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Corinna Klimek am 2. Februar 2010 18:27 Nachdem ich die letzten zwei Aufführungen abwesenheits- bzw. krankheitsbedingt ausfallen lassen musste, lag die letzte Vorstellung, die ich gesehen habe, schon fast sechs Wochen zurück. Eindeutig zu lange!
Susanne Heyng wurde als schwer heiser angesagt und so war es nur zu verständlich, dass ihre Arie nach der Pause, die ja auch nicht zum eigentliche Stück gehört, gestrichen wurde. Schade, denn sie bringt einen etwas melancholischen Gegenpol in die humorvoll-launige Oper. Gute Besserung von dieser Stelle.
Im Grunde ist es wie bei den Piraten: ich kenne zwar alle Gags schon, aber sie entlocken mir dennoch das ganze Spektrum der Heiterkeit vom Schmunzeln bis zum lauthals Lachen. Sei es nun der schildkrötenartig eingezogene Kopf eines Choristen oder die hochgezogenen Augenbraue von Stefan Sevenich, jeder Moment bringt einen neuen Schabernack. Und das gut gelaunte Publikum fühlte sich bestens unterhalten, wie ich den Pausengesprächen entnahm. Johannes Wiedecke und Daniel Fiolka bringen die ganzen Gärtnerplatztheaterbezogenen Pointen aber auch immer zu gut. Szenenapplaus gab es natürlich wieder reichlich und verdient, für Christoph Kayser als russischer Tenor, seine Arie erinnert mich immer an den Titel eines Programms von Otfried Fischer – Schwer ist leicht was, denn seine sehr erheiternde Rolle ist bestimmt nicht einfach. Für Stefanie Kunschke nach ihrer ungewöhnlichen, aber sehr schönen Arie, für die tolle Einlage von Sebastian Campione, für Julian Kumpusch als Agent der Primadonna assoluta und natürlich für die beiden Stars des Abends, Heike Susanne Daum als grandiose Corilla und Stefan Sevenich als famose titelgebende Mamma. Aber auch die kleineren Rollen wie die Souffleuse (Ulrike Dostal, die hier ganz und gar nicht dämonisch wirkt) und der musikalische Leiter Henning Kussel, der Regisseur und Intendant freundlich, aber bestimmt davon abhält, in die Ouvertüre zu quatschen (das ist nämlich eigentlich eher störend als witzig) tragen mit gut gesetzten Glanzpunkten zur Heiterkeit bei.
Eigentlich kann man dieses Stück gar nicht beschreiben, das muss man selbst sehen. Am 04.02. ist wieder Gelegenheit dazu.
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Corinna Klimek am 31. Januar 2010 22:43 Die Vorstellung heute war wieder ein schöner Höhepunkt im Theater meines Vertrauens. Begeistertes Publikum, das mitging, aber absolut sympathisch. Akteure auf der Bühne, die ihr Bestes geben, sei es nun die liebenswerte Milica Jovanovic als Dorothy, Thomas Peters gekonnt schlaksig als Vogelscheuche, ein sich mal so richtig ausbrüllen könnender Dirk Lohr als Löwe, Cornel Frey als Blechmann mit perfekt eckigen Bewegungen, Ulrike Dostal als formvollendete dämonische Hexe des Westens, Marianne Larsen als resolute Tante Em mit einem weichen Herz und last, but not least der fabelhafte Moritz Cunow als Toto. Der Chor mit toller Spielfreude und schönen Soli, bei den Krähen könnte ich mich immer wegschmeißen und Dirk Driesang schmetterte heute als Anführer der Winkies den Schlachtruf besonders schön :-). Das Orchester unter der Leitung von Benjamin Reiners rundete den tollen Abend ab.
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Corinna Klimek am 30. Januar 2010 16:55 Mal wieder recht volles Haus, und mal wieder recht seltsames Publikum. Was bitte bringt eine ganze Gruppe dazu, in den letzten hochdramatischen Minuten zweimal in Gelächter auszubrechen? Alkohol? Drogen? Oder einfach generelle geistige Beschränktheit?
Ansonsten war es eine tolle Vorstellung mit guter Besetzung, wo man hinsah. Elaine Ortiz Arandes als Micaela hat es tatsächlich geschafft, Ann Katrin Naidu die Show zu stehlen. Auch jetzt noch nimmt man ihr ohne weiteres da junge Mädchen ab. Sonja Leutwyler und Thérèse Wincent komplettierten die tolle Damenriege. Für das beste Quintett im zweiten Akt, das ich bisher gehört habe, zeichneten auch noch Robert Sellier und Daniel Fiolka verantwortlich. Holger Ohlmann war ein schneidiger, leider viel zu früh verstorbener Zuniga und auch der Chor zeigte sich mal wieder von seiner besten Seite.
Ein sehr gelungener Abend!
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Corinna Klimek am 27. Januar 2010 21:47 Auch beim zweiten Mal bin ich beeindruckt, von der Auswahl der Texte, von dem Talent, mit dem sie vorgetragen werden, von dem, was ich für mich mitnehme. Das ist sicher das beste Programm der jtg, das ich gesehen habe. Damit brauchen sich die Jugendlichen hinter niemanden zu verstecken und es könnte mich verleiten, mal wieder den Kirchentag zu besuchen 😉
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Corinna Klimek am 27. Januar 2010 21:33 Diesmal hatte ich mehr Glück als verstand und erwischte einen Platz in der ersten Reihe, So hatte ich wirklich einen sehr guten Blick auf das Geschehen. Und konnte bewundern, wie gut die Charaktere getroffen sind. Und wie toll alles gesungen und gespielt ist. Ich kann wirklich nur den Hut ziehen vor so viel Talent.
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Corinna Klimek am 27. Januar 2010 17:25 Wie doch die Zeit vergeht! Fast ein halbes Jahr ist seit der letzten Vorstellung vergangen, die ich gesehen habe. Vieles war mir noch ziemlich präsent, aber es gibt immer noch Details, die mir neu sind – obwohl ich sie vermutlich bei allen anderen Vorstellungen auch gesehen habe, aber mein Fokus war in dem Moment gerade woanders.
Sehr gut gefallen hat mir Tom Schimon, den ich an diesem Abend zum ersten Mal als Toby gesehen habe. Aber natürlich auch Marianne Larsen war wie immer außerordentlich gut und berührend in “Am Meer”. Und der Chor in diesem Stück ist immer ein Erlebnis. Das war sicher nicht das letzte Mal, dass ich mir dieses Musical angeschaut habe. There’s no place like London!
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Corinna Klimek am 11. Januar 2010 09:15 Die letzte Vorstellung dieser im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichneten Inszenierung war praktisch ausverkauft, da kann sich jeder seinen eigenen Gedanken dazu machen. Diesmal hatte ich den wirklich optimalen Platz gefunden und konnte das Stück mit allen Sinnen genießen.
Es sind nicht nur die wunderbaren musikalischen Motive, wie das von Tadziu, oder wenn Aschenbach am Ende den Dialog zwischen Socrates und Phaedrus rezitiert, sondern das perfekte Zusammenspiel von Musik und Darstellung, die dieses Inszenierung zu einem besonderen Erlebnis machen. Fesselnd, aesthetisch, musikalisch hervoragend, so kann Oper auch sein. Dem Staatstheater am Gärtnerplatz ist ein großer Wurf gelungen.
Bravi und Danke an alle Beteiligten!
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Corinna Klimek am 11. Januar 2010 08:44 Nach längerer Abstinenz wurde es mal wieder Zeit, dieses Kultstück der letzten Spielzeit anzusehen. Und wieder einmal fällt mir auf, wie ausgezeichnete Darsteller die Sänger am Theater meines Vertrauens sind. Sibylla Duffe und Marianne Larsen wirken wie professionelle Schauspieler und das macht ah einen Teil des Reizes dieses Stückes aus.
Mit dem Abstand von einigen Monaten veränderte sich bei mir aufgrund der mittlerweile gemachten Erfahrungen auch ein wenig die Rezeption. Ich kann mich nicht erinnern, dass sich der Dirigent das letzte Mal über “Schauspielregisseure” echauffiert hat, was aber vermutlich schon so drin war. jedenfalls habe ich auch beim fünften Mal Ansehen herzlich gelacht. Und die Musik aus der Traviata genossen.
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Corinna Klimek am 11. Januar 2010 08:26 Schön war sie wieder, die Hänsel und Gretel- Saison! Zum Abschluss nochmal in Bestform mit tollen Solisten wie Sybille Specht, Thérèse Wincent, Gary Martin und Rita Kapfhammer und einem gut aufgelegten Orchester unter David Stahl.
Schade, dass ich jetzt fast ein Jahr auf diese bezaubernde Inszenierung, die uns hoffentlich noch lange erhalten bleibt, warten muss!
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Corinna Klimek am 5. Januar 2010 23:56 Erst beim Ansehen wurde mir klar, wie sehr ich diese Musik und diese Inszenierung vermisst habe. So wundervolle Melodien, zum Beispiel die Begleitung von Miltrissa durch Cello und Violine in der Fass-Szene, so ästhetische Bilder wie der Schwan vor der Sonne, solche Ausnahmesänger wie Elaine Ortiz Arandes und Sibylla Duffe. Hach!
Aber leider gibt es nicht nur positives: dieser szenisch absolut misslungene Hummelflug, bei der das Publikum der Hummel mehr zujubelt als dem Orchester und bei dem zusätzlich das Getrampel der Hummel auch noch extrem nervt (wofür der Darsteller der Hummel nichts kann) und ein Instrument, dass ein paar sehr exponierte Einsätze hat und diese zu 80 Prozent in den Sand setzt.
Nichtsdestotrotz liebe ich den “Zaren”! Das Finale 2. Akt, das ist so schön, das könnte ich mir stundenlang am Stück ansehen. Wie 99% dieser Inszenierung.
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