand konnte ich zunächst nur das Gesamtbild erfassen und erst bei näherem Hinsehen die Details entdecken. Das Buch ist geradezu für mehrmaliges Lesen gemacht.

Mein Fazit

Dieser Roman ist dreimal ungelesen mit mir umgezogen. Es hat sich gelohnt.

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Kindheitserinnerungen

Bald 30 Jahre ist es her, dass ich zum ersten Mal in einer Oper war. “Hänsel und Gretel” hatten meine Eltern für mich ausgesucht und mich mit den Verhaltensregeln in der Oper vertraut gemacht. Leider scheinen diese heute auch viele Erwachsene nicht mehr zu beherrschen.
Nein, man klatscht nicht nach der Ouvertüre! Und wenn man einem Kind jede Szene erklären muss, dann sollte man sich und das Kind besser vorbereiten – oder das Kind ist wirklich schlichtweg noch zu klein.
Manchmal wünsche ich mir Vorstellungen nur für Erwachsene. Nur Abendvorstellungen zu besuchen, klappt leider nicht, weil es vielen Eltern anscheinend auch egal ist, wenn die lieben Kleinen am nächsten Morgen früh raus müssen.
War aber trotzdem mal wieder ein schöner Abend im Gärtner.

Hänsel und Gretel

Sonntag, 23. Dezember 2007
18.00 – 20.10 Uhr
Frohes Fest Euch allen!

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Im bleichen Licht des Mondes

Es wurde viel geschrieben im Vorfeld der Premiere des Stückes “Der Mann im Mond” im Gärtnerplatztheater. Da wurde versucht, einen Skandal herbeizureden, da wurden “den Münchnern” Worte in den Mund gelegt, da wurde ein Märchen von 1960 unter den Gesichtspunkten der Zeit von 1933 bis ’45 beurteilt.
Mag sein, dass sich Herr Bresgen nie distanziert hat von seiner Rolle im Dritten Reich. Aber eine Oper, zu der er das Libretto nicht mal selber geschrieben hat, nur in diesem Licht zu betrachten, zeugt von einer gewissen Engstirnigkeit. Schließlich geht es in vielen Märchen um den Kampf Gut gegen Böse und Macht und Dominanz nehmen zum Beispiel auch in Aschenputtel einen breiten Raum ein. Trotzdem wird für dieses Märchen keine Gefahr für die Kinder herbeigeredet (außer, dass Märchen allgemein sehr grausam sind, man denke nur an die Selbstverstümmelung der Stiefschwestern, um sich den reichen Macker zu angeln).
Um mir selbst eine Meinung zu bilden, habe ich mir heute Abend die Vorstellung angesehen. Die Bilder waren schön, die Inszenierung ziemlich aufwändig, die Sänger mit Lust dabei. Marianne Larsen spielte die Königin mit einem guten Schuss Selbstironie und der Mann im Mond sah perfekt so aus, als ob er auf Stelzen laufen würde. Auch die Erwachsenen kamen so auf ihre Kosten, was sich in einem sehr freundlichen Applaus am Schluss äußerte.
Mir hats gefallen. Merke: nicht überall, wo Skandal drauf steht, ist auch Skandal drin.

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