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Corinna Klimek am 15. Juni 2009 00:19 Heute vormittag war die Einführung für die letzte Premiere dieser Spielzeit, wenn man vom Schulprojekt “Arche Noah” mal absieht. Ich war ja etwas skeptisch, mit der Aufnahme, die ich mir zur Vorbereitung gekauft hatte, kann ich nicht wirklich etwas anfangen.
Aber es ist halt doch was ganz anderes, wenn die Stücke live präsentiert werden. Die Dramaturgin Sonja Westerbeck führte in das Werk ein und Chefdirigent David Stahl ergänzte seine Sicht auf die Oper. Danach präsentierte Hans Jürgen Schöpflin, der den Schriftsteller Aschenbach singen wird, den inneren Monolog während der Überfahrt mit der Gondel und das hat mir schon sehr gut gefallen, genauso wie die Szene beim Friseur mit Gary Martin und die Szene im Reisebüro mit Holger Ohlmann. Das Englisch der letzten beiden ist akzentfrei und sehr gut verständlich, aber das ist ja auch nicht weiter verwunderlich. Ich bin gespannt, wie der Gesamteindruck ist, ich hoffe doch sehr, dass ich nicht auf die Übertitel angewiesen bin.
Ebenfalls interessante Beiträge kamen von Immo Karaman, Fabian Posca und besonders Kaspar Zwimpfer, wobei sich mir doch nicht ganz erschlossen hat, warum Venedig auberginefarben ist. Aber das lerne ich bestimmt noch.
Zum Schluss gab es noch einige musikalische Motive, erläutert von David Stahl, dargeboten von dem wie immer excellenten Andreas Puhani. Es gab auch Bilder des Bühnenbilds und der Kostümentwürfe zu sehen, so dass ich mir einen sehr guten ersten Eindruck verschaffen konnte. Insgesamt eine hochinteressante Veranstaltung, die trotz des schönen Wetters sehr gut besucht war. Ich bin schon sehr gespannt auf die Premiere.
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Corinna Klimek am 14. Juni 2009 23:54 Auch das Theater meines Vertrauens war gestern auf dem Stadtgeburtstag präsent und zwar mit seinen Nachwuchskünstlern. Zuerst sang der Kinderchor schon fast die halbe Stunde, die im Programm stand, so dass ich schon befürchtete, das jtg gar nicht mehr zu hören. Das war aber grundlos, denn offensichtlich durfte ein bisschen überzogen werden. Anfangs kämpfte man mit der Technik und mit dem Wind, aber der Drive kam trotzdem gut rüber. Eine gute Erinnerung und ein schöner Appetithappen für die leider letzte Vorstellung am 9. Juli.
Ich habe ein paar Bilder geschossen, bei Bedarf einfach Mail an mich 😉
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Corinna Klimek am 13. Juni 2009 00:59 Standing Ovations und ein wahrer Blumenregen am Ende, normalerweise bin ich ja eher kritisch eingestellt, aber heute hat es wirklich gepasst. Ich weiß gar nicht, warum es mir beim ersten Mal nicht wirklich gefallen hat. Heute konnte ich mich jedenfalls dem Zauber nicht entziehen und habe mich gut amüsiert. Daneben schwingt aber immer auch so ein trauriger Unterton mit, der bei mir erst auf dem Nachhauseweg richtig zugeschlagen hat.
Ich bin, was ich bin
Wenn ich das beherzige, dann werde ich auch nicht mehr so verletzlich sein, noch dazu ohne jeglichen Grund.
La Cage aux Folles
Freitag, 12. Juni 2009
19.30 – 22.30 Uhr
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Corinna Klimek am 6. Juni 2009 23:50 Ach, war das schön! Gesehen habe ich zwar nicht viel, weil ich ganz extrem links sass und sich einfach ganz viel links von der Mitte abspielt. Aber das, was ich gesehen habe, war dafür umso intensiver, weil näher.
Bei zwei Szenen musste ich heute die Tränen unterdrücken: einmal wie Elaine Ortiz Arandes als Miltrissa auf dem Fass steht, diese Melodie, die mit dem Cello beginnt und von der Violine aufgenommen wird, ist einfach so ergreifend! Und dann natürlich die Arie des Zaren Saltan, gesungen von Gary Martin.
Stark natürlich auch wieder die Szenen, in denen die weiße Stadt auftaucht und in denen die sieben Helden besungen werden. Eigentlich gibt es fast nichts, was mir an dieser Oper in dieser Inszenierung nicht gefällt. Treue Leser wissen, nur die Hummel regt mich jedesmal wieder auf.
Danke an alle Beteiligten für einen tief bewegenden Abend!
Das Märchen vom Zaren Saltan
Samstag, 06. Juni 2009
19.30 – 22.00 Uhr
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Corinna Klimek am 6. Juni 2009 03:23 Trotz des hohen Alters der Inszenierung bekommt man beim Zusehen keine Staublunge. Im Gegenteil, wenn Stefan Sevenich als Daddy Doolittle über die Bühne fegt, weht ein frischer Wind durchs Theater. Jede Bewegung wirkt absolut natürlich und dass er schauspielern kann, hat er ja schon in mancher anderen Rolle bewiesen. Und so ganz nebenbei auch noch singen. Seine Leistung wurde denn auch mit seeeeehr langem Szenenapplaus gewürdigt.
Marianne Larsen, Dirk Lohr und Gunter Sonneson sind ein perfektes Spitzentrio, und ganz besonders mag ich ja – ich glaube, ich wiederhole mich hier – Susanne Heyng als Mutter Higgins. Aber auch alle anderen, Martin Hausberg, Christian Hübner, Mario Podrecnik, Thomas Peters, Rotraut Arnold glänzen in ihren Rollen, seien sie auch noch so klein. Eigentlich ließe sich diese Liste noch endlos fortsetzen, denn auch der Chor, diverse Gäste und das Orchester trugen dazu bei, dass am Schluss das nahezu vollbesetzte Haus tobte.
Danke für diesen tollen Abend!
My Fair Lady
Freitag, 05. Juni 2009
19.30 – 22.40 Uhr
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Corinna Klimek am 4. Juni 2009 23:35 Ich finde, es spricht für die Inszenierung und das Stück, wenn ich mich auch beim vierten Mal ansehen in drei Wochen köstlich amüsiere, obwohl ich ja immer schon weiß, was kommt. Wirklich guter Witz nutzt sich nicht ab. Schließlich könnte ich ja auch Fawlty Towers und Jeeves & Wooster im Autorepeat ansehen und mich jedesmal wegwerfen vor Lachen. Wobei ich auch nichts dagegen hätte, wenn der Piratenkönig ein bisschen was davon machen würde 😉 hilarious!
Heute gesellten sich zur eh schon excellenten Premierenbesetzung, bestehend aus Ulrike Dostal, Frances Lucey, Gunter Sonneson, Martin Hausberg, Robert Sellier, Ruth Kapfhammer, Thérèse Wincent und dem eindrucksvollen Holger Ohlmann, Gregor Dalal und Susanne Drexl und machten das Vergnügen komplett. Auch den verschiedenen Chorteilen zuzuhören und zu sehen, war äußerst erheiternd.
Besonders gut hat mir heute das Duett von Frederic und Ruth im ersten Akt gefallen, das ist wirklich perfekt choreographiert und macht einfach Spass beim zusehen. Außerdem war natürlich der Platz genial, ich hatte das Gefühl, ich müsste nur die Hand ausstrecken.
Danke an alle Beteiligten für einen tollen Abend!
Die Piraten von Penzance
Donnerstag, 04. Juni 2009
19.30 – 21.50 Uhr
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Corinna Klimek am 30. Mai 2009 01:34 Die gefürchteten drei Wörter im Spielplan, zum letzten Mal durfte ich miterleben, wie Enrico mit drei Frauen flirtet, während er die vierte liebt, der Herzog erst Verwirrung stiftet, um sie dann zu lösen, Ottavio im wahrsten Sinne des Wortes um Nisa kämpft und sie schließlich auch gewinnt (oder auch nicht), Cloris und Lysida sich stimmlich und mit Sofakissen bekämpfen, Ponlevi und Celia abseits der Oberklasse ihr eigenes Spiel spielen und Fabio den Ruf seines Hauses schützen will.
Danke, dass ich dabei sein durfte! Diese Bilder und die Musik werden immer einen besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen.
Liebe und Eifersucht
Freitag, 29. Mai 2009
19.31 – 22.15 Uhr
Gastspiel in Bayreuth
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Corinna Klimek am 29. Mai 2009 00:00 Die letzten zwei Vorstellungen in einem außergewöhnlichen Theater an einem interessanten Ort, da konnte ich natürlich nicht widerstehen.
Eigentlich sollte es ein romantischer Kurzurlaub werden, Herr Nachtgedanken wollte sogar mitgehen, einmal wenigstens, irgendwer dadroben wollte es anders.
Die Musik klingt irgendwie direkter, so gar nicht tiefergelegt, sondern mitten im Blickfeld durch die Balustrade hindurch. Kann ein Dirigent eigentlich Lippenlesen? 😉
Ansonsten gewohnt schön, nur das Publikum ist anders. Kein einziger Zwischenklatscher, dafür am Ende umso mehr, jedenfalls im Verhältnis der Anwesenden.
Ich finde es immer wieder interessant, wie sich mein Fokus verschiebt und ich auch bei der x-sten (13. um bei der Wahrheit zu bleiben) Vorstellung noch neue Details entdecke. Allerliebste Nebenhandlungen, Lichteffekte, die mir bisher noch nicht aufgefallen sind. Worauf soll ich ihn morgen legen?
Das Ensemble war wie immer großartig, Gary Martin ein immer würdevoller Herzog, auch wenn er nur eine Toga trägt, Robert Sellier als Enrico lässt Frauenherzen nicht nur auf der Bühne höherschlagen, Stefan Sevenich als komischer und trotzdem ernstzunehmender Ponlevi, Florian Simson und Jörg Simon ergänzen die bestens aufgestellte Männerriege. Die Frauen, wenn auch sanfter in der Wahl der Waffen, stehen den Männern in nichts nach, Stefanie Kunschke, Sibylla Duffe, Sigrid Plundrich und Julia Rutigliano sind die idealen Spiegelbilder.
Ein sehr schöner Abend! Schade, dass ihn so viele verpasst haben.
Liebe und Eifersucht
Donnerstag, 28. Mai 2009
19.30 – 22.15 Uhr
Gastpiel in Bayreuth
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Corinna Klimek am 27. Mai 2009 23:49 Ich hab mich angesteckt. Und meine Freunde gleich mit. Das Piraten-Virus hat uns voll erwischt. Die Symptome sind der ständige Drang zum Lachen und zum Mitwippen. Wenn zum Schluss noch rhythmisches Klatschen und lautstarkes Johlen hinzukommt, ist das Fieber auf seinem Höhepunkt und klingt erst auf dem Nachhauseweg langsam ab. Manchmal hält es auch länger an und auch regelmäßige Rückfälle sind keine Seltenheit. Eigentlich müsste das ganze Theater unter Quarantäne gestellt werden.
Schön, dass so ein tolles Stück endlich nach München geholt wurde! Besonders gut gefallen haben mir heute Thérèse Wincent als starke Mabel, beeindruckend, wie sie die fast schon verdischen Koloraturen meistert und nebenbei auch noch sehr stark im szenischen Ausdruck ist. Gleiches gilt für Holger Ohlmann, der den Piratenkönig sehr überzeugend singt und spielt, und für die von mir hoch geschätzte Rita Kapfhammer als Ruθ. Last but not least die Generalmajors-Töchter und die Polizisten/Piraten selbst: tolle Choreographie, tolle Spielfreude.
Wann ist die nächste Vorstellung? Denn für diese Krankheit gibt es keine Heilung.
Die Piraten von Penzance
Mittwoch, 27. Mai 2009
19.30 – 21.50 Uhr
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Corinna Klimek am 24. Mai 2009 12:00 Der Besuch der Hochzeit gestern war ja im Rahmen der sogenannten “Langen Nacht der Musik”, die ich in diesem Jahr damit das erste Mal mitgenmacht habe. Im Anschluss daran fand im oberen Foyer ein Programm rund um den Komponisten statt mit dem passenden Titel “Mozart kuGeln”.
Durchs hochkarätige Programm führte Dr. Peters. Als einziges nicht so gut gefallen haben mir die Bäsle-Briefe, zwar gut vorgetragen von Daniel Fiolka, aber der Inhalt gibt mir nichts. Wesentlich besser fand ich da schon Rotraut Arnold, die im Laufe des Abends immer wieder versuchte, einen Termin zum Vorsingen zu bekommen und am Ende eine famose “Königin der Nacht” hinlegte, wenn auch die falsche *ggg*. Gefallen hat mir auch die tänzerische Interpretation des “Rondo alla turca”. Genial waren wieder “La Triviata” mit Liedern über Versatzstücke aus Mozarts Leben und der ungeschriebenen Oper “Don Kurioso”. Den 17.10. habe ich mir gleich mal notiert. Die absoluten Höhepunkte des Programms waren aber die hochkarätig besetzten Lieder, Arien und Duette, vorgetragen von Milica Jovanovic, Mario Podrecnik, Daniel Fiolka, Sibylla Duffe, Rita Kapfhammer und Elaine Ortiz Arandes und sehr gut begleitet von Anke Schwabe und Martin Steinlein. Am Ende musste durfte das anwesende Publikum noch selbst singen, “Bona Nox”, das klang überraschend gut.
Das Theater hatte sich viel Mühe gemacht mit der Programmauswahl und dem Drumherum und konnte sich eines sehr großen Publikumszuspruchs erfreuen. Während manche nur zu einigen Punkten blieben, gab es doch auch viele, die sich das ganze Programm angesehen haben. Und das heisst bei der riesigen Auswahl an diesem Abend doch einiges.
Mozart kuGeln
Nächtliches musikalisch-literarisches Programm rund um den Genius und sein Werk
Samstag, 23. Mai 2009
23.00 – 02.10 Uhr
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