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Lesestoff Belletristik 2010/04 – Ulf Schiewe: Der Bastard von Tolosa

Gebundene Ausgabe: 928 Seiten
Verlag: Droemer Knaur (2. November 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342619841X
ISBN-13: 978-3426198414
Größe: 22 x 15,2 x 5,2 cm

Kurzbeschreibung (von amazon)
Wie Tausende »Soldaten Christi« folgt der junge Edelmann Jaufré Montalban 1096 dem Aufruf des Papstes, Jerusalem von den Ungläubigen zu befreien. Viele grausame Schlachten später beginnt er am Sinn des Krieges zu zweifeln. Als seine Geliebte brutal niedergemetzelt wird, will er sich auf seine Burg nahe dem heutigen Toulouse zurückziehen. Doch dort erwartet ihn eine Gattin, die er nur unter Zwang geheiratet hatte – und eine tödliche Intrige um das Rätsel seiner Herkunft.

Über den Autor
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Meine Meinung:
Ich bin mit sehr hohen Erwartungen an diesen Roman gegangen, weil ich von verschiedenen Seiten nur höchstes Lob gehört habe. Ich wurde nicht enttäuscht. Obwohl, wie so oft in mittelalterlichen Romanen, viele Personen gleich oder ähnlich heißen, konnte ich sie entgegen meiner Schwierigkeiten, die ich sonst damit habe, ausgezeichnet auseiander halten Das lag vor allem an der wunderbaren Charakterisierung jedes Einzelnen, selbst die kleinste Nebenfigur nahm vor meinem geistigen Auge Gestalt an. Ebenso verhielt es sich mit den Landschaftsschilderungen oder zum Beispiel eines Schiffswendemanöver. Alles wird so farbenprächtig und detailliert erzählt, dass ich mitten in der Geschichte bin. In diesem Roman wird viel gekämpft und getötet, aber es geschieht immer so, dass ich immer noch “hinschauen” kann, ohne dass mir schlecht wird. Der Spannungsbogen wird gut gehalten, der Epilog verknüpft alle noch losen Enden und versöhnt mit den teilweise schrecklichen Ereignissen zuvor.

Jaufré erzählt uns seine Geschichte und mir gefiel diese Perspektive ungemein. Er ist sicher kein einfacher, liebenswerter Held. Aber ich mochte ihn trotzdem. Er reflektiert vieles, ist manchmal sogar fast ein Philosoph. Sein Freund Hamid ist eine ideale Ergänzung, noch ein bisschen überlegter, schlagfertig und witzig. Auch Berta, seine Frau ist eine sehr interessante Figur, aber eigentlich könnte man das über alle Protagonisten sagen.

Mein Fazit:
Ein sehr gelungener Debütroman!

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