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Eiskaltes Händchen zweimal im Juni

 

Gestern habe ich mir zum zweiten Mal in vierzehn Tagen die Oper “La Bohème” von Giacomo Puccini angesehen. Am 10. Juni war es die Aufführung der Münchner Staatsoper und gestern die Produktion des Gärtnerplatztheaters.
Während die Staatsoper im italienischen Original aufführte, gab es am Gärtnerplatz eine neue deutsche Übertragung. In der Oper sah ich nicht besonders gut, im Gärtnerplatz hingegen sass ich Parkett 3. Reihe Mitte und hatte einen sehr schönen Blick auf die Bühne. In den vorderen Reihen wirkt Musik und Gesang viel unmittelbarer, jedenfalls ist mir die Todesszene diesmal buchstäblich durch Mark und Bein gegangen. Ein sehr schöner Abend. Bitte mehr davon.

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Bitte weitersagen III

Noch bis 11. Juli kann man die Online-Petition gegen den Transrapid in München unterzeichnen.

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Manchmal verstehe ich die Welt nicht

Irgendwas scheint gestern an mir vorbei gegangen zu sein, der Weltkindertag, der ja weltweit an verschiedenen Daten gefeiert wird, kann es eigentlich nicht gewesen sein. DIe ARD-Seite gibt Auskunft: Aha, eine Themenwoche. Deshalb habe ich auch, als mein Tatort wegen Telefonunterbrechung mitten in Christiansen endete, in einem Satz gefühlte 25-mal das Wort Kinder gehört. Was die Verantwortlichen sich aber dabei gedacht haben, ausgerechnet bei einem Tatort, bei dem ein Fünf-Jähriger gewaltsam durch den Vater zu Tode kommt, das Logo “Kinder sind Zukunft” einzublenden, verstehe ich beim besten Willen nicht. Zynischer geht es kaum.

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Bayern wieder ganz vorne…

…sagt Herr Schnappauf und behauptet, Bayern hätte das umfassendste Nichtraucherschutzgesetz vorgelegt. Ich glaube, er verwechselt umfassend mit umfangreich. Wegen der vielen Ausnahmen. Mal ganz abgesehen davon, dass die anderen Länder meines Wissens nach noch keine Gesetzesvorlagen vorgelegt haben. Am Ende werden die Bayern wieder das sein, was sie seit die CSU an der Macht ist, sind: für dumm verkauft.

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Things to remember

Unbedingt beim S-Bahn-Buch ein zweites Lesezeichen da einlegen, wo der Roman aufhört. So lässt es sich leichter abschätzen, ob die Lektüre noch für den ganzen Tag reicht. Besonders wenn die letzten 15% des Buches aus zwei Kapiteln eines anderen Romanes bestehen, den ich überdies schon gelesen habe.

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Nuisance

Ich mag keine Aufkleber auf Büchern. Zumindest heute, die letzten zwei Monate, das letzte Jahr. Früher dachte ich wohl nicht so. Sonst wären mir heute nicht gleich zwei Bücher mit ein und demselben Aufkleber “Author of the International Bestseller Corelli’s Mandolin” in die Hände gefallen beim Katalogisieren. Etwas seltsam: während bei The Troublesome Offspring of Cardinal Guzman der Aufkleber ganz leicht wegging, ist bei Senor Vivo and the Coca Lord auch nach der dritten Behandlung nach der Großmutter-Methode noch ein Rest zu sehen, der aber wenigstens nicht mehr klebt.

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Glücklich ist, wer vergisst…

…was doch* nicht zu ändern ist, summe ich leise vor mich hin, als ich zur U-Bahn laufe. Ich denke es mir auch, als mir in der Geruch von Kotze und ungewaschenen Körpern entgegenschlägt. Können die nicht so eine schöne Aufführung der Fledermaus an einem unverfänglicheren Tag als dem Faschingsdienstag machen? Aber vielleicht sollte ich einfach gelassener werden. Und bei Idas Hauch von einem Nicht-Kleid denken, hoffentlich erkältet sich das arme Mädchen nicht.
*die ersten Googletreffer zitieren mit “was nicht mehr zu ändern ist”, ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass Rosalinde und Alfred “doch” gesungen haben. Das ist auch irgendwie aus dem Bauch heraus weniger negativ.

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Sachen gibts

Wunderte ich mich letzte Woche noch über das Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung München, das mir im Rahmen meiner Arbeit begegnete, so lernte ich heute noch eine neue Behörde kennen: Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung. Mal sehen, welche Schätzchen mir in den nächsten Wochen noch über den Weg laufen.

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Nimm mich mit

Gestatten: Joschka, genant OschiJoschi
Das geht dann aber nicht mehr als Handgepäck durch.

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Fundsache im Bücherschrank

Beim Katalogisieren meiner Bücher habe ich ein Mitbringsel von einer der vielen ausgedehnten GB-Reisen wieder in der Hand bekommen: Poems on the underground, eine wunderschöne Anthologie überwiegend anglistischer Gedichte. 1986 begann man in der Tube zwischen Werbungspostern in den Waggons Plakate mit Gedichten aufzuhängen. Ich weiss noch, wie mir die Idee gefallen hat und ich bei jedem London-Besuch nach neuen Ausschau gehalten habe. Hängen geblieben bin ich an W. H. Audens “Song” unvergesslich vorgetragen von John Hannah in “Four Weddings and a Funeral”. Hier ist auch heute noch das Lesebändchen zu finden. Aber auch die restlichen 116 Gedichte sind ein schöner Querschnitt. Als Bonus beinhaltet meine gebundene Ausgabe noch 24 U-Bahn-Plakate von Anfang des 20. Jahrhunderts, auf denen auch Gedichte zu lesen sind. Dies zeigt, dass die Poesie schon seit langer Zeit im Londoner Underground präsent ist. Leider ist diese Ausgabe vergriffen und nur noch gebraucht zu bekommen, aber es gibt mittlerweile eine Nachfolgeedition, die aber nicht so schön ausgestattet ist.

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