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Oper, eiskalt

CVH Debüt war der Anlass, mal wieder die Bohème anzusehen. Dieses Mal gefiel mir die Inszenierung deutlich besser als beim ersten Mal. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, dass man Opern zeitlos inszenieren kann, schließlich hat sie fast 40 Jahre auf dem Buckel. Der Platz im 4. Rang war auch sehr gut, ich hatte einen guten Überblick, nur das Orchester war manchmal etwas zu laut.
Anja Harteros hat wunderbar gesungen, das Debüt von CVH war gut gelungen und daneben hat mir noch Nikolay Borchev am besten gefallen, ich bin halt nun mal ein absoluter Bariton-Fan. Ein toller Abend!

Bayerische Staatsoper

La bohème

17.12.2008
19.30 – 22.10 Uhr

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Konzert, weihnachtlich

Weihnachten, da wo ich zu Hause bin, unter diesem Motto stand die heutige Soirée im oberen Foyer des Theaters meines Vertrauens.

Besonders gut gefallen hat mir, dass das Programm überwiegend aus nicht so bekannten Liedern bestand, in denen die Solisten ihr ganzes Können zeigen konnten. So stach bei Thérèse Wincent “Kalle Juls Vals” hervor, es handelt vonm einem erfolglosen Christbaumverkäufer, mit viel Schmackes vorgetragen, so dass die Fantasie trotz der unbekannten Sprache angefeuert wurde. Rotraut Arnold las weihnachtliche Geschichten vor, absolute Spitze bei einer Geschichte im Dialekt ihrer Heimat und bei ihrer gesungenen Zugabe über den nachweihnachtlichen Umtausch. Christian Hübner hat mir bei “Maria durch ein’ Dornwald ging” Gänsehaut verursacht und Frances Lucey rief mit überspringenden Funken in Erinnerung, dass “Go tell it on the mountain” auch von Christie Geburt handelt. Zu guter Letzt Harrie van der Plas, der mit einem rumänischen Weihnachtslied bewegte.

“Good King Wenceslas”, von Frances Lucey und Christian Hübner überzeugend vorgetragen, rief bei mir sofort die Weihnachtsmarkenserie aus GB irgendwann in den Achtzigern in Erinnerung. Glücklicherweise haben sie nicht “The twelve days of Christmas” gesungen, ich weiß nicht, ob ich das eingedenk Charlies Twelfth Night ohne Tränen durchgestanden hätte.

Sympathische Verwirrung bei den Zugaben und sehr nette Gespräche mit dem Stammpublikum des Hauses “1946, als das Haus ausgebombt war, da haben sie “Land des Lächelns (irgendwo anders) gespielt, das habe ich 140 mal gesehen” runden diesen Abend ab.

Staatstheater am Gärtnerplatz

Weihnachten dort, wo ich zu Hause bin

mit Thérèse Wincent, Frances Lucey, Rotraut Arnold, Harrie van der Plas und Christian Hübner.
Montag, 15. Dezember 2008
19.30 Uhr

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Singspiel, akrobatisch

Ach, was hab ich diese Wohlfühlmusik vermisst! Und der Count Down läuft. Noch gibt es aber zwei Gelegenheiten, diese wirklich schöne Inszenierung im Staatstheater am Gärtnerplatz zu sehen: am 30.12.2008 und am 22.05.2009 (da bin ich noch in der Provence, ging leider nicht anders ;-)).

Heute gabs zwei außergewöhnliche akrobatische Einlagen, eine von Stefan Sevenich, bei der er sich hoffentlich nicht weh getan hat, und eine im Orchestergraben. Außerdem gabs mal wieder spontanen Applaus an einer bisher noch nicht gehörten Stelle. Ann-Katrin (diesmal richtig, BellaSunny ;-)) Naidu gefällt mir in dieser Rolle mittlerweile immer besser, nur mit Sigrid Plundrich werde ich nach wie vor nicht warm. Aber das kann ja noch kommen.

Heute sind mir zum ersten Mal die Stellen mit dem Vor-Nachmachen besonders ins Auge gestochen. Ich entdecke sogar beim 10. Mal noch Neues. Und schon geht mir die Musik wieder nicht aus dem Kopf.

Was täte ich nur ohne die bezaubernden Abende im Theater meines Vertrauens? Nichts Konstruktives, da bin ich mir ziemlich sicher. Ach, war das wieder schön. Danke an alle Beteiligten!

Staatstheater am Gärtnerplatz

Liebe und Eifersucht

Sonntag, 14. Dezember 2008
19.00 – 21.45 Uhr

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Opera, should be like a fairy tale

Heute Abend bin ich das erste Mal im Royal Opera House in London gewesen. Hänsel und Gretel steht auf dem Spielplan. Ich überrasche die Herren an der ziemlich kleinen Garderobe damit, dass ich meine Jacke abgebe. Hier ist es wohl eher üblich, sie mitzunehmen, was ich nicht verstehe, aber andere Länder, andere Sitten. Das sehr schön gemachte Programmheft lässt das Schlimmste ahnen. Und es ist wirklich keine gute Idee, kleine Schokoladenproben im Foyer auszulegen, es sei denn, man mag es während der Ouvertüre gerne raschelig.
Der erste Akt spielt im Kinderzimmer von Hänsel und Gretel. Anscheinend ist die bittere Armut nur eine vorübergehende Erscheinung, jedes Kind hat sein eigenes Bett mit Hochglanzposter drüber. Da wirkt das Gejammere wegen des Hungers doch etwas aufgesetzt. Schließlich wird in dieser Inszenierung auch sehr viel gegessen. Die Bekleidung wirkt wie frisch aus dem Laden und alles sieht immer porentief rein aus. Im Wald hat Gretel plötzlich einen roten Mantel an, anscheinend auch aus früheren, besseren Zeiten. Das Bühnenbild des zweiten Aktes ist sehr gut gelungen, als einziges der ganzen Oper. Schon beim Sandmännchen geht der Unsinn weiter, es sieht aus wie der Typ aus der Benny-Hill-Show und wirft den Sand nicht mal in die generelle Richtung der Kinder, gruselig. Die Engel sehen aus wie mit Winnie Puh gekreuzt und sind aus unerfindlichen Gründen nur neun. Nach der Pause das Taumännchen als Fee mit Gummihandschuhen und Putzwagen. Bitte? Im Programmheft wurde eingehend die böse Hexe behandelt und sie sollte besonders zum Fürchten sein. Naja, wer die Böse aus 101 Dalmatiner gruselig findet, kommt hier auf seine Kosten. Ich fand den blanken Busen anfangs und die Gehhilfe eher lächerlich. Apropos lächerlich: das Knusperhaus hatte A1-Größe. Hier wurden die Übertitel entsprechend angepasst, denn eigentlich wird ja von Hineingehen gesungen, in den Übertiteln wurde daraus ein Hineinsehen.
Diana Damrau und Angelika Kirchschlager waren eine helle Freude, überhaupt haben mir alle sehr gut gefallen – bis auf Thomas Allen als Peter, er spielte übertrieben und sang verhalten, und dem Kinderchor, das klang irgendwie nicht richtig. Fazit: musikalisch sehr gut, Inszenierung ein Flop. Es könnte sich übrigens um die Premiere gehandelt haben, im Programmheft stand zwar 52. Aufführung, aber Gott und die Welt stand am Schluss auf der Bühne.

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Orchesterprobe, individuell

Sorry Herr Ruskin, I really didn’t intend to sound like Miles Davis. I will try harder next time.

Diesmal war es noch lustiger als bei der Premiere. Ich muss jetzt wirklich mal die Musiksprache lernen: Legato, Pizzicato, Vibrato. Okay, Pizzicato war das mit dem Zupfen, oder? Den Rest lerne ich auch noch. Vielleicht sollte ich daran gehen, wie man eine Fremdsprache lernt.

Leider konnte ich der Einladung zur Orchesternachbesprechung nicht folgen, morgen früh um 7.15 Uhr geht der Flieger nach Hamburg. Schade, es wäre eine gute Gelegenheit gewesen, das Programm für das Kammerkonzert durchzusprechen, das künstlerische Betriebsbüro hatte leider schon zu.

Was ich sagen will: Hingehen. Anschauen. Mitlachen.

Staatstheater am Gärtnerplatz

Orchesterprobe Traviata III. Akt

Italienne avec Orchestre von Jean-Francois Sivadier
Deutsch von Pascal Paul-Harang und Michael Quast
Freitag, 05. Dezember 2008
21.00 – 22.15 Uhr

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Oper, verhext

Heute war sie ganz besonders gut, Snejinka Avramova als Hexe. Sie bringt das wirklich seeeehr gut rüber, das verflixte verhexte, sogar nachdem der Vorhang gefallen ist. Aber es waren alle gut, Gary Martin als Peter, Rita Kapfhammer als Gertrud, Ann-Katrin Naidu als sicher schönster Hänsel, Thérèse Wincent als nicht minder schöne Gretel, Frances Lucey als Sand- und Taumännchen. Nicht zu vergessen natürlich das Orchester, wie immer souverän unter David Stahl. Da werden sich Sir Colin Davis, Diana Damrau, Angelika Kirchschlager et al am Dienstag schon anstrengen müssen.

Heute waren wieder sehr viele Kinder da, aber die Störungen hielten sich in grenzen, der spontane Applaus, als die Hexe in den Ofen gestoßen war, passte richtig gut und am Schluss merkte man richtig die Begeisterungsfähigkeit des jungen Publikums am nicht enden wollenden Klatschen. Da möchte ich fast rufen: behaltet sie Euch für die nächsten fünfzig bis hundert Jahre.

Staatstheater am Gärtnerplatz

Hänsel und Gretel

Freitag, 05. Dezember 2008
18.00 – 20.10 Uhr

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Lesestoff 2008 – 53

Brisingr – Christopher Paolini

Gebundene Ausgabe: 784 Seiten
Verlag: Knopf Books for Young Readers (20. September 2008)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0375826726
ISBN-13: 978-0375826726
Größe: 23,2 x 15,8 x 4,8 cm

Kurzbeschreibung (von amazon)

OATHS SWORN . . . loyalties tested . . . forces collide.

Following the colossal battle against the Empire’s warriors on the Burning Plains, Eragon and his dragon, Saphira, have narrowly escaped with their lives. Still there is more at hand for the Rider and his dragon, as Eragon finds himself bound by a tangle of promises he may not be able to keep.

First is Eragon’s oath to his cousin Roran: to help rescue Roran’s beloved, Katrina, from King Galbatorix’s clutches. But Eragon owes his loyalty to others, too. The Varden are in desperate need of his talents and strength—as are the elves and dwarves. When unrest claims the rebels and danger strikes from every corner, Eragon must make choices— choices that take him across the Empire and beyond, choices that may lead to unimagined sacrifice.

Eragon is the greatest hope to rid the land of tyranny. Can this once-simple farm boy unite the rebel forces and defeat the king?

Über den Autor

Link zur Homepage

Meine Meinung:

Ich hatte die ersten beiden Teile noch nicht einmal vor Jahresfrist gelesen, aber das war wohl shon wieder zu lange her, denn an manche Details wurde ich erst wieder durch die Leserunde erinnert. Wie schon in den ersten beiden Bänden, fesselt mich der unglaubliche Einfallsreichtum Paolinis, gepaart mit einer wirklichen schönen Sprache. Seine Charaktere entwickeln sich beständig weiter, manchmal vielleicht auch in eine etwas unbequeme Richtung. Die Schlachtszenen verursachten mir manchmal ein flaues Gefühl im Magen, aber andere Szenen sind dann wieder so voller Zärtlichkeit, dass es die Grausamkeiten gleichsam aufwiegt. besonders gut hat mir gefallen, dass es durchaus auch philosophische Ansätze gibt, dass auch hinterfragt wird, ob der Zweck wirklich die Mittel heiligt. Hier zeigt sich der Reifungsprozess besonders deutlich.

Das Buch hat nur einen Nachteil: das Erscheinungsdatum des Folgebandes ist noch nicht bekannt. Und ich will mehr von Eragon und Saphira lesen, jetzt sofort!

Mein Fazit:

Unbedingt vor Erscheinen des Abschlussbandes alle drei vorhergehenden nochmal lesen!

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Oper, gefühlvoll

Wow, heute wurde wieder mein Innerstes nach Außen gekehrt. Ich werde noch trauriger als ich es eh schon bin, wenn ich daran denke, noch zweimal und dann ist Schluss.

Danke für diesen mitreißenden Abend an alle Beteiligten!

Staatstheater am Gärtnerplatz

La Traviata

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi
nach dem Roman “Die Kameliendame” von Alexandre Dumas fils Libretto von Francesco Maria Piave
Deutsch von Walter Felsenstein
Montag, 01. Dezember 2008
19.30 – 22.00 Uhr

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Orchesterprobe, humorvoll

Der zweite Teil des Double Features heute am Gärtner fand in einer exklusiven Umgebung statt: dem Orchestergraben. Der war nicht mal am Theaterfest zugänglich, ein wirklich einzigartiges Erlebnis. Von hier aus kann man die Schönheit des Theaters wirklich erst richtig bewundern, wenn ich nicht um die Nachteile eines Orchestermusikers wüsste, könnte ich sie glatt um ihren Arbeitsplatz beneiden.

Und dass man sich hier am Originalschauplatz befand, sah man spätestens, wenn man die Podeste, auf denen die Stühle standen, etwas näher in Augenschein nahm. Ich saß auf dem 1. Cello, das nächste Mal werde ich mal die 2. Violine versuchen.

Witzig wars auf jeden Fall, ob Proben wirklich so ablaufen, kann ich nicht beurteilen, aber vorstellen kann ich es mir schon. Empfehlenswert auf jeden Fall für jeden, der einen ungewöhnlichen Abend im Thetaer seines Vertrauens verbringen möchte.

Danach noch nette Gespräche in der Kantine auf der Premierenfeier. Ein sehr schöner Abend, danke!

Staatstheater am Gärtnerplatz

Orchesterprobe Traviata III. Akt

Italienne avec Orchestre von Jean-Francois Sivadier
Deutsch von Pascal Paul-Harang und Michael Quast
Sonntag, 30. November 2008
20.00 – 21.15 Uhr

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Oper, mondsüchtig

Heute gibt es mal wieder eine Doppelschicht am Gärtner. Am Nachmittag war “Mann im Mond” angesagt. Ich war gespannt auf Susanne Heyng als Königin und sie war einfach klasse. Ebenso Gary Martin als verschmitzter Professor und Peter Sonn als komischer Arbeiter. Ein besonderes Zuckerl war die Mondeule, gesungen und gespielt von Ann-Kathrin Naidu.Was aber nicht heißen soll, dass der Rest des Ensembles und der Chor und natürlich das Orchester nicht auch gut waren. Ganz zu schweigen von dem wie immer freundlichen Einlass- und Garderobenpersonal. Danke, dass ihr mir einen schönen Sonntagnachmittag bereitet habt!
Die Inszenierung gefällt mir wirklich gut, es ist wie gemacht für Kinder zum Mitfiebern, aber auch als Erwachsener muß man manchmal sehr schmunzeln. Besonders gut gefällt mir das Schlussensemble, das hat wirklich schöne Melodien. Mal sehen, vielleicht gehe ich diese Spielzeit nochmal.

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