Archives

  • 2019 (30)
  • 2018 (59)
  • 2017 (40)
  • 2016 (6)
  • 2015 (15)
  • 2014 (52)
  • 2013 (83)
  • 2012 (109)
  • 2011 (153)
  • 2010 (179)
  • 2009 (279)
  • 2008 (213)
  • 2007 (33)
  • 2006 (21)

Kategorien

Unterhachinger Lesenacht, 07.05.2011, Unterhaching

Bedingt durch einen ausgedehnten, ebenfalls literarisch angehauchten, Biergartenbesuch zuvor, starteten meine Begleitung und ich erst verspätet in die Unterhachinger Lesenacht und konnten nur noch zwei Lesungen besuchen.

Die erste war Michael Peinkofer, er las zwei Szenen aus dem dritten Teil seiner Zauberer-Reihe “Das dunkle Feuer”. Er führte sehr gut in die Handlung ein, stellte seine Figuren vor und gab zum Schluss noch einen amüsanten Exkurs in die von ihm entworfene Sprache der Orks. Ich bin ja Fantasy nicht abgeneigt und werde mich mit der Erdwelt vermutlich noch näher beschäftigen. Leider wurde die Lesung gegen Ende massiv gestört, als Besucher bereits zur nächsten hereinströmten und sich ungeachtet der laufenden lautstark unterhielten.

Die zweite Lesung war der eigentliche Grund unseres Kommens: Inge Löhnig las aus ihrem vierten Dühnfort, der mir ja ausgezeichnet gefallen hat. Natürlich kannte ich die Abschnitte schon, das tat dem vergnügen aber keinen Abbruch, weil ich merkte, dass sie jetzt anders auf mich wirkten als noch bei der letzten Lesung. Im Anschluss beantwortete sie noch Fragen und nahm sich die Zeit, noch ein wenig mit uns Beiden zu plaudern. Am 12. Dezember erscheint ihr fünfter Dühnfort unter dem Titel “Schuld währt ewig”, wieder mit einem tollen Cover und als Spitzentitel. Leider war auch diese Lesung anfangs durch undiszipliniertes Publikum gestört, vielleicht sollte man auf die Rückseite der Eintrittskarte Verhaltensregeln drucken.

Ansonsten war es, so weit wir beide mitbekommen haben, eine sehr erfolgreiche Veranstaltung.

Ähnliche Artikel

Nachtgedanken, historisch

Letztens war zwischen der Einführung am Vormittag und der Vorstellung am Abend noch etwas Zeit und weil das Wetter zu schön war für einen Museumsbesuch, schlenderten wir vom Theater über den Glockenbach zum Alten Südfriedhof. Wir betraten den Friedhof durch den östlichen Eingang zwischen altem und neuem Teil, wenden uns aus einer Laune heraus nach links – und das erste Grabmal, dass wir sehen, ist das von Friedrich von Gärtner. Was für ein schöner Zufall.

Die Liste der hier bestatteten Berühmtheiten liest sich wie das Who’s who der Münchner Stadtgeschichte:

Max Emanuel Ainmiller – Maler, 1807 – 1870
Franz Xaver von Baader – Philosoph, 1765 – 1841
Jakob Bauer – 1. Bürgermeister, 1787 – 1854
Theodor von Bischoff, Anatom und Physiologe, 1807 – 1882
Roman Anton Boos – Bildhauer, 1730 – 1810
Friedrich Bürklein – Architekt, 1813 – 1872
Adolf Christen, Hofschauspieler und Theaterdirektor, 1811 – 1883
Anna Dandler, Hofschauspielerin, 1862 – 1930
Johann Georg von Dillis – Landschaftsmaler, 1759 – 1841
Ignaz von Döllinger – Theologe, 1799 – 1890
Johann Georg Edlinger – Maler, 1741 – 1819
Alexander Eibner, Kunstmaler und Hochschullehrer für maltechnische Forschung und Lehre, 1862 – 1935
Kaspar Ett – Komponist, 1788 – 1847
Carl von Fischer – Architekt, 1782 – 1820
Ludwig Foltz, Architekt, Bildhauer und Illustrator, 1809 – 1867
Josef von Fraunhofer – Optiker und Erfinder, 1787 – 1868
Franz Xaver Gabelsberger – Erfinder der Kurzschrift, 1789 – 1849
Friedrich von Gärtner – Baumeister (Klassizismus), 1792 – 1847
Sebastian Gaigl – Stifter des städtischen Waisenhauses, 1799 – 1871
Joseph Görres – Publizist, 1776 – 1848
Charlotte von Hagn – Schauspielerin, auch in der Schönheitengalerie, 1809 – 1891
Johann von Halbig – Bildhauer, 1814 – 1882
August von Hauner – Kinderarzt und Hochschullehrer, 1811 – 1884
Peter von Hess – Maler, 1792 – 1871
Wilhelm von Kaulbach – Historienmaler, 1805 – 1878
Leo von Klenze – Baumeister (Klassizismus), 1784 – 1864
Franz von Kobell, Mineraloge und Mundartdichter (bayerisch u. pfälzisch), 1803 – 1882
Alexander von Kotzebue, deutsch-russischer Schlachtenmaler, 1815 – 1889
Ludwig Lange, Architekt und Maler, 1808 – 1868
Justus Freiherr von Liebig – Chemiker und Naturforscher, 1803 – 1873
Jean Baptiste Métivier, französisch-deutscher Architekt, 1781 – 1853
Ferdinand von Miller – Erzgießer und Abgeordneter im Dt. Reichstag, 1813 – 1887
Carl Friedrich Neumann – Sinologe, 1793-1870
Eugen Napoleon Neureuther – Maler, Zeichner und Radierer, 1806 – 1882
Johann Nepomuk von Nussbaum – Chirurg, 1829 – 1890
Georg Simon Ohm – Physiker, 1789 – 1854
Max von Pettenkofer – Begründer der modernen Hygiene, 1818 – 1901
Ludwig von der Pfordten – Bayr. Ministerpräsident, 1811 – 1899
Christian Pram-Henningsen, dänischer Maler, 1846 – 1892
Siegmund von Pranckh, General und Kriegsminister, 1821 – 1888
Georg Friedrich von Reichenbach – Erfinder und Ingenieur, 1772 – 1826
Josef Gabriel Rheinberger, Liechtensteiner Komponist und Musikpädagoge, 1839 – 1901
Karl Rottmann – Landschaftsmaler, 1798 – 1830
Eduard Schleich der Ältere – Maler, 1813 – 1874
Friedrich Ludwig von Sckell – Landschaftsgärtner, 1750 – 1823
Ludwig Schwanthaler – Bildhauer, 1802 – 1848
Moritz von Schwind – Maler, 1804 – 1871
Helene Sedlmayr aus der Schönheitengalerie, Symbol der Schönen Münchnerin, 1813 – 1898
Franz von Seitz – Maler, Lithograf und Kostümbildner
Otto Seitz – Maler und Hochschullehrer, 1846 – 1912
Alois Senefelder – Erfinder des Steindrucks, 1771 – 1834
Johann Nepomuk Sepp – Historiker und Politiker, 1816 – 1909
Carl Spitzweg – Maler und Apotheker, 1824 – 1894
Friedrich Wilhelm von Thiersch, „Praeceptor Bavariae“, 1784 – 1860
Gustav Vorherr – Architekt, 1778 – 1847
Klara Ziegler, Schauspielerin und Theatergründerin, 1844 – 1909

(Zitat aus dem Wikipediaartikel)

Hier fehlen allerdings noch sämtliche Brauereibesitzer, die ebenfalls dort begraben sind. Viele Grabstätten sind ziemlich beschädigt, einige wenige werden noch gepflegt. Der Bärlauch blühte und verbreitete seinen intensiven Duft.

Ein sehr nachdenklicher, informativer, melancholischer  Nachmittag.

Ähnliche Artikel

Nachtgedanken, übernächtigt

Gestern war ich das erste Mal bei der “Langen Nacht der Museen“. 90 in ganz München haben sich beteiligt. Wir waren zu fünft und starteten  in der Neuen Pinakothek. Hier sollte das nächste Mal unbedingt angegeben werden das nur Abendhandtäschchen mit in die Ausstellung genommen werden dürfen. Nein, meine Handtasche war nicht größer als Din A 4. Oder jedenfalls nicht wesentlich. Ich hasse es, wenn ich meine Karte mangels weiterer Taschen in der Hand tragen muss und keine Taschentücher zur Hand habe. Dem Personal hier hat mans angemerkt, dass es ihnen keinen Spass gemacht hat. Ganz anders im Museum “Reich der Kristalle”. Mal abgesehen davon, dass sie schnuckeliger waren, die Stundenten hier waren voll engagiert, bereit, ihr Wissen weiterzugeben und dies in einer sehr sympathischen Art zu tun. Großes Kompliment an dieses Museum, toll was hier auf die Beine gestellt wurden. Das Publikum dankte es mit sehr regem Besuch. Die größte Enttäuschung war für mich das Theatermuseum. Abgesehen davon, dass ich irgendwie nicht realisiert habe, dass hier nur Sonderausstellungen laufen, was ganz klar mein Fehler war, war die “Führung” durch die Karl-Valentin-Ausstellung sehr kurz und beschränkte sich eher auf eine allgemeine Darstellung seiner Biografie. Wenigtens konnte ich hier am Ende noch ein Blatt mit den Ansprechpartner für die verschiedenen Archive ergattern. Danach ein kurzer Abstecher ins Nationalmuseum, mit der Tram weiter zum Isartor, hier ins Biermuseum, dann weiter zum Odeonsplatz, denn für 23.30 Uhr hatten wir eine der raren Karten für eine Führung durch die Sonderausstellung “Anatomie der Welt. Wissenschaft und Kunst auf dem Artemidor-Papyrus” im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst ergattert. Trotz der fortgeschritenen Stunde war es eine sehr interessante und informative Veranstaltung. Dieses Museum habe ich sicher nicht zum letzten Mal besucht, es bietet sich auch für einen Besuch in einer verlängerten Mittagspause geradezu an. Am Ende musste ich leider sehr schnell aufbrechen, denn offensichtlich hat man es nicht für nötig befunden, einen Sonderfahrplan für diese Nacht zu bestellen und so musste ich mich sputen, sonst hätte ich 1 Stunde 40 Minuten warten müssen. Die S-Bahn war so voll wie sonst nur zur Hauptverkehrszeit. Auch die Shuttlebusse waren meistens überfüllt, deswegen sind wir auch viel zu Fuß gegangen.

Mein Fazit: im nächsten Jahr bereite ich mich ein bisschen besser vor und dann machts noch mehr Spass. Natürlich kann man kein Museum ausführlich besichtigen, aber die Nacht ist auf jeden Fall geeignet, um Lust auf intensivere Beschäftigung zu machen.

Ähnliche Artikel