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Premiere Die Fledermaus, 02.12.2010, Gärtnerplatztheater

Mit der Fledermaus hatte sich Regisseur und Intendant Dr. Ulrich Peters eine ziemlich harte Nuss ausgesucht. Schließlich werden wenige andere Operetten öfter gespielt, allein in Deutschland hat man im Moment die Möglichkeit, zwischen knapp 20 verschiedenen Inszenierungen zu wählen.

Aber dieses Stück gehört ans Haus wie Hänsel zur Gretel. Hier nimmt man es ernst, lässt es nicht verschämt unter Oper laufen, wie drüben am Max-Joseph-Platz, um ein Stück zu haben, das man an Silvester zu Festspielpreisen unter die Leute bringen kann. Und das merkt man in jeder Minute.
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Premiere Die Omama im Apfelbaum, 24.10.2010, Gärtnerplatztheater

Nach einer Oper, einem Ballett und einem Musical für Kinder in den vorangegangenen Spielzeiten setzt das Staatstheater am Gärtnerplatz die Reihe fort mit einer Oper schon für die ganz Kleinen. Ab vier Jahre sollte sie sein, das halte ich wegen der nicht ganz einfachen Musik für zu jung. In Wien, wo die Oper uraufgeführt wurde, lautete die Altersempfehlung ab sechs Jahre. Und noch etwas fällt leider negativ auf: für alle Vorstellungen sind zwar durchgängig Kinderkarten für 8 € zu bekommen, die Eltern zahlen allerdings für eine etwas über einstündige Sonntagvormittagsvorstellung in der besten Kategorie 50 €. Meiner Meinung nach hält das Familien vom Besuch einer Vorstellung ab, alleinstehende Erwachsene kann man das zahlen lassen, aber für Eltern mit Kindern sollte es schon so etwas wie ein Familienticket geben.

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Charlotte Lyne – Glencoe

Alle bisher erschienenen Romane von Charlotte Lyne waren die Highlights des jeweiligen Lesejahres und “Glencoe” führt diese Reihe fort. Es ist nicht einfach, dieses Buch zu lesen, es lässt sich nicht so einfach mal dazwischen schieben. Aber es ist jede Sekunde wert.
Auch in diesem Buch zeigt es sich wieder, wie gut Charlotte Lyne mit der deutschen Sprache umgehen kann. Hier repräsentiert sie die Landschaft der schottischen Highlands, wie ich sie in meinen bisherigen Besuchen kennengelernt habe: schroff und kantig, aber gleichzeitig von einer atemberaubenden Schönheit. Ihre Sätze konnte ich mir wie Haferkuchen auf der Zunge zergehen lassen, ich habe sie mit meinem Herzen gespürt. Auch ihre Figuren sind so, oberflächlich betrachtet konnte ich ihre Motivation nicht verstehen, aber Charlotte Lyne legt Schicht um Schicht frei und lässt uns in das Innerste von Freund und Feind blicken und beides hat mich zutiefst berührt.Oft wird die Frage gestellt: warum tun Menschen das anderen Menschen an? Ihre Geschichte ist eine mögliche Antwort darauf, akribisch recherchiert, mit dem Herzen erzählt.
Leider kann ich nur unzureichend wiedergeben, was mich bewegt hat, ich kann nur empfehlen, diese Erfahrung selbst zu machen.

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Così fan tutte, 15.09.2010, Royal Opera House

Eigentlich hatte ich mir diese Vorstellung herausgesucht, weil Pavol Breslik den Ferrando singen sollte, aber er war leider erkrankt. That’s life. Für mich persönlich ist das ja die Mozart-Oper, die ich am wenigsten mag. Musikalisch gefällt sie mir ja, aber das Libretto!

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The Merry Wives of Windsor, 14.09.2010, Shakespeare’s Globe

Diesmal hatte ich mir einen teuren Platz geleistet, ganz oben in der ersten Reihe. Die Sicht ist zwar sehr gut, aber die Menschen damals waren vermutlich sehr klein, denn selbst ich mit meinen kurzen Beinen wusste nicht wohin damit. Aber dafür ist es authentisch elisabethianisches Theater und das Globe hat einfach ein besonderes Flair.

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Urlaub London, September 2010

Wann immer es möglich ist, steuere ich den City Airport in London an, meistens mit dem Frühflug. So habe ich genügend Zeit, im Wetherspoon Pub “Hamilton Hall” an der Liverpool Street Station ein reichhaltiges Frühstück zu mir zu nehmen, bevor ich bei meiner Freundin einfalle. Auch diesmal klappte alles wunderbar. Nur an der Bank Station sieht es noch exakt so aus wie vor neun Monaten, ob die jemals wieder alle Rolltreppen in Betrieb haben? Bei meinem Aufenthalt diesmal sind mir übrigens vermehrt Frauen mit Kinderwägen in der Metro aufgefallen, vielleicht trägt das Ausbauprogramm zur Barrierefreiheit schon Früchte. Den ersten Tag nutze ich dazu, das Opernticket abzuholen, auf dem kleinen aber feinen Antikmarkt in Covent Garden zu bummeln,  dort einer Opernsängerin zu lauschen (im Untergeschoß gibt es einen Bereich, in dem musiziert werden darf, man wechselt sich regelmäßig ab, dort habe ich bisher nur gut bis sehr gute Darbietungen gesehen), in Europas größter Buchhandlung einzufallen, ziellos durch die Straßen zu wandern (so entdecke ich oft die nettesten Ansichten) und im Regen auf dem Oberdeck eines roten Doppeldeckers durch die Stadt heimfahren.

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Der Freischütz, Premiere am 30.09.2010, Gärtnerplatztheater

Für mich war das eine doppelte Premiere: das erste Mal im schönsten Theater Münchens und zum ersten Mal einen Freischütz überhaupt. Ich bin ja eigentlich schon ziemlich aufgeschlossen, aber diese szenische Umsetzung finde ich persönlich nicht sehr gelungen. Die Bambi-Idylle, die auf den Eisernen Vorhang vor Beginn projiziert wird, macht falsche Versprechungen.

Die Bühne ist schwarz-weiß gehalten und dreht sich. Oft. Die Perspektive war teilweise so verzerrt, dass ich das Gefühl hatte, die Wände kippen um beim Drehen. Die einzigen Male, wo mir die Bühne wirklich gut gefallen hat, sind die Momente, in denen die weißen Streben wie Gitterstäbe wirken, die die Protagonisten einsperren.  Die Wolfsschlucht, die nach Aussage der Regisseurin besonders gruselig sein soll, ist hell erleuchtet und besteht aus weißen, schräg gestellten Planken. Gruselig ist eigentlich nur, dass die Gewalt, die Agathe hier angetan wird, von der Regisseurin als dunkle Erotik bezeichnet wurde. Wenn man dem Zuseher Vorstellungskraft zubilligt, kann das, was sich im Kopf abspielt, viel grauenvoller als das Dargestellte sein. Das geht natürlich nicht, wenn man die Holzhammermethode verwendet.

Das Ganze als Traum Agathes zu inszenieren, ist natürlich möglich, aber ich fand es nicht zwingend umgesetzt. Vor allem fand ich zu viele Versatzstücke aus der letzten Inszenierung der Regisseurin am Haus, dem Märchen vom Zaren Saltan: das Bett und die Hauptfigur in verschiedenen Größen bzw. Alterstadien, den Teddybären, sogar das Schreiten der dunklen Braut war exakt das Gleiche wie das eines Miltrissa-Doubles im Zaren. Dort hat es fantastisch funktioniert, hier langweilt es mich. Richtig gelungen fand ich nur die Rollenanlage von Ännchen und dem Eremiten, wobei man zumindest mit dem Verständnis des letzteren Probleme haben könnte, wenn man nicht in der Einführung war.

Die Kostüme sind manchmal ein Farbklecks, meistens eher comichaft-überzeichnet, der Herrenchor als Kunomultiplikation, die Damen als lebendige Zielscheiben und schwangere Brautjungfern, kann man so machen, muss man aber nicht.

Musikalisch war die Premiere aber Top. Angefangen vom Orchester unter dem fabelhaften Roger Epple über den von Jörn Hinnerk Andresen hervorragend einstudierten und absolut präsenten Chor bis hin zu den Solisten war es ein Genuss, zuzuhören. Vor allem Christina Gerstberger als Ännchen, Derrick Ballard als Kaspar und Sebastian Campione als Eremit haben es mir angetan. Aber auch Sandra Moon als Agathe, Tilmann Unger als Max und Juan Fernando Gutiérrez als Ottokar zeigten sehr gute Leistungen.

Heute Abend wird sich zeigen, ob die Inszenierung durch mehrfaches Ansehen gewinnt.

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Die Diebische Elster, 01.09.2010, Hubertussaal

Eigentlich wäre ich pünktlich zur Einführung gekommen, leider ist die Ortsbezeichnung auf der Karte etwas irreführend und den kleinen Wegweiser übersieht man in der Eile schon mal. Zu Denken hätte mir auch geben sollen, dass alle Damen gut eingepackt waren, es war in dem Saal nämlich wirklich saukalt. So saß ich nach der Pause mit Jacke im Zuschauerraum, das ging dann einigermaßen.

Die Bühne war entlang der Längsseite des Saales eingerichtet. Das ist so ziemlich das unmöglichste, das ich bisher gesehen habe. Ich hatte eine Karte der teuersten Kategorie in der ersten Reihe des rechten Blockes gekauft, immerhin 48 €, das gebe ich im Theater meines Vertrauens nur selten aus. Dafür konnte ich zwar sehr gut sehen, was sich hin und wieder direkt vor mir abspielte, aber der Hauptteil spielte halt vor dem Mittelblock und teilweise vor dem linken Block, dazu musste ich mich schon arg verrenken. Dadurch, dass die Auftritte durch die geöffneten Saaltüren stattfanden, zog es auch noch wie Hechtsuppe und am Ende hatte ich einen steifen Hals. In den Hubertussaal bringen mich jedenfalls keine 10 Pferde mehr rein und der Veranstalter sollte seine Preisgestaltung vielleicht auch mal überdenken.

Das Bühnenbild bestand lediglich aus ein paar Leitern, die aber witzig und passend eingesetzt wurden. Musikalisch hat es mir gut gefallen, besonders Simona Eisinger als Ninetta und der Countertenor Thomas Lichtenecker in der eigentlich für einen Mezzo gedachten Hosenrolle des Pippo stachen aus der insgesamt guten Ensembleleistung heraus.

Es war schön, diese selten gespielte Oper mal live zu sehen, allerdings verhinderten die äußeren Umstände, das daraus ein toller Theaterabend wurde.

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Kino 2010/01: Das Konzert, 23.08.2010, Filmtheater Sendlinger Tor

Wahnwitzig, überdreht, satirisch, unrealistisch, berührend, emotional,  das alles vereinigt dieser Film auf 120 Minuten. Wahnwitzig, wie Andreij das Orchester zusammentrommelt und die Fahrt nach Paris organisiert. Überdreht, wie sich die Mitglieder des Orchesters in Paris aufführen. Satirisch, wie mit den Klischees von… Künstlern, Agenturen, Konzerten,
Russen gespielt wird. Unrealistisch, dass ein Orchester nach 30 Jahren ohne Probe aus dem Stand ein Violinkonzert von Tschaikowsky aufführt. Berührend, die gesamte Musik im Film. Emotional die Geschichte. Slapstickkomik wechselt sich mit tragischen Schicksalen ab, dazwischen immer wieder die Musik, die mein Herz zutiefst bewegt hat.

Ich habe mir direkt danach die Filmmusik gekauft und seitdem höre ich das Violinkonzert immer wieder. Bisher brauchte es immer eine menschliche Stimme, um in mein Herz einzudringen, aber hier hat es ganz allein die Musik geschafft. Wenn dieser Film auf DVD kommt, lege ich ihn mir auf jeden Fall zu!

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Urlaub in Bayern August 2010

Anfang August bekam ich lieben Besuch aus Paris, mit dem ich eine Woche lang meine bayerische Heimat erkundete. Beantwortet wurden unter anderem die Fragen:

Wieviele Schlösser kann man in fünf Tagen besichtigen? (sieben)

Wie oft schafft es die DB, im Nahverkehr keine Verspätung zu haben? (Nie bei 3 Ausflügen)

Wie lange muss man in der Schlange vor der Kasse von Neuschwanstein anstehen, obwohl man eigentlich schon ein Ticket hat? (2 Stunden, es ist nämlich nicht möglich, für Dauerkarten online Karten vorzubestellen)

Was kann man in Salzburg unternehmen, wenn es den ganzen Tag schüttet (Alles, man sollte nur einen Regenschirm dabei haben)

Danke, Thierry und Cheng für eine anstrengende, schöne Woche!

Die Bilder kommen auch noch, wenn ich mal Zeit finde, sie zu beschriften 😉

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