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Nachtgedanken, historisch

Letztens war zwischen der Einführung am Vormittag und der Vorstellung am Abend noch etwas Zeit und weil das Wetter zu schön war für einen Museumsbesuch, schlenderten wir vom Theater über den Glockenbach zum Alten Südfriedhof. Wir betraten den Friedhof durch den östlichen Eingang zwischen altem und neuem Teil, wenden uns aus einer Laune heraus nach links – und das erste Grabmal, dass wir sehen, ist das von Friedrich von Gärtner. Was für ein schöner Zufall.

Die Liste der hier bestatteten Berühmtheiten liest sich wie das Who’s who der Münchner Stadtgeschichte:

Max Emanuel Ainmiller – Maler, 1807 – 1870
Franz Xaver von Baader – Philosoph, 1765 – 1841
Jakob Bauer – 1. Bürgermeister, 1787 – 1854
Theodor von Bischoff, Anatom und Physiologe, 1807 – 1882
Roman Anton Boos – Bildhauer, 1730 – 1810
Friedrich Bürklein – Architekt, 1813 – 1872
Adolf Christen, Hofschauspieler und Theaterdirektor, 1811 – 1883
Anna Dandler, Hofschauspielerin, 1862 – 1930
Johann Georg von Dillis – Landschaftsmaler, 1759 – 1841
Ignaz von Döllinger – Theologe, 1799 – 1890
Johann Georg Edlinger – Maler, 1741 – 1819
Alexander Eibner, Kunstmaler und Hochschullehrer für maltechnische Forschung und Lehre, 1862 – 1935
Kaspar Ett – Komponist, 1788 – 1847
Carl von Fischer – Architekt, 1782 – 1820
Ludwig Foltz, Architekt, Bildhauer und Illustrator, 1809 – 1867
Josef von Fraunhofer – Optiker und Erfinder, 1787 – 1868
Franz Xaver Gabelsberger – Erfinder der Kurzschrift, 1789 – 1849
Friedrich von Gärtner – Baumeister (Klassizismus), 1792 – 1847
Sebastian Gaigl – Stifter des städtischen Waisenhauses, 1799 – 1871
Joseph Görres – Publizist, 1776 – 1848
Charlotte von Hagn – Schauspielerin, auch in der Schönheitengalerie, 1809 – 1891
Johann von Halbig – Bildhauer, 1814 – 1882
August von Hauner – Kinderarzt und Hochschullehrer, 1811 – 1884
Peter von Hess – Maler, 1792 – 1871
Wilhelm von Kaulbach – Historienmaler, 1805 – 1878
Leo von Klenze – Baumeister (Klassizismus), 1784 – 1864
Franz von Kobell, Mineraloge und Mundartdichter (bayerisch u. pfälzisch), 1803 – 1882
Alexander von Kotzebue, deutsch-russischer Schlachtenmaler, 1815 – 1889
Ludwig Lange, Architekt und Maler, 1808 – 1868
Justus Freiherr von Liebig – Chemiker und Naturforscher, 1803 – 1873
Jean Baptiste Métivier, französisch-deutscher Architekt, 1781 – 1853
Ferdinand von Miller – Erzgießer und Abgeordneter im Dt. Reichstag, 1813 – 1887
Carl Friedrich Neumann – Sinologe, 1793-1870
Eugen Napoleon Neureuther – Maler, Zeichner und Radierer, 1806 – 1882
Johann Nepomuk von Nussbaum – Chirurg, 1829 – 1890
Georg Simon Ohm – Physiker, 1789 – 1854
Max von Pettenkofer – Begründer der modernen Hygiene, 1818 – 1901
Ludwig von der Pfordten – Bayr. Ministerpräsident, 1811 – 1899
Christian Pram-Henningsen, dänischer Maler, 1846 – 1892
Siegmund von Pranckh, General und Kriegsminister, 1821 – 1888
Georg Friedrich von Reichenbach – Erfinder und Ingenieur, 1772 – 1826
Josef Gabriel Rheinberger, Liechtensteiner Komponist und Musikpädagoge, 1839 – 1901
Karl Rottmann – Landschaftsmaler, 1798 – 1830
Eduard Schleich der Ältere – Maler, 1813 – 1874
Friedrich Ludwig von Sckell – Landschaftsgärtner, 1750 – 1823
Ludwig Schwanthaler – Bildhauer, 1802 – 1848
Moritz von Schwind – Maler, 1804 – 1871
Helene Sedlmayr aus der Schönheitengalerie, Symbol der Schönen Münchnerin, 1813 – 1898
Franz von Seitz – Maler, Lithograf und Kostümbildner
Otto Seitz – Maler und Hochschullehrer, 1846 – 1912
Alois Senefelder – Erfinder des Steindrucks, 1771 – 1834
Johann Nepomuk Sepp – Historiker und Politiker, 1816 – 1909
Carl Spitzweg – Maler und Apotheker, 1824 – 1894
Friedrich Wilhelm von Thiersch, „Praeceptor Bavariae“, 1784 – 1860
Gustav Vorherr – Architekt, 1778 – 1847
Klara Ziegler, Schauspielerin und Theatergründerin, 1844 – 1909

(Zitat aus dem Wikipediaartikel)

Hier fehlen allerdings noch sämtliche Brauereibesitzer, die ebenfalls dort begraben sind. Viele Grabstätten sind ziemlich beschädigt, einige wenige werden noch gepflegt. Der Bärlauch blühte und verbreitete seinen intensiven Duft.

Ein sehr nachdenklicher, informativer, melancholischer  Nachmittag.

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Operette, klar zum Entern

Heute war die zweite Vorstellung mit der Alternativbesetzung. Die Textverständlichkeit war genauso gegeben und es wurde ebenso gelacht wie bei der Premiere.

Besonders gefallen hat mir heute Abend Gregor Dalal als Samuel, er hat viel komödiantisches Talent und unter seinem Piraten blitzte von Anfang an der Aristokrat durch. Auch Susanne Drexl ist mir sehr positiv aufgefallen und Heike Susanne Daum spielt und singt als Mabel alle an die Wand. Christian Hübner ist ein idealer Anführer der Polizeitruppe und Stefan Sevenich verleiht mit dem Hochziehen einer Augenbraue dem Piratenkönig eine sehr passende selbstironische Distanz. Göttlich das Terzett mit Susanne Heyng als Mabel und Tilmann Unger als Frederic. Gunter Sonneson konnte ich erst heute richtig würdigen, in seiner Rolle als Generalmajor ist er der Publikumsliebling schlechthin. Und es war sehr schön, Marta Kosztolányi wieder zu sehen und zu hören.

Der Chor war wie immer spitze, komisch, dabei sängerisch immer auf der Höhe.

Am Schluss wieder Riesenapplaus für alle Beteiligten, eine wirklich sehr gelungen Produktion.

Danke für einen tollen Abend!

Staatstheater am Gärtnerplatz

Die Piraten von Penzance

Dienstag, 19. Mai 2009
19.30 – 22.10 Uhr

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Operette, umjubelt II Nachtrag

Auch die SZ ist begeistert, vielleicht ist Herr T. bei AC/DC einfach besser aufgehoben.

Ausreisser nur beim Donaukurier, wobei ich nicht weiß, wo die Dame gesessen ist, bei mir im 3. Rang waren die Texte sehr gut verständlich  und es waren auch keine Dissonanz zwischen Orchester und Sängern erkennbar. Wobei sich hier der Verdacht aufdrängt, dass jemand etwas Grundlegendes nicht verstanden hat: der “dümmlich-korrekte Bobby” ist die Quintessenz des Stückes, man beachte den Untertitel “Sklave der Pflicht”.

Noch schlechter getroffen beim Verständnis hat es allerdings der Herr von der Zeitung mit den vier Großbuchstaben. Hätte er sich weniger mit dem Reichtum von Richard D’Oyly Carte und mehr mit G&S auseinandergesetzt, hätte er bemerkt, dass sie sich keineswegs über die Piraten lustig gemacht haben. Aber vermutlich hält er Monty Python auch für einen schlechten englischen Käse.

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Operette, umjubelt II

So langsam tröpfeln die ersten Kritiken (tz leider nicht online) zu den Piraten ein. Es freut mich, dass sich die meisten Kritiker meiner Meinung angeschlossen haben 😉

In einem muss ich allerdings meinen Klugscheiss-Modus einschalten: die als Piraten agierende Lords spielen nicht Cricket,  sondern Crocket oder auch Croquet. Was ein Buchstabe doch ausmachen kann. Aber es ist der Unterschied zwischen einem, der mit einer Art verlängertem Hammer den Ball durch ein Tor schiebt und einem, der im Baseball-Stil versucht, ein auf drei Rundhözern lose aufliegendes Holz mit einem geworfenen Ball herunterzuschießen. Ich empfehle hierzu Krimilektüre, Dorothy Sayers “Murder must advertise” oder Elizabeth George “Playing for the ashes”.

Die Piraten sind klar zum Entern. Hissen wir die weiße Flagge und ergeben uns.

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Oper, neu entdeckt

Was doch ein Platz so ausmachen kann: heute war die Perspektive eine ganz neue und mein musikalischer Fokus hat sich auch leicht verschoben. Es waren vor allem die Melodien im zweiten Akt, die es mir angetan hatten. Wobei die “Kanzonette vom Winde” von Sandra Moon und Christina Gerstberger auch immer wieder schön ist und Holger Ohlmann nach “Ach, öffnet Eure Augen” zurecht mit Bravo-Rufen bedacht wurde. Rita Kapfhammer als war als Marzellina wieder umwerfend und Gary Martin als Graf ist sowieso eine Klasse für sich. Christian Hübner, Jörg Simon, Mario Podrecnik, Talia Or und die herausragende Susanne Kreusch als Cherubino komplettierten das wie immer excellente Ensemble. Der Chor war wie immer beeindruckend und spielfreudig 😉

Danke für einen tollen Abend!

Staatstheater am Gärtnerplatz

Die Hochzeit des Figaro

Sonntag, 17. Mai 2009
19.00 – 22.30 Uhr

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Oper, nicht gewürdigt

Zum wiederholten Male musste ich feststellen, dass es manchmal besser ist, eine Vorstellung einfach sausen zu lassen, wenn es mir nicht gutgeht.

Bei der Fahrt ins Theater stellten sich starke Kopfschmerzen ein. Tablette ging nicht, da ich auf der vorher besuchten Geburtstagsfeier ein Bier getrunken hatte und ich wollte keinesfalls riskieren, dass es mir schlecht wird. Ich erinnere mich dann immer wieder gerne an einen Vorfall auf der Klassenfahrt nach Rom, bei dem eine Mitschülerin genau diesen Fehler gemacht hatte. Übel, im wahrsten Sinne des Wortes.

Zusammen mit einer bleiernen Müdigkeit verhinderte dieser Umstand, dass ich die Vorstellung wirklich genießen konnte. Schade! Zur letzten Vorstellung am Mittwoch bin ich aber fit, das habe ich mir fest vorgenommen. Da sitze ich dann zum ersten und letzten Mal bei diesem Stück in der ersten Reihe.

Staatstheater am Gärtnerplatz

Die Schöne und das Biest

Samstag, 16. Mai 2009
19.30 – 21.10 Uhr

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Operette, umjubelt

Dies sind erste, ungeordnete Eindrücke der heutigen gestrigen Premiere.

Der erste Akt spielt auf einem felsigen Küstenstück, im Hintergrund das Piratenschiff. Während der Ouvertüre öffnet sich der Vorhang und man sieht die Piraten bein typischen Vergnügungen der Upper Class des ausgehenden 19. Jahrhunderts, wie Croquet und das Einfangen von Schmetterlingen. Bereits hier wird klar, dass das Bühnenbild und die Kostüme das von Gilbert & Sullivan erdachte Szenario relativ genau abbilden, und das ist gut so. Eine Ansiedlung der Handlung in einer anderen Zeit oder an einem anderen Ort kann nicht funktionieren.

Der Vorhang schließt sich und als er wieder aufgeht, beginnt ein Feuerwerk an Pointen, Slapstick und rabenschwarzem Humor. Neben hervorragenden schauspielerischen und sängerischen Leistungen. Weil die Textverständlichkeit außerordentlich gut ist, fällt die sehr ansprechende Übersetzung des Librettos besonders auf.  Selbst wenn einem die Verhältnisse im viktorianischen England nicht geläufig sind, kommt man aus dem Lachen kaum heraus.

Auch die Choreographie der Ensemblestücke ist sehr beeindruckend. Ob nun die Töchter aufgeregt zwitschern oder die Polizisten sich Mut antanzen, es passt einfach alles hervorragend. Hier wird zum wiederholten Maße deutlich, wie gut sich dieser Chor bewegt und dabei auch auf höchstem Niveau singt.

Aber auch die Sänger glänzen durch glänzende Interpretationen der musikalisch anspruchsvollen Partien. Ob nun Rita  Kapfhammer als Ruth versucht, Frederic für sich zu gewinnen oder Thérèse Wincent als Mabel gewillt ist, 63 Jahre auf ihren Frederic zu warten, es ist ein absoluter Genuss, ihnen zuzuhören und zuzusehen. Robert Sellier verkörpert den Frederic in seinem Dilemma zwischen Pflicht und Pflicht sehr überzeugend und Holger Ohlmann als Piratenkönig überzeugt sowohl darstellerisch als auch stimmlich. Die weiteren Rollen sind mit Frances Lucey, Florian Soyka, Sonja Leutwyler, Martin Hausberg, Ulrike Dostal und Gunter Sonneson typgerecht ausgezeichnet besetzt.

Der Regisseur Holger Seitz versteht es außerordentlich gut, den Witz des Stückes herauszuarbeiten ohne ins Triviale abzugleiten. Auch das Orchester unter Anthony Bramall bringt genau diesen Touch “gehobene Augenbraue” mit, die das Stück braucht, sei es nun in den Walzerelementen oder in den choralgleichen Ensemblestücken.

Am Ende nicht enden wollender Jubel für alle Beteiligten, berechtigt.

Eine rundherum gelungene Premiere eines in München noch nie aufgeführten Stückes. Für Freunde des britischen Humors ein absolutes Muss und eine Empfehlung für alle Fans von Gilbert & Sullivan.

Eine persönliche Nachbemerkung: dieser Abend hat mich für eine Woche in Südfrankreich mehr als entschädigt.

Staatstheater am Gärtnerplatz

Die Piraten von Penzance

Freitag, 15. Mai 2009
19.30 – 22.10 Uhr

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Lesestoff Belletristik 2009/16 – Charlotte Thomas: Die Liebenden von San Marco

Gebunden: 925 Seiten
Verlag: Ehrenwirth; Auflage: 1., Aufl. (17. März 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3431037755
ISBN-13: 978-3431037753
Größe: 18,6 x 11,8 x 3,6 cm

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Kurzbeschreibung (von amazon)

Venedig 1510: Die Pest grassiert in der Lagunenstadt. Sterbenskrank wird die junge Venezianerin Cintia auf eine Seucheninsel gebracht, wo sie dank der Hilfe des Kaufmannssohnes Niccolò überlebt. Ihr gelingt die Rückkehr nach Venedig, doch sie ist zu jung, um das Erbe ihres Vaters, eines reichen Seidenwebers, anzutreten. Gegen die drohende Vormundschaft raffgieriger Verwandter hilft nur eine rasche Heirat, und so stimmt Cintia kurzentschlossen einer Ehe mit dem Schiffsbauer Paolo zu, zum Verdruss Niccolòs, der ebenfalls um sie geworben hatte. Aus der Vernunftehe wird wider Erwarten Leidenschaft, doch tödliche Konflikte werfen bereits ihre Schatten voraus.

Über die Autorin

Link zur Homepage

Meine Meinung:

Eine erste Begegnung mit dem Roman hatte ich ja schon auf der Leipziger Buchmesse. Schon damals war ich neugierig, wie es denn weiterginge mit Cintia, Paolo und Nicolò. Im Nachhinein zeigt es sich, dass die gelesenen Abschnitte sehr geschickt gewählt waren und dass auch keinesfalls zu viel verraten wurde, wie hinterher jemand kritisiert hat. Besonders gefallen hat mir die Entwicklung der Figuren. Ich war immer auf Augenhöhe mit den einzelnen Protagonisten, ihre Handlungen waren immer nachvollziehbar, selbst bei Nicolò, der nicht immer der sympathischte ist. Keiner ist schwarz oder weiß, jeder hat vielfältige Facetten in seinem Charakter, so dass man ein und denselben in einem Kapitel unsympathisch, im nächsten bemitleidens- und am Ende fast schon liebenswert finden kann. Eingebettet ist die spannende Handlung in einen detailreichen historischen Kontext, der behutsam den Weg bereitet. Trotz mehr als 900 Seiten war das Buch zügig ausgelesen, ich konnte es kaum aus der Hand legen.

Mein Fazit:

Charlotte Thomas ist ein Garant für qualitätvolle Unterhaltung im Bereich des historischen Romans.

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Oper, mittendrin

Ich hatte ja zwischendrin mal die Befürchtung, dass sich meine Begeisterung durch zu häufige Besuche abnützen würde. Ich hatte gar überlegt, die Vorstellung am Freitag sausen zu lassen, weil ich zwischendrin mal keine  rechte Lust hatte.

Aber gestern Abend hat mir mal wieder gezeigt, dass jede Vorstellung einen Besuch lohnt. Es war vor allem der geniale Platz, der völlig neue Perspektiven eröffnete und mir manche Passagen in einem ganz anderen Licht präsentierte. Außerdem war meine älteste Freundin dabei, wir sind jetzt seit 25 Jahren befreundet und es freut mich ganz besonders, dass sie meine Leidenschaft teilt. Und ihr hat es eben so gut gefallen wie mir.

Peter Sonn war einmal mehr der Star des Abends, aber auch Stefan Sevenich glänzte in der Rolle des Dulcamara und bekam dementsprechend Applaus. Stefanie Kunschke, Milica Jovanovic, Julian Kumpusch, der Chor und das Orchester komplettierten das tolle Ensemble. Und dem Dirigenten Liviu Petcu sollte das Sportabzeichen in Gold verliehen werden für Höchstleistungen, vor allem vor der Pause 😀

Ein unvergesslicher Abend, danke an alle Beteiligten 😉

Staatstheater am Gärtnerplatz

Der Liebestrank

Sonntag, 10. Mai 2009
19.00 – 21.45 Uhr

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Operette, eingeführt

Der Tag begann mit dem Auftakt zu Gilbert & Sullivans “Piraten von Penzance”, die Operette, die am kommenden Freitag Premiere hat.

Die Dramaturgin konnte leider allen Besuchern der Soiree im März nichts Neues erzählen, aber vielleicht ist es für sie neu, dass man auf einem Podium nicht unbedingt Röcke trägt, die kaum breiter sind als ein Gürtel. Ich stehe jedenfalls nicht auf weiße Unterwäsche.

Interessanter waren da schon die Ausführungen des Regisseurs, des Bühnenbildners und des Musikalischen Leiters. Diese Premieren wird der ganz nach meinem Geschmack sein, ich bin ja eh eher anglophil veranlagt und ein ausgesprochener Fan des britischen Humors.

Das Highlight des heutigen Tages waren aber die musikalischen Darbietungen von Rita Kapfhammer, Holger Ohlmann, Robert Sellier und Thérèse Wincent.

Die Präsenz von Rita Kapfhammer ist schier  unglaublich. Selbst ohne Kostüm und Bühne schaffte sie es, die entsprechende Atmosphäre zu schaffen. Ich freue mich schon sehr auf ihre Rolle als Ruth. Gleiches gilt für Holger Ohlmann, der den Piratenkönig verkörpert. Im Terzett “Paradox” mit Robert Sellier merkt man besonders die Spielfreude aller Beteiligter und auch Thérèse Wincent als Mabel macht eine gute Figur als rebellische Tochter.

Ich freue mich außerordentlich auf diese Premiere, die, das glaube ich jetzt schon sagen zu können, hundertprozentig meinen Geschmack trifft und sicher auch ein Publikumsrenner wird.

Staatstheater am Gärtnerplatz

Auftakt: Die Piraten von Penzance

Einführungsmatinee im Foyer
Sonntag, 10. Mai 2009
11.00 – 12.00 Uhr

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