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Oper, mondsüchtig

Heute gibt es mal wieder eine Doppelschicht am Gärtner. Am Nachmittag war “Mann im Mond” angesagt. Ich war gespannt auf Susanne Heyng als Königin und sie war einfach klasse. Ebenso Gary Martin als verschmitzter Professor und Peter Sonn als komischer Arbeiter. Ein besonderes Zuckerl war die Mondeule, gesungen und gespielt von Ann-Kathrin Naidu.Was aber nicht heißen soll, dass der Rest des Ensembles und der Chor und natürlich das Orchester nicht auch gut waren. Ganz zu schweigen von dem wie immer freundlichen Einlass- und Garderobenpersonal. Danke, dass ihr mir einen schönen Sonntagnachmittag bereitet habt!
Die Inszenierung gefällt mir wirklich gut, es ist wie gemacht für Kinder zum Mitfiebern, aber auch als Erwachsener muß man manchmal sehr schmunzeln. Besonders gut gefällt mir das Schlussensemble, das hat wirklich schöne Melodien. Mal sehen, vielleicht gehe ich diese Spielzeit nochmal.

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Oper, elegisch

Heute sah ich zum ersten Mal Sandra Moon in der Rolle der Violetta. Im ersten Akt schien mir ihre Darstellung zu maniriert, das gab sich aber im Laufe des Abends. Gary Martin und Adrian Xhema waren wieder genial und auch  Snejinka Avramova, Christian Hübner, Mario Podrecnik, Johannes Wiedecke und der Chor waren wieder eine Augen- und Ohrenweide. Am Ende frenetischer Applaus im ausverkauften Haus.

Staatstheater am Gärtnerplatz

La Traviata

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi
nach dem Roman “Die Kameliendame” von Alexandre Dumas fils Libretto von Francesco Maria Piave
Deutsch von Walter Felsenstein
Freitag, 28. November 2008
19.30 – 22.00 Uhr

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Singspiel, aufbauend

Ich wusste es ja von Anfang an: “Liebe und Eifersucht” ist Wohlfühlmusik. Wenn es einem vorher nicht so gut ging, danach ist es garantiert besser.

Für mich heute das erste Mal die Einführung von Sonja Westerbeck. Sie hat nochmals neue, interessante Aspekte aufgeworfen, über die ich noch eingehender nachdenken muss.

Heute habe ich zum wiederholten Mal lange darüber gegrübelt, warum Ponlevi seinen Herrn an Fabio verrät, bevor die Sache mit Celia und Enrico läuft. Und auch vorher behauptet er gegenüber Lysida, dass sein Herr lügen würde, obwohl er nur das wiedergibt, was Ponlevi ihm gesteckt hat. Der Bayer an sich würde sagen, ein ganz kleines bißchen hinterfotzig. Was aber dem Spaß keinen Abbruch tut. Schön wars, wie immer. Danke!

Staatstheater am Gärtnerplatz

Liebe und Eifersucht

Die Schärpe und die Blume
Singspiel in drei Akten von E.T.A. Hoffmann
Libretto vom Komponisten nach der Übersetzung von August Wilhelm Schlegel nach Pedro Calderón de la Barca
Sonntag, 23. November 2008
19.00 – 21.45 Uhr

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Konzert, irisch

Es bot sich an, zwischen dem Vormittagstermin am Oberanger und dem Abendtermin im Staatstheater am Gärtnerplatz ebendort auch den Nachmittag zu verbringen. Besonders, da irische Lieder, gesungen von Frances Lucey, auf dem Programm standen. Es war wirklich sehr schön und auch den zahlreich erschienen Zuschauern hat es anscheinend sehr gut gefallen. Die Interpretationen von “Carrickfergus” und “She moves through the fair” waren meine persönlichen Favoriten. Es gab auch eine sehr gelungene Tanzeinlage und eine humorvolle Moderation der Sängerin. Ein sehr gelungener Nachmittag.

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Konzert, kapriziös

Es begann mit der Arlésienne-Suite Nr. 2, in deren Verlauf ich tatsächlich diesen wunderschönen Tag in Arles vor meinem inneren Auge hatte, mit all den Gardian, die sich auf dem Platz vor der Kirche versammelt hatten und den Frauen in der traditionellen Tracht. Besonders gefallen haben mir hier der dritte und vierte Satz.

Danach Tschaikowsky, Variationen über ein Rokoko-Thema. Ich bin ja eher der Bläser-Typ, aber wenn ich mir ein Streichinstrument aussuchen sollte, wäre es sicher das Violoncello. Insofern war dieses Stück wie für mich gemacht und Hans-Peter Besig als Solist war wirklich großartig. Besonders nett fand ich, dass seine Mit-Violoncellisten ihm auf der Bühne extra gratuliert haben. Als Zugabe gabs vor der Pause dann noch eine Sarabande von Bach von ihm. Frenetischer Beifall.

Weiter gings mit Ravel, Le Tombeau de Couperin und als Abschluß Rimsky-Korsakow, Capriccio Espagnol. David Stahl merkte in seiner Moderation an, dass Tschaikowsky, von dem es ja das Capriccio Italienne gibt und Rimsky-Korsakow, sich gar nicht mochten. Wer hat da wohl von wem abgeschrieben?

Als Zugabe nochmals den vierten Satz der Arlesienne-Suite, mitreissende Musik. Ein toller Abend!

Staatstheater am Gärtnerplatz

Gärtnerplatz Sinfonisch: Sinfoniekonzert

Herbstliche Capriccios
Samstag, 22. November 2008
19.30 Uhr

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Oper, gruselig

Also eigentlich nicht die Oper. Obwohl die Hexe, die hat schon was. Aber die Umstände. Ich mache das auch nie wieder. Versprochen. Vormittagsvorstellungen unter der Woche sind ab sofort tabu.

Staatstheater am Gärtnerplatz

Hänsel und Gretel

Märchenspiel in drei Bildern von Engelbert Humperdinck
Text von Adelheid Wette
Donnerstag, 20. November 2008
11.00 – 13.10 Uhr

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Oper, herzzerreißend

Wow! Auch Stunden nach der Aufführung und einem sehr netten Gespräch im Anschluß stehe ich immer noch unter dem Eindruck dieses wirklich tollen Abends. Allen voran Elaine Ortiz-Arandes als grandiose Violetta, Gary Martin und Adrian Xhema als Vater und Sohn Germont, Holger Ohlmann für mich das erste Mal als Grenvil, der wie immer tolle Chor (ich liebe die Szene mit den Zigeunerinnen und den Matadoren), alle haben diese Aufführung unvergesslich werden lassen.

Staatstheater am Gärtnerplatz

La Traviata

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi
nach dem Roman “Die Kameliendame” von Alexandre Dumas fils Libretto von Francesco Maria Piave
Deutsch von Walter Felsenstein
Montag, 17. November 2008
19.30 – 22.00 Uhr

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Oper, zappelig

Junk Opera mit Thomas Peters stand heute abend auf dem Programm, natürlich im Theater meines Vertrauens. Hätte mir mal jemand vorausgesagt, ich würde tatsächlich mal während einer Vorstellung  laut was sagen (und dafür keine bösen Blicke ernte), hätte ich ihn für verrückt erklärt. Aber schliesslich haben ja alle anderen auch was gesagt.

Struwwelpeter neu interpretiert, einfach genial. In der Straße bin ich schließlich aufgewachsen 😉 Gerade summt es noch in meinem Kopf “Zappel-di-zappel-di-Phillip” und ich erfülle den Auftrag von Thomas Peters gerne: mir hats gefallen, ich habs hiermit weitergesagt! Und ich hab mich auch gar nicht gefürchtet. Und das, wo ich ja sonst eigentlich kein Blut sehen kann. Dann kann ich mich ja auch in Sweeney Todd wagen.

Zwei Details haben mich ganz besonders begeistert: erstens das Handtuch mit dem Schriftzug “Staatstheater am Gärtnerplatz”, die hingen mit einem anderen Schriftzug früher neben jedem Waschbecken bei uns und wurden leider im Zuge von Sparmaßnahmen abgeschafft. Zweitens die Geschichte rund um den Suppenkaspar, schließlich wollte man mir in der Mensa meines Ausbildungsbetriebes kein Essen mehr geben, nachdem ich in unserer Zeitung eine Glosse darüber geschrieben hatte. Ich musste zu Verwaltungsleiter zu einem Vier-Augen-Gespräch und zwei Wochen lang bei jeder Essensausgabe versichern, dass alles nur Spaß war. War es natürlich nicht.

Ein netter Abend mit witzigen, skurilen Details und in den Kopf gehenden Musikstücken.

Staatstheater am Gärtnerplatz

Shockheaded Peter

Die gar nicht kindgerechte Struwwelpeter-Show
Junk Opera von Julian Crouch und Phelim McDermott mit der Musik von Martyn Jacques, The Tiger Lillies
deutsche Songtexte von Andreas Marber
Sonntag, 16. November 2008

20.00 – 21.30 Uhr

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Operette, berauschend

Berauscht bin ich. Von Farben, von der Musik. Tolles Bühnenbild, tolle Kostüme, tolles Ensemble, toller Chor. Tiefschürfende Auseinandersetzung mit der Thematik ein andermal, wenn ich etwas früher heimkomme. Dem Publikum im nahezu ausverkauften Haus hat es, ganz im Gegensatz zu den Münchner Kritikern (nach unten scrollen) und im Einklang mit Nicht-Münchner Kritikern,  sehr gefallen, Applaus schon bevor auch nur eine Note gesungen wurde, immer wieder spontan und am Schluss besonders kräftig. Schön!

Staatstheater am Gärtnerplatz

Boccaccio

Operette in drei Akten von Franz von Suppé
Libretto von F. Zell (Camillo Walzel) und Richard Genée nach IL DECAMERONE von Giovanni Boccaccio
Samstag, 15. November 2008
19.30 – 22.30 Uhr

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Nachtgedanken, literaturgestresst

Irgendwie fühle ich mich momentan ziemlich als Versager. Ich bringe keine Leserunde zu Ende, ich habe einen Haufen angelesener Bücher rumstehen, von denen jedes Einzelne wert ist, zu Ende gelesen zu werden, mein SUB schwingt sich in vorher nie erreichte Höhen.Hier im Blog fehlen vier Rezis.

Dabei lese ich. In jeder freien Minute. Falls mich mal jemand sieht: ich bin die, die immer ein Buch in der Hand hat.

Morgens um halb sechs in der S-Bahn, in der Pause im Gärtner, nach der Vorstellung auf dem Heimweg.

Und trotzdem schaffe ich meine selbstgesteckten Ziele nicht. Zu viel vorgenommen? Ich weiß es nicht.

Ich weiß nur, dass ich zur Zeit permanent ein schlechtes Gewissen habe.

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