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SUB-Abbau, einfach

Vor vier Tagen waren es noch 999, ein Buch wurde gelesen, fünf sind hinzugekommen und trotzdem ist der Stand jetzt bei 996?

Ganz einfach: ich habe meine Datei mal bereinigt. Doppelte, schon längst aussortierte und eingetauschte oder verkaufte raus. Und schon habe ich wieder etwas Luft bis zum RUB.  Allerdings erwarte ich auch noch, ähm, mindestens drei. Schnell weiterlesen.

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Oper, erschütternd

Liegt es an dem gewissen Alter, dass mir zur Zeit die Tränen recht schnell in die Augen springen? Oder hab ich mich verändert, lasse mehr zu als früher? Jedenfalls musste ich heute schon wieder heftig blinzeln beim Bühnentod der Violetta. Und in der S-Bahn gleich nochmal, als via MP3 John Hannah W.H. Auden zitierte, da heule ich aber regelmäßig, wenn ich mir den Film zum vierhundertfünfundreißigsten Mal anschaue.

Eine wunderbare Inszenierung, die mit ganz wenig auskommt und doch so viel gibt.  Der absolute Höhepunkt für mich die Arie des Georges Germont von Gary Martin. Aber auch Elaine Ortiz-Arandes und Adrian Xhema tragen dazu bei, dass es wieder mal ein unvergesslicher Abend im Gärtner war.

Staatstheater am Gärtnerplatz

La Traviata

Freitag, 30. Mai 2008
19.30 – 22.00 Uhr

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Things to remember

Langes Kleid und Zugang zum Haus via Klettern über Gerüstteile vertragen sich nicht.

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Lesestoff 2008 – 28

A Thousand Splendid SunsKhaled Hosseini

Broschiert: 432 Seiten
Verlag: Bloomsbury Publishing; Auflage: Export Ed (Mai 2008)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 073948950X
ISBN-13: 978-0747593775
Größe: 17,6 x 11,2 x 3 cm

Kurzbeschreibung (von amazon)
Mariam is only fifteen when she is sent to Kabul to marry Rasheed. Nearly two decades later, a friendship grows between Mariam and a local teenager, Laila, as strong as the ties between mother and daughter. When the Taliban take over, life becomes a desperate struggle against starvation, brutality and fear. Yet love can move a person to act in unexpected ways, and lead them to overcome the most daunting obstacles with a startling heroism.

Über den Autor

Link zur Homepage

Meine Meinung:

In wunderschöner, aber trotzdem leicht zu lesender Sprache erzählt der Autor in seinem zweiten Roman die Geschichte zweier Frauen im Afghanistan der heutigen Zeit. Im ersten Abschnitt wird die Kindheit und Jugend von Mariam erzählt, hier bekam ich schon einen guten Einblick in das Leben einer Muslimin in Afghanistan. Im zweiten Abschnitt kommt Leila hinzu. Leila hat zwar einen etwas anderen familiären Hintergrund als Mariam, aber beide haben verschiedene Dinge gemeinsam, nicht zuletzt am Ende den gleichen Mann.

Aus einer Zweckgemeinschaft erwächst eine tiefe Freundschaft zwischen den Frauen, die mit einem großen Opfer endet. Der Erzählstrang ist eingebettet in die Geschichte Afghanistans vom Einmarsch der Russen bis zu den Friedenstruppen der ISAF. Eine bewegende, emotionale Geschichte, die einem das tägliche Leben und Überleben in einem von Krieg, Hunger und Tod heimgesuchten Land vor Augen führt und mir direkt unter die Haut ging. Mehr als einmal hatte ich Tränen in den Augen.

Mein Fazit:

Ein sehr einfühlsamer, bewegender Roman eines Mannes aus Frauensicht.

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Oper, schicksalhaft

Ich bin immer noch ganz hin und weg. Diese Musik, diese Stimmen, diese Inszenierung. Fabelhaft. Schön, dass diese Oper endlich nach München geholt wurde.

Bereits bei der Ouvertüre musste ich die Tränen wegblinzeln. Die Trauer war so real, so greifbar, mir lief es mehr als einmal kalt den Rücken hinunter.

Die drei Arien am Beginn lassen einen ahnen, was noch kommt. Aber es ist noch besser als gehofft, erwartet. Harrie van der Plas, Sandra Moon, Gregor Dalal, Jörg Simon, Tilman Unger, Florian Simson, Christian Hübner und insbesondere der Chor, alle boten Glanzleistungen. Am Ende berechtigter Jubel und minutenlanger Applaus.

Staatstheater am Gärtnerplatz

I Masnadieri

Die Räuber – Münchner Erstaufführung
Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi
Text von Andrea Maffei nach dem Drama von Friedrich Schiller
Donnerstag, 29. Mai 2008
19.30 – 22.30 Uhr

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Guter Vorsatz einer Büchersüchtigen

Der SUB muss dreistellig bleiben. Aktuell liegt er bei 999. Also schnell noch ein Buch lesen, bevor morgen wieder meine tägliche Büchersendung kommt. Oder einfach den SUB nicht updaten.

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Lesestoff 2008 – 27

Das Manuskript der Verführung – Gioconda Belli

Broschiert: 512 Seiten
Verlag: Dtv (November 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423210362
ISBN-13: 978-3423210362
Größe: 19 x 12 x 3 cm

Kurzbeschreibung (von amazon)
Seit dem Tod ihrer Eltern lebt die 17-jährige Luc¡a in einer Klosterschule in Madrid. Ihr Leben verläuft recht eintönig, bis sie dem Historiker Manuel begegnet, der sofort von ihr fasziniert ist. Allzu ähnlich ist Luc¡a einer historischen Figur, die der Experte für die spanische Renaissance mit Besessenheit erforscht: Johanna die Wahnsinnige wird sie in den Geschichtsbüchern genannt, jene Königin, die Ende des 15. Jahrhunderts wegen legitimer Machtansprüche, leidenschaftlicher Liebe und Eifersucht bis zu ihrem Tod in der Festung von Tordesillas gefangengehalten wurde. Manuel weiß alles über Johanna. Was ihm fehlt, ist einzig die Innensicht auf die Gefühlswelt dieser außergewöhnlichen Frau. Dazu braucht er Luc¡a. Neugierig willigt das Mädchen ein und lässt sich bei heimlichen Treffen in seiner Wohnung von Manuels eindringlichen Erzählungen 500 Jahre zurückversetzen. So tief taucht sie in Johannas Persönlichkeit ein, dass deren Empfindungen zu ihren eigenen werden.

Über die Autorin

Link zum Wikipedia-Eintrag

Meine Meinung:

Anfangs konnte ich kaum unterscheiden, ob von Johanna oder Lucía aus ihrer Sicht erzählen. Die fiktionale Rahmenhandlung um Manuel und Lucía ist verwoben mit der realen Geschichte von Johanna, der “Wahnsinnigen”. Der Teil der Geschichte, der aus der Sicht Johannas erzählt wird, ist ebenso real wie der Teil von Lucía. Ich hatte immer das Gefühl, mittendrin zu sein in der Renaissance und teilzunehmen an Johannas Leben. Die Beschreibungen sind sehr farbenprächtig, ich litt mit Johanna und konnte ihren Willen, sich nicht unterzuordnen, gut verstehen. Am Schluss überwiegt die Rahmenhandlung, das Ende ist ein bisschen vorhersehbar, aber dennoch gut geschrieben.

Mein Fazit:

Eine interessante Schriftstellerin mit einem höchst interessanten Thema.

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Oper, räuberisch

In einem Atemzug mit dem Räuber Hotzenplotz, den Panzerknackern, Bonnie und Clyde, Al Capone, Zorro, Robin Hood, den Daltons und dem Räuber Kneissl soll Fra Diavolo genannt werden, das suggeriert zumindest das Eingangsbild. Das sind zumindest schon mal recht verschiedene Räubertypen.

Das Bühnenbild nimmt deutliche Anleihen bei Magritte. Zerline trägt ein Kleid, dem nur noch das rote Halstuch zur Marianne fehlt, Giacomo und Beppo scheinen in einem früheren Leben Piraten in der Karibik gewesen zu sein und Mylord und Lady fallen vor allem durch ihre Bekleidung auf. Die Rolle des Lord finde ich ein bisschen platt, aber ansonsten dürfen alle ihr Können von der komischen Seite zeigen. Mylord scheint aber eine Amerikanerin geheiratet zu haben, der Akzent der Lady deutet darauf hin.

Die Musik hat Ohrwurmqualität, die Solisten, allen voran Christina Gerstberger als Zerline und Peter Sonn als Lorenzo, und das Orchester bereiten einen vergnüglichen Abend. Witzige Anspielungen, z.B. auf den Time Warp der Rocky Horror Picture Show, runden das Ganze ab. Leider entkommt der Bandit schon wieder, dabei hatten wir uns so angestrengt, um der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen.

Bleibt am Ende eines netten Abends nur eine Frage offen: wer war der junge Mann auf dem zweiten Bild rechts in der obersten Reihe der Räuber-Ahnengalerie? Vielleicht finde ich es das nächste Mal raus.

Fra Diavolo

oder Das Gasthaus in Terracina
Opéra-comique in drei Akten von Daniel Francois Esprit Auber
Dichtung von Eugène Scribe
Deutsche Fassung von Ulrich Peters

Samstag, 24. Mai 2008
19.00 Uhr

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Konzert, sinfonisch

Schön, das Orchester auch mal anders als nur aus der Vogelperspektive zu sehen. Dabei fällt mir auf, dass sich bei den Männern schon mal ein Bauchansatz unter der Weste verbirgt, während die Frauen allesamt sehr schlank sind. Dicke Frauen singen vermutlich nur.

Gespielt wurde

Igor Strawinsky, Pulcinella-Suite (1920)
Kurt Weill, Kleine Dreigroschenmusik – Suite aus der Dreigroschenoper (1928)
Benjamin Britten, Serenade für Tenor, Horn und Streicher op. 31 (1943)
Dimitri Schostakowitsch, 9. Sinfonie Es-Dur op. 70 (1945)

Die Zusammenstellung war gut gewählt, sowohl als Darstellung des musikalischen Könnens des Orchesters als auch als Ausblick auf die kommende Spielzeit. Ein schöner Abend, an dessen Ende zu Recht langer Applaus stand.

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Lesestoff 2008 – 26

Das Blut der Könige – Peter Berling

Gebundene Ausgabe: 1056 Seiten

Verlag: Lübbe; (1993)

ISBN-10: 3785706847

ISBN-13: 978-3785706848

Größe: 22,2 x 14,7 x 4,5 cm

Kurzbeschreibung (von Amazon)
Im Jahre 1249 führt der französische König Ludwig ein gewaltiges Kreuzfahrerheer nach Ägypten. Da trifft er auf zwei Kinder, Roc und Yezabel aus dem sagenumwobenen Geschlecht der Gralshüter. Noch hat sich ihre Mission, gelenkt von einem geheimen Orden, der den Weltfrieden zwischen Orient und Okzident anstrebt, nicht erfüllt. Turanshah, Herrscher der Ayubiten, würde den Kindern zu gerne den Thron überlassen – und zahlt dafür mit dem Leben. Charles d’Anjou, finsterer Bruder des französischen Königs, schmiedet grausame Pläne gegen sie, um seine dynastischen Träume zu verwirklichen. Yves, der Bretone, in Ungnade gefallener Leibwächter Ludwigs verfolgt sie gnadenlos … Immer wieder werden die “Kinder des Gral” zum Spielball weltpolitischer Interessen und persönlicher Ambitionen. Sie sind das “Blut der Könige”, das Erlösung verheißt und nur allzu leicht vergossen werden kann, das Blut, mit dem sich das französische Königshaus in einer kabbalistischen Zeremonie tief im Innern der Großen Pyramide zu verbinden trachtet.

Über den Autor
Link zur Homepage

Meine Meinung

Auch der zweite Teil des Grals-Zyklus ist eine homogene Mischung aus Fakten und Fiktion, die mich in einer Weise an den Ereignissen teilhaben lässt, wie es mir bisher nur selten vergönnt war. Ich rieche die Feuer in den Lagern, höre das Waffengeklirr und sehe die Kämpfe vor mir. Nicht nur die beiden Kinder als Hauptfiguren, alle Protagonisten sind sorgsam gezeichnet und unglaublich lebendig. Die Charaktere entwickeln sich weiter, manche gehen, andere kommen hinzu. Mittlerweile habe ich auch mit den teilweise fremdartigen Namen keine Probleme mehr und der Schreibstil Berlings gefällt mir gut.  Besonders interessant fand ich die Figur des Baibars und natürlich Yves, der Bretone. Das Buch ist sehr schön ausgestattet mit zwei Lesebändchen, einer farbigen Karte und Zeichnungen zu den einzelnen Kapiteln. Ein Lesegenuss allererster Güte.

Mein Fazit

Warum hab ich nur solange gewartet?

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