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I Masnadieri, 29.03.2010, Gärtnerplatztheater

Das liebe ich so an diesem Theater: am Samstag noch Tränen gelacht, heute flossen die Tränen vor Trauer.  Schon bevor der erste Ton gespielt ist, bei Sieglinde Zörners wirklich herzzerreißendem Schrei, bahnen sie sich ihren Weg und am Ende benetzen sie meine Wimpern.
Das ist so eine tolle Produktion, leider muss ich mit dem Publikum schimpfen. Da wird gnadenlos am Ende der Arie geklatscht, egal, ob man damit Spannungsbögen zerstört oder das Orchester noch spielt. Ich glaube, die Künstler würden sich über tosenden Applaus am Ende genauso freuen.
Den gab es dann auch reichlich, für den Chor, der eine tragende Rolle spielt und diese grandios meistert, für das tolle Orchester unter Henrik Nánási, für Holger Ohlmann, der zwar nur einen kleinen, aber dafür umso fulminanteren Auftritt als Moser hat, für Mario Podrečnik, der ein ausgezeichneter Roller ist, für Adrian Xhema, der als Arminio überzeugt, für Johannes Wiedecke, der ein tolles Rollendebüt als Massimiliano hinlegt, für Mikael Babajanyan, den ich leider bisher noch nie als Francesco erlebt habe, für Harrie van der Plas und für eine überragende Sandra Moon.

Schön, dass diese wunderbare Produktion auf die Bühne des Gärtnerplatztheaters zurückgekehrt ist. Ich habe mir für alle Vorstellungen meine Karte gesichert.

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Lesestoff Belletristik 2010/08 – Titus Müller: Die Brillenmacherin

Gebundene Ausgabe: 437 Seiten
Verlag: Weltbild Verlag
Sprache: Deutsch

Kurzbeschreibung (von amazon)

Die unbeugsame junge Brillenmacherin im Kampf zwischen Kirche und Ketzern: Ein dramatischer Roman über die Macht des Lesens

England im Jahr 1387. Nur wenige Meister in Europa beherrschen die Kunst des Brillenmachens, das schwierige Linsenschleifen aus unregelmäßigem Glas und das kunstvolle Schnitzen feiner Holzgestelle. Courtenay, der Erzbischof von Canterbury, weiß um die Bedeutung der Brillenmacher. Als Herren über die Sehkraft und damit über die Schrift haben sie dort noch Macht, wo mit Schwertern nichts mehr auszurichten ist. Um den Geheimbund der Bedeckten Ritter zu zerschlagen, die für Vernunft und Wissenschaft kämpfen und den vogelfreien Bibelübersetzer Hereford verstecken, will sich Courtenay diese Macht zunutze machen. Doch Elias Rowe, der beste Brillenmacher weit und breit, ist nicht willens, seine Sache zu unterstützen. Eines Morgens findet ihn seine junge Frau Catherine tot in der Werkstatt. Um dem Mörder ihres Ehemanns auf die Spur zu kommen, eignet sich die junge Witwe sein Handwerk an und gerät mitten in den Machtkampf zwischen dem Erzbischof und den Geheimbündlern. Am Ende muß Catherine all ihr optisches Können aufwenden, um sich und Ritter Latimer, den Mann ihres Herzens, zu retten.

Über den Autor
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Meine Meinung:

Eigentlich mache ich einen großen Bogen um die sogenannten -in-Romane. Ein Trend der letzten Jahre, Frauen im Mittelalter in Männerberufe zu stecken und sie die unmöglichsten Abenteuer erleben zu lassen. Aber erstens ist dieser Roman schon Anfang 2005 erschienen und konnte somit gar nicht auf dieser Welle mitschwimmen und zweitens heißt der Autor Titus Müller. Und wer schon mal ein Buch von ihm gelesen hat, bei mir war es “Das Mysterium”, weiß, dass hier kein Märchenonkel am Werk ist, sondern zwar ebenso spannende, aber halt gut recherchierte und glaubhafte Geschichten erzählt werden.
Besonders gut haben mir die vielen Bilder gefallen, die Titus mit seinen Worten malt. Jedes für sich ist ein kleines sprachliches Juwel. Außerdem wird das Handwerk der Brillenmacherei anschaulich erklärt, das ist für mich als Brillenträgerin sehr interessant und lehrreich. Die Beschreibungen, sei es nun vom einfachen Leben im Mittelalter, der Kampfausrüstung eines Ritters oder eines Langbogens, sind detailliert, ohne jemals langweilig zu sein. Die Charaktere sind eingehend beschrieben, ihre Motivation ist nachvollziehbar. So entstand ein farbenprächtiges Bild vor meinen Augen. Davon würde ich gerne eine Fortsetzung lesen.

Mein Fazit:
Manchmal lohnt es sich, von Prinzipien abzuweichen!

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Lesestoff Belletristik 2010/07 – Alexander McCall Smith: The good husband of Zebra Drive

Hardcover: 224 Seiten
Verlag: Pantheon Books; First Edition edition (17 April 2007)
Sprache: English
ISBN-10: 0375422730
ISBN-13: 978-0375422737
Größe: 21.3 x 14.5 x 2.5 cm

Kurzbeschreibung (von amazon)
In the life of Precious Ramotswe–a woman duly proud of her fine traditional build–there is rarely a dull moment, and in the latest installment in the universally beloved No. 1 Ladies’ Detective Agency series there is much happening on Zebra Drive and Tlokweng Road. Mma Ramotswe is experiencing staffing difficulties. First Mr. J.L.B. Mate-koni asks to be put in charge of a case involving an errant husband. But can a man investigate such matters as successfully as the number one lady detective can? Then she has a minor falling-out with her assistant, Mma Makutsi, who decides to leave the agency, taking the 97 percent she received on her typing final from the Botswana Secretarial College with her.

Along the way, Mma Ramotswe is asked to investigate a couple of tricky cases. Will she be able to explain an unexpected series of deaths at the hospital in Mochudi? And what about the missing office supplies at a local printing company? These are the types of questions that she is uniquely well suited to answer.

In the end, whatever happens, Mma Ramotswe knows she can count on Mr. J.L.B. Matekoni, who stands for all that is solid and true in a shifting world. And there is always her love for Botswana, a country of which she is justifiably proud .

Über den Autor
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Meine Meinung:
Einen weiteren Roman von Alexander McCall Smith aus der Mma Ramotswe Reihe zur Hand zu nehmen ist wie alte Freunde treffen. Die Charakterisierung der Figuren ist so liebevoll und ausführlich, dass ich sie wohl auch auf der Straße erkennen würde, sollten sie mir jemals begegnen. Aber sie entwickeln sich auch weiter und das vertieft die Freundschaft noch mehr. Diese kleinen, feinen Geschichten sind voll mit zauberhaften Beschreibungen des Alltagslebens in Botswana, früher und jetzt. Lebensweisheiten werden nebenbei mitgeliefert und schon auch mal auf den Prüfstand gestellt. In dieser Folge ermittelt auch der Ehemann J. L. B. Matekoni und kommt ins Grübeln, ob er für seine geliebte Frau aufregend genug ist, damit sie nicht fremd geht. Diese Szenen sind mit so viel Empathie geschrieben, ich konnte seine Zweifel mit dem Herzen nachvollziehen. Ein liebenswertes Buch voller Wärme und Zuneigung für die Protagonisten und das Land, in dem es spielt.

Mein Fazit:
Wie alles von Alexander McCall Smith uneingeschränkt empfehlenswert.

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Lesestoff Belletristik 2010/06 – Helene Luise Köppel: Die Affäre Calas

Broschiert: 439 Seiten
Verlag: Aufbau Tb; Auflage: 1 (Dezember 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746623707
ISBN-13: 978-3746623702
Größe: 19 x 11,4 x 3,8 cm

Kurzbeschreibung (von amazon)
An ihrem 33. Geburtstag erfährt die junge Anwältin Sandrine Feuerbach, daß ihre Tante Charlotte in Toulouse gestorben ist. Sandrine fährt sofort von Nürnberg nach Südfrankreich zur Beerdigung, wo etliche Überraschungen auf sie warten. Nicht genug, daß die Tante ihr zwei Anwesen Frankreich hinterlassen hat, in ihrem Testament offenbart sie das Geheimnis der Herkunft ihrer Familie. Sandrine ist eine echte Calas, und damit wird die grausame “Affäre Calas” des Jahres 1761 zu einem Teil ihrer Familiengeschichte. Damals war der älteste Sohn der Familie unter merkwürdigen Umständen ums Leben gekommen. Die mysteriöse Bruderschaft der Weißen Büßer beschuldigte den Vater, seinen Sohn ermordet zu haben, weil er vom protestantischen zum katholischen Glauben konvertieren wollte. Als Sandrine alte Papiere findet und mit Hilfe ihres Jugendfreundes Henri weitere Nachforschungen anstellt, versucht jemand, sie zu ermorden, und Henri verschwindet spurlos. Alle Spuren führen zu zwei noch heute einflussreichen Geheimbruderschaften, die bereits beim Fall Calas nicht vor Mord zurückschreckten.

Über die Autorin
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Meine Meinung:
Der Autorin gelingt es, eine überaus spannende Geschichte stringent zu erzählen. Gut gelöst fand ich die Verbindung der verschiedenen Zeitebenen und die einzelnen Personen waren waren exzellent charakterisiert. Auch die Beschreibung der Handlungsorte lies diese vor dem geistigen Auge leicht entstehen. Allerdings muss man immer am Ball bleiben, denn die Handlung jetzt und früher ist nicht immer ganz einfach. Obwohl immer mal wieder die von mir ja gar nicht geschätzte Vorausschau, wie zum Beispiel “ich sollte es noch bereuen” (kein wörtliches Zitat, nur sinngemäß) aufblitzte, war der Schluss doch sehr überraschend und auch ziemlich heftig. Da musste ich schon erst mal schlucken und das Buch beiseite legen.
Die “Affaire Calas” beruht auf einer wahren Begebenheit und ich fand die geschichtlichen Zusammenhänge sehr gut dargestellt. Besonders die Zitate von Voltaire gaben mir immer wieder Anlass zum Nachdenken und zur weiteren Beschäftigung mit ihm.

Mein Fazit:
Ich kann dieses Buch für Freunde spannender Literatur jederzeit empfehlen.

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Lesestoff Belletristik 2010/05 – P.C. Doherty: An ancient evil

Broschiert: 256 Seiten
Verlag: Headline Book Publishing
Sprache: English
ISBN-10: 0747243565
ISBN-13: 978-0747243564
Größe: 17 x 11 x 1.8 cm

Kurzbeschreibung (von amazon)
As the travellers gather in the Tabard Inn at the start of a pilgrimage to pray before the blessed bones of St Thomas à Becket in Canterbury, they agree eagerly to mine host Harry’s suggestion of amusing themselves on each day of their journey with one tale and each evening with another – but the latter to be of mystery, terror and murder.

The Knight begins that evening: his tale opens with the destruction of a sinister cult at its stronghold in the wilds of Oxfordshire by Sir Hugo Mortimer during the reign of William the Conqueror, and then moves to Oxford some two hundred years later where strange crimes and terrible murders are being committed. The authorities seem powerless but Lady Constance, Abbess of the Convent of St Anne’s, believes the murders are connected with the legends of the cult and she petitions the King for help.

As the murders continue unabated, special commissioner Sir Godfrey Evesden and royal clerk Alexander McBain uncover clues that lead to a macabre world sect, which worships the dark lord. But they can find no solution to a series of increasingly baffling questions and matters are not helped by the growing rift between Sir Godfrey and McBain for the hand and favour of the fair Lady Emily.

Über den Autor

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Meine Meinung:

SUB-Abbau 2010 heißt das Zauberwort, dass mich zu diesem Buch greifen lies. Man wählt beliebig viele Bücher, die schon besonders lange im SUB (Stapel ungelesener Bücher) verweilen und versucht diese, innerhalb eines Jahres zu lesen. Dieses Buch ist 1994 erschienen und vermutlich habe ich es in dem jahr gekauft. Höchste Zeit es zu lesen!

Das Konzept klingt spannend, eine Pilgergruppe auf dem Weg nach Canterbury erzählt sich jeden Abend zur Unterhaltung etwas und jede dieser Geschichte bildet einen Band der Reihe. Zwar gut recherchiert, hat mich der Roman aber nicht wirklich in ihren Bann gezogen. Es gab wenig überraschendes, die Figuren blieben etwas blass. Vielleicht lag es daran, dass ich es mit dem Okkulten nicht so habe oder dass ich den wirklich hervorragenden Sansom noch im Hinterkopf hatte. es lies sich jedoch schnell weglesen und ist als Strandlektüre sicher gut geeignet.

Mein Fazit:

Ich habe noch zwei weitere Bände dieser Reihe, die ich noch vorhabe zu Lesen, aber noch mehr werde ich mir nicht kaufen.

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Lesestoff Belletristik 2010/04 – Ulf Schiewe: Der Bastard von Tolosa

Gebundene Ausgabe: 928 Seiten
Verlag: Droemer Knaur (2. November 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342619841X
ISBN-13: 978-3426198414
Größe: 22 x 15,2 x 5,2 cm

Kurzbeschreibung (von amazon)
Wie Tausende »Soldaten Christi« folgt der junge Edelmann Jaufré Montalban 1096 dem Aufruf des Papstes, Jerusalem von den Ungläubigen zu befreien. Viele grausame Schlachten später beginnt er am Sinn des Krieges zu zweifeln. Als seine Geliebte brutal niedergemetzelt wird, will er sich auf seine Burg nahe dem heutigen Toulouse zurückziehen. Doch dort erwartet ihn eine Gattin, die er nur unter Zwang geheiratet hatte – und eine tödliche Intrige um das Rätsel seiner Herkunft.

Über den Autor
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Meine Meinung:
Ich bin mit sehr hohen Erwartungen an diesen Roman gegangen, weil ich von verschiedenen Seiten nur höchstes Lob gehört habe. Ich wurde nicht enttäuscht. Obwohl, wie so oft in mittelalterlichen Romanen, viele Personen gleich oder ähnlich heißen, konnte ich sie entgegen meiner Schwierigkeiten, die ich sonst damit habe, ausgezeichnet auseiander halten Das lag vor allem an der wunderbaren Charakterisierung jedes Einzelnen, selbst die kleinste Nebenfigur nahm vor meinem geistigen Auge Gestalt an. Ebenso verhielt es sich mit den Landschaftsschilderungen oder zum Beispiel eines Schiffswendemanöver. Alles wird so farbenprächtig und detailliert erzählt, dass ich mitten in der Geschichte bin. In diesem Roman wird viel gekämpft und getötet, aber es geschieht immer so, dass ich immer noch “hinschauen” kann, ohne dass mir schlecht wird. Der Spannungsbogen wird gut gehalten, der Epilog verknüpft alle noch losen Enden und versöhnt mit den teilweise schrecklichen Ereignissen zuvor.

Jaufré erzählt uns seine Geschichte und mir gefiel diese Perspektive ungemein. Er ist sicher kein einfacher, liebenswerter Held. Aber ich mochte ihn trotzdem. Er reflektiert vieles, ist manchmal sogar fast ein Philosoph. Sein Freund Hamid ist eine ideale Ergänzung, noch ein bisschen überlegter, schlagfertig und witzig. Auch Berta, seine Frau ist eine sehr interessante Figur, aber eigentlich könnte man das über alle Protagonisten sagen.

Mein Fazit:
Ein sehr gelungener Debütroman!

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Viva la Mamma!, 27.03.2010, Gärtnerplatztheater

Mit der letzten Vorstellung dieses Stückes in der laufenden Spielzeit machten es einem das Ensemble des schönsten Theaters Münchens nochmal so richtig schwer, für eine Weile Abschied von dieser Oper zu nehmen. Das zahlreich erschienene Publikum war bestens gelaunt und ging von Anfang an mit. Donnernder, füßetrampelnder Applaus für Stefan Sevenich in der Titelrolle, der sich auf Pumps besser bewegt als so manche Frau und leichtfüßig durch das Stück tänzelt. Viel Beifall auch für Sebastian Campione und Johannes Wiedecke, die eine verlängerte Version der Beatbox noch mit einer gemeinsamen Tanzeinlage bereicherten. Viel Jubel auch für die restlichen Akteure, den Herrenchor, das Extraballett, das Orchester unter Ariel Zuckermann, Monika Hollemann, Marian Jordache und Jakob Seidl, die sich selbst spielten, Susanne Heyng, Julian Kumpusch, Daniel Fiolka, Christoph Kayser, Stefanie Kunschke und natürlich Heike Susanne Daum als Primadonna assoluta.
Eine tolle Vorstellung!
Grazie e ciao, Bühnenarbeiter, Extraballett, Orchester, Direttore, Souffleuse, Inspizient, Regieassistent, Dr. Manfred Ulrichs, Orazio Prospero, Vincenzo Biscroma, Guglielmo Antolstoi…stoi…stoi…na, Sie wissen schon, Dorotea Caccini, Luigia Boschi, Stefano, Corilla, Mamma Agata! Alla prossima volta, es grüßt die Reisegruppe aus Oberammergau!

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Lesestoff Belletristik 2010/03 – John Dalton: Heaven Lake

Broschiert: 439 Seiten
Verlag: Scribner; Auflage: Reprint (1. März 2005)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0743246357
ISBN-13: 978-0743246354
Größe: 20,1 x 13,5 x 2,8 cm

Kurzbeschreibung (von amazon)
When Vincent Saunders — fresh out of college in the States — arrives in Taiwan as a Christian volunteer and English teacher, he meets a wealthy Taiwanese businessman who wishes to marry a young woman living in China near Heaven Lake but is thwarted by political conflict. Mr. Gwa wonders: In exchange for money, will Vincent travel to China, take part in a counterfeit marriage, and bring the woman back to Taiwan for Gwa to marry legitimately? Believing that marriage is a sacrament, Vincent says no.Soon, though, everything Vincent understands about himself and his vocation in Taiwan changes. A complicated friendship with one of the high-school girls he teaches sends him on a path toward spiritual reckoning. It also causes him to reconsider Gwa’s extraordinary proposition. What follows is not just an exhilarating — sometimes harrowing — journey to a remote city in China, but an exploration of love, loneliness, and the nature of faith.

Über den Autor
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Meine Meinung:
Ich war ja auf der Suche nach Romanen, die in Taiwan spielen und dieser hier tut es zumindest teilweise. Leider wurde ich mit Vincent, dem Protagonisten, nicht richtig warm. Ich konnte seine Handlungen meistens nicht wirklich nachvollziehen. das wurde aber mehr als aufgewogen durch die atemberaubenden Landschaftsbeschreibungen in Taiwan und vor allem China, den genauen Milieustudien, der feinen Zeichnung der Personen. Eine Art Roadmovie in China, spannend und mit vielen kleinen Details über das Leben dort und in Taiwan erzählt. Die Sprache ist eher trocken und der Roman nimmt auch erst Fahrt auf, als Vincent nach China aufbricht. es lohnt sich aber, bis dahin durchzuhalten!

Mein Fazit:
Empfehlenswert.

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Lesestoff Belletristik 2010/02 – C.J. Sansom: Dark Fire

Broschiert: 512 Seiten
Verlag: Pan Books (18. Mai 2007)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0330450786
ISBN-13: 978-0330450782
Größe: 19,4 x 13 x 4,2 cm

Kurzbeschreibung (von amazon)
It is 1540 and the hottest summer of the sixteenth century. Matthew Shardlake, believing himself out of favour with Thomas Cromwell, is busy trying to maintain his legal practice and keep a low profile. But his involvement with a murder case, defending a girl accused of brutally murdering her young cousin, brings him once again into contact with the king’s chief minister – and a new assignment…The secret of Greek Fire, the legendary substance with which the Byzantines destroyed the Arab navies, has been lost for centuries. Now, an official of the Court of Augmentations has discovered the formula in the library of a dissolved London monastery. When Shardlake is sent to recover it, he finds the official and his alchemist brother brutally murdered – the formula has disappeared. Now, Shardlake must follow the trail of Greek Fire across Tudor London, while trying at the same time to prove his young client’s innocence. But very soon he discovers nothing is as it seems …

Über den Autor

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Meine Meinung:
Wie schon der erste Teil ist auch dieser Roman aus der Serie eine gelungene Mischung aus Wissensvermittlung, spannender Krimihandlung, Weiterentwicklung der Protagonisten und atmosphärischen Beschreibungen des Handlungsortes. Spannend ist hier vor allem, dass der Anti-Held Shardlake gleich an zwei Fällen arbeitet. Das ewige Gehetze hin und her, von einem Schauplatz zum nächsten, zu Zeugen und wieder zurück nach Hause, und das Ganze in einem hochsommerlichen London mit seinem Gestank, ist genial geschildert. Diese Serie ist eine echte Entdeckung!

Mein Fazit:

Ein intelligenter historischer Kriminalroman!

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Lesestoff Belletristik 2010/01 – Tereza Vanek: Chinatown

Broschiert: 348 Seiten
Verlag: Helmer (September 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3897412861
ISBN-13: 978-3897412866
Größe: 20,8 x 12,8 x 2,8 cm

Kurzbeschreibung (von amazon)
Ende der Zwanziger Jahre begegnen sich in Hamburgs Chinesenviertel fremde Welten: Zwei schrille junge Frauen schlendern Arm in Arm durch St. Pauli. Die eine trägt kurzes, kupferrotes Haar und einen kurzen Rock, die andere gar Männerkleider. Staunend schaut ihnen die Prostituierte Mai Ling nach: Diese Frauen benehmen sich wie ein Liebespaar! Besonders die aufgeweckte Rothaarige hat es Mai Ling angetan. Eigentlich kann Mai Ling kaum noch etwas zum Staunen bringen. Elend kennt sie schon aus Shanghai gut genug. Ihre Familie verarmte, weil der Vater wegen politischer Aktivitäten verfolgt wurde. So war das Leben als wohlbehütete Tochter aus gutem Hause schon vorbei, ehe der Zuhälter Deng Wu sie nach Deutschland schmuggelte. Der geldgierige Chinese betreibt von Hamburg aus nicht nur Frauenhandel, er schreckt auch vor Kokaingeschäften mit Rechtsradikalen nicht zurück. Seine Dealerei hat schlimme Folgen für Mai Ling, die von den Männern brutal misshandelt wird. Als Retterin in der Not erweist sich ausgerechnet Deng Wus Schwägerin, eine »Langnase«. Die Deutsche versteckt Mai Ling bei einer Freundin, die die Schwerverletzte eher ungern aufnimmt: Die hübsche Alexandra mit dem kupferroten Haar zöge lieber weiterhin mit ihrer Anzüge tragenden Freundin Sarah durch die Bars. Sie liebt das Leben, hasst ihren Sekretärinnenjob und träumt von Erfolgen als Jazzsängerin. Doch mehr und mehr schließt sie ihren Schützling ins Herz. Die Ereignisse spitzen sich zu. Sarah, eine Jüdin, wird von Rechtsradikalen zusammengeschlagen, und Mai Lings Versteck fliegt auf. Erst als sie verschwunden ist, merkt Alexandra, dass sie sich längst in die Chinesin verliebt hat. Sie macht sich auf die Suche und kämpft für einen Ausweg für sich und Mai Ling…

Über die Autorin
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Meine Meinung:
Ich finde es sehr schade, dass das Buch in den Buchhandlungen und bei amazon nicht dort steht, wo es hingehört: bei den historischen Romanen. Scheinbar kann, wenn es sich um eine lesbische Beziehung handelt, nur diese im Vordergrund stehen. Dabei ist dieser Roman in erster Linie eins: ein Roman über Menschen, seien sie nun weiblich oder männlich. Der Schauplatz Hamburg ist mir durch meine Familie wohlvertraut und auch durch das Interesse an China passt dieser Roman ganz genau in mein Beuteschema. Er ist wunderbar erzählt, mit tollen Milieuschilderungen, feinen Charakterisierungen der Protagonisten, genialem Einfangen der Atmosphäre der Zwanziger Jahre. Ich habe die zweite Hälfte mehr oder weniger in einem Rutsch gelesen, so gefesselt war ich davon. Als ich es aus der Hand legen musste, habe ich von Mai Ling und Alexandra erst einmal Abschied nehmen müssen, so sehr hat mich ihr Schicksal mitgenommen. Das erste Buch im Jahr gleich ein absolutes Highlight!

Mein Fazit:
Absolute Leseempfehlung!

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