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Helga sagt bei mir auf dem Heimweg immer gleich zweimal “This train will be separated…”. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt, es ist wohl auch nicht falsch, auch wenn es in meinen Ohren falsch klingt. Seit neuestem muss sich aber jemand auf den Monitoren auf den Bahnsteigen davon absetzen und schreibt: “This train will split up..”. Möglicherweise auch nicht falsch, aber es klingt noch schlimmer. Ich denke dabei eher an ein Pärchen, dass sich trennt. Der Eisenbahnerjargon dafür ist übrigen flügeln. Ähnliche ArtikelWeil es ja nun nichts wurde mit Barcelona, hab ich mir noch schnell eine Karte gekauft. Sehr schön. Da musste ich mir am Ende ein paar Tränchen aus dem Augenwinkel wischen. Anders als bei Carmen im übrigen. Da schniefte nur letztens eine neben mir so laut, dass ich ihr wortlos meine Notfall-Taschentücher rüberreichte. Sandra Moon war wieder toll. Sie bringt die Schwindsucht gut rüber, auch wenn sie unter der vielen Schminke aussieht wie das blühende Leben. Gary Martin und Adrian Xhema beide mal wieder excellent. Das mag ich übrigens am Gärtner so: eben sieht man sie noch auf der Bühne, jetzt in der U-Bahn. Oper zum Anfassen. Staatstheater am Gärtnerplatz La BohèmeFreitag, 15. Februar 2008 Ähnliche ArtikelDie Kinder des Gral von Peter BerlingGebundene Ausgabe: 768 Seiten Verlag: Lübbe; Auflage: 1 (September 1991) ISBN-10: 3785706065 ISBN-13: 978-3785706060 Größe: 22,5 x 15,1 x 4,8 cm Kurzbeschreibung (von Amazon) Über den Autor Meine Meinung Dieses Mal startete ich gut in die Handlung und mit dem Hintergrund von 10 Jahren mehr Erfahrung und Wissen als beim ersten Versuch konnte ich mich voll auf die Geschichte, die mir Peter Berling erzählen will, konzentrieren. Dankenswerterweise hat sich auch eine Miteule im Forum die Mühe gemacht, historisch fundierte Quellen zusammenzutragen, so dass es für mich leichter war zu erkennen, wo die Realität aufhört und das Märchen beginnt. Diese Mal schaffte es Berling, mich in seinen Bann zu ziehen. Die Sprache ist teilweise derb, wirkt aber natürlich. Jede Person, jeder Handlungsstrang hat einen eigenen Seidenfaden in einer bestimmten Farbe in dieser Geschichte, die Berling so geschickt miteinander verwebt, dass sich am Ende ein großer Gobelinteppich ergibt. Und genau wie bei einem echten Gobelin an der Wand konnte ich zunächst nur das Gesamtbild erfassen und erst bei näherem Hinsehen die Details entdecken. Das Buch ist geradezu für mehrmaliges Lesen gemacht. Mein Fazit Dieser Roman ist dreimal ungelesen mit mir umgezogen. Es hat sich gelohnt. Ähnliche ArtikelMeine Musikauswahl heute abend: Urmel-Lied Augsburger Puppenkiste Augsburger Puppenkiste Toccata BWV 564 J.S.Bach Orgel Blaue Augen Ideal Ideal Caravan of Love Housemartins Chim Chim Cher-ee Mary Poppins Eisbär Grauzone Falco Jeanny Falco Knockin On Heavens Door Bon Jovi Bon Jovi Ähnliche ArtikelMinimalmusik war das Stichwort bei der Einführung. Ein immer wiederkehrendes Motiv in Variationen. Das Orchester war 95 Minuten im Dauereinsatz, die Sänger nicht so gefordert. Das Ergebnis war ein interessanter, kurzweiliger, neugieriger Abend. Wenn sich aus der gleichen Tonfolge sowohl Verliebtheit wie auch Schlangenbeschwörung erkennen lassen, das ist ein Meisterwerk. Schön, dass wir so etwas in München zu sehen bekommen. Interessant auch die Verwandlung von Stefan Sevenich und Sigrid Plundrich, die ich gestern noch in der Hochzeit des Figaro gesehen hatte. leider wurde dadurch die Vaterrolle von Sevenich etwas unglaubwürdig, wobei dies Herr Nachtgedanken auch anmerkte und er hat ihn gestern nicht gesehen. Sehr schön die Darstellung, wie der Vater sich im Sturm verirrt. Auch mit einem spartanischen Bühnenbild durch eine tolle schauspielerische Leistung von Sevenich wie in Natura. Insgesamt ein schöner Abend mit verdientem Applaus für alle Beteiligten. Staatstheater am Gärtnerplatz Die Schöne und das BiestSamstag, 09. Februar 2008 Ähnliche ArtikelAller guten Dinge sind drei. Ich ahnte ja schon, dass Kunschke/Sevenich die beste Kombination sind. Aber dass es so gut wird, hätte ich nicht gedacht. Gary Martin als Graf Almaviva war herausragend, aber auch der Rest des Ensembles brauchte sich nicht zu verstecken. In der Pause hörte ich nur lobende Worte, speziell für Stefan Sevenich, wobei im nächsten Atemzug eine abwertende Bemerkung zu seiner Statur kam. Das kann ich nicht verstehen. Meiner Meinung nach erfüllt er den Figaro genau mit der richtigen männlichen Präsenz, um ein glaubhafter Widersacher des Grafen zu sein. Wer Models auf der Bühne sehen will, soll in eine Modenschau gehen. Für mich zählt die Stimme und die Ausstrahlung. Und das hat er beides. Hier übrigens ein Artikel, der sich schon vor einigen Jahren mit der Thematik beschäftigt hat. Mir ist beim dritten Anschauen einiges klar geworden. Zum Beispiel, warum der Graf im Kinderwagen herum gefahren wird. Für mich symbolisiert das den kleinen Jungen, der für sein handeln nicht verantwortlich zu machen ist und dem man alles verzeiht. Zum Beispiel, dass er an die Moral der Gräfin andere Maßstäbe anlegt als an seine eigene. Und das rosa Plisseekleid der Gräfin ist wohl eine Fortführung des pinkfarbenen Schmetterlingskleides der Rosina in der ebenfalls in dieser Spielzeit gespielten Inszenierung des Barbiers. Ein toller Abend. Danke an alle, die ihn dazu gemacht haben. Staatstheater am Gärtnerplatz Die Hochzeit des FigaroFreitag, 08. Februar 2008 Ähnliche ArtikelThe Flood von David Maine Gebundene Ausgabe: 272 Seiten Synopsis (von amazon) Über den Autor Link zu seinem Blog Meine Meinung Anfangs tat ich mich ein wenig schwer, in die Geschichte hineinzufinden. Das Englisch ist eher umgangssprachlich und meine letzten Bücher waren alle auf Deutsch. Jedes Kapitel wird aus der Sichtweise eines anderen Familienmitgliedes erzählt, nur die Kapitel über Noah sind aus der Sicht eines Erzählers. Besonders gefallen hat mir hier, dass den verschiedenen Familienmitgliedern sprachliche Eigenheiten zugeordnet sind und sich so einerseits ein Wiedererkennungswert ergibt und andererseits sich die Charaktere der Protagonisten wiederspiegeln. Ich fand es spannend, die Geschichte um Noah mal aus einer anderen, profaneren Sicht erzählt zu bekommen. Insbesondere die Rolle der Frauen, die von ihren Männern für leicht beschränkt gehalten werden und in Wirklichkeit aber ihren Männern haushoch überlegen sind, fand ich besonders spannend. Eigentlich ist es mehr eine Familien- als eine religöse Geschichte, wobei für mich schon auch die Moral mitschwingt, dass man nicht unbedingt ein “gottgefälliges” (was immer das auch ist) Leben leben muss, um Gott zu gefallen. Mein Fazit Nettes Buch, das ich ohne die Leserunde bei der Büchereule nicht gelesen hätte. Kein must have. Ähnliche ArtikelMarianne Larsen mal wieder großartig, auch Tilman Unger und Tobias Haaks haben mir gut gefallen. Staatstheater am Gärtnerplatz Eine Nacht in VenedigMittwoch, 30. Januar 2008 Ähnliche Artikel |
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