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Corinna Klimek am 21. März 2010 00:08 Nach zwei Tagen mit strahlendem Sonnenschein regnet es heute. Wenigstens muss ich dann kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich in den Hallen herumlaufe, statt in der Sonne die dringend benötigte Energie zu tanken.
Der erste Termin bestand darin, ein Buch von Martin Suter signieren zu lassen. Danach verschluckte uns die Halle 2, leider sind alle Termine heute in diesem Hexenkessel. Es ist wirklich sehr voll hier, aber es macht auch Spaß, die Figuren, die die Cosplayer darstellen, zu identifizieren. Beim Warten auf die Lesung von Corina Boman einen wirklich unglaublich schlechten Vortag gehört.Sie hatte ein sehr schönes Kleid nach historischem Vorbild an und las aus ihrem Jugendroman “Sturmsegel”. Im Anschluss signierte sie noch Autogrammkarten und beantwortete Fragen der jugendlichen Leser. Wir haben uns dann noch ein wenig unterhalten, hauptsächlich über den demnächst erscheinenden historischen Roman von ihr, “Das Krähenweib”. Der nächste Punkt auf der Agenda war eine Lesung bzw. ein Gespräch mit Kerstin Gier. Bisher war ich ja immer der Meinung, ihre Frauenromane würden mich nicht interessieren, weil sie nicht in mein Beuteschema passen. Wenn sie aber nur halb so humorvoll sind wie sich Kerstin Gier heute präsentiert hat, dann sind sie auf jeden Fall lesenswert. Heute ging es jedoch um ihre Jugendbuchtrilogie, von der bisher die Bände “Rubinrot” und “Saphirblau” erschienen sind. Ich bin ja schon länger um diese Bücher rumgeschlichen und die Möglichkeit, sie sich heute signieren zu lassen, gaben den letzten Anstoß zum Kauf. Lesen werde ich sie aber vermutlich erst, wenn der letzte Band “Smaragdgrün” erscheint, also voraussichtlich im Herbst. Sie beantwortete geduldig alle Fragen, schlagfertig und humorvoll, und las einen kurzen Abschnitt aus dem letzten Buch. Im Anschluss gab es einen enormen Andrang beim Signieren, aber sie nahm sich trotzdem Zeit, ein paar persönliche Worte zu wechseln. Ein absoluter Höhepunkt der Messetage.
Danach wollte sich mein Begleiter noch die Bücher von Derek Meister aus der Rungholt-Serie signieren lassen und dann war es auch schon wieder an der Zeit, in die Stadt zurückzufahren, damit ich mich Opernfein machen konnte. Die Messetage verfliegen dermaßen schnell, das ist eigentlich kaum zu glauben. Morgen ist schon wieder der letzte Tag, erstmals werde ich auch am Sonntag rausfahren.
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Corinna Klimek am 19. März 2010 14:53 Heute war es gleich zu Beginn ziemlich voll. Schon bei der Straßenbahn sind wir in die erste nicht hineingekommen, die zweite war aber dann noch leer genug für uns.
Als erstes suchten wir Charlotte Thomas an ihrem Verlagsstand. Gern wären wir gestern zu ihrer Lesung aus “Der König der Komödianten” gegangen, das Thema Theater interessiert mich naturgemäß brennend, aber leider wie so oft bei der Buchmesse überschnitt sich der Termin halt mit anderen, genauso interessanten Lesungen. Wir plauderten ein wenig über die bevorstehende Leserunde und sie signierte unsere mitgebrachten Bücher. Im Vorübergehen winkten wir der schwer beschäftigten Obereule zu und suchten, diesmal erfolgreich, den Jokersstand. Praktischerweise befand sich die Leseinsel, wo Wiebke Lorenz aus ihrem neuen Roman “Allerliebste Schwester” lesen sollte, gleich dahinter. Nach einer kurzen Einführung durch einen Mitarbeiter des Verlages las sie den Anfang des Romans sowie zwei weitere Teile im weiteren Verlauf der Handlung. Die gewählten Ausschnitte trug sie sehr gut und pointiert vor und sie machten Lust darauf, den Roman zu lesen. Der Eulerich und ich haben uns dann das Buch natürlich gleich zugelegt und von ihr signieren lassen. Der nächste Programmpunkt war eine Lesung von Tanja Kinkel am gleichen Ort. Es war zwar noch eine Lesung aus einem Fantasy-Roman dazwischen, aber da decken wir lieber den Mantel des Schweigens darüber.
Tanja Kinkels Lesung aus “Im Schatten der Königin” wurde moderiert von einer Dame, die ich schon von früheren Buchmessen kannte, sie hat unter anderem Ken Follett und Markus Zusak interviewt. Die Meinungen, die ich bisher über das Buch gehört habe, waren eher gemischt, aber die Lesung und die Erläuterungen, die Tanja Kinkel dazu gegeben hat, haben mich auf jeden Fall davon überzeugt, das Buch lesen zu müssen. Sie erklärte, wie sie zu dem Thema gekommen ist, wie sie recherchiert, wie sie mit ihren Figuren lebt und ihre Affinität zum elisabethanischen Theater. Auch sie signierte im Anschluss noch.
Auf der Messe die letzte Lesung sollte für diesen Tag Markus Stromiedel aus “Feuertaufe” sein. Auch hier war der Lesungsteil eher kurz, aber sehr beeindruckend und der Autor wurde vom Moderator zu seiner Arbeitsweise und seinen Werken interviewt. Interessant ist, dass Stromiedel vom Drehbuchschreiben kommt (der Tatortkomissar Borowski stammt von ihm) und er zum Romanschreiben gekommen ist, weil es endlich mal regnen sollte 😉 das ist im Film nämlich zu teuer. Auch er signierte im Anschluss noch.
Den letzten Programmpunkt auf der Messe bildete ein Gespräch mit Claudia Toman, auf deren neuen Roman “Jagdzeit” ich schon ungeduldig warte. Es war sehr interessant, mit ihr über den Literaturbetrieb im allgemeinen und über die Präsentation ihres neuen Romans im besonderen zu plaudern. Diese wird am 24.04.10 in Wien stattfinden, ich habe mir den Termin schon mal vorgemerkt.
Danach ging es zurück in die Stadt, um vor dem Abendtermin noch ein paar Bücher für morgen kaufen zu können. Die Peterskirche war bei unserer Ankunft schon geöffnet und so besichtigten wir die Kirche auch gleich noch. In einem Eck versteckt entdeckte ich dann den Herrn mit den spitzen Ohren 🙂
Die Lesung wurde charmant und souverän von Sylke Gandzior moderiert, die sich gut vorbereitet hatte und den Zuhörern die Bücher auch durch ihre eigenen Leseeindrücke nahe brachte. Den Beginn machte Martha Sophie Marcus mit “Herrin wider Willen”. Die Lesung war gut und das Buch klang auch interessant und wenn es mir irendwann einmal in die Hände fällt, würde ich es auch lesen. Ein Höhepunkt des Abends war die Lesung von Gisbert Haefs, der vorzüglich las, zwei sehr interessante Abschnitte gewählt hatte, bei dem zweiten musste das Publikum immer wieder Schmunzeln bis Lachen und Fragen zu seinem Buch souverän beantwortete. Obwohl ich von seinem Roman “Die Rache des Kaisers” bisher nichts gehört hatte, musste ich mir das Buch einfach zulegen und meinen beiden Miteulen ging es ebenso. das schreit ja geradezu nach einer Leserunde bei den Eulen! Die letzte Lesung des Abends bestritt Deana Zinßmeister aus “Die Gabe der Jungfrau”. Sie las erst zwei Abschnitte und erzählte dann noch sehr bewegend, wie sie zu der Idee für den Prolog kam und las dann diesen auch noch vor. Im Anschluss bestand natürlich noch die Möglichkeit, sich die Bücher signieren zu lasen und mit den Autoren zu plaudern. Eine sehr gelungene Veranstaltung an einem sehr schönen Ort!
Abgerundet wurde unser Tag noch mit einem Essen bei unserem Leipziger Lieblingsitaliener Da Vito, wie immer war alles sehr lecker.
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Corinna Klimek am 18. März 2010 12:07 Der Tag begann mal wieder mit einer falschen Richtung, diesmal von der Straßenbahn. So kam ich etwas später auf die Messe, was aber nicht schlimm war, weil sich dann die ersten Massen schon verlaufen hatten. Es ist noch angenehm leer, die Aufteilung ist etwas anders als im letzten Jahr. Beim Schlendern durch Halle 3 und 5 schon einige interessante und skurile Stände entdeckt, wie zum Beispiel einen, bei dem einen aus der Hand gelesen wird. Naja, hat auch was mit Lesen zu tun.
Am Leipzig liest Forum ist eine Lesung aus einer wiederentdeckten Hans-Fallada-Fabel im Gange. Im Anschluss las Lokalmatador Henner Kotte aus seinem neuen Roman “Augen für den Fuchs”. Er begann mit dem Prolog, ziemlich gruselig, aber gut geschrieben. Er erzählte dann zwischendurch ein wenig über den Fortgang der Handlung und stellte die Protagonisten vor. Der zweite Lesungsteil spielte dann in in einer Klinik. Der ermittelnde Kommissar wurde vorgestellt, der Teil war witzig mit einigen Szenen zum Schmunzeln. Der letzte Teil der Lesung beinhaltete dann eine Szene in einem Dorfwirtshaus, sehr schön und atmosphärisch dicht eingefangen. Die Lesung machte wirklich Lust auf das Buch, leider habe ich die ersten drei noch nicht gelesen, und besitze sie auch nicht, also habe ich von einem Kauf abgesehen. Henner Kotte macht auch kriminalistische Führungen durch Leipzig, sollte sich die Gelegenheit ergeben, werde ich auf jeden Fall noch bei einer mitgehen.
Danach wollte ich eigentlich zu einem Gespräch mit Martin Cruz Smith. Leider war der Stand schon voll belegt, in der prallen Sonne und Herr Cruz Smith war noch nicht da. Ich habe dann davon abgesehen, dort weiter herumzustehen. Beim Mittagessen habe ich mich angeregt mit einer Verlegerin unterhalten, es ist doch immer wieder schön, wie und mit wem man hier ins Gespräch kommt.
Am gleichen Tisch noch ein Gespräch geführt mit einer Mitarbeiterin einer Botschaft, nicht nur die Bücher und Autorin sind hier sehr interessant.
Der nächste Programmpunkt war eine Lesung aus “Kindermund” von Stefan Haffner, ein historischer Leipzig-Krimi. Auch hier wieder der letzte Teil einer Trilogie, so dass nicht nur die Handlung, sondern auch die Protagonisten eingeführt werden mussten. Die gelesenen Ausschnitte klangen gut und liessen das historische Leipzig wieder auferstehen. Allerdings merkte man die Nervosität des Autors sehr stark, darunter litt die Lesung ein bisschen.
Eigentlich wollte ich ja doch nochmal Martin Cruz Smith sehen, er sollte im Anschluss auf dem blauen Sofa sitzen, leider wurde der Ablauf geändert und er war schon eine Stunde früher da. Sollte wohl nicht sein.
Die Abendlesungen fanden allesamt im Renaissancesaal des alten Rathauses statt. Den Beginn machte Tilman Röhrig mit “Caravaggios Geheimnis”, einer wirklich ganz fantastischen Lesung. Herr Röhrig trug nicht nur vor, er lebte die Geschichte. Hände und Füße waren ebenso einbezogen wie das Glas Wasser auf dem Tisch. Zwischen den einzelnen kurzen Abschnitten erzählte er den Fortgang der Handlung und die Übergänge zum Gelesenen waren absolut fließend. Wirklich absolut klasse. Die Zeit verging im Nu und schon war Richard Dübell an der Reihe mit “Die Erbin der Teufelsbibel”. Wie auch schon im letzten Jahr trug er ein zeitgenössisches Kostüm, das er äußerst launig erklärte. Vorgetragen hat er dann die Eingangssequenz, sehr schön war wieder seine Art, mit verteilten Rollen zu lesen. Das macht die Geschichte sehr lebendig, aber auch berührend. Ich freue mich jedenfalls schon auf die Leserunde bei den Eulen ab 20. April. Den guten Schluss bildete Titus Müller, der aus “Die Jesuitin von Lissabon” las. Neben vie Abschnitten, die sehr gut gewählt und vorgetragen waren, gab er noch eine Fülle von Informationen, sehr fundiert, aber auch humorvoll vorgetragen. Auch dies war eine sehr gute Lesung, hier beginnt die Leserunde schon am 20.03. und ich bin schon ganz gespannt darauf.
Weil zuhören hungrig macht, gab es dann noch ein Riesenschnitzel und nette Gespräche.
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Corinna Klimek am 18. März 2010 00:18 Dieses Jahr bin ich zum dritten Mal zur Buchmesse in Leipzig. Insgesamt war ich fünf- oder sechsmal hier, aber die Tage im März erlebe ich immer besonders intensiv.
Vormittags schlenderte ich ein wenig durch die Straßen, habe Veränderungen zu von vor einem Jahr nachgespürt und die kommenden Tage vorbereitet. Mittags war ich dann im Museum der bildenden Künste und was soll ich sagen, es hat mir nicht so gut gefallen. Natürlich ist der Lift mit 5 Meter hohen Türen sehr beeindruckend, aber in der Sammlung habe ich nicht den Eindruck, dass sich wirklich ein roter Faden durchzieht. Das Ganze ist doch mehr zusammengewürfelt und die Installationen, die teilweise einen ganz schönen Lärm gemacht haben, fand ich eher irritierend.
Dann schnell in die Pension, in der ich schon im letzten Jahr gewohnt habe, das Casablanca in der Ossietzkystraße. Ein nette, bezahlbares Zimmer unterm Dach, nur leider ohne Schreibtisch. Keine idealen Blog-Konditionen.
Zurück in der Innenstadt nahm ich an einem literarischen Rundgang durch Leipzig teil. Die Führerin nennt sich die “Leipzigerin“, und das zu Recht. Wenn einer diese Stadt verinnerlicht hat, dann sie. Lokalpatriotismus in allen Ehren, aber ein Zuviel davon kann eine Stadt auch unsympathisch erscheinen lassen. Glücklicherweise war das ja nicht meine erste Begegnung mit dieser durchaus liebenswerten Stadt. Dabei war das, was sie erzählt hat, durchaus interessant und wissenswert, ein allgemeiner Stadtspaziergang mit literarischen Versatzstücken.
Das Abendessen gabs dann wieder im schon vom letzten Jahr bekannten Sol y Mar, lecker Küche und tolle Cocktails.
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Corinna Klimek am 15. März 2010 18:44 Gestern Abend hatte ich mal wieder das Vergnügen, Stefan Sevenich als Figaro zu erleben. Seine musikalischen und darstellerischen Qualitäten unterstreichen besonders gut die humorvollen Pointen dieser Opera buffa. Wenn er dann noch zusammen mit Sandra Moon als Gräfin und Stefanie Kunschke als Susanna dem Grafen Paroli bietet, ist der Erfolg des Abends trotz der seltsamen Inszenierung garantiert.
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Corinna Klimek am 14. März 2010 15:39 Am Samstag den 13. fand der 13. Literaturschmaus in Lindau statt und einige Büchereulen nahmen daran teil. Bereits am Nachmittag auf einem Kaffee trafen wir uns in der Insel-Bar, in der das Ereignis stattfinden sollte. Nach einem ausgiebigen Spaziergang in der Nachmittagssonne war es auch schon an der Zeit, sich für den Abend fertig zu machen.
Wir konnten mehr oder weniger einen gemeinsamen Tisch ergattern und nach einem Aperitiv eröffnete Helmut Kammerer den Abend. Der Küchenchef erklärte die Speisenfolge und dann wurde auch schon der erste Gang, Roastbeef “italienisch”, aufgetragen. Als erster Zwischengang stand eine Lesung von Charlie auf dem Programm, da sie aber an diesem Tag ja auch Geburtstag hatte, gab es erst mal noch eine kleine Ansprache und einige Präsente. Auch die Eulen hatten zusammengelegt und überreichten eine Überraschungstüte. Charlie las dann aus “Die zwölfte Nacht” und zwar den beginn der zweiten Nacht, in dem es erst ziemlich viel um Essen geht und später getanzt wird. Dazu gab es eine musikalische Einlage, einen Tanz auf der Blockflöte, das fand ich sehr passend. Die Stelle war von Charlie sehr gut gewählt und machte mir sofort Lust, das Buch nochmals zu lesen.
Danach gab es wieder etwas zu Essen, nämlich Sellerie-Kartoffelsuppe, die sehr fein war. Nachdem alle Teller wieder weggeräumt waren, las Titus die Eingangssequenz aus “Die Jesuitin von Lissabon” und erzählte noch ein bisschen über die Motivation der Protagonisten und seine Brüder, sehr witzig und locker. Im Anschluss wurde der Hauptgang serviert, gefüllte Maispoulardenbrust mit Rosmarin-Kartoffelstrudel, alles sehr lecker.
Bevor das Dessert – Duo vom Schokoladenmousse – serviert wurde, standen beide Autoren nochmal im Mittelpunkt. Charlie las jetzt aus “Das Haus Gottes”, eine Szene vom Krieg und eine Szene von der Liebe. Besonders die letzte war wieder wunderschön und rief mir nochmal in Erinnerung, warum ich das Buch so liebe.
Als Übergang zu Titus spielte Lena nochmal ein Stück auf der Flöte. Er las dann auch nochmal zwei Szenen aus der “Jesuitin”, sehr lebendig und mit viel Ausdruck in der Stimme. Er erzählte auch noch etwas zu den Hintergründen des Buches, dem großen Erdbeben von Lissabon und den Jesuitenorden. In ein paar Tagen beginnt ja die Leserunde dazu, ich freue mich schon sehr darauf.
Zum Ausklang des Abends gab es noch die Möglichkeit, sich die mitgebrachten oder gekauften Bücher signieren zu lassen und mit den anwesenden Autoren zu ratschen, was viele Anwesende ausgiebig taten.
Ein sehr gelungener Abend! ein paar Bilder hab ich noch, die folgen, wenn ich wieder endgültig daheim bin 
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Corinna Klimek am 13. März 2010 08:09 Diese Operette entwickelt sich zum neuen Renner im schönsten Theater Münchens! Auch gestern war das Haus wieder bis auf den letzten Platz verkauft und schaut man sich die verbleibenden vier Vorstellungen in dieser Spielzeit an, so läuft der Vorverkauf gut bis sehr gut. Also wer einen Abend lang Spaß mit wunderbaren Melodien, prächtigen Kostümen und gut gesetzten Pointen haben will, sollte sich seine Karte schleunigst sichern.
Mir gefällt es von Mal zu Mal besser. Ich habe mich wirklich erst reinhören müssen und den Kopf freimachen müssen, um mich darauf einlassen zu können. Wer aber unbefangen hineingeht, wird sicher von Anfang an sein Vergnügen haben.
Das Publikum gestern Abend hatte es jedenfalls.
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Corinna Klimek am 13. März 2010 07:46 Nachdem vorgestern Staatsintendant Herr Dr. Peters bekannt gab, dass sein Vertrag über die Spielzeit 2011/2012 hinaus nicht verlängert werden würde, gab es die unterschiedlichsten Reaktionen in den Kulturredaktionen der regionalen und überregionalen Zeitungen und auch in Internetforen wurde das Thema zumindest angerissen. Mich als Zuschauerin befremdet vor allen Dingen die Art und Weise, wie das zuständige Ministerium damit umgegangen ist. Mir fehlt hier völlig die Perspektive, die den Beschäftigten, aber auch mir meiner Meinung nach als Steuerzahler einerseits und als Liebhaber des schönsten Theaters Münchens andererseits zusteht. Wie soll es jetzt weitergehen? Warum teilt man das den Betroffenen und der Öffentlichkeit nicht mit? Die erst Stunden nach der Ankündigung veröffentlichte Pressemitteilung gibt dazu überhaupt nichts her und ist im Grunde eher nebulös als erhellend. Ich kann nur hoffen, dass es für alle Beteiligten, insbesondere die Beschäftigten des Theaters, aber auch für das Publikum, die beste Entscheidung war. Genauso befremdet es mich aber, wenn ein nicht namentlich genannter “Insider aus dem Ensemble” sich in der Presse negativ über die Arbeit des Intendanten äußert. Das hat was von Nachtreten und hinterlässt bei mir einen schlechten Beigeschmack. Das Theater war und ist meiner Meinung nach auf einem guten Weg.
Ich wünsche mir, dass es auf diesem bleibt.
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Corinna Klimek am 7. März 2010 21:43 Diese Premiere ist Chefsache: Der Chefdramaturg Christoph Maier-Gehring, der Chefdirigent David Stahl und der oberste Chef Staatsintendant Dr. Ulrich Peters als Regisseur haben sich der vorletzten Oper von Leos Janáček angenommen. Zu Beginn des heutigen Auftaktes zitierte Herr Maier-Gehring aus einem Brief von Janáček an Kamila Stösslová, in dem er Makropulos erwähnt. Im Anschluss daran informierte er über Leben und Werk des Komponisten, bevor David Stahl sich nach einem eingespielten Ausschnitt aus der Ouvertüre ausführlich zur musikalischen Seite äußerte. Unter anderem erläuterte er die Zusammensetzung des Orchesters und den großen musikalischen Bogen der Oper. Die Solisten Elaine Ortiz Arandes und Tilman Unger, begleitet von Anke Schwabe am Flügel, trugen die erste Begegnung von Marty und Gregor vor. Hier wurde der Musikstil der Oper schon sehr deutlich. Die beiden beantworteten dann noch Fragen zur Einstudierung der Rollen, die sich wegen der Form der gesungenen Konversation ziemlich schwierig gestaltete. Herr Dr. Peters erläuterte schließlich noch seine Motivation, diese Oper auf den Spielplan zu setzen und auch selbst zu inszenieren, das Bühnenbild und die Kostüme und skizzierte, wie er das Innenleben der handelnden Personen auf die Bühne bringen wird. Zum Schluss sang Frau Ortiz Arandes noch ein Stück aus dem Schlussteil der Oper. Insgesamt klingt das ganze nach einer intelligenten Inszenierung.
Leider werde ich die Premiere nicht erleben, ich bin genau zu dem Zeitpunkt im Renaissancesaal des Leipziger Rathauses, wo Richard Dübell aus seinem neuen Roman “Die Erbin der Teufelsbibel” lesen wird. In den ersten beiden Teilen der Trilogie spielt übrigens Kaiser Rudolf und sein Kuriositätenkabinett eine wesentliche Rolle, der ja auch in Makropulos der Auslöser ist. Und so schließt sich der Kreis.
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Corinna Klimek am 6. März 2010 22:22 Der wirklich perfekte Abschluss und absolute Höhepunkt dieser drei Abende am Gärtnerplatz war diese Opera buffa. Schade, dass die Inszenierung meistens mehr stört als die Musik und Darstellung zu unterstützen. So ist die Ausleuchtung zumeist ziemlich schlecht und die hochgestellte Drehbühne verhindert ausgerechnet in dem an Höhepunkten reichen 3. Akt auf den besten Plätzen im Parkett eine gute Sicht auf die Bühne. Es war mal wieder sehr gut besucht, wie überhaupt die letzten Male. Dafür war aber wieder eine große Unruhe im Publikum, mir fällt in letzter Zeit auf, dass es nach der Pause einfach nicht ruhig wird, anscheinend muss man nicht den Mund halten, solange nicht gesungen wird.
Die Akteure haben die negativen Seiten aber mehr als ausgeglichen. Allen voran Sandra Moon, die eine absolut geniale Gräfin ist. Ihre Pointen kommen auf den Punkt, ihre Darstellung ist an Komik nicht zu überbieten und musikalisch ist sie sowieso top. Christina Gerstberger als Susanna ist ihr ebenbürtig in Darstellung und Gesang. Gut gefallen haben mir auch Sonja Leutwyler als Cherubino und Katja Stuber als Barbarina. Auch die Männerriege war wieder vom Feinsten. Selbst die kleinste Nebenrolle des Don Curzio ist mit Robert Sellier hervorragend besetzt, der Antonio des Sebastian Campione ist szenisch und musikalisch perfekt und Johannes Wiedeckes Arie des Bartolo ist neben der Eselshautarie von Cornel Frey einer der Höhepunkte des Abends. Sowohl Holger Ohlmann als Figaro als auch Gary Martin waren einfach super an diesem Abend.
Abgerundet wurde der positive Gesamteindruck durch den wie immer exzellenten Chor und ein tolles Orchester unter dem Gastdirigenten Andreas Wolf.
Das war eine Vorstellung, die mir im Gedächtnis bleiben wird! Danke an alle Beteiligten!
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