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Musical, jugendlich

Erst vor ein paar Tagen habe ich mich mit jemandem darüber unterhalten, dass das Schöne an meinem Lieblingstheater ist, dass es so unterschiedliche Angebote hat. Diese Woche ist der beste Beweis dafür: Montag Oper, für die ich eine Karte hatte, aber leider nicht geschafft habe. Dienstag Krimi-Lesung, Mittwoch Grusical, Donnerstag Operette, heute das Musical des jtg. Das ist eine so unglaubliche Vielfalt, dass ich lieber nicht darüber nachdenke, was für ein Aufwand dahinter steckt. Sonst müsste ich vermutlich jeden Abend auf den Knien aus dem Theater robben.

Aufwand ist ein gutes Stichwort. Unglaublich fast, was die Truppe des jtg zusammen mit der Band unter der Leitung von Liviu Petcu erarbeitet hat. Bei der Beurteilung sollte man immer bedenken, dass das meiste davon in der freien Zeit geschah, dass hier auf Wochenenden und Ferien verzichtet wurde, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Davor kann ich als nine-to-five-Büromaus nur den Hut ziehen.

Gute Einzelleistungen stehen schöne Ensembleszenen gegenüber, so dass ich wirklich Respekt vor jedem Einzelnen heute auf der Bühne hatte. Und was man alles mit der Innenraumbeleuchtung des Theaters machen kann…

Am Ende berechtigter langer Applaus, der in einer Zugabe gipfelte. Das nenne ich das Haus rocken!

Staatstheater am Gärtnerplatz

Footloose

Musical von Tom Snow und Dean Pitchford
Freitag, 20. März 2009
19.30 Uhr

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Operette, ansteckend

Wenn man, so wie ich heute, in gedrückter Stimmung nach einem schlechten Tag – und dann schneite es auch noch, so eine Frechheit! – in diese Operette in dieser Inszenierung geht, auf dem Weg zur U-bahn summt man fröhlich und es war doch ein guter Tag.

Die Musik macht gute Laune, die Solisten, der Chor, das Orchester, die Regie, das Bühnenbild, die Kostüme machen gute Laune – warum habe ich das nur dreimal gesehen diese Spielzeit? Konzertant gäbe es ja noch eine Möglichkeit, mal sehen, was Herr Nachtgedanken und die Kontoauszüge dazu sagen.

Danke an alle, die dazu beigetragen haben, dass ich mich um 22.20 Uhr so gut gefühlt habe wie schon lange nicht mehr!

Staatstheater am Gärtnerplatz

Boccaccio

Donnerstag, 19. März 2009
19.30 – 22.30 Uhr

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Musical, stimmig

Das war heute die beste der fünf Vorstellungen, die ich bisher gesehen habe. Und das lag nicht nur an dem Schluss, mit dem ich nun besser klarkomme.

Marianne Larsen hat sich, wenn das überhaupt geht, nochmals gesteigert. Der Ausdruck, den sie in ihrem Gesang hineingelegt hat, war einfach fabelhaft. Und ich habe mal darauf geachtet, warum bei „Am Meer“, das heute noch einen Tick besser war als sonst, nicht am Schluss geklatscht wird: die Pause ist einfach zu kurz. Bis das Gehirn registriert hat, dass der letzte Ton des Liedes verklungen ist und den Händen sagt, jetzt könnten sie loslegen, geht es auch schon mit Text weiter. Da bleibt einem das Klatschen in den Händen stecken. Das musikalische Motiv dieses Liedes kommt doch auch vorher schon mal, oder? Ich sehe schon, eine CD muss her, ich habe mich mittlerweile mit der Musik so angefreundet, dass ich ihr hinterherlauschen will.

Von meinem heutigen Platz hat man wirklich den besten Blick im ganzen Haus und die Akustik ist auch sehr gut. Ich habe heute Textstellen verstanden, die mir vorher unbegreiflich waren. Die Stimme von Gary Martin kam extrem gut rüber (die Darstellung ist ja immer schon sehr gut gewesen), das unterlegte Brummen oder Trommeln könnte manchmal noch etwas lauter sein, das würde es meiner Meinung nach noch bedrohlicher erscheinen lassen.

Insgesamt eine wirkliche tolle Leistung der Solisten, des Chors und des Orchesters. Danke an alle Beteiligten!

Staatstheater am Gärtnerplatz

Sweeney Todd

Mittwoch, 18. März 2009
19.30 – 22.20 Uhr

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Lesung, kriminell

Was kommt heraus, wenn man meinen Lieblingsaufenthaltsort mit meinem Münchner Lieblingsautor kombiniert? Ein unvergessliches Ereignis, sollte man meinen.

Ein ungewöhnlicher Ort einer Lesung des Münchner Krimifestivals war sie schon, die proppenvolle Kantine des Gärtner. Insbesondere, da zwischen Autor und Schauplatz auch noch Verbindungen bestanden. Robert Hültner hat das Drehbuch für den Tatort „Vorstadtballade“ geschrieben, dessen Eingangssequenz im Theater spielt. Ich habe diesen Tatort zwar gesehen, da er in die Zeit fiel, als ich jeden Sonntag (und so manch andere Tage) um 20.15 Uhr vor dem Fernseher klebte, an diese Szenen habe ich jedoch keine Erinnerung. Bei Gelegenheit werde ich sie auffrischen.

Robert Hültner las also aus seinem neuen Roman „Inspektor Kajetan kehrt zurück“. Da möchte man doch rufen: Inspektor gibts kaan!, aber vielleicht wird er es ja doch mal wieder, der gute Kajetan. Am Beginn der Lesung stand das Glossar, da auf der Lesung in Leipzig vor ein paar Tagen offensichtlich gewisse Verständnisschwierigkeiten aufgetreten waren. Manche Ausdrücke waren völlig unbekannt, andere wiederum zumindest den Bayern sehr geläufig. Im Anschluss dann der Prolog und das erste Kapitel, danach eher kurze Abschnitte, die an der dramaturgisch richtigen Stelle abgebrochen wurden. So wurde die Neugier geweckt und nicht zu viel verraten. Der Autor las zwar mit einem schönen bayerischen Dialekt und auch mit viel Ausdruck in der Stimme, verhaspelte sich jedoch oft, was den Hörgenuss etwas beeinträchtige.

Moderiert wurde die Lesung von Angela Eßer, Sprecherin von Syndicat, der Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur. Sie stellte den Autor am Beginn der Lesung kurz vor und befragte ihn am Anschluss noch. Eine Verlosung von drei Büchern und sehr ausführliches Signieren (und die netten Gespräche außerhalb der Lesung) rundeten den gelungenen Abend ab.

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Leipzig 2009, Tag 6

Der Tag heute war eigentlich für die Katz. Montags haben die meisten Museen zu, die Nikolaikirche war auch „aus technischen Gründen“ bis 14.15 Uhr geschlossen und es hat geregnet. Was blieb mir anderes übrig, als mich durch die Buchläden zu arbeiten?

Dazwischen noch einige Fotos in der Innenstadt gemacht. Am Besten hält man seine Augen immer auf den ersten Stock aufwärts gerichtet. Das geht auch noch morgens um 10, da besteht die Gefahr noch nicht, mit jemandem zusammen zustoßen.

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Und so sieht es aus, wenn man mal in einen Hinterhof sieht:

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Und hier ein „gelungenes“ Beispiel für die Symbiose von alt und neu: alles ist im Fluss, alles verändert sich, auch wenn ich lieber Bestandsschutz hätte.

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Danach Hausbrauerei, Flughafen, München, kein Figaro, dafür ausführliches Schmusen mit meinem kleinen Kater. Muss auch mal sein.

Fazit: Nächstes Jahr komm ich wieder. Das ist ein Versprechen.

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Operette, lebhaft

Da ich ja nie genug vom Musiktheater bekomme und mein letzter Besuch im Gärtner schon mehrere Tage zurück liegt, war der Besuch einer Vorstellung während meines Aufenthalts in Leipzig fast schon Pflichtprogramm.

Heute war ich zum ersten Mal in der Musikalischen Komödie. Das Haus hat einen schönen Eingangsbereich, der Zuschauerraum selber ist eher zweckmäßig eingerichtet, die Bestuhlung erinnert eher an ein Studiotheater und an der Decke fallen die halbrenovierten Felder besonders ins Auge. Leider steigt der Zuschauerraum auch nicht besonders an und ich habe eine Sitzriesin vor mir, so dass ich ohne Verrenkungen aus der 10. Reihe gerade mal zwei Drittel der Bühne sehen konnte. Dafür ist die Akustik klasse, wir sassen links von der Mitte und ich hatte das Gefühl, dass die Instrumente rechts im Orchestergraben direkt neben meinem Ohr spielen.

Ich kannte die Operette „Der Zigeunerbaron“ bisher nicht. Der Dirigent trat vor der Aufführung vor den Vorhang und erinnerte an den vor einem Monat verstorbenen Regisseur, der eine farbenprächtige Inszenierung vorgelegt hätte, die deshalb so schön wäre, weil sie eher konservativ ist. Da konnte ich ihm nicht widersprechen.

Allerdings habe ich trotzdem nicht alles verstanden. Die Balletteinlage im zweiten Akt zum Beispiel. Es wird kein Fest gefeiert, auf einmal tanzen sie mitten in der Nacht los, das Stück gehört eigentlich auch nicht ins Werk, mir kommt das Ganze irgendwie unmotiviert vor. Oder die gestrengen Herren, die aussehen wie Staatsanwälte im 3. Akt, welche Funktion hatten die? I’ve no idea.

Ansonsten nette Melodien, im Ensemble stachen Jana Frey und Ruth Ingeborg Ohlmann besonders hervor , die auch entsprechenden Beifall bekamen.

Ein netter Nachmittag, wenn ich nächstes Jahr nach Leipzig fahre, werde ich wieder nach einer Vorstellung hier Ausschau halten.

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Leipzig 2009, Tag 5

Heute stand zwar keine Buchmesse mehr auf dem Programm, aber Kultur gab es trotzdem. Zuerst am Vormittag eine Führung über den alten Johannisfriedhof, mit sehr viel Wissen und Lokalkolorit wieder von dem Vorsitzenden der Paul-Benndorf-Gesellschaft durchgeführt. Besonders gut gefallen hat mir ein Grabmal, auf dem ein Text aus Calderon de la Barcas „Das Leben ein Traum“ zitiert wird:

Was ist Leben? Trug der Sinne
Was ist Leben? Ein Schatten kaum
Ein Verblühn schon beim Beginne
Ein Phantom ein Schatten kaum

Keine leichte Kost für einen regnerischen Sonntagvormittag, aber manchmal brauche ich das.

p1000682p1000679p1000678Nachdem ich mich mit einem riesigen Kaffee erst mal innerlich und äußerlich wieder aufgewärmt hatte, ging ich mit meiner Begleitung der spannenden Frage nach, wie man ohne Karten in die Musikalische Komödie kommt. Ich hatte diese am Dienstag telefonisch bestellt und vereinbart, dass sie an der Kasse hinterlegt werden. Das Telefonat mit Herrn Nachtgedanken heute morgen ergab jedoch, dass die Karten doch übersandt wurden. Alles kein Problem, weil ich ja telefonisch bestellt habe, hätte ich über Internet, das aber ja nicht geht, weil nur bis drei Wochen vorher, weil man ja dann nicht mehr zuschicken könne….verstanden habe ich die Logik hinter dem Ganzen nicht, Hauptsache, wir waren drin. Bericht über die Vorstellung erfolgt später.

Das Abendessen in sehr netter Begleitung (nein, diesmal kein Schnitzel) rundete einen sehr gelungenen Tag ab. Leider beinhaltete er auch den temporären Abschied von zwei sehr lieben Eulen – aber wie heißt es so schön: man liest sich!

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Leipzig 2009, Tag 4

Der Tag begann mit einer Lesung von Markus Heitz aus „Blutportale“, das entspricht eher nicht so meinem Beuteschema. Danach noch kurz bei Bernhard Hennen hineingehört, Ingrid Noll von weitem gesehen und bei Arne Dahl war es eine Viertelstunde vor Lesungsbeginn schon zu voll.

Voll ist überhaupt das Motto des heutigen Tages, wenn nicht sogar übervoll. Überall war ein Wahnsinns-Gedränge, das ist nichts für Frau Nachtgedanken.

Nachdem ich einen 10€-Buchgutschein abgestaubt hatte, ging es zur Lesung von Andrea Vanoni. Hatte ich noch nie vorher gehört, war nicht schlecht, aber danke, mein SUB ist schon groß genug. Dann schnell an den Stand K205 in Halle 2, an dem uns Silke Porath schon erwartete. Nach und nach trudelten ein paar Eulen und Monika Detering ein und wir unterhielten uns prächtig. Nachdem sich die lustige Runde aufgelöst hatte, verlies ich auch für dieses Jahr das Messegelände. Es hat wieder sehr viel Spass gemacht, ich habe viele Anregungen mitgenommen. Diverse Bücher, Kleidungsstücke und Kaffees später stand dann die letzte Lesung für dieses Jahr auf dem Programm. Charlotte Thomas las aus ihrem neuesten Roman „Die Liebenden von San Marco“. Zur Einführung begann sie mit dem Anfang des Romans und las in der Folge verschiedene  teilweise eher kurze Abschnitte. Dazwischen erläuterte sie immer wieder den Fortgang der Handlung und die einzelnen Figuren, so dass ich schon einen guten ersten Einblick in den Roman erhalten habe. Die Lesung dauerte insgesamt über eine Stunde und im Anschluss signierte sie noch. Ich habe jedenfalls große Lust auf die Leserunde bekommen und muss mich jetzt eher zurückhalten, um das Buch nicht gleich zu lesen.

Ein Abendessen im gleichen Lokal wie gestern – die Auswahl ist so riesig, dass man einen Monat dort essen könnte ohne jemals das Gleiche zu bestellen – rundeten den erlebnisreichen Tag ab.

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Leipzig 2009, Tag 3

Das ist das Schöne an der Buchmesse: noch keine zwei Minuten auf der Messe und gleich die ersten Eulen getroffen, geratscht, eine gute Zeit gehabt. Danach Lesung von Jakob Arjouni aus „Der heilige Eddy“, so gut, dass ich das mir bis dahin unbekannte Buch gleich gekauft habe.

Danach wieder eine Eule getroffen, beim Bummel in den Hallen die ersten wieder getroffen, mit dem vierten per Handy verabredet und zusammen Mittag verbracht. Dann nochmals Lesung von Corina Bomann, schnell in die Stadt zurück, fünfte Eule zusammen mit vierter Eule getroffen, Kaffee getrunken.

Am Abend dann ein absolutes Highlight: Richard Dübell las aus „Die Wächter der Teufelsbibel“ im Renaissancesaal des alten Rathauses. In diesem Jahr fand die Lesung in einem zeitgenössischem Kostüm statt, schon allein deshalb hat es sich gelohnt. Zu Beginn erklärte der Autor die verschiedenen Kleidungsstücke, die auch Cyprian Khlesl getragen haben könnte. Der breitkrempige Hut als Vorläufer der Kopfbedeckung der Musketiere, die Weste, die Gustav Adolf vermutlich das Leben kostete, die Hose, die im Gegensatz zur Heerpauke nicht die strammen Wadln betonte.

War dies schon äußerst kurzweilig, so wurde es bei der Lesung aus dem Roman noch übertroffen. Richard las die Einführung von Wenzel als Schreiber bei Graf Martinitz (S. 304 bis 319) unter dem Aspekt, dass hier von den Ereignissen berichtet wird, die den dreißigjährigen Krieg unabwendbar machten. Trotz des ernsten Themas wurde viel gelacht, denn der Humor dieser Szene wurde von Richard bestens wiedergegeben. Fast hätte man glauben können, dass da acht verschiedene Männer auf der Bühne sassen, mit so vielen unterschiedlichen Stimmen wurde das Stück wirklich excellent vorgetragen. Auch Gestik und Mimik unterstützten den realistischen Eindruck. Das war sicher die beste Lesung, die ich bisher erlebt habe. Im Anschluss signierte Richard noch und mit der netten Widmung steht „Die Wächter der Teufelsbibel“ zukünftig in dem Regal mit den Büchern, die ich retten muss, wenn das Haus abbrennt.

Zum Ausklang des sehr schönes Tages noch ein leckeres Schnitzel und noch mehr Plauderei mit netten Eulen.

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Leipzig 2009, Tag 2

Nach kleinen Anlaufschwierigkeiten beim Umtausch der Dauerkarte begann ich meinen diesjährigen Messerundgang in Halle 3.

Es ist schon unglaublich viel los, viele junge Leute, aber nicht alle freiwillig, wenn man den Gesprächen ein bisschen lauscht. Cosplayer hab ich schon am Hauptbahnhof gesehen, aber sie waren noch nicht besonders auffällig.

Das Bild des Tages:

p1000655Was heißt das? Nur Narren veröffentlichen hier?

Im ARD-Forum zufällig über ein Gespräch mit Daniel Glattauer gestolpert, der steht mit einer Lesung eh noch später bei mir auf dem Programm. Jetzt Mittagspause.

In der Mittagspause lernte ich eine sehr nette Übersetzerin kennen, die auch bloggt. Und zwar über das Theater. Die Welt ist doch klein.

Danach noch ein bisschen ziellos durch die Hallen gewandert, dann frühzeitig ins Wiener Kaffeehaus, um einen Platz für die Glattauer-Lesung zu ergattern. Dabei kam ich in den zweifelhaften Genuß eines österreichischen Erstlingsautoren, da half nur Durchzug.

Daniel Glattauer hat dann sehr gut aus seiner neuen Kolumnensammlung „Schauma mal“ gelesen. Wirklich witzig und pointiert, die Sammlung ist bestimmt lesenswert.

Eine kurze Plauderei mit Corina Bomann und eine etwas ausführlichere mit Deana Zinßmeister rundeten den schönen Tag auf der Messe ab.

Der besondere Schauplatz der Abendlesung war der große Schwurgerichtssaal des Landgerichtes. Hier lasen Oliver Bottini aus „Jäger in der Nacht“ und Sabine Thiesler aus „Die Totengräberin“. Es waren ca. 150 Zuschauer anwesend und das Ganze wurde launig moderiert von Knut Elstermann. Der Landgerichtspräsident hielt eine kurze einführende Rede und versicherte uns, dass wir den Saal jederzeit als freie Menschen verlassen könnten.

Oliver Bottini machte den Anfang mit einer Premiere, da sein Roman erst gestern erschienen ist. Er las ein Kapitel, in dem er seine Protagonistin, die Kommissarin Louise Boni vorstellte. Im Anschluss erzählte er noch etwas über die Entstehung der Figur und das Schreiben aus weiblicher Sicht.

Sabine Thiesler las ihren Teil wirklich fantastisch, mit sehr modulierter Stimme und sogar einer Gesangseinlage. Diese Lesung war der Höhepunkt des heutigen Tages. Auch sie beantwortete noch Fragen des Moderators, z.B. warum der Roman in der Toskana spielt.

Alles in allem ein höchst vergnüglicher Abend. Im Anschluss waren wir noch im Sol y Mar, leckere Cocktails, leckeres Essen, nur nichts für kleine Menschen: die Stühle waren so hoch, dass ich nicht wirklich mit den Füßen auf den Boden gekommen bin und damit ziemlich unbequem sass. Für durchschnittsgroße Menschen aber sehr empfehlenswert.

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