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Oper, berührungslos

11 Mal habe ich diese Inszenierung seit Mai 2008 gesehen und wäre die heutige Vorstellung die erste gewesen, wären wohl nicht so viele zusammen gekommen.

Nicht, dass es sich nicht gelohnt hätte, den Flug nach Hamburg auf morgen früh zu verschieben. Gary Martin war wie immer eine Augen- und Ohrenweide und mein geliebter Beginn des zweiten Bildes des dritten Aktes war something to remember. Holger Ohlmann, Mario Podrecnik, Johannes Wiedecke, Snejinka Avramova, der Chor  und das Orchester  machten ihre Sache sehr gut und ich werde sie in bester Erinnerung in ihren respektiven Rollen behalten.

Über den Rest decken wir den Mantel des Schweigens. Nur so viel: 10 Mal hatte ich Tränen in den Augen.

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Orchesterprobe, zum Vierten

Da ich ja eh schon im Gärtner war, gleich noch die Orchesterprobe hinterher. Diesmal war es noch lustiger als sonst, mit spontanem Applaus und Publikum, das mitspielte oder auch nicht. Ich habe jedenfalls sehr herzlich gelacht. Hinterher, bei der Orchesternachbesprechung noch tolle Gespräche mit Opernenthusiasten, denen es auch allen sehr gut gefallen hat.

Staatstheater am Gärtnerplatz

Orchesterprobe Traviata III. Akt

Montag, 05. Januar 2009
21.00 – 22.15 Uhr

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Oper, hexenhaft

Es hat sich gelohnt, doch noch einmal in diese Oper zu gehen, diesmal explizit, weil ich Florian Simson als Hexe sehen wollte und es war wirklich klasse.  Auch Rita Kapfhammer,  Christina Gerstberger und Barbara Schmidt-Gaden haben mir gut gefallen, einzig Gregor Dalal schien nicht ganz auf der Höhe zu sein.

Ein schöner Abschluss der Weihnachtszeit vor ausverkauftem Haus! Danke an alle Beteiligten.

Staatstheater am Gärtnerplatz

Hänsel und Gretel

Montag, 05. Januar 2009
18.00 – 20.10 Uhr

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Oper, erheiternd

Heute verstand ich zum ersten Mal, warum dies eine Opera buffa ist: ich habe die meisten der Witze mitbekommen 😉 Entweder ist mein Gehör besser geworden oder ich achte einfach mehr auf den Gesang, jedenfalls habe ich heute fast alles verstanden, das war schon sagenhaft. Und jetzt weiß ich auch das rosa Kleid der Gräfin zu deuten, ich sage nur Flamingo.

Die Besetzung heute war fast ideal, jeder brillierte in seiner Rolle: wenn Stefan Sevenich als Figaro den Grafen zum Tanz herausfordert, dann weiß ich, wer die Oberhand behält. Julian Kumpusch spielte und sang den heuchlerischen Adeligen ebenfalls sehr überzeugend, Florian Simson erfreute mit der shakepearesken Eselshautarie und auch Martin Hausberg, Christian Hübner und Robert Sellier gewinnen das Publikum für sich in ihren respektiven Rollen. In demselben Maße bezaubern Sigrid Plundrich als Gräfin, Stefanie Kunschke als Susanna, Susanne Kreusch als Cherubino, Rita Kapfhammer als Marcellina und Sibylla Duffe als Barbarina die Zuschauer mit Gesang und Darstellung. Auch Chor (sind das Strohgarben, sozusagen als Fruchtbarkeitssymbol, bei der Hochzeit? Das überlege ich schon seit dem ersten Mal) und Orchester tragen zu einem gelungenen Abend bei.

Danke!

Staatstheater am Gärtnerplatz

Die Hochzeit des Figaro

Samstag, 03. Januar 2009
19.00 – 22.30 Uhr

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Konzert, schwungvoll

Das erste Neujahrskonzert im Gärtner  – eine tolle Idee und ein großer Erfolg. Schwungvoll und mit überspringenden Funken spielte das Orchester unter der Leitung von Henrik Nánási unter anderem Ouvertüren von Rossini, Glinka und Strauss. Staatsintendant Dr. Ulrich Peters moderierte launig  und pointiert vor gut gefülltem Haus und das enthusiastische Publikum entlies die Musiker erst nach nicht weniger als vier Zugaben. Ein Jahr, das so beginnt, kann ja nur gut werden!

Staatstheater am Gärtnerplatz

Gärtnerplatz Sinfonisch: Neujahrskonzert

Ohne Bremse! Ohne Sorgen!
Donnerstag, 01. Januar 2009
18.00 – 20.00 Uhr

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Operette, einstimmend

Schon ganz am Anfang der Spielzeit hatte ich mich dafür entschieden, den Silvesterabend im Theater meines Vertrauens zu verbringen. Es war eigentlich so ausgemacht, dass ich mich dann hinterher mit Herrn Nachtgedanken treffen würde. Mitternacht verbringen wir ja immer daheim, wegen der Kätzchen. Nun gab es aber doch noch Gäste, aber das leckere Thaifondue eignet sich ausgezeichnet dafür, auch noch spätabends gegessen zu werden.

Excellent eingestimmt auf den Jahreswechsel wurde ich durch die wirkliche spritzige, farbenprächtige Inszenierung mit sehr guten Solisten- und Chorleistungen. Herr. S., diesmal habe ich Sie erkannt 😉

Ann-Katrin Naidu und Marianne Larsen sah ich zum ersten Mal in ihren Rollen und sie haben mir sehr gut gefallen.Der Funke sprang aufs Publikum über, bei dem diese Operette offensichtlich gut ankommt.

Danke an alle Beschäftigten des Theaters, den Garderoben- und Einlassdienst sowie die S- und U-Bahn-Fahrer, die auf ihren Silvesterabend ganz oder teilweise verzichteten, um mir und über 900 anderen einen schönen solchen zu ermöglichen.

Staatstheater am Gärtnerplatz

Boccaccio

Operette in drei Akten von Franz von Suppé
Libretto von F. Zell (Camillo Walzel) und Richard Genée nach IL DECAMERONE von Giovanni Boccaccio
Mittwoch, 31. Dezember 2008
18.00 – 21.00 Uhr

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Singspiel, für Verrückte

Ha, ich bin nicht allein! Heute Abend habe ich jemanden kennengelernt, der auch schon öfter in L&E war und ebenfalls in Ludwigsburg dabei war.  Er hat mir erklärt, dass dieses wunderschöne Solo vor Enricos Arie von einer Oboe ist. Ich glaub, ich mag die Oboe. Wie ich schon mal erwähnt habe, finde ich das Stück am Gärtner viel schöner als die Ludwigsburger Fassung. Nachdem das aber jetzt bis Mai die Einzige ist, die ich zu hören bekomme, muss ich wohl damit zufrieden sein.

Mir hat es heute Abend wieder ausnehmend gut gefallen. Und es gibt auch beim 10plus mal Ansehen noch Neues zu entdecken.

Meinen herzlichen Dank an alle Beteiligten. Ich bin traurig, dass ich das Stück bald nicht mehr live zu sehen bekomme. Das ist immer noch um ein Vielfaches schöner, spannender, mitreissender als aus der Konserve.

Staatstheater am Gärtnerplatz

Liebe und Eifersucht

Die Schärpe und die Blume
Singspiel in drei Akten von E.T.A. Hoffmann
Libretto vom Komponisten nach der Übersetzung von August Wilhelm Schlegel nach Pedro Calderón de la Barca
Dienstag, 30. Dezember 2008
19.30 – 22.15 Uhr

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Oper, ähnlich

Heute bin ich zum ersten Mal in der Traviata in der Bayerischen Staatsoper. Der Stehplatz ist nicht allzu schlecht, auch wenn er keine Sitzmöglichkeit hat, dafür sind die anderen aber auch nochmal teurer. Die Feier bei Violetta findet teilweise im Freien statt, dass ist eine gute Idee, so spielt sich praktisch alles auf der Vorbühne ab, das macht es für die Sänger etwas leichter. Die Inszenierung gefällt mir so weit ganz gut, ohne Schnickschnack, aber meine persönliche Benchmark kommt ja erst noch. Schnell wird klar, warum es zwei Pausen braucht: bei der Menge von Flüssigkeit, der auf der Bühne verschüttet wurde, muss die vermutlich erst mal grundgereinigt werden. Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich es für eine Unsitte halte, sich nach jedem Akt zu verbeugen? Reicht der Applaus am Schluss nicht für die “großen” Stars?
Welche Krankheit hat die Violetta gleich noch mal? Das wird in dieser Inszenierung nicht deutlich und macht es unglaubwürdig, wenn sie von ihrem nahen Tod singt. Genauso wie die Liebe zu Alfredo ihre Entsprechung nicht in der Darstellung findet und damit oberflächlich bleibt. Aber am Unglaubwürdigsten ist hier ebenso wie in Hamburg die eigentlich unglaublich kraftvolle Chorszene der Zigeunerinnen und Matadore. Das kann man einfach nicht statisch und nur mit Gesichtsmasken spielen. Und was sollte der Zauberer? Gab auch keinen Applaus. Na, wenigstens singen sie gut.
Schön schlicht, das Bühnenbild und die Kostüme. Das ist das Beste, was ich über diese Inszenierung sagen kann. Lenkt nicht von den großen Emotionen dieser Oper ab.
Moment mal, welche Emotionen? Italienisch klingt zwar schöner, ist aber lange nicht so nah an meinem Herzen wie wenn ich verstehe, was gesungen wird Violetta darf am Schluss nicht sterben, sondern geht ins Licht, da habe ich schon vor Jahrzehnten bei “Ghost” einen Lachanfall bekommen. Himmel, ich will, dass sie fällt! Dann bin ich halt konventionell, um es mit Herrn Hiller aus der “Orchesterprobe” zu sagen.
Besondes bei “Di provenza Mar il suol” ist mir aufgefallen, dass es extrem langsam war. Muss aber gut gewesen sein, alle haben gejubelt.
Ich weiß, dass die Inszenierung am Gärtner ihre Schwächen hat, aber für mich ist sie immer noch um Längen besser als die heute gesehene.

La traviata

Nationaltheater
Samstag, 27. Dezember 2008
19.00 – ca. 22.05 Uhr

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Humor ist… IV

Zur Weihnachtszeit mal wieder schöne Stimmen in der Fastprovinz. Heimkommen ist ja nun kein Thema mehr, seitdem der netteste aller Verkehrsverbünde noch eine S-Bahn hintendran gehängt hat.

Bis zur Pause dachte ich ja schon, mein lieblingsnichtunterhaltender Starentertainer hätte seine Witzchen vergessen. Schließlich begründete er das Nichtvorhandensein des Programms, dass aber trotzdem vorhanden war, mit Einsparmaßnahmen und verlegte die Met kurzerhand nach Berlin.  So konnte ich die wirklich schönen Arien von Rossini, Verdi und Puccini und mit ihnen die tollen Sänger ungestört genießen. Bei der Gelegenheit fiel mir übrigens auf, dass Verdi wohl gerne bei sich selbst abgeschrieben hat, das Liebesduett zwischen Amelia und Gustav aus dem Maskenball hat eine Stelle, die ziemlich nach Traviata klingt.

Nach der Pause fiel ihm anscheinend alles wieder ein – nein, der Pseudokalauer  zur Gesundheitsreform wird auch beim vierten Mal nicht besser. Den Sängern ist es zu verdanken, dass der Abend trotzdem schön war.

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Oper, ergreifend

Langsam heisst es Abschied nehmen. Von dem liebgewonnenen 3. Akt mit den Zigeunerinnen und Matadoren, dem verdienten Applaus für den großartigen Chor in dieser Szene, von einer unglaublich guten Elaine Ortiz Arandes, die die Violetta so herzergreifend singt und spielt, dass ich diesmal schon im zweiten Akt meine Tränen nicht zurückhalten konnte. Von einem Georges Germont, der durch Gary Martin in all seinen Facetten wunderbar dargestellt wird.

Wann immer ich die Traviata hören werde, die Bilder in meinem Kopf dazu werden aus dieser Inszenierung stammen. Einmal darf ich sie noch live erleben.

Staatstheater am Gärtnerplatz

La Traviata

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi
nach dem Roman “Die Kameliendame” von Alexandre Dumas fils Libretto von Francesco Maria Piave
Deutsch von Walter Felsenstein
Donnerstag, 25. Dezember 2008
19.30 – 22.00 Uhr

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