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Lesestoff 2008 – 20

Neuigkeiten aus dem Paradies – Andrea Camilleri

Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
Verlag: Lübbe; Auflage: 2., Aufl. (März 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785715544
ISBN-13: 978-3785715543
Größe: 15 x 9,7 x 1,5 cm

Kurzbeschreibung (von amazon)
Wer sagt, dass jedes Federvieh zwei Beine hat? Worin besteht der tiefere Sinn des Schlangestehens? Welche Bedeutung haben Mimosen am Weltfrauentag? Und wozu sind eigentlich Fotohandys gut? Fragen über Fragen, auf die Andrea Camilleri überraschende Antworten bereithält. So entsteht ein Kaleidoskop an geistreichen Miniaturen zu ganz unterschiedlichen Aspekten des Lebens, die dem Leser einmal mehr mediterranes Flair nahe bringen, ihn teils zum Schmunzeln, teils zum Nachdenken anregen. Darüber hinaus sorgt Camilleris großes Talent im raffinierten Spiel mit unerwarteten Pointen für allerbeste Unterhaltung.

Über den Autor

Link zur Homepage (Italienisch)

Meine Meinung:

Diese jahreszeitlich geordneten Kolumnen zeigen mal wieder die Meisterschaft von Andrea Camilleri: meisterlich im Beobachten, meisterlich im Formulieren. Keiner anderer schafft es, die italienische und hier vor allem die sizilianische Lebensart und Sicht der Dinge in liebens- und lesenswerte Worte zu fassen. Die kurzen Häppchen eignen sich sehr gut, um kurze Pausen zu überbrücken.

Mein Fazit:

Schöne Aufmachung, lesenswerte Kurzgeschichten.

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Lesestoff 2008 – 19

Tannöd – Andrea M. Schenkel

Broschiert: 125 Seiten
Verlag: Edition Nautilus; Auflage: 1 (Februar 2006)
ISBN-10: 3894014792
ISBN-13: 978-3894014797
Größe: 20,6 x 12,4 x 1,2 cm

Kurzbeschreibung (von amazon)
Sie nennen ihn nur noch den Mordhof, den einsam gelegenen Hof der Danners in Tannöd. Eine ganze Familie wurde in einer Nacht ausgelöscht, mit der Spitzhacke erschlagen. Gemocht hat sie kaum jemand, mürrische, geizige Leute waren sie und den ein oder anderen hat der alte Bauer wohl auch übers Ohr gehauen. Aber selbst die Kinder wurden grausam ermordet, und so geht die Angst um im Dorf, denn vom Mörder fehlt jede Spur. Unheimlich wird es, weil man jeden Schritt des Mörders mit verfolgt, ihn beobachtet bei seinen alltäglichen Verrichtungen, ohne seine Identität zu kennen.

Über die Autorin

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Meine Meinung:

Es ist jetzt 14 Tage her, dass ich den Roman beendet habe und schon fällt mir dazu nichts mehr ein. Das sagt doch eigentlich schon alles, oder?

Mein Fazit:

Siehe Kalteis.

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Lesung von Sina Beerwald aus “Die Goldschmiedin” am 18.04.2008 im Ballonmuseum in Gersthofen

Zuerst einmal zum Ort des Geschehens: die Lesung fand im Neubau des Ballonmuseums statt, man kommt rein und muss eine Rampe hinunter, von der aus man den Nachbau eines Ballons von 1786 bewundern konnte. Unten war dann eine Art Amphitheater, vor dem der Tisch für die Lesung aufgebaut war. So schön wire die Umgebung war, leider war es sehr unbequem zu sitzen und zu dunkel für gute Fotos.
Nach der Begrüßung durch die Veranstalterin spielte erst mal eine Gruppe von vier Musikanten auf der Laute, Drehleier, Trommel und etwas Bass-ähnlichem. Danach wurden verschiedene kostümierte Menschen im Publikum vorgestellt, die unter anderem Elias Holl, den Erbauer des Augsburger Rathauses, und eine Fuggerin darstellten. Nach einer weiteren Runde Musik begann Sina mit der Lesung.
Trotz rauer Stimme legte Sina gleich los und stellte den Bezug von dem Ballon über ihr zur Zeit der Handlung der Goldschmiedin her. Weiter gings mit dem Anfang des Romans und und der Verwandlung Julianes. Dazwischen erzählte Sina völlig frei immer wieder von den historischen Zusammenhängen, dem Tagebuch Karls VII und anderen für den Roman wichtigen Fakten. Dann entführte sie uns in die Innenstadt von Augsburg zur Zeit Julianes mittels einer Präsentation von Stichen aus dieser Zeit. Auch hier verzauberte sie ihre Zuhörer wieder mit ihrem Detailwissen. Dazu passend war das letzte Stück aus dem Roman vor der Pause die Szene, als Drentwett an Julianes Arm durch Augsburg zum Beschauamt geht.
Nach der Pause gab es nochmals Musik, und die Szenen von der Vergoldung der Krone, Mathias und Juliane im Gasthof “Drei Mohren” und die Szene von der Fertigstellung der Krone. Die Lesung endete mit der Sequenz des Gegenspielers, die sich daran anschliesst. Sina kann toll lesen, sehr akzentuiert und vor allem völlig frei sprechen. Souverän beantwortete sie noch eine halbe Stunde lang Fragen, warum sie zum Beispiel den Drentwett so und nicht anders angelegt hat, was passiert wäre, wenn Drentwett aufgeflogen wäre etc.
Leider musste ich bald nach dem Ende der Lesung gehen, so dass es nur noch zu einem kurzen Hallo und einer Widmung reichte.
Es war ein toller Abend, danke Sina!
Kleine Begebenheit am Rande: auf meinem Weg zum Augsburger Hauptbahnhof kam ich mit der Straßenbahn an einer Haltestelle namens “Drentwettstraße” vorbei Augenzwinkern

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Lesestoff 2008 – 18

Kalteis – Andrea M. Schenkel

Broschiert: 160 Seiten
Verlag: Edition Nautilus; Auflage: 1 (August 2007)
ISBN-10: 3894015497
ISBN-13: 978-3894015497
Größe: 20,6 x 12,4 x 1,6 cm

Kurzbeschreibung (von amazon)
München, Ende der 30er Jahre: Süß und sehnsüchtig ist der Traum vom Glück in der großen Stadt – auch Kathie träumt ihn und entflieht der Enge des dörflichen Lebens. Manch eine ist hier schon unter die Räder gekommen, aber sie wird es schon schaffen. Oder? Dunkelhaarig, kräftig und hübsch ist sie, wie die Frauen, die seit einiger Zeit in München und Umgebung spurlos verschwinden. Der Teufel scheint auf dem Fahrrad unterwegs zu sein.
In München und Umgebung werden junge Frauen vergewaltigt und umgebracht. Josef Kalteis ist verhaftet worden, aber gehen wirklich alle Verbrechen auf sein Konto?
Wurde vielleicht der Falsche hingerichtet und der Mörder läuft immer noch frei herum?

Über die Autorin

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Meine Meinung:

Der Pseudo-realistische Roman beginnt mit dem Ende – eines Menschen. In der Folge erleben wir die Geschehnisse ais verschiedenster Sicht, des Täters, der Opfer, unbeteiligter Zeugen. Die Sprache gefällt mir, das ist den Münchnern und Bayern nach dem Mund gredt. Allerdings spricht es nicht für den Roman, dass das, was mir am meisten in Erinnerung geblieben ist, ein Tippfehler war: ich wollte ausrufen “Es heißt Steingaden”. Schließlich habe ich dort viele nette Stunden verbracht.

Mein Fazit:

Muss man nicht gelesen haben, ist aber auch nicht direkt Zeitverschwendung.

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Lesestoff 2008 – 17

Allerseelen – Cees Noteboom

Gebundene Ausgabe: 436 Seiten
Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (30. Oktober 2004)
ISBN-10: 3937793348
ISBN-13: 978-3937793344
Größe: 20,8 x 13,2 x 3,2 cm

Kurzbeschreibung (von amazon)
Arthur Daane, ein Niederländer in Berlin, hat seine Frau und seinen Sohn durch einen tragischen Unglücksfall verloren. Nun streift er mit der Filmkamera durch die winterliche Großstadt, auf der Suche nach Bildern für sein “ewiges Projekt”, seinen Film. Dabei lernt er eines Tages die junge Geschichtsstudentin Elik kennen, eine Frau mit Geheimnissen, und von nun an verändert sich sein Leben.

Über den Autor

Link zum Wikipedia-Eintrag

Meine Meinung:

Cees Noteboom schafft es, woran mancher Muttersprachler verzweifelt: eine liebevolle, distanzierte, analytische Sicht auf urdeutsche Dinge, in einem Atemzug mit einem faszinierendem Geschichtsverständnis. Dazu ein bisschen Liebe und Leidenschaft, Philosophie und Metaphysik. Heraus kommt ein toller Roman.

Mein Fazit:

Gerne wiederlesen.

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Lesestoff 2008 – 16

Galgentochter – Ines Thorn

Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Rowohlt Tb. (1. April 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499246031
ISBN-13: 978-3499246036
Größe: 18,8 x 12,4 x 3,4 cm

Kurzbeschreibung (von amazon)


Als auf dem Frankfurter Galgenberg die Leiche einer Hure gefunden wird, ist für Richter Blettner klar: Es war Selbstmord. Doch seine scharfsinnige, junge Frau Hella sieht das anders. Als man kurz darauf am gleichen Ort einen ermordeten Gewandschneider findet, beschließen Hella und ihre Mutter, die Witwe Gustelies, dass es höchste Zeit für eine ordentliche Ermittlung ist …

Über die Autorin

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Meine Meinung:

Es handelt sich hierbei um den ersten Teil einer Reihe “Die Verbrechen von Frankfurt”. Die Geschichte teilt sich in zwei Erzählstränge: einmal die Handlung um Hella und Gustelis, Tochter und Mutter, die sich im Detektiv spielen versuchen. Dieser Teil des Romans hat mir nicht gefallen. Die Figuren scheinen mir schablonenhaft, die Welt rosarot. So darf zum Beispiel kein Helfer des Richters Hella irgendetwas mitteilen und alle tun es dann trotzdem und selbst als Hella einen großen Vertrauensbruch begeht um ihre Neugier zu befriedigen ist der Richter nur ein ganz kleines bisschen böse. Ein bisschen zu viele Zufälle, ein bisschen zu viele dunkle Geheimnisse, die erst in den kommenden Teilen der Reihe gelöst werden sollen.

Ganz anders anfangs der zweite Erzählstrang um “das Mädchen”. Emotional berührend, plastisch geschildert, teilweise schon fast zu drastisch. Aber so, dass ich wissen wollte, wie das mit dem Mädchen weitergeht. Leider blieben hier am Ende viele Fragen offen.

Die Handlung ist reich an historischen Details und der Roman gewinnt dadurch ganz eindeutig. Allerdings reicht es für mich nicht aus, um mich für weitere Teile der Serie zu lesen.

Mein Fazit:

Ganz nett zu lesen, löst bei mir aber keine Begeisterungsstürme aus.

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Leipzig my love

Die letzten Tage war es hier ruhig. Der Grund lag 350 km nordöstlich der kleinen Gemeinde mit den drei Schlössern. Allen widrigen Umständen zum Trotz schaffte ich es nach Leipzig zur Buchmesse zu fahren. Und es war ein tolles Erlebnis! Meine Bericht zu den Lesungen gibt es hier. Und im Zoo war ich auch:

Tiger im Leipziger Zoo

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Lesestoff 2008/13 – Sina Beerwald: Die Goldschmiedin

Die Goldschmiedin – Sina Beerwald

Broschiert: 464 Seiten
Verlag: Heyne TB (1. Dezember 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453265424
ISBN-13: 978-3453265424
Größe: 18,6 x 11,8 x 3,2 cm

Kurzbeschreibung: (Rückseitentext)

Eine mutige junge Frau, ein finsterer Gegenspieler, ein Wettlauf gegen die Zeit.

Augsburg im Jahre 1742: Zur Krönung Kaiser Karls VII. soll der berühmte Goldschmied Drentwett binnen kürzester Frist die Hauskrone erschaffen. Doch eine heimtückische Krankheit raubt ihm sein Augenlicht. Die junge Magd Juliane ist seine einzige Rettung. Im Verborgenen lehrt er sie die Kunst des Goldschmiedens. Aber schon bald bekommt sie die Drohungen eines unbekannten Widersachers zu spüren.

Über die Autorin:
Link zur Homepage

Meine Meinung:

Erst einmal fällt die sehr schöne Gestaltung des Buches ins Auge. Weinrot und Gold verbinde ich immer mit Herrschern, also passt es hier sehr gut. Zu Beginn eine Karte von Augsburg, am Ende ein umfangreiches Glossar und ein Kupferstich von einer Goldschmiedewerkstatt runden den positive Gesamteindruck ab.

Das Buch ist in einzelne Kapitel unterteilt, die jeweils einen Tag repräsentieren, einen Countdown bis zum Krönungstag. Schon allein damit wird Spannung erzeugt, ich habe mit jedem neuen Kapitel mit Juliane mitgefiebert. Die Personen sind sehr plastisch geschildert, wie überhaupt die Zeit des 18. Jahrhunderts durch die Fülle an Details mit Leben erfüllt wird. Fast spielerisch erfährt man nebenbei noch viel Wissenswertes zur Goldschmiedekunst und der Organisation des täglichen Lebens in einer Stadt wie Augsburg.

Der Wettlauf von Juliane mit der Zeit und ihrem unbekannten Gegenspieler ist sehr spannend erzählt, bis zum Schluss sind viele Fragen offen, die letztlich schlüssig gelöst werden. Dadurch bekommt das Buch dieses gewisse Etwas, das einen immer weiter Lesen lässt, obwohl man eigentlich Essen, Arbeiten oder Schlafen sollte.

Mein Fazit:

Ein sehr gelungener Debütroman, der Lust auf weitere Romane von Sina Beerwald macht.

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Jeden Tag was Neues…

Gerade habe ich beim Stöbern in LibraryThing noch ein interessantes Feature entdeckt: Bilder der Autoren. Ich habe zwar etliche Bücher von ihr gelesen, aber ich wusste nicht, wie Janet Evanovich aussieht. Oder Terry Pratchett. Und Yann Martel ist ja echt ein Schnuckel. Das Buch kommt ganz oben auf den SUB 😀

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Meine Autorenwolke bei Librarything

Nachtrag 02.03.08: Nachdem die Einbindung nicht klappt, hier ein Link zu meiner Autorenwolke bei LibraryThing

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