Wie kommt man am besten aus einem Leuchtturmobjekt, das der Vorgänger unbedingt durchsetzen wollte, von dem man aber nicht so wirklich überzeugt ist und für das man obendrein soeben eine Wahlklatsche sondersgleichen bekommen hat? Erstens hält man sich schon mal ein Hintertürchen offen, in dem man sagt, ja, ich will, aber nicht um jeden Preis. Dann sagt man der Industrie, nun rechnet mal schön großzügig, das kann man schon vertreten, Mehrwertsteuererhöhung, gestiegene Rohstoffpreise. Und dann sagt man, ach herrje, das ist nun aber wirklich zu viel, das ist zu teuer. So könnte man es machen.
Egal wie, hauptsache, diese wahnwitzige Steuergeldverbrennungsmaschine ist endlich gestoppt.
Had we but World enough, and Time,
This coyness Lady were no crime.
We would sit down, and think which way
To walk, and pass our long Loves Day.
Thou by the Indian Ganges side
Should’st Rubies find: I by the Tide
Of Humber would complain. I would
Love you ten years before the Flood:
And you should, if you please, refuse
Till the Conversion of the Jews.
My vegetable Love should grow
Vaster than Empires, and more slow.
An hundred years should go to praise
Thine Eyes, and on thy Forehead Gaze.
Two hundred to adore each Breast:
But thirty thousand to the rest.
An Age at least to every part,
And the last Age should show your Heart.
For Lady you deserve this State;
Nor would I love at lower rate.
But at my back I alwaies hear
Times winged Charriot hurrying near:
And yonder all before us lye
Deserts of vast Eternity.
Thy Beauty shall no more be found;
Nor, in thy marble Vault, shall sound
My ecchoing Song; then Worms shall try
That long preserv’d Virginity:
And your quaint Honour turn to dust;
And into ashes all my Lust.
The Grave’s a fine and private place,
But none I think do there embrace.
Now therefore, while the youthful hew
Sits on thy skin like morning glew,
And while thy willing Soul transpires
At every pore with instant Fires,
Now let us sport us while we may;
And now, like am’rous birds of prey,
Rather at once our Time devour,
Than languish in his slow-chapt pow’r.
Let us roll all our Strength and all
Our sweetness, up into one Ball:
And tear our Pleasures with rough strife,
Thorough the Iron gates of Life.
Thus, though we cannot make our Sun
Stand still, yet we will make him run.
Hier wurde ich das erste Mal darauf aufmerksam. Und jetzt gab es eine Leserunde bei der Büchereule. Endlich habe ich dieses wunderschöne Buch auch gelesen.
The Time Traveller’s Wife – Audrey Niffenegger
Broschiert: 522 Seiten Verlag: Vintage Sprache: Englisch ISBN-10: 0099464462 ISBN-13: 978-0099464464 Größe: 19,8 x 12,6 x 3,6 cm
Kurzbeschreibung:
This extraordinary, magical novel is the story of Clare and Henry who have known each other since Clare was six and Henry was thirty-six, and were married when Clare was twenty-two and Henry thirty. Impossible but true, because Henry is one of the first people diagnosed with Chrono-Displacement Disorder: periodically his genetic clock resets and he finds himself pulled suddenly into his past or future. His disappearances are spontaneous and his experiences are alternately harrowing and amusing. The Time Traveler’s Wife depicts the effects of time travel on Henry and Clare’s passionate love for each other with grace and humour. Their struggle to lead normal lives in the face of a force they can neither prevent nor control is intensely moving and entirely unforgettable.
Auch wenn die Kurzbeschreibung sich kompliziert anhört, sind die Zeitreisen von Henry gut nachzuvollziehen. Am Anfang jeden Abschnittes steht sein und Clares Alter und das Datum. Wenn man sich darauf einlassen kann, ist es eine wunderschöne, berührende, traurige Liebesgeschichte. Clare sagt im Prolog: “Why is love intensified by absence? Sie ist diejenige, die immer zurückgelassen wird, die wartet. Ich spürte in Audrey Niffeneggers Worten die Sehnsucht und die Liebe, ohne dass es je pathetisch oder schmalzig geworden wäre. Viele Episoden werden aus Sicht von Henry und Clare geschildert und dadurch wird besonders deutlich, was die beiden zusammenhält und was sie trennt. Die Geschichte ist perfekt durchkomponiert, nur den Schluss hätte ich mir eine Nuance anders gewünscht. Mein Fazit:
Die letzten Tage war es hier ruhig. Der Grund lag 350 km nordöstlich der kleinen Gemeinde mit den drei Schlössern. Allen widrigen Umständen zum Trotz schaffte ich es nach Leipzig zur Buchmesse zu fahren. Und es war ein tolles Erlebnis! Meine Bericht zu den Lesungen gibt es hier. Und im Zoo war ich auch:
In der Endlosschleife meines MP3-Players steckt momentan Otto Nicolai, wie ich hier schon mal erwähnte. Die Musik beschwingt mich einfach und der Rhythmus von “Er gesteht noch immer nicht” lässt es sich trefflich die Treppen hinunterspringen.
Nur eines passiert mir immer wieder: die Zeile heisst
Willst du Weiber zum besten haben,
Dann musst du wahrlich pfiffiger sein!
Die letzten zwei Worte lauten bei mir immer, egal wie sehr ich mich konzentriere, “Billigflieger sein”. Ob Herr Nicolai auch manchmal vom Fliegen träumte?
Ebenfalls passend zu heutigen Weltfrauentag gab es die Oper endlich mit echten Weibern. Ob da jemand bei der Spielplanerstellung dran gedacht hat?
Eine ganz neue Erfahrung, dass ein Sänger sozusagen vom Bühnenrand aus vertreten wird. Tat aber dem Vergnügen keinen Abbruch. Am liebsten möchte ich bei “Er gesteht noch immer nicht” aufspringen und tanzen. Diese Musik macht mich einfach fröhlich. Der Chor bekommt auch immer verdienten Applaus.
Passend zum Weltfrauentag heute stellte gestern die zuständige Staatsministerin Christa Stewens einen Kinospot vor, der die Gehaltsdifferenz zwischen Männern und Frauen für die gleiche Tätigkeit thematisiert. Diese Differenz beträgt in Deutschland durchschnittlich 23 % und wir befinden uns damit in guter Gesellschaft von Zypern, Estland und der Slowakei.
Der Spot ist ganz witzig gemacht, aber ich halte den Werbeblock im Kino für das falsche Medium. Nachdem der Geschäftsführer der Marketingagentur, die den Film hergestellt hat, neben vielen idiotischen marketingspezifischen Termini auch ganz oft das Wort Zielgruppe genannt hat, ist das Filmchen leider daran vorbei platziert. Meiner unmassgeblichen Meinung nach.
Hier kann sich jede selbst ein Bild davon machen. Bitte weitersagen und -reichen.
Broschiert: 464 Seiten Verlag: Heyne TB (1. Dezember 2007) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3453265424 ISBN-13: 978-3453265424 Größe: 18,6 x 11,8 x 3,2 cm
Kurzbeschreibung: (Rückseitentext)
Eine mutige junge Frau, ein finsterer Gegenspieler, ein Wettlauf gegen die Zeit.
Augsburg im Jahre 1742: Zur Krönung Kaiser Karls VII. soll der berühmte Goldschmied Drentwett binnen kürzester Frist die Hauskrone erschaffen. Doch eine heimtückische Krankheit raubt ihm sein Augenlicht. Die junge Magd Juliane ist seine einzige Rettung. Im Verborgenen lehrt er sie die Kunst des Goldschmiedens. Aber schon bald bekommt sie die Drohungen eines unbekannten Widersachers zu spüren.
Erst einmal fällt die sehr schöne Gestaltung des Buches ins Auge. Weinrot und Gold verbinde ich immer mit Herrschern, also passt es hier sehr gut. Zu Beginn eine Karte von Augsburg, am Ende ein umfangreiches Glossar und ein Kupferstich von einer Goldschmiedewerkstatt runden den positive Gesamteindruck ab.
Das Buch ist in einzelne Kapitel unterteilt, die jeweils einen Tag repräsentieren, einen Countdown bis zum Krönungstag. Schon allein damit wird Spannung erzeugt, ich habe mit jedem neuen Kapitel mit Juliane mitgefiebert. Die Personen sind sehr plastisch geschildert, wie überhaupt die Zeit des 18. Jahrhunderts durch die Fülle an Details mit Leben erfüllt wird. Fast spielerisch erfährt man nebenbei noch viel Wissenswertes zur Goldschmiedekunst und der Organisation des täglichen Lebens in einer Stadt wie Augsburg.
Der Wettlauf von Juliane mit der Zeit und ihrem unbekannten Gegenspieler ist sehr spannend erzählt, bis zum Schluss sind viele Fragen offen, die letztlich schlüssig gelöst werden. Dadurch bekommt das Buch dieses gewisse Etwas, das einen immer weiter Lesen lässt, obwohl man eigentlich Essen, Arbeiten oder Schlafen sollte.
Mein Fazit:
Ein sehr gelungener Debütroman, der Lust auf weitere Romane von Sina Beerwald macht.
Der Abend begann mit einer herben Enttäuschung. Aber die Musik konnte ich trotzdem geniessen. Julian Kumpusch hat seine Sache als Figaro gut gemacht und auch Rita Kapfhammer als Marzelline hat mir gut gefallen. Ich konnte sogar eine Visitenkarte des Figaro ergattern Durch den überbauten Orchestergraben fühlte ich die Musik erstmals auch mit den Füßen und diesmal fiel mir richtig auf, wie gut die Insektenthematik zur Musik passt. Und ich habe mich mal wieder gefragt, ob es Absicht ist, dass Rosina und die Gräfin in der gleichen Farbe gekleidet sind. Es war mal wieder ein schöner Abend.
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nacht_gedanken Berührend am Ende des Abends "Reich mir zum Abschied noch einmal die Hände" vom gesamten Ensemble zur Erinnerung an Komponist Paul Abraham. - gezwitschert am 09.06.2013 22:40
nacht_gedanken Sehr schöne Premiere von Ball im Savoy an der Komischen Oper Berlin! Mitreißende Choreografien und freche... http://t.co/zwRIaNGhGl - gezwitschert am 09.06.2013 22:38
nacht_gedanken Gefeierte Premiere der Esclarmonde von Massenet! Da hat das Anhaltische Theater Dessau einen Schatz ausgegraben! - gezwitschert am 26.05.2013 20:36
nacht_gedanken Tolles Interview mit der wunderbaren Nina George unter anderem über ihr neues Buch "Das Lavendelzimmer" http://t.co/n3RAFXLzIW - gezwitschert am 07.05.2013 18:14
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