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Corinna Klimek am 1. Februar 2009 16:53 Heute gab es eine Matinee begleitend zur derzeitigen Inszenierung des Zaren Saltan. Neben von Thomas Peters passend zu jedem Stück sehr gut gelesenen Märchen bildete der “Hummelflug” den roten Faden. Er wurde mit vier verschiedenen Soloinstrumenten – Flöte, Klarinette, Fagott und Violoncello – und Klavier vorgetragen. Alle waren für sich toll, wobei das Fagott wohl noch am nähsten an das Brummen der Hummel kommt. Interessant wäre noch gewesen, wie alle fünf Instrumente zusammen klingen.
Das schöne an diesen Matineen sind die Entdeckungen. Zwar habe ich Ruslan und Ljudmila schon auf meinem Wunschzettel, aber nach dem heutigen Vormittag steht für mich fest, dass die CD schnellstens her muss. “Rezitativ und Romanze der Gorislava”, sehr schön vorgetragen von Sigrid Plundrich, ging zwar nicht direkt ins Ohr, dafür aber das “Rondo des Farlaff” (Waräger musste ich erst mal googeln), gesungen von Holger Ohlmann, der mir heute ausnehmend gut gefallen hat. Ihn würde ich gerne mal an einem Liederabend erleben.
Christina Gerstberger und Peter Sonn glänzten jeweils mit Arien aus “Snjegurotschka” und “Sadko”, das absolute Highlight war jedoch die Arie des Zaren Saltan von Gary Martin. “Herzerweichend”, meinte meine Nachbarin, und das traf es ziemlich gut.
Danke an alle Beteiligten!
Russlands musikalische Märchenwelt
Ein musikalisch-literarisches Programm mit Oleg Ptashnikov und Solisten
Sonntag, 01. Februar 2009
11.00 Uhr
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Corinna Klimek am 27. Januar 2009 23:42 Heute hatte ich eine Führung durch das Staatstheater am Gärtnerplatz mit anschließendem Opernbesuch organisiert. Die Führung war toll, informativ und umfassend. Ein echter Blick hinter die Kulissen. Es war unkompliziert zu organisieren und kann ich jedem Operenthusiasten nur empfehlen.
Die von mir mittlerweile gefürchteten drei Worte standen mal wieder im Spielplan, wieder hieß es Abschied nehmen von einer lieb gewonnenen Inszenierung. Meiner Gruppe hat es jedenfalls ausgezeichnet gefallen, ich hatte mir ja schließlich auch Gedanken bei der Auswahl des Stückes gemacht. Es waren einige dabei, die noch nie im Theater meines Vertrauens waren, aber der ein oder andere wird sicher zurückkommen. Damit habe ich mein Ziel ja schon erreicht. Als nächstes schleife ich die Musikschule in den Zaren mit.
Heute Abend gab es besondere Schmankerl. Alle gaben ihr Bestes (das Orchester manchmal etwas zu viel davon), es war wieder sehr witzig und es wurden diesmal beide Enden gespielt. Erst der rote, moralische, gnädigere Schluss, bei dem Fra Diavolo einfach abgeführt wurde und dann als Krönung den unmoralischen, grünen aber Lady Pamela beinhaltenden Schluss noch oben drauf. Das war schon etwas ganz Besonderes! Ab heute müssen die Bilder in meinem Kopf entstehen, wenn ich die Aufnahme von Fra Diavolo höre, aber da sind sie ganz fest verankert.
Danke an alle Beteiligten, ich bin gerade ziemlich traurig.
Staatstheater am Gärtnerplatz
Fra Diavolo
oder Das Gasthaus in Terracina
Opéra-comique in drei Akten von Daniel Francois Esprit Auber
Dichtung von Eugène Scribe
Deutsche Fassung von Ulrich Peters
Dienstag, 27. Januar 2009
19.30 – 21.55 Uhr
Nachtrag: manchmal bin ich auch einfach doof. Jetzt habe ich mir seit mehr als einem halben Jahr den Kopf zerbrochen, wer der französisch aussehende Herr in der obersten Reihe ist, dabei hätte ich einfach nur das Programmheft aufmerksam lesen müssen: es ist natürlich Cartouche. Ich hab noch viel zu lernen!
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Corinna Klimek am 26. Januar 2009 21:31 Letztens konnte ich wieder ein Prachtstück für meine “Gärtner”-Sammlung ergattern:
Das Spielzeitheft 1969/70:

Neben dem Vorwort des Intendanten, der Ensembleliste, der Übersicht der Eintrittspreise und der Rückseitenwerbung ist die Vorstellung der Abonnements (damals “Platzmiete”) besonders interessant, es gab nämlich schon eine frühe Form des Wahl-Abos.

Und als netter Gag:

Eine Single mit Ausschnitten aus einem Konzert des Ensembles im Herkulessaal, in den vorhergehenden Spielzeiten war ja die große Renovierung.
Das wünsche ich mir für das nächste Spielzeitheft auch – also vielleicht nicht gerade als Single, einen Plattenspieler besitze ich leider nicht mehr 😉
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Corinna Klimek am 23. Januar 2009 18:25 Es landen immer wieder Hilfesuchende hier, die die Antwort auf ihre Frage vielleicht nicht sofort finden, deshalb hier eine kleine Zusammenstellung:
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fatal revenant auf deutsch
Keine Ahnung, aber danke, dadurch habe ich gemerkt, dass mir noch “Runes of the Earth” fehlt.
bzw.
singspiel mit farben
Ich kenne nur eines:
Grün ist die Blume!
Und ist blau die Schärpe nicht?
Na, wer kommt drauf?
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die geschichte über madame tousse londoner museum
Ist in eben diesem Etablissement zu finden.
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2. januar 2009 flamingo hochzeit
Da weiß ich nun wirklich nicht, was damit gemeint sein könnte, aber sonst wohl auch keiner.
Kann man hier leider nicht nachschlagen:
loriot opernführer + die lustigen weiber von windsor
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faschingskostüm dirndl übergröße
Bei den ersten beiden kann ich leider überhaupt nicht weiterhelfen und leiden kann ich sie alle drei nicht.
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gärtnerplatz 3 rang links
Ja, den gibt es. Ich persönlich sitze aber lieber rechts.
Die Kontrabässe sind bestimmt zäh, oder?
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“staatstheater am gärtnerplatz” gute sicht
Kommt drauf an, wo man sitzt.
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“der geliebte der mutter” beschreibung der figuren
Nein, ich mache Deine Hausaufgaben nicht.
Zum FKK-Blog bitte hier lang. Ich hab die Url auch nur geringfügig verändert.
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psychedelische bettwäsche
Tut mir leid, die habe ich alle entsorgt. Die braun-orangen Kreise haben sich immer gegenläufig gedreht, davon ist mir regelmäßig schlecht geworden.
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tanja küntzel: säulen der ewigkeit
Abgesehen davon, dass diese sehr sympathische Schriftstellerin wie ein ehemaliger Aussenminister von uns heisst, kann ich dieses Buch sehr empfehlen.
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was kann ich aus dem buch das giftige herz lernen von virginia doyle
Wie man jemandem mit einem Lebkuchenherz vergiftet?
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wie sieht man vom 3. rang im gärtnerplatztheater
Am besten nach unten.
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amazon+greatexpectation+charls dicksen
Ich sitze gerade auf meinen Händen.
Sprechen Sie bitte lauter, ich kann Sie so schlecht verstehen.
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friedhofsführer ludwigsburg
Der liegt hier noch irgendwo.
Was ich schon immer mal sagen wollte: ich freue mich über jeden Kommentar! Es ist auch ganz einfach und tut gar nicht weh: der Klick auf “Der erste Gedanke dazu” bzw. “X Gedanken dazu” führt zum Kommentarfeld.
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- L’Italiana in Algeri, 21.05.2011, Gärtnerplatztheater
- Dernière Viva la Mamma!, 20.05.2011, Gärtnerplatztheater
- L’Italiana in Algeri, 19.03.2011, Gärtnerplatztheater
- Viva la Mamma!, 13.03.2011, Gärtnerplatztheater
Corinna Klimek am 22. Januar 2009 23:35 Mächtig sind sie, die Bilder dieser Oper. Und bei fast allen überwältigenden Szenen ist der Chor im Spiel. Besonders das Ende des ersten Aktes, der mir heute eine veritable Gänsehaut beschert hat.
doch Du mordest Deinen Sohn
Gottes Strafe sei Dein Lohn
Wenn Elaine Ortiz Arandes das singt, spüre ich den ganze Schmerz der Mutter. Wunderschön auch die Passage, die mit dem Cello unterlegt ist. Weiter gehts am Ende des zweiten Akt, der vor Freude nur so überschäumt und bis ins kleinste Detail den Kontrapunkt zum Ende des ersten Aktes bildet. Und beim Hummelflug habe ich diesmal einfach die Augen geschlossen und versucht, das Gelächter meiner Sitznachbarn zu ignorieren.
Gary Martin, den ich als Zaren schon vermisst hatte, lieferte wieder eine sehr überzeugende Wandlung vom leicht reizbarem zum reuigen Ehemann und Vater.
Insgesamt ein toller Abend, der beim Publikum Begeisterungsstürme entfachte. Danke an alle Mitwirkenden!
Staatstheater am Gärtnerplatz
Das Märchen vom Zaren Saltan
Donnerstag, 22. Januar 2009
19.30 – 22.00 Uhr
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Corinna Klimek am 20. Januar 2009 23:59 Irgendwie habe ich das Gefühl, bei jedem mal Ansehen ziehe ich eine weitere Haut ab. Wieviel Mal noch, bis ich zum Kern vordringe. Heute das erste Mal aus dem 2. Rang gesehen, das verändert die Perspektive enorm. Leider ist die etwas hochgestellte Drehbühne ein Sichthindernis im Parkett, so habe ich einige Sachen heute zum ersten Mal gesehen, im Prinzip alles, was sich auf der Hinterbühne abgespielt hat. Aber dort oben ist man sooo weit weg, seufz.
Das Highlight heute war natürlich wieder Stefan Sevenich, aber auch Christian Hübner wirkte hier oben irgendwie noch kraftvoller als von unten. Florian Simson erstaunt mich immer wieder, wie er noch singen kann, wenn er einen ausgewachsenen Mann rumschleppt.
Insgesamt wieder ein sehr schöner Abend, der nur einen kleinen Makel hatte: vor der Pause war es oben sehr warm, darauf war ich eingerichtet. Aber dass es nach der Pause richtig kalt war, das hat mir doch arg zugesetzt.
Staatstheater am Gärtnerplatz
Die Hochzeit des Figaro
Le Nozze di Figaro
Opera buffa in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Lorenzo da Ponte nach Pierre Augustin Caron de Beaumarchais
Deutsche Fassung von Bettina Bartz und Werner Hintze
Dienstag, 20. Januar 2009
19.00 – 22.30 Uhr
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Corinna Klimek am 18. Januar 2009 23:03 Heute etwas ganz besonderes: Kammermusik für Schlagzeug. Klavier und Flöte. Das erste Stück, Music for Pieces of Wood, war faszinierend. Hier konnte ich wunderbar beobachten, wie jeder Schlagzeuger seinen eigenen Rhythmus hielt, nur um am Ende doch wieder mit den anderen dreien synchron zu sein. Das hat mir außerordentlich gut gefallen. Andreas Kowalewitz moderierte witzig und originell. Das darauf folgende Werk von Jolivet sagte mir jetzt bis auf den zweiten Teil nicht so zu, aber die Kombination aus Flöte und Schlagzeugen hatte auch seinen Reiz. Und ich habe was dabei gelernt: es gibt ein Instrument namens Röhrenglocke, im Englischen Tubular Bells und da klingelts bei Mike-Oldfield-Fans doch gleich. Vor der Pause dann noch ein Xenakis-Stück, auf das Herr Nachtgedanken besonders gespannt war. Es hätte mich nicht gewundert, wenn hier der Putz von der Decke gefallen wäre, aber anders als bei der sogenannten Rockoper halt nicht, weil die Instrumente so gewaltig verstärkt sind, sondern weil sie von Haus aus eine mächtige Resonanz haben. Dieses Stück hat mir sehr gut gefallen und auch der Tanz auf der Leinwand hat überraschend gut dazugepasst. Nach der Pause gab es einen Schnelldurchlauf durch die West Side Story, die Schlagzeuger waren hier durch zwei Klaviere verstärkt. Beeindruckend.
Als Zugabe erfuhr man, was vier Schlagzeuger mit vier Tischen und acht Kochlöffeln anstellen können. Toll! Den großen Applaus haben sich alle Mitwirkenden redlich verdient. Danach noch nette Begegnungen in der Kantine (huhu Dagi 😉 )
Staatstheater am Gärtnerplatz
3. Kammerkonzert
All you can beat
Sonntag, 18. Januar 2009
11.00 – 12.30 Uhr
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Corinna Klimek am 16. Januar 2009 23:49 es ist doch immer wieder erstaunlich, wie sehr ein anderer Platz die Sichtweise auf eine Aufführung verändert. Heute sass ich zum ersten Mal im Parkett und wieder ist ein Puzzleteilchen an seinen Platz gefallen. Die Szene in der weißen Stadt ist das genaue Spiegelbild der vorherigen in der Zarenstadt, sogar von den musikalischen Motiven her.
Im Parkett merkt man auch erst, wie gewaltig die Bilder sind. Sie wirken jedenfalls noch lange nach. Genauso wie die Musik, die sich in meinen Kopf eingeschlichen hat. Es sind aber seltsamerweise nur die Chorszenen, die ich mit meinem geistigen Ohr höre.
Sandra Moon hat mir heute Abend sehr gut gefallen, ebenso wie Rita Kapfhammer. Nur mit der Hummel bin ich nicht glücklich. Wir werden einfach keine Freunde. Ob sich die Regisseurin vorgestellt hat, wie es ist, wenn man sowieso schon umgeben ist von Leuten, die eine Opernaufführung mit ihrem heimischen Fernseher verwechseln und alles und jedes in ungezügelter Lautstärke kommentieren und dann kommt diese Hummel auf die Bühne? Das Geschnatter wollte kein Ende nehmen. Hört da überhaupt noch irgendjemand auf die Musik? Ich finde das wirklich extrem unpassend. Man hätte die Hummel doch auch projezieren können, schliesslich hat man zwischendurch ja auch diese unglaublich schönen Wellen- und Himmelprojektionen.
Aber die restlichen 90 Minuten waren wirklich klasse.
Danke an alle Beteiligten!
Staatstheater am Gärtnerplatz
Das Märchen vom Zaren Saltan
Freitag, 16. Januar 2009
19.30 – 22.00 Uhr
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Corinna Klimek am 13. Januar 2009 23:28 Heute mal links gesessen und viel Neues gesehen. Die Musik war wie immer sehr mitreissend und schwungvoll. Die Chorszenen gefallen mir immer sehr gut, und auch einen meiner zwei Kritikpunkt habe ich heute ausgeräumt: eine Freundin wies mich darauf hin, dass Schwäne nun mal Watschelfüße haben. Und schon passen die Gummistiefel auch zum Schwan.
Aber über den Flug der Hummel werde ich wohl nie hinwegkommen. Die Zuschauer sollen die Leistung des Orchesters würdigen, meinetwegen auch mit Zwischenapplaus, aber ein “Super”, der drollig auf der Bühne tanzt, stiehlt den Musikern die Show. Das gefällt mir nicht. Wobei ich natürlich allen Statisten ihren verdienten Beifall gönne, bitte nicht missverstehen. Nur halt gerade nicht an dieser Stelle.
Staatstheater am Gärtnerplatz
Das Märchen vom Zaren Saltan
Dienstag, 13. Januar 2009
19.30 – 22.00 Uh
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Corinna Klimek am 10. Januar 2009 00:16 Irgendwann werde ich bestimmt alle Anspielungen verstehen.
Heute konnte ich sogar eine weiße Rose von Christian Hübner ergattern. Ich musste mich zwar praktisch direkt vor ihm aufbauen, denn vorher hat er mich längere Zeit übersehen – der Größenunterschied ist einfach zu groß 😉 – aber jetzt wird sie getrocknet und bekommt einen Ehrenplatz im Gärtnerregal.
Ich hatte eine Karte für diese Aufführung verschenkt und meiner Begleitung hat es sehr gut gefallen. “Das machen wir mal wieder” – gerne, das ist genau das was ich möchte, neue Freunde für das Gärtner gewinnen und alte reaktivieren.
Mario Podrecnik als Basilio hat mir gut gefallen, aber er schien seine Anspannung auch bei den Vorhängen nicht ablegen zu können. Stefanie Kunschke, Rita Kapfhammer, Sigrid Plundrich, Sibylla Duffe, Christian Hübner, Robert Sellier, Jörg Simon, der Chor und das Orchester haben mir wie immer gut gefallen. Bei Holger Ohlmann als Figaro bin ich zwiegespalten: sängerisch top, aber darstellerisch konnte er uns nicht ganz überzeugen. Vielleicht sassen wir einfach zu nah dran, es ergibt sich sicher noch mal die Gelegenheit, das aus dem dritten Rang zu überprüfen.
Vielen Dank an alle Beteiligten!
Staatstheater am Gärtnerplatz
Die Hochzeit des Figaro
Le Nozze di Figaro
Opera buffa in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart Libretto von Lorenzo da Ponte nach Pierre Augustin Caron de Beaumarchais
Deutsche Fassung von Bettina Bartz und Werner Hintze
Freitag, 09. Januar 2009
19.00 – 22.30 Uhr
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