Giora Wunderbar reloaded

Zum Jahresausklang nochmal ein Höhepunkt: Matinee mit Giora im Prinze.

Ähnliche Artikel:

Fingerfood handmade

Vorbereitung

Heute habe ich eine Vorspeise, die ich bei meiner chinesischen Freundin schon öfter gegessen habe nachgekocht und zur Hauptspeise erhoben:


Der Teig für Frühlingsrollen (gibt es tiefgefroren im Asia-Laden) wird zuerst mit kleingezupften Eisberbergsalatblätter belegt, darauf kommt eine angebratene Mischung aus Schweinenacken oder Hack, Shrimps, Tofu, Sojabohnensprossen, Weisskohl und Karotten, alles kleingeschnippelt und nach dem Braten gut abgtropft. Das ganze wird laut Originalrezept mit Maggi und süßer Sojasosse gewürzt. Darauf kommen geröstete Erdnüsse mit Zucker vermischt und Korianderblätter nach Belieben.

Mittelphase

Das Ganze wird dann eingeschlagen und mit den Fingern gegessen.

Fertig

Man kann noch verschiedene Sossen zum Tunken dazugeben, in unserem Fall normale Sojasosse und süße Chilisosse.

Dazu gab es einen 2004er Morio-Muskat/Müller Thurgau aus der Pfalz.

Ähnliche Artikel:

Literary fantasy at its best

Im Frühjahr fiel mir ein Buch in einer Basler Buchhandlung in die Hände, dessen Titel mich sofort zu einer näheren Betrachtung zwang. “Lost in a good book” von Jasper Fforde.Genau das passiert mir immer wieder, mich in einem guten Buch zu verlieren. Neulich sagte jemand, Weihnachten wäre fünf Bücher geschenkt zu bekommen und sie am zweiten Feiertag ausgelesen zu haben. Exactly! Jedenfalls stellte ich schnell fest, dass das Buch der zweite Band der Thursday Next Serie ist. Da der erste Band “The Eyre affair” auf dem gleichen Tisch lag, nahm ich ihn auch mit. Noch am selben Nachmittag begann ich zu lesen und konnte nicht mehr aufhören. Die Einfälle von sind brilliant und er schafft es sogar, seine Homepage vollkommen im Stil seiner Bücher zu gestalten. Thursday ist eine Spezialagentin für Literatur, die in einer Welt lebt, die unserer sehr ähnlich und doch wieder völlig anders ist. Literatur hat einen ganz anderen Stellenwert, so gibt es zum Beispiel illegalen Handel mit Büchern, raubkopierte Gedichte und Strassenkämpfen zwischen Anhängern verschiedener Richtungen. Wales hat sich abgespalten und ist eine Kommunistische Republik, das republikanische England kämpft noch im andauernden Krimkrieg gegen Russland. In dieser Atmosphäre muss Thursday den drittgesuchtesten Verbrecher Englands jagen und die Vernichtung des Originalmanuskripts von “Jane Eyre” verhindern, was eine Auslöschung sämtlicher Kopien weltweit zur Folge hätte.
Es hilft sehr beim Verständnis, wenn man sich ein bisschen mit angelsächischer Literatur und auskennt, um alle Anspielungen zu verstehen. Es kommt auch noch ein wenig Zeitreisen dazu. Die Bücher sind eine sehr gelungene Mischung aus Fantasy und Literatur über Literatur. Nach dem dritten Band “The well of lost plots” und dem vierten “Something rotten” (nach dem Zitat aus Hamlet) erscheint nun im Sommer 2007 der fünfte Band “First among sequels”. Schon allein der Titel spricht mich ungemein an und ich freue mich auf das Buch. Hoffentlich geht es nicht im HP-Hype unter.
Daneben schreibt Fforde noch eine zweite Serie, die “”. Hier wird eine Handlungsstrang aus dem dritten Band der Serie herausgenommen und separat weiterentwickelt. Auch diese Bände, die in der Welt der Kinderreime angesiedelt sind, strotzen nur so vor origineller Einfälle.
hat bei mir das Zeug zum Lieblingsautor. Ich liebe seine Bücher, weil ich Bücher liebe.

Ähnliche Artikel:

???

Nach der Arbeit gönnte ich mir noch ein wenig Auslauf. An der Ecke Maffei-/Theatinerstrasse werde ich aus eine vierköpfigen Gruppe heraus angesprochen. Ein Franzose mit sehr guten Deutschkenntnissen fragt mich, ob ich mich hier auskennen würde. Damit ich meine mögliche Unkenntnis verschleiern kann, antworte ich: “Ein bisschen”. Wo denn die Kneipe sei, wo das mit dem Hitler losgegangen wäre, fragt er mich. Das ist ja nun nicht gerade die typische Touristenfrage und erwischt mich irgendwie auf dem falschen Fuss. Was sage ich dem Typen? Warum hat er ausgerechnet mich angesprochen? Sehe ich aus, als ob ich täglich in dieser Kneipe verkehren würde? Mein Selbstbild würde dies verneinen. Ist es die Laune eines Augenblicks oder eine Geschichtstour der anderen Art? Die Kneipe gibt es nicht mehr, sage ich und deute vage in irgendeine Richtung (war jetzt nicht wirklich nach Haidhausen). Wenigstens seine letzte Frage konnte ich kompetent und guten Gewissens beantworten. Wo man hier gute Würste mit Sauerkraut könne. Was für ein Sprung. Obwohl, nicht wirklich. Schließlich bin ich diesem Bild der Deutschen selbst schon im Ausland begegnet.

Ähnliche Artikel:

Fluggedanken

Ich sitze am Gate und überlege, ob 11 Uhr zu früh für ein bisschen Beruhigungsalkohol ist und komme zu dem Schluss, dass ein Bier ok ist. Danach bin ich erstaunlich ruhig, wenn ich bedenke, dass ich das letzte Mal den Flieger erst gar nicht betreten wollte und da hatte Herr Nachtgedanken meine Hand gehalten. Die Dame vom Bodenpersonal verkündet eine Verspätung von 45 Minuten. Ich atme tief durch und versuche nicht darüber nachzudenken, warum der Flieger nicht pünktlich kommt. Später klärt es sich auf – Nebel in Düsseldorf. Die Verspätung neigt sich dem Ende zu, der Flieger ist am Gate angekommen, die ersten rennen die Gangway herunter. Ein Lauftext verkündet am Schalter “einsteigen beginnt in 15 – 20 min. bitte haben sie etwas geduld. wir danken für ihr verständnis.” Soll ich mein Leben wirklich einer Airline anvertrauen, deren Angestellte die deutsche Rechtschreibung nicht kennen? Schlimmer wird es noch im Flugzeug: der Steward kaut Kaugummi mit offenen Mund und nicht mal sein charmanter wienerischer Akzent hilft, die Situation zu verbessern. Der Start ist ok, das zweite Bier tut seine Wirkung. Kurz hinter dem Flughafen beginnt schon die geschlossene Wolkendecke. Es sieht aus wie die Haut eines Engländers unter dem Elektronenmikroskop. Kurz vor der Landung fliegen wir über eine Decke aus weissem Mohairplüsch, kaum sind wir durch die Wolken, sind wir auch schon am Boden.
Serious Cat Problems am anderen Ende von Deutschland erfordernen einen früheren Rückflug als geplant und so finde ich mich schon bald wieder am Schalter einer anderen Airline wieder. Halb neun Uhr morgens ist nun aber wirklich zu früh for a wee dram und so beschließe ich eiserne Nerven zu zeigen. So ganz gelingt es mir nicht, beim Start springt mir das Herz fast oben aus der Bluse und der Pilot scheint im früheren Leben Slalomweltmeister gewesen zu sein. Immer wieder legen wir uns in die Kurve und erst der erste Sonnenschein lässt mich ein wenig entspannen. Kurz vor der Landung das gleiche Spiel, mal fliegen wir in die eine, mal in die andere Richtung. Schließlich sollen ja die Passagiere auf beiden Seiten des Flugzeugs mal einen schönen Blick auf die Alpen haben. Um uns herum nur graue Schlieren (warum sahen die Wolken dann von oben so schön weiß aus?) und ich rede mir ein, dass der Pilot schon weiss, was er tut und bestimmt gibt es in München einen Leitstrahl oder wie das Zeugs heisst mit dem man auch mit verbundenen Augen fliegen kann. Die Landung ist sicher, die Suche nach einem Parkplatz gestaltet sich schwierig. Wir stehen eine halbe Ewigkeit auf der Zufahrtsbrücke, was ich nicht für eine wirklich gute Idee halte. Die Stewardess weist darauf hin, dass wir noch nicht die endgültige Parkposition erreicht haben. Ach nee. Und in weniger als zwei Wochen geht das Spiel von vorne los.

Ähnliche Artikel:

Gesammelte Farbtupfer eines Jahres

Gegen die Winterdepression:

Ähnliche Artikel:

Qualen eines Bibliophilen

Voraus: Ich besitze viele Bücher und lese sehr viel (zu viel, wie manche meinen, vor allem abends vor dem Einschlafen). Ich behandle meine Bücher sorgsam, wie man gute Freunde eben behandelt. Für unterwegs werden sie fest in eine Plastiktüte eingewickelt, Schutzumschläge werden zum Lesen abgenommen und selbstverständlich benutze ich ein Lesezeichen. Bücher kopfüber abzulegen ist ein absolutes NoNo. Ich verleihe Bücher nur an sehr gute Freunde, von denen ich weiß, dass sie meine Ansichten teilen.
Da ich sehr viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin, sehe ich auch viele andere Menschen in Büchern lesen. Grundsätzlich freut mich das, weil es mir zeigt, das Lesen halt doch nicht out ist. Allerdings schüttelt es mich, wenn ich sehe, wie manche ihre Bücher behandeln. Dass nebenbei gegessen und getrunken wird ohne Rücksicht auf fettige Finger und Krümel, die sich als Einmerker in den Seiten festsetzen (Dabei frage ich mich immer, ob die Menschen vor zehn Jahren unglücklicher waren als sie ihren Morgenkaffee noch nicht in der S-Bahn trinken konnten. Irgendwann schaffe ich es sicher, mit einem auf dem Abfalleimer abgestellten halbvollen Becher eine große Sauerei zu veranstalten). Schlimmer ist ist jedoch, dass umgeknickte Ecken als Lesezeichen dienen, Taschenbücher einmal um sich selbst gewickelt werden (ich habe es noch nie ausprobiert, liest es sich so wirklich angenehmer?) und generell den Buchrücken solche Knicke zugefügt werden, dass ich Angst habe, die armen Bücher brechen in der Mitte auseinander. Das tut mir weh. Ok, bei Arztromanen und Romance nicht so sehr, aber es fängt schon bei Krimis an, die ich gerne zur Entspannung lese. Ganz schlimm wird es dann bei den Klassikern. Gestern wurde eine Jane Eyre so übel misshandelt, dass ich mich zurückhalten musste, um nicht derjenigen das Buch aus der Hand zu reissen. Wenn man schon das Buch nicht als Freund für unterhaltsame, lehrreiche und amüsante Stunden betrachtet, sollte man doch wenigstens Respekt vor dem Werk eines Autors haben.
Übrigens: bei der Münchner Bücherschau hatte ich einen Roman in der Hand, der davon handelt, was passiert, wenn zwei Bibliophile zusammenziehen. Kennt jemand den Titel? Ich habe ihn mir leider nicht aufgeschrieben.

Ähnliche Artikel:

Zur Hölle mit den Glimmstengeln

Momentan hab ich es mit der Hölle. Passt aber auch so gut. Gestern hab ich noch jubiliert, der Bayerischen Gaststättenverband will ein totales Rauchverbot, endlich zahlt es sich aus, dass ich bei der Reservierung immer nach dem Nichtraucherbereich gefragt habe. Heute schaut es schon wieder trüber aus. Wenn ich nicht mehr weiter weiss, bild ich einen Arbeitskreis. Einfach verbieten und gut ists. 70% der Deutschen werden mehr Lebensqualität haben. Und die paar Arbeitsplätze in der Tabakindustrie, so sie denn überhaupt noch in good old Germany sind, werden im Gastgewerbe, das ganz sicher in good old Germany ist, locker wieder rein geholt. Einzig die Tabaksteuereinnahmen könnten als Verlustgeschäft zu Buche schlagen. Wenn man allerdings die Reinigungskosten des öffentlichen Grundes dagegen rechnet (nein, Kippen lösen sich nicht innerhalb kürzester Zeit in Staub auf, liebe Raucher, die muss man schnöde einsammeln und das kostet Geld) sowie die erhöhten Umsätze im Gastgewerbe, die wiederum Umsatzsteuer bringen, dagegen rechnet, fällt der Verlust schon viel kleiner aus. Von den Gesundheitskosten mal ganz zu schweigen. Und den Kosten, die durch durch Rauchreste verursachte Brände entstehen. Versicherungsprämien könnten sinken, -Tickets billiger werden. Wer will da noch Tabaksteuer?
Ich hoffe wirklich, unsere Politiker bekleckern sich jetzt endlich mal mit Ruhm und sind konsequent. Egal, wer zuständig ist.

Ähnliche Artikel:

Pforte zur Hölle

Eine kleine, aber feine Ausstellung läuft noch bis 07.01.2007 in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung: Auguste Rodin Der Kuss – Die Paare. Beginnend mit seinem Lebenswerk, der Höllenpforte, wird sehr anschaulich dargestellt, wie Rodin immer wieder Figuren aus den Entwürfen zur Pforte herausgenommen und neu gruppiert hat. Weiter geht es mit allegorischen Paaren, wobei mir besonders gut “Das ewige Idol” gefallen hat. Im dritten Abschnitt geht es um den Künstler und seine Muse, wobei darauf Wert gelegt wird, dass die Werke nicht unbedingt Rückschlüsse auf einzelne Episoden des Lebens Rodins zulassen. Die weiteren Teile befassen sich mit mythologischen, literarischen und sapphischen Paaren sowie am Schluss mit Mutter und Kind. Alles in allem eine wunderbare Ausstellung auch wenn man nur die Werke Rodins ohne irgendwelche Deutungshoheiten auf sich wirken lässt. Und der Katalog ist natürlich für eine bekennende Rodinistin wie mich ein must-have. Das hat sogar Herr Nachtgedanken rasch eingesehen.

Ähnliche Artikel:

Ist das normal…

…dass die meistgespielten Lieder auf meinem MP3-Player die alten Lieder von den Hosen und Queen, die Arien aus der Zauberflöte und das Allegro aus “Der Tod und das Mädchen”, Filmmusik zu “Les Choristes” (besonders gut bei unangenehmen Gefühlen beim Betreten eines Flugzeuges) sowie die Musik von Pippi, Lukas, Urmel und dem Fliewatüüt sind? Und dem Michel natürlich. Wie konnte ich den nur vergessen.
Nachtrag: Meine Katzen kucken mich immer so komisch an, wenn ich bei “In der Halle des Bergkönigs” anfange zu tanzen. Ist das normal?

Ähnliche Artikel:

Archiv

  • 2013 (116)
  • 2012 (278)
  • 2011 (203)
  • 2010 (190)
  • 2009 (304)
  • 2008 (261)
  • 2007 (50)
  • 2006 (38)

Kategorien

Statistisches

  • Posts: 1.440
  • Kommentare: 372
  • Wörter in Posts: 606.209
  • Tags: 2.541