Schluss mit dem Unsinn II

Wie kommt man am besten aus einem Leuchtturmobjekt, das der Vorgänger unbedingt durchsetzen wollte, von dem man aber nicht so wirklich überzeugt ist und für das man obendrein soeben eine Wahlklatsche sondersgleichen bekommen hat? Erstens hält man sich schon mal ein Hintertürchen offen, in dem man sagt, ja, ich will, aber nicht um jeden Preis. Dann sagt man der Industrie, nun rechnet mal schön großzügig, das kann man schon vertreten, Mehrwertsteuererhöhung, gestiegene Rohstoffpreise. Und dann sagt man, ach herrje, das ist nun aber wirklich zu viel, das ist zu teuer. So könnte man es machen.

Egal wie, hauptsache, diese wahnwitzige Steuergeldverbrennungsmaschine ist endlich gestoppt.

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Das letzte Buch lässt mich nicht los…

Andrew Marvell (1621-1678)

To his Coy Mistress

Had we but World enough, and Time,
This coyness Lady were no crime.
We would sit down, and think which way
To walk, and pass our long Loves Day.
Thou by the Indian Ganges side
Should’st Rubies find: I by the Tide
Of Humber would complain. I would
Love you ten years before the Flood:
And you should, if you please, refuse
Till the Conversion of the Jews.
My vegetable Love should grow
Vaster than Empires, and more slow.
An hundred years should go to praise
Thine Eyes, and on thy Forehead Gaze.
Two hundred to adore each Breast:
But thirty thousand to the rest.
An Age at least to every part,
And the last Age should show your Heart.
For Lady you deserve this State;
Nor would I love at lower rate.
But at my back I alwaies hear
Times winged Charriot hurrying near:
And yonder all before us lye
Deserts of vast Eternity.
Thy Beauty shall no more be found;
Nor, in thy marble Vault, shall sound
My ecchoing Song; then Worms shall try
That long preserv’d Virginity:
And your quaint Honour turn to dust;
And into ashes all my Lust.
The Grave’s a fine and private place,
But none I think do there embrace.
Now therefore, while the youthful hew
Sits on thy skin like morning glew,
And while thy willing Soul transpires
At every pore with instant Fires,
Now let us sport us while we may;
And now, like am’rous birds of prey,
Rather at once our Time devour,
Than languish in his slow-chapt pow’r.
Let us roll all our Strength and all
Our sweetness, up into one Ball:
And tear our Pleasures with rough strife,
Thorough the Iron gates of Life.
Thus, though we cannot make our Sun
Stand still, yet we will make him run.

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Lesestoff 2008 – 14

Hier wurde ich das erste Mal darauf aufmerksam. Und jetzt gab es eine Leserunde bei der . Endlich habe ich dieses wunderschöne Buch auch gelesen.

The Time Traveller’s Wife – Audrey Niffenegger

Broschiert: 522 Seiten
Verlag: Vintage
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0099464462
ISBN-13: 978-0099464464
Größe: 19,8 x 12,6 x 3,6 cm

Kurzbeschreibung:

This extraordinary, magical novel is the story of Clare and Henry who have known each other since Clare was six and Henry was thirty-six, and were married when Clare was twenty-two and Henry thirty. Impossible but true, because Henry is one of the first people diagnosed with Chrono-Displacement Disorder: periodically his genetic clock resets and he finds himself pulled suddenly into his past or future. His disappearances are spontaneous and his experiences are alternately harrowing and amusing. The Time Traveler’s Wife depicts the effects of time travel on Henry and Clare’s passionate love for each other with grace and humour. Their struggle to lead normal lives in the face of a force they can neither prevent nor control is intensely moving and entirely unforgettable.

Über die Autorin:

Link zur Homepage

Meine Meinung:

Auch wenn die Kurzbeschreibung sich kompliziert anhört, sind die Zeitreisen von Henry gut nachzuvollziehen. Am Anfang jeden Abschnittes steht sein und Clares Alter und das Datum. Wenn man sich darauf einlassen kann, ist es eine wunderschöne, berührende, traurige Liebesgeschichte. Clare sagt im Prolog: “Why is love intensified by absence? Sie ist diejenige, die immer zurückgelassen wird, die wartet. Ich spürte in Audrey Niffeneggers Worten die Sehnsucht und die Liebe, ohne dass es je pathetisch oder schmalzig geworden wäre. Viele Episoden werden aus Sicht von Henry und Clare geschildert und dadurch wird besonders deutlich, was die beiden zusammenhält und was sie trennt. Die Geschichte ist perfekt durchkomponiert, nur den Schluss hätte ich mir eine Nuance anders gewünscht.
Mein Fazit:

Ein perfekter Roman.

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Leipzig my love

Die letzten Tage war es hier ruhig. Der Grund lag 350 km nordöstlich der kleinen Gemeinde mit den drei Schlössern. Allen widrigen Umständen zum Trotz schaffte ich es nach Leipzig zur Buchmesse zu fahren. Und es war ein tolles Erlebnis! Meine Bericht zu den Lesungen gibt es hier. Und im Zoo war ich auch:

Tiger im Leipziger Zoo

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Nachtmusik II

III. Akt: Ergesteht noch immer nicht – Fasst ihn, Geister, nach der Reih’…
O kehr zurück! Schwanengesang, Schwanenklang Rothenberger, Pütz, Gedda, Schreier, Prey, Frick; Heger
Votre toast, je peux vous le rendre – Toreador, en garde
I Ain’t Got No Shame-It Ain’t Necessarily So Simon Estes
Der Hoelle Rache kocht in meinem Herzen Wolfgang Amadeus
Nr. 3 Kavatine: Will der Herr Graf ein Tänzchen nun wagen (Se vuol ballare signor Contino) Suitner,O.
Nr. 10 Arie: Nun vergiß leises Flehn, süßes Kosen (Non più andrai farfallone amoroso) Suitner,O.
The wild rover Pogues and Soldat Louis
Es wohnt ‘ am Seegestade Rothenberger, Pütz, Gedda, Schreier, Prey, Frick; Heger
Was ich sagte, bleibet wahr! Rothenberger, Pütz, Gedda, Schreier, Prey, Frick; Heger
Let’s Get Married Proclaimers, The
I’m Gonna Be (500 Miles) Proclaimers, The
Letter From America Proclaimers, The
La-Le-Lu 6-Zylinder
You Are My Only One 6-Zylinder
Kenn’ ein Land 6-Zylinder
Bei mir bist Du schön 6-Zylinder
50 Ways To Leave Your Lover 6-Zylinder
Why do fools fall in love 6-Zylinder
For The Longest Time 6-Zylinder
Lean On Me 6-Zylinder
Eine Insel Mit Zwei Bergen Augsburger Puppenkiste
All My Loving Beatles, The
Can’t Buy Me Love Beatles, The
I Want to Hold Your Hand Beatles, The
Stand by Me Ben E. King
Christie Lee Billy Joel
I Feel Love/Johnny Remember Me Bronski Beat
The River Bruce Springsteen
Lady d’Arbanville Cat Stevens
Matthew and Son Cat Stevens
Morning Has Broken Cat Stevens

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Verhört

In der Endlosschleife meines MP3-Players steckt momentan Otto , wie ich hier schon mal erwähnte. Die Musik beschwingt mich einfach und der Rhythmus von “Er gesteht noch immer nicht” lässt es sich trefflich die Treppen hinunterspringen.

Nur eines passiert mir immer wieder: die Zeile heisst

Willst du Weiber zum besten haben,
Dann musst du wahrlich pfiffiger sein!

Die letzten zwei Worte lauten bei mir immer, egal wie sehr ich mich konzentriere, “Billigflieger sein”. Ob Herr auch manchmal vom Fliegen träumte?

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Oper, weiblich

Ebenfalls passend zu heutigen Weltfrauentag gab es die endlich mit echten Weibern. Ob da jemand bei der Spielplanerstellung dran gedacht hat?

Eine ganz neue Erfahrung, dass ein Sänger sozusagen vom Bühnenrand aus vertreten wird. Tat aber dem Vergnügen keinen Abbruch. Am liebsten möchte ich bei “Er gesteht noch immer nicht” aufspringen und tanzen. Diese Musik macht mich einfach fröhlich. Der Chor bekommt auch immer verdienten Applaus.

Die lustigen Weiber von Windsor

Samstag, 08. März 2008
19.00 – 22.10 Uhr

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Schluss mit dem Unsinn

Passend zum Weltfrauentag heute stellte gestern die zuständige Staatsministerin Christa Stewens einen Kinospot vor, der die Gehaltsdifferenz zwischen Männern und Frauen für die gleiche Tätigkeit thematisiert. Diese Differenz beträgt in Deutschland durchschnittlich 23 % und wir befinden uns damit in guter Gesellschaft von Zypern, Estland und der Slowakei.

Der Spot ist ganz witzig gemacht, aber ich halte den Werbeblock im Kino für das falsche Medium. Nachdem der Geschäftsführer der Marketingagentur, die den Film hergestellt hat, neben vielen idiotischen marketingspezifischen Termini auch ganz oft das Wort Zielgruppe genannt hat, ist das Filmchen leider daran vorbei platziert. Meiner unmassgeblichen Meinung nach.

Hier kann sich jede selbst ein Bild davon machen. Bitte weitersagen und  -reichen.

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Lesestoff 2008/13 – Sina Beerwald: Die Goldschmiedin

Die Goldschmiedin –

Broschiert: 464 Seiten
Verlag: Heyne TB (1. Dezember 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453265424
ISBN-13: 978-3453265424
Größe: 18,6 x 11,8 x 3,2 cm

Kurzbeschreibung: (Rückseitentext)

Eine mutige junge Frau, ein finsterer Gegenspieler, ein Wettlauf gegen die Zeit.

Augsburg im Jahre 1742: Zur Krönung Kaiser Karls VII. soll der berühmte Goldschmied Drentwett binnen kürzester Frist die Hauskrone erschaffen. Doch eine heimtückische Krankheit raubt ihm sein Augenlicht. Die junge Magd Juliane ist seine einzige Rettung. Im Verborgenen lehrt er sie die Kunst des Goldschmiedens. Aber schon bald bekommt sie die Drohungen eines unbekannten Widersachers zu spüren.

Über die Autorin:
Link zur Homepage

Meine Meinung:

Erst einmal fällt die sehr schöne Gestaltung des Buches ins Auge. Weinrot und Gold verbinde ich immer mit Herrschern, also passt es hier sehr gut. Zu Beginn eine Karte von Augsburg, am Ende ein umfangreiches Glossar und ein Kupferstich von einer Goldschmiedewerkstatt runden den positive Gesamteindruck ab.

Das Buch ist in einzelne Kapitel unterteilt, die jeweils einen Tag repräsentieren, einen Countdown bis zum Krönungstag. Schon allein damit wird Spannung erzeugt, ich habe mit jedem neuen Kapitel mit Juliane mitgefiebert. Die Personen sind sehr plastisch geschildert, wie überhaupt die Zeit des 18. Jahrhunderts durch die Fülle an Details mit Leben erfüllt wird. Fast spielerisch erfährt man nebenbei noch viel Wissenswertes zur Goldschmiedekunst und der Organisation des täglichen Lebens in einer Stadt wie Augsburg.

Der Wettlauf von Juliane mit der Zeit und ihrem unbekannten Gegenspieler ist sehr spannend erzählt, bis zum Schluss sind viele Fragen offen, die letztlich schlüssig gelöst werden. Dadurch bekommt das Buch dieses gewisse Etwas, das einen immer weiter Lesen lässt, obwohl man eigentlich , Arbeiten oder Schlafen sollte.

Mein Fazit:

Ein sehr gelungener Debütroman, der Lust auf weitere Romane von macht.

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Oper, flatterhaft

Der Abend begann mit einer herben Enttäuschung. Aber die Musik konnte ich trotzdem geniessen. Julian Kumpusch hat seine Sache als gut gemacht und auch Rita Kapfhammer als Marzelline hat mir gut gefallen. Ich konnte sogar eine Visitenkarte des ergattern ;-) Durch den überbauten Orchestergraben fühlte ich die Musik erstmals auch mit den Füßen und diesmal fiel mir richtig auf, wie gut die Insektenthematik zur Musik passt. Und ich habe mich mal wieder gefragt, ob es Absicht ist, dass Rosina und die Gräfin in der gleichen Farbe gekleidet sind. Es war mal wieder ein schöner Abend.

Der Barbier von Sevilla

Donnerstag, 06. März 2008
19.30 – 22.20 Uhr

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