Jahresrückblick 2008

Vorherrschendes Gefühl für 2009?
Musik hat einen wesentlichen Einfluss auf mein Leben.

2008 zum ersten Mal getan?
Kuchen mit wildem Rhabarber aus dem eigenen Garten gebacken.

2008 nach langer Zeit wieder getan?
Mich auf mich selbst besonnen.

2008 leider gar nicht getan?
Fällt mir nichts ein.

Wort des Jahres?

Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen. Halleluja.

Stadt des Jahres?
London. Wie 2007.

Haare länger oder kürzer?
Länger.

Kurzssichtiger oder Weitsichtiger?
Immer gleich blind.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Gleich.

Höchste Handyrechnung?
Immer gleichbleibend.

Krankenhausbesuche?
Nein.

Verliebt?
Ja. Heftig. Immer noch in den gleichen Mann.

Getränk des Jahres?
Früchtetee.

Essen des Jahres?
Mein Geburtstagsessen im Le Caveau du Palais am Place Dauphine in Paris.

Most called persons?
Herr Nachtgedanken.

Die schönste Zeit verbracht mit?
Charlie in Hampton Court.

Die meiste Zeit verbracht mit?
Meinen Kolleginnen.

Song des Jahres?
Arie des Georges Germont aus La Traviata von : Di provenza il mar, il suol

CD des Jahres?
– La Traviata (Aufnahme aus der Bayerischen mit Anja Harteros)

Buch des Jahres?
Charlie Lyne: Das Haus Gottes

Film des Jahres?
Ich war gar nicht im Kino. Oder?

Konzert des Jahres?
Die für mich erste Traviata am am 30.Mai

TV-Serie des Jahres?
Hab ich überhaupt ferngesehen?

Erkenntnis des Jahres?
Niederlagen können positive Auswirkungen haben.

Drei Dinge auf die ich gut hätte Verzichten können?
Kaffee an der Bar eines Hotels in Ludwigsburg, den Abend des 2. März, auch bei intensivem Nachdenken fällt mir nichts drittes ein.

Nachbar des Jahres?
Alle, die mit uns gemeinsam die Einweihung unseres Hauses gefeiert haben.

Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
Endlich ernst zu machen mit einem Gesundheitsprogramm.

Schlimmstes Ereignis?
Flohplage

Schönstes Ereignis?
Drei Gleichwertige übers Jahr verteilt: Buchmesse in Leipzig, Theatervergnügen, Büchereulentreffen

2008 war mit einem Wort?
Erneuernd.

Ich wünschen allen Freunden dieses Blogs, den stillen und den kommentierenden, einen guten Rutsch und ein glückliches, zufriedenes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2009.

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Singspiel, für Verrückte

Ha, ich bin nicht allein! Heute Abend habe ich jemanden kennengelernt, der auch schon öfter in L&E war und ebenfalls in Ludwigsburg dabei war.  Er hat mir erklärt, dass dieses wunderschöne Solo vor Enricos Arie von einer Oboe ist. Ich glaub, ich mag die Oboe. Wie ich schon mal erwähnt habe, finde ich das Stück am viel schöner als die Ludwigsburger Fassung. Nachdem das aber jetzt bis Mai die Einzige ist, die ich zu hören bekomme, muss ich wohl damit zufrieden sein.

Mir hat es heute Abend wieder ausnehmend gut gefallen. Und es gibt auch beim 10plus mal Ansehen noch Neues zu entdecken.

Meinen herzlichen Dank an alle Beteiligten. Ich bin traurig, dass ich das Stück bald nicht mehr live zu sehen bekomme. Das ist immer noch um ein Vielfaches schöner, spannender, mitreissender als aus der Konserve.

Liebe und Eifersucht

Die Schärpe und die Blume
in drei Akten von E.T.A. Hoffmann
Libretto vom Komponisten nach der Übersetzung von August Wilhelm Schlegel nach Pedro Calderón de la Barca
Dienstag, 30. Dezember 2008
19.30 – 22.15 Uhr

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Lesestoff 2008 – 55

The Dragonbone Chair – Tad Williams

Taschenbuch: 930 Seiten
Verlag: Legend; Auflage: New Ed (5. Dezember 1991)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0099704900
ISBN-13: 978-0099704904

Kurzbeschreibung (von wikipedia)

The kitchen boy Simon (known as Simon “Mooncalf”) muddles his way through the daily routines of castle drudgery in the last days of the old reign and the first few months afterward. As the new reign curdles into suspicion and discontent, the new ruler forms a supernatural alliance with the Sithi Storm-King. Simon is forced to flee into the wilderness, armed only with his mentor’s biography of Prester John.

As Osten Ard is torn apart, the narrative widens into other parts of the realm through secondary viewpoint characters such as Duke Isgrimnur of Rimmersgard; Maegwin, the daughter of the Hernystiri client king; and Tiamak, a scribe in the marshes of the distant South. Despite terror, starvation, and general bewilderment, Simon manages to find sanctuary with the help of various human and inhuman fellow-travelers.

Three legendary swords Minneyar (or “Year of Memory”), Sorrow, and Thorn) are the only hope against the combined power of the two High Kings, the ancient Sithi and the new-crowned human, who have possession of at least one of those swords already. But another sword, once thought lost to the depths of the sea, may still exist in the frozen heights of the north….

Über den Autor

Link zur Homepage

Meine Meinung:

Irgendwann Anfang der neunziger Jahre brachte ich die vier Bände dieses Fantasy-Zyklus aus GB mit und seit dem dümpelten sie bei mir im Schrank. 2007 wollte ich die Reihe gar nur lesen, um die Bücher anschließend los zu werden, schließlich plante ich einen Umzug.

Dank einer von Caia initierten Leserunde bei den Büchereulen nahm ich den ersten Band jetzt endlich in Angriff und frage mich, warum ich mir dieses Lesevergnügen so lange vorenthalten habe.

Anfangs passiert nicht viel, aber die Beschreibung der Charaktere und der Landschaften bieten einen guten Einstieg in die Welt von Osten Ard. Die Erzählung nimmt aber schnell an Fahrt auf, als Simon seine Heimat verlassen muss und in die Wildnis flieht. Sehr gut gefallen haben mir die Innenansichten Simons, der zwar gerne ein berühmter Abenteurer wäre, aber feststellen muss, dass er lieber am heimischen Herd wäre anstatt mit Drachen zu kämpfen. Seine Entwicklung ist der rote Faden des Buches, auch wenn es viele sehr gut gestaltete Nebengeschichten gibt. Gerade die Komplexität, die Vielschichtigkeit ist es, die dieses Buch so interessant macht und der Einfluss auf später entstandene Fantasy-Reihen ist deutlich spürbar. Tad Williams hat eine wunderbare Fantasie und ich lasse mich gerne von ihm auf diese Reise mitnehmen.

Mein Fazit:

Das war sicher nicht das letzte Mal, dass ich dieses Buch gelesen habe. Es gibt noch vieles zu entdecken.

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Lesestoff 2008 – 54

Gut gegen Nordwind – Daniel Glattauer

Broschiert: 224 Seiten
Verlag: Goldmann (20. Oktober 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442465869
ISBN-13: 978-3442465866

Kurzbeschreibung

Emmi Rothner möchte per E-Mail ihr Abo der Zeitschrift “Like” kündigen, doch durch einen Tippfehler landen ihre Nachrichten bei Leo Leike. Als Emmi wieder und wieder E-Mails an die falsche Adresse schickt, klärt Leo sie über den Fehler auf. Es beginnt ein außergewöhnlicher Briefwechsel, wie man ihn nur mit einem Unbekannten führen kann. Auf einem schmalen Grat zwischen totaler Fremdheit und unverbindlicher Intimität kommen sich die beiden immer näher – bis sie sich der unausweichlichen Frage stellen müssen: Werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten? Und was, wenn ja?

Über den Autor:

Link zur Wikipedia

Meine Meinung:

Ich wollte nur ein wenig reinspitzen und schon war ich am Haken. Der email-, manchmal chatmäßige Stil lässt sich gut lesen und kam mir sehr bekannt vor. Man erfährt über die Protagonisten nur das, was sie selbst von sich preisgeben. Und das ist sehr spannend und zwingt fast zum Weiterlesen. So konnte ich das Buch auch nicht aus der Hand legen und habe es in einem Zug ausgelesen. Der Schluss hat mich sehr berührt und mich einige Tränen gekostet.

Mein Fazit:

Ein ziemlicher Gefühlshammer mal eben für zwischendurch.

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Oper, ähnlich

Heute bin ich zum ersten Mal in der Traviata in der Bayerischen . Der Stehplatz ist nicht allzu schlecht, auch wenn er keine Sitzmöglichkeit hat, dafür sind die anderen aber auch nochmal teurer. Die Feier bei Violetta findet teilweise im Freien statt, dass ist eine gute Idee, so spielt sich praktisch alles auf der Vorbühne ab, das macht es für die Sänger etwas leichter. Die Inszenierung gefällt mir so weit ganz gut, ohne Schnickschnack, aber meine persönliche Benchmark kommt ja erst noch. Schnell wird klar, warum es zwei Pausen braucht: bei der Menge von Flüssigkeit, der auf der Bühne verschüttet wurde, muss die vermutlich erst mal grundgereinigt werden. Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich es für eine Unsitte halte, sich nach jedem Akt zu verbeugen? Reicht der Applaus am Schluss nicht für die “großen” Stars?
Welche Krankheit hat die Violetta gleich noch mal? Das wird in dieser Inszenierung nicht deutlich und macht es unglaubwürdig, wenn sie von ihrem nahen Tod singt. Genauso wie die Liebe zu Alfredo ihre Entsprechung nicht in der Darstellung findet und damit oberflächlich bleibt. Aber am Unglaubwürdigsten ist hier ebenso wie in Hamburg die eigentlich unglaublich kraftvolle Chorszene der Zigeunerinnen und Matadore. Das kann man einfach nicht statisch und nur mit Gesichtsmasken spielen. Und was sollte der Zauberer? Gab auch keinen Applaus. Na, wenigstens singen sie gut.
Schön schlicht, das Bühnenbild und die Kostüme. Das ist das Beste, was ich über diese Inszenierung sagen kann. Lenkt nicht von den großen Emotionen dieser ab.
Moment mal, welche Emotionen? Italienisch klingt zwar schöner, ist aber lange nicht so nah an meinem Herzen wie wenn ich verstehe, was gesungen wird Violetta darf am Schluss nicht sterben, sondern geht ins Licht, da habe ich schon vor Jahrzehnten bei “Ghost” einen Lachanfall bekommen. Himmel, ich will, dass sie fällt! Dann bin ich halt konventionell, um es mit Herrn Hiller aus der “Orchesterprobe” zu sagen.
Besondes bei “Di provenza Mar il suol” ist mir aufgefallen, dass es extrem langsam war. Muss aber gut gewesen sein, alle haben gejubelt.
Ich weiß, dass die Inszenierung am ihre Schwächen hat, aber für mich ist sie immer noch um Längen besser als die heute gesehene.

La traviata


Samstag, 27. Dezember 2008
19.00 – ca. 22.05 Uhr

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Humor ist… IV

Zur Weihnachtszeit mal wieder schöne Stimmen in der Fastprovinz. Heimkommen ist ja nun kein Thema mehr, seitdem der netteste aller Verkehrsverbünde noch eine S-Bahn hintendran gehängt hat.

Bis zur Pause dachte ich ja schon, mein lieblingsnichtunterhaltender Starentertainer hätte seine Witzchen vergessen. Schließlich begründete er das Nichtvorhandensein des Programms, dass aber trotzdem vorhanden war, mit Einsparmaßnahmen und verlegte die Met kurzerhand nach Berlin.  So konnte ich die wirklich schönen Arien von , und und mit ihnen die tollen Sänger ungestört genießen. Bei der Gelegenheit fiel mir übrigens auf, dass wohl gerne bei sich selbst abgeschrieben hat, das Liebesduett zwischen Amelia und Gustav aus dem Maskenball hat eine Stelle, die ziemlich nach Traviata klingt.

Nach der Pause fiel ihm anscheinend alles wieder ein – nein, der Pseudokalauer  zur Gesundheitsreform wird auch beim vierten Mal nicht besser. Den Sängern ist es zu verdanken, dass der Abend trotzdem schön war.

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Oper, ergreifend

Langsam heisst es Abschied nehmen. Von dem liebgewonnenen 3. Akt mit den Zigeunerinnen und Matadoren, dem verdienten Applaus für den großartigen Chor in dieser Szene, von einer unglaublich guten Elaine Ortiz Arandes, die die Violetta so herzergreifend singt und spielt, dass ich diesmal schon im zweiten Akt meine Tränen nicht zurückhalten konnte. Von einem Georges Germont, der durch Gary Martin in all seinen Facetten wunderbar dargestellt wird.

Wann immer ich die Traviata hören werde, die Bilder in meinem Kopf dazu werden aus dieser Inszenierung stammen. Einmal darf ich sie noch live erleben.

La Traviata

in drei Akten von Giuseppe
nach dem Roman “Die Kameliendame” von Alexandre Dumas fils Libretto von Francesco Maria Piave
Deutsch von Walter Felsenstein
Donnerstag, 25. Dezember 2008
19.30 – 22.00 Uhr

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Oper, vorweihnachtlich

Lustig, genau heute vor einem Jahr war ich zur gleichen Zeit am gleichen Ort. Es war ein ereignisreiches Jahr, aber manche Sachen, Vorlieben, haben sich nicht geändert.

Heute mal mit Barbara Schmidt-Gaden als Hänsel. Bisher kannte ich sie ja nur von meiner Aufnahme von Don Gil. Es war wie immer sehr schön, auch wenn es heute mehr ein Hör- denn Seherlebnis war, denn die Sicht im zweiten Rang Stehplatz ist doch arg eingeschränkt. Andererseits habe ich mich sehr über das erneut ausverkaufte Haus gefreut.

Hänsel und Gretel

Dienstag, 23. Dezember 2008
18.00 – 20.10 Uhr

Ich wünsche allen und den Beschäftigten des Staatstheaters am Gärtnerplatz im Besonderen, verbunden  mit dem Dank für viele besondere Stunden, ein wundervolles Weihnachtsfest!

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Oper, flüssig

Man kann das Wasser riechen, hören, Lichtreflexe an die Decke werfen sehen. Stellt sich mir nur die Frage, wie bekommt man die ganzen Kostüme wieder trocken?

Beim zweiten Mal ansehen habe ich neue Details für mich entdeckt, über die ich noch nachdenken muss. Warum sind die sieben Helden bis auf die Gesichtsmaske exakt wie der Zar gekleidet? Es scheint fast so, als könnte er ihr Anführer sein und nicht der hell gekleidete Gwidon. Oder würde er in der Masse dann untergehen? Als Gary Martin als Zar seine Schuld beklagt, das war so berührend, da musste ich ein paar Tränchen verdrücken. Auch Elaine Ortiz Arandes war, wie immer, möchte man fast sagen, fantastisch. Aber auch fast der ganze Rest des Ensembles stand den beiden in nichts nach.

Toll auch wieder der Chor, die Szenen klingen wunderschön und sind gut choreografiert. Auch das war wieder spitze und mit tut es fast leid, dass bei der tollen Musik des Hummelfluges der Applaus wohl mehr der verrückte Tänze aufführenden Hummel gilt als den Musikern.

Ein sehr schöner Abend, der mir noch besser gefallen hat als die Premiere. Danke an alle Beteiligten!

Das Märchen vom Zaren Saltan

Montag, 22. Dezember 2008
19.30 – 22.00 Uhr

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Orchesterprobe, aufgezeichnet

Ich konnte ja kurzfristig noch eine Karte ergattern, und so sass ich gestern am gleichen Platz wie schon am 5.Dezember. Anders war diesmal, dass die Vorstellung fürs Fernsehen aufgezeichnet wurde. Das war nochmal, wie sagt, June Preston aka Marianne Larsen so schön, the cherry on the cake, das Sahnehäubchen. Hautnah mitzuerleben, wie so ein Beitrag erstellt wird, das hat schon was besonderes. Im Mittelpunkt stand aber natürlich das Stück und ich habe mich wieder prächtig amüsiert. Ich entdecke doch jedesmal noch etwas Neues.

Orchesterprobe Traviata III. Akt

Italienne avec Orchestre von Jean-Francois Sivadier
Deutsch von Pascal Paul-Harang und Michael Quast
Sonntag, 21. Dezember 2008
20.00 – 21.15 Uhr
Im Orchestergraben – Großes Haus

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