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Musical, lehrreich

Ein Wort voraus: wenn man sich die Karten in der ersten Reihe nicht leisten will, dann darf man sich nicht die ganze Ouvertüre lang beschweren, dass jemand vor einem sitzt, der vielleicht ein bisschen größer ist. Überhaupt schien die Ouvertüre heute nur leichte Hintergrundmusik zum Kaffeeklatsch gewesen zu sein. Vielleicht wird es doch einmal Zeit für Verhaltensregeln im Programmheft.

Ansonsten: der Star des Abends war für mich einmal mehr Stefan Sevenich, der mit seinen gesanglichen Qualitäten, seinem komödiantischen Talent und seinen tänzerischen (!) Fähigkeiten alle anderen in den Schatten stellte. Besonders die weibliche Hauptrolle. Dazu sage ich lieber nichts. Positiv aufgefallen ist mir auch Thomas Peters den ich ja bisher nur als Mann im Mond kannte. Tolle Chor- und Ballettszenen, da kann wirklich jede Gruppe sich bestens präsentieren. Ein vergnüglicher Abend, ein Stück zum alle paar Jahre mal wiedersehen.

Staatstheater am Gärtnerplatz

My Fair Lady

Dienstag, 13. Mai 2008

19.30 – 22.47 Uhr

Und der Satz des Abends stammt von Alfred P. Doolittle: Moral ist ein Luxus den ich mir nicht leisten kann.

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Musiktheater, jung

Heute war im Theater meines Vertrauens eine Aufführung der Jugendtheatergruppe. Respekt, kann ich da nur sagen! Die Auseinandersetzung mit dem schwierigen Thema jüngere deutsche Geschichte und die musikalische und choreografische Umsetzung hat mich sehr beeindruckt.

Es gibt eine Zusatzvorstellung am 2.6.08, kann ich jedem nur empfehlen.

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Musical, schillernd

Endlich konnte ich mir selbst ein Bild machen. Die Kritiken waren ja nicht so gut gewesen, aber beim Publikum kommt es so gut an, dass es Zusatzvorstellungen gibt. Die Kostüme sind toll, großes Kompliment an die Designerin und die Ausführenden der Kostümschneiderei. Die Drehbühne erlaubt fließende Szenenwechsel, das erhöht das Tempo.

Der erste Teil hat mir ehrlich gesagt nicht so gefallen. Bis zum Auftritt der Zaza “Ich bin, was ich bin” schleppte es sich für mich etwas dahin. Dieses Lied war allerdings so intensiv und emotional, dass ich den Tränen nahe war. Nach der Pause gefiel es mir besser, aber ich bin wohl doch mehr der Operntyp. Nächste Woche kann ich mich bei My Fair Lady nochmal prüfen.

Alles in allem ein Abend, den ich zwar nicht bereue, den ich aber auch nicht wiederholen muss. Aber das liegt ganz allein an mir, die Produktion ist toll.

Staatstheater am Gärtnerplatz

La Cage aux folles

Dienstag, 06. Mai 2008
19.30 – 22.30 Uhr

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Oper, mal anders II

Gestern Abend gab es den zweiten Teil aus der Reihe “Kuriosa”, diesmal unter dem Motto “Wahnsinn in der Oper”. Wieder sehr lehrreich, mit guten Ideen, deren Umsetzung allerdings zum Teil am Publikum scheiterten.

Neben dem “Stammpersonal” Christoph Maier-Gehring, Sonja Westerbeck, Albrecht Jürgens, Guido Klaus und Rotraut Arnold wirkte diesmal noch Sigrid Plundrich mit.

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Oper, summend

Endlich kam ich mal in den Genuss, Rebecca Martin zu hören – und zu sehen. Nicht nur ihre Stimme war fabelhaft, sondern auch ihr Schauspiel. Sie hat die Rosina wirklich ideal verkörpert. Stimmlich waren eh alle sehr gut drauf, aber von der Mimik und Gestik her hervorragend waren noch Stefan Sevenich, Rita Kapfhammer und Gary Martin, auch Holger Ohlmann hat mir gut gefallen.

Dieser Abend hat es mir mal wieder gezeigt: dieses Theater tut alles, um seinen Zuschauern einen schönen Abend zu bereiten. Auf dem Weg zur U-Bahn gingen vor mir drei nicht mehr ganz junge Frauen, von denen eine bemerkte, dass es ein kleines, aber feines Theater sei und dass sie deshalb so gerne dahin ginge. Im Überholen lächelte ich die Gruppe an und sagte aus vollen Herzen: “Ich auch”, worauf alle drei freundlich zurücklächelten. Vielleicht haben sie mich auch einfach nur für leicht schwachsinnig gehalten.

Jedenfalls kann ich nach dem heutigen Abend nur den Figaro zitieren: Bravo, bravissimo, bravo!

Staatstheater am Gärtnerplatz

Der Barbier von Sevilla

Mittwoch, 23. April 2008
19.30 – 22.20 Uhr

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Humor ist… III

Heute war ich mal wieder in der Provinz. In der tiefsten. Spannende Frage, ob ich meine letzte S-Bahn erwischen würde, entschied sich zu meinen Gunsten.

Das Konzert war unglaublich gut. Das beste von den dreien bisher. Das lag vermutlich daran, dass es diesmal nur ein Tenor war und somit mehr Raum für den Bariton blieb. Und dieser Tenor ist auch kein eitler Fatzke.  Das Duett von Nadir und Zurga ist wirklich mit das schönste, was ich bisher gehört habe.

Aaaaber: wie immer stößt mir der Moderator sauer aus. Letztens schrub einer, dass seine Moderation nie ins Banale abgleiten würde. Gibt es bei einem Opern-Abend etwas banaleres als Witze über die Gesundheitsreform und Angela Merkel? Und die haben mir beim ersten Mal schon nicht gefallen, beim dritten Mal sind sie einfach nur noch – das lasse ich jetzt lieber, das wäre unappetitlich. Aber vielleicht kann sich der arme Mann keine anderen Witze mehr merken? Den Namen des Tenors konnte er jedenfalls nicht behalten. Und dass bei einem Duett von Marcello und Rodolfo aus La Boheme die Sopranistin nicht mitsingt, kann selbst ich als Opernlaie mir denken.

Trotzdem werde ich weiter Abende in dieser Besetzung besuchen. Einfach bei der Moderation auf Durchzug schalten und die wirklich schönen Stimmen genießen.

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Oper, mal anders

Heute gab es im Theater meines Vertrauens keine Opern-Aufführung, sondern den ersten Abend in einer dreiteiligen Reihe zu Kuriosa der Musik(theater)geschichte.

Der heutige Abend stand unter dem Thema “Librette sich wer kann!”. Neben vielen, vielen Fakten zum Thema Libretto kam auch der Spaß nicht zu kurz: Wissenquiz mit buchstäblichen Preisen, eine Impro-Oper zum Thema Uschi G. aus M., selbst ein Libretto verfassen und nicht zuletzt der Auftritt Lorenzo da Pontes und seine Erläuterungen zu seinem Lebensweg, die auch eine Zeit als Whisky-Brenner (nicht Brauer) beinhaltete. Daneben gesangliche Einlagen von Stefan Sevenich, Sibylla Duffe und Rotraut Arnold. Mit von der Partie waren noch Christoph Maier-Gehring und Sonja Westerbeck sowie Albrecht Jürgens, Guido Klaus und Kilian Strau.

Ein toller Abend und ich freu mich schon auf den nächsten Teil.

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Oper, lustig

Nach längerer Abstinenz, das letzte Mal war ich schliesslich am 9.3. dort, heute Abend mal wieder im Gärtner. Und mal wieder die Lustigen Weiber. Es ist schon erstaunlich, wie sehr ein paar Meter links oder rechts in der Reihe die Perspektive verändern können. Heute sass ich jedenfalls perfekt und habe wieder neue Details für mich entdecken können.

Holger Ohlmann, sonst ja eigentlich nicht so mein Fall, gefällt mir in dieser Rolle sehr gut. Und Heike Susanne Daum war spitze.

Auf dem Heimweg habe ich mich zum wiederholten Mal gewundert, warum viele auf dem Weg zu einem Pub Crawl, Discobesuch oder wasauchimmer, die Bierflasche bereits beim Verlassen des Hauses in der Hand haben und beim Eintreffen in der entsprechenden Lokalität schon gründlich vorgeglüht haben. Aber ich habe ja auch erst gestern gelernt, dass es eine Essstörung gibt, bei der man tagsüber nichts isst, um abends saufen zu können: Drunkorexia.

Staatstheater am Gärtnerplatz

Die lustigen Weiber von Windsor

Samstag, 05. April 2008
19.00 – 22.10 Uhr

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Oper, weiblich

Ebenfalls passend zu heutigen Weltfrauentag gab es die Oper endlich mit echten Weibern. Ob da jemand bei der Spielplanerstellung dran gedacht hat?

Eine ganz neue Erfahrung, dass ein Sänger sozusagen vom Bühnenrand aus vertreten wird. Tat aber dem Vergnügen keinen Abbruch. Am liebsten möchte ich bei “Er gesteht noch immer nicht” aufspringen und tanzen. Diese Musik macht mich einfach fröhlich. Der Chor bekommt auch immer verdienten Applaus.

Staatstheater am Gärtnerplatz

Die lustigen Weiber von Windsor

Samstag, 08. März 2008
19.00 – 22.10 Uhr

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Oper, flatterhaft

Der Abend begann mit einer herben Enttäuschung. Aber die Musik konnte ich trotzdem geniessen. Julian Kumpusch hat seine Sache als Figaro gut gemacht und auch Rita Kapfhammer als Marzelline hat mir gut gefallen. Ich konnte sogar eine Visitenkarte des Figaro ergattern 😉 Durch den überbauten Orchestergraben fühlte ich die Musik erstmals auch mit den Füßen und diesmal fiel mir richtig auf, wie gut die Insektenthematik zur Musik passt. Und ich habe mich mal wieder gefragt, ob es Absicht ist, dass Rosina und die Gräfin in der gleichen Farbe gekleidet sind. Es war mal wieder ein schöner Abend.

Staatstheater am Gärtnerplatz

Der Barbier von Sevilla

Donnerstag, 06. März 2008
19.30 – 22.20 Uhr

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