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Corinna Klimek am 18. Januar 2008 23:19
Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge – Rainer M. Rilke
Gebundene Ausgabe: 269 Seiten
Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (11. September 2004)
ISBN-10: 3937793275
ISBN-13: 978-3937793276
Größe: 20,8 x 12,8 x 2 cm
Kurzbeschreibung: (von Amazon)
Der junge adlige Däne Malte Laurids Brigge kommt Anfang des 20. Jahrhunderts nach Paris, wo er ein Leben als Dichter führen möchte. In seinen Aufzeichnungen schildert er seine Erfahrungen in der Großstadt und blickt auf seine Kindheit in dänischen Schlössern und in Kopenhagen zurück.
Rilkes bedeutendstes Prosawerk – ein Klassiker der Moderne.
Über den Autor:
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Meine Meinung:
Dieses Buch als Roman zu bezeichnen, ist eigentlich falsch. Ich hätte mich ich genau davon lösen müssen, von der Erwartungshaltung, die ich an einen Roman habe. Dass er mir eine Geschichte erzählt, die sich an einem Handlungsstrang entlanghangelt. Das ist mir leider nicht gelungen. Entschädigt wurde ich dafür mit einer Sprache, die so schön ist, dass sie süchtig macht. Wäre ich nicht ständig auf der Suche nach neuen, wunderbaren Formulierungen gewesen, hätte ich dieses Buch wohl aus der Hand gelegt.
Mein Fazit:
Aufgrund der wunderbaren Sprache lesenswert, aber in Zukunft werde ich von Rilke eher seine Gedichte lesen.
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Corinna Klimek am 13. Januar 2008 11:03 Sandra Lessmann: Das Jungfrauenspiel
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Droemer/Knaur (21. September 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426197669
ISBN-13: 978-3426197660
Größe:21,8 x 15 x 3,6 cm Über die Autorin
Link zur Homepage
Kurzbeschreibung
England im Jahre 1583: Sir Francis Walsingham, Erster Sekretär der Königin und Herr über ein weitgespanntes Agentennetz, kennt nur ein Ziel: Er will endlich den »Greif« enttarnen, einen Spion, der den Briten das Leben zunehmend schwermacht. Und dazu benutzt er eine Unschuldige: die schöne Marianna Ashton.
Walsingham, der Mariannas kleinen Sohn hat entführen lassen, vermutet den Greif im Umkreis von Freunden Mariannas, den Fleetwoods. Er zwingt die verzweifelte Mutter, für ihn Spitzeldienste auszuführen – andernfalls werde sie ihr Kind nie wiedersehen. Wohl oder übel muss Marianna zustimmen und begibt sich auf den Landsitz der Fleetwoods. Dort verliebt sie sich in James, den Freund der Familie. Sie ahnt nicht, wer sich hinter diesem liebenswerten Taugenichts wirklich verbirgt. Es beginnt ein gefährliches Spiel um Liebe und Politik, in das Marianna und ihr Sohn immer tiefer verstrickt werden …
Meine Meinung
Ein in den historischen Details stimmiger und mit glaubwürdigen Charakteren versehener Roman, dessen Krimihandlung spannend, aber auch manchmal etwas zufällig ist.
Besonders gefallen haben mir die Einzelheiten, mit denen das Leben zur Zeit Königin Elizabeths I. beschrieben wird. Dadurch wirkt der historische Hintergrund plastisch und ich fühle mich in das 16. Jahrhundert versetzt. Der Schreibstil der Autorin liegt mir und, einmal angefangen, zog mich das Buch an wie eine angebrochene Tafel Schokolade, von der ich nicht die Finger lassen kann.
Mein Fazit
Die zwei ersten Bücher dieser Autorin sind gleich auf meiner Wunschliste gelandet.
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Corinna Klimek am 10. Januar 2008 20:12 Corinna Kastner: Das Erbe von Ragusa
Taschenbuch: 555 Seiten
Verlag: Lübbe; Auflage: 1 (Mai 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404154983
ISBN-13: 978-3404154982
Größe:18,2 x 12,8 x 3,8 cm Über die Autorin
Link zur Homepage
Kurzbeschreibung
Mit der kostbaren Perlenkette, die Nella von ihrer Mutter geerbt hat, hat es eine geheimnisvolle Bewandtnis. Ein fremdes Gesicht scheint sich vor ihres zu schieben, sobald sie sich im Spiegel betrachtet. Als sie kurz darauf den Antiquitätenhändler Safet kennen lernt, führen die Perlen sie an die dalmatinische Küste nach Dubrovnik. Dort findet sie einen Hinweis auf die einstige Besitzerin des rätselhaften Schmuckstücks – Mirjana, die im 16. Jahrhundert als Hexe angeklagt wurde. Nella weiß, sie muss Mirjanas wahres Vermächtnis retten – vor wem genau, erfährt sie jedoch erst, als es beinah schon zu spät ist.
Meine Meinung
Ich hatte das Buch innerhalb kürzester Zeit ausgelesen, weil mich die Geschichte so fasziniert hat. Corinna Kastner versteht es geschickt, mehrere Zeitebenen zu verweben und auch das Unnatürliche natürlich wirken zu lassen. Zusammen mit ihrer Fähigkeit, Orte so zu beschreiben, dass sie einerseits vor dem inneren Auge sehr plastisch entstehen und man andererseits sofort Lust auf einen Besuch dort bekommt und einer Handlung, die den Spannungsbogen bis zum überraschenden Schluss hält, ergibt das einen herausragenden … ja was denn nun? Historischen Mystery-Krimi? Einen fantastischen Historienroman? Es ist eigentlich egal, in welches Genre man diesen Roman einordnet, er ist in allen gut.
Mein Fazit
Mehr davon.
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Corinna Klimek am 8. Januar 2008 23:30 Christopher Paolini – Eldest
Gebundene Ausgabe: 704 Seiten
Verlag: Random House Inc. (23. August 2005)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 037582670X
ISBN-13: 978-0375826702
Größe: 23,1 x 16 x 6,4 cm
Über den Autor:
Link zur englischsprachigen Wikipedia
Klappentext:
Darkness falls . . . Despair abounds . . . Evil reigns.
Eragon and his dragon, Saphira, have just saved the rebel state from destruction by the mighty forces of King Galbatorix, cruel ruler of the Empire. Now Eragon must travel to Ellesmera, land of the elves, for further training in magic and swordsmanship, the vital skills of the Dragon Rider. It is the journey of a lifetime, filled with awe-inspiring new places and people, each day a fresh adventure. But chaos and betrayal plague him at every turn, and Eragon isn’t sure whom he can trust.
Meanwhile, his cousin Roran must fight a new battle back home in Carvahall – one that puts Eragon in even graver danger.
Will the king’s dark hand strangle all resistance Eragon may not escape even with his life . . .
Meine Meinung:
Nahtlos schließt sich dieser Band an den ersten an und mich verblüfft die Weitsicht eines Fünfzehnjährigen doch sehr. Es ist wirklich erstaunlich, wie er es schafft, die Entwicklung der verschiedenen Charaktere zu begleiten und zu verdeutlichen. Besonders gut gefällt mir der Teil, der von Eragons und Saphiras Ausbildung handelt, denn auch der Drache hat noch einiges zu lernen. Auch die Begleitung von Roran ist sehr interessant, auch er entwickelt sich, und das ganz ohne magische Hilfe. Das Tempo ist zum Ende hin sehr rasant, es bleibt vieles offen und bereitet den Boden für den dritten Band. Paolinis Schreibstil gefällt mir sehr gut, er schafft in mir eine lebhafte Vorstellung von Eragons Welt.
Mein Fazit:
Bekommt einen festen Platz in meinen Regalen.
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Corinna Klimek am 4. Januar 2008 09:43
William Faulkner – Die Freistatt
Originaltitel: The sanctuary
Gebundene Ausgabe: 248 Seiten
Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek
ISBN-10: 3937793240
ISBN-13: 978-3937793245
Größe: 21 x 12,4 x 2,4 cm
Über den Autor:
Link zur Wikipedia
Klappentext:
Horace Benbow ist ein Rechtsanwalt mit einem großen Herzen. Er ist unterwegs nach Jefferson, als er in der Nähe der Old-Frenchman-Farm vom Verbrecher Popeye aufgehalten wird. Dieser befürchtet, dass das Geheimnis der in der Farm versteckten illegalen Schnapsbrennerei auffliegen könnte, und lässt Benbow erst weiterziehen, nachdem er dem Chef der Bande, Lee Goodwin, versprochen hat, dass es keine Anzeige geben wird. Doch Benbow wird noch einmal mit Goodwin zu tun bekommen, denn kurze Zeit später geschieht in der alten Farm ein Mord, der dem Bandenchef angelastet wird. Benbow aber glaubt an dessen Unschuld: Ein Schnapsbrenner sei er vielleicht, aber kein Mörder. Er nimmt sich des Falles an und deckt immer neue Einzelheiten jener tragischen Nacht auf, als der betrunkene Gowan Stevens mit seiner provozierend erotischen Freundin Temple Drake zur Brennerei gefahren war, um Alkohol zu kaufen und damit eine Spirale der Begierde, Furcht und Gewalttätigkeit in Gang gesetzt hatte.
Inhalt: (Vorsicht Spoiler!)
Link zur Wikipedia
Meine Meinung:
Ich konnte dem Roman nicht wirklich etwas abgewinnen. Wenn ich nicht Sekundärliteratur dazu gelesen hätte, hätte ich der Handlung wohl nicht folgen können. Der Schreibstil ist abgehackt, Sätze werden nicht beendet und hängen in der Luft, ständig tauchen neue Personen auf. Obwohl manche Szenen aus verschiedenen Sichtweisen erzählt werden, begriff ich nicht, was wirklich passiert ist. Einzig die Schilderung des Amerika um 1930 konnte mich faszinieren.
Meine Fazit:
Es ist gut, das Buch gelesen zu haben, um sich ein Bild vom Autor zu machen, aber weitere Romane von ihm reizen mich nicht.
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Corinna Klimek am 30. September 2007 19:15
1. Welches ist das längste und/oder langweiligste Buch, durch das Du Dich, aus welchen Gründen auch immer, erfolgreich hindurchgekämpft hast?
Die bayerische Haushaltsordnung
2. Von welchem Autor (natürlich auch Autorin) kannst Du behaupten: Von dem (oder der) habe ich wirklich _jedes_ Buch gelesen.
Soweit ich weiß, Jasper Fforde. Bei Niall Williams habe ich gerade entdeckt, dass es noch ein kleines Büchlein (neben seinen Theaterstücken) gibt und von Tanja Kinkel fehlt mir auch eines.
3. Welches ist Dein liebster Klassiker (vor mindestens 50 Jahren veröffentlicht)?
Annemarie Selinko – Desirée
4. Welchen Titel hast Du in den letzten Jahren sicherlich am häufigsten verschenkt?
Ich verschenke Bücher auf den jeweils Beschenkten zugeschnitten, da verschenke ich selten das gleiche Buch zweimal. Zuletzt habe aber doch zweimal Sabine Klaus – Sturmherz verschenkt, weil es für ein Erstlingswerk einer deutschen Autorin einfach genial ist.
5. Von welchem Autoren würdest Du nie wieder freiwillig ein weiteres Buch in die Hand nehmen?
Carlo Ross
6. Welches Buch hast Du mehr als 2 Mal gelesen?
Die Unendliche Geschichte, Desirée, Harry Potter 1 – 4,
7. Welchen Titel hast Du erst nach einigen Seiten beiseite gelegt und dann tatsächlich später nochmals in die Hand genommen und durchgelesen?
Ich lege selten Bücher weg. Manchmal brauche ich dann etwas länger zum Lesen.
8. Wenn man Dich 3 Wochen in eine Mönchszelle in Klausur stecken würde, und Du darfst nur 3 Bücher mitnehmen, welche drei Titel würdest Du wählen?
Bill Bryson – A short history of nearly everything Illustrated
Mark Haddon – A spot of bother
John Irving – Until I find you
Das sind die drei dicksten, die auf dem Nachttisch stehen und gelesen werden wollen.
9. Bei welchem Titel sind dir schonmal ernsthaft die Tränen (nicht vor Lachen!) gekommen, obwohl es doch nur ein Buch war?
Bei den letzten drei Harry Potter habe ich Rotz und Wasser geheult.
10. Welches sonst recht erfolgreiche Buch ist Dir bis heute ein großes Rätsel geblieben, d. h. Du hast es einfach nicht verstanden?
Paul Auster – Stadt aus Glas
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Corinna Klimek am 22. März 2007 19:03
Unbedingt beim S-Bahn-Buch ein zweites Lesezeichen da einlegen, wo der Roman aufhört. So lässt es sich leichter abschätzen, ob die Lektüre noch für den ganzen Tag reicht. Besonders wenn die letzten 15% des Buches aus zwei Kapiteln eines anderen Romanes bestehen, den ich überdies schon gelesen habe.
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Corinna Klimek am 2. Januar 2007 21:24 Beim Katalogisieren meiner Bücher habe ich ein Mitbringsel von einer der vielen ausgedehnten GB-Reisen wieder in der Hand bekommen: Poems on the underground, eine wunderschöne Anthologie überwiegend anglistischer Gedichte. 1986 begann man in der Tube zwischen Werbungspostern in den Waggons Plakate mit Gedichten aufzuhängen. Ich weiss noch, wie mir die Idee gefallen hat und ich bei jedem London-Besuch nach neuen Ausschau gehalten habe. Hängen geblieben bin ich an W. H. Audens “Song” unvergesslich vorgetragen von John Hannah in “Four Weddings and a Funeral”. Hier ist auch heute noch das Lesebändchen zu finden. Aber auch die restlichen 116 Gedichte sind ein schöner Querschnitt. Als Bonus beinhaltet meine gebundene Ausgabe noch 24 U-Bahn-Plakate von Anfang des 20. Jahrhunderts, auf denen auch Gedichte zu lesen sind. Dies zeigt, dass die Poesie schon seit langer Zeit im Londoner Underground präsent ist. Leider ist diese Ausgabe vergriffen und nur noch gebraucht zu bekommen, aber es gibt mittlerweile eine Nachfolgeedition, die aber nicht so schön ausgestattet ist.
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Corinna Klimek am 28. Dezember 2006 23:02 Im Frühjahr fiel mir ein Buch in einer Basler Buchhandlung in die Hände, dessen Titel mich sofort zu einer näheren Betrachtung zwang. “Lost in a good book” von Jasper Fforde.Genau das passiert mir immer wieder, mich in einem guten Buch zu verlieren. Neulich sagte jemand, Weihnachten wäre fünf Bücher geschenkt zu bekommen und sie am zweiten Feiertag ausgelesen zu haben. Exactly! Jedenfalls stellte ich schnell fest, dass das Buch der zweite Band der Thursday Next Serie ist. Da der erste Band “The Eyre affair” auf dem gleichen Tisch lag, nahm ich ihn auch mit. Noch am selben Nachmittag begann ich zu lesen und konnte nicht mehr aufhören. Die Einfälle von Jasper Fforde sind brilliant und er schafft es sogar, seine Homepage vollkommen im Stil seiner Bücher zu gestalten. Thursday ist eine Spezialagentin für Literatur, die in einer Welt lebt, die unserer sehr ähnlich und doch wieder völlig anders ist. Literatur hat einen ganz anderen Stellenwert, so gibt es zum Beispiel illegalen Handel mit Büchern, raubkopierte Gedichte und Strassenkämpfen zwischen Anhängern verschiedener Richtungen. Wales hat sich abgespalten und ist eine Kommunistische Republik, das republikanische England kämpft noch im andauernden Krimkrieg gegen Russland. In dieser Atmosphäre muss Thursday den drittgesuchtesten Verbrecher Englands jagen und die Vernichtung des Originalmanuskripts von “Jane Eyre” verhindern, was eine Auslöschung sämtlicher Kopien weltweit zur Folge hätte.
Es hilft sehr beim Verständnis, wenn man sich ein bisschen mit angelsächischer Literatur und Humor auskennt, um alle Anspielungen zu verstehen. Es kommt auch noch ein wenig Zeitreisen dazu. Die Bücher sind eine sehr gelungene Mischung aus Fantasy und Literatur über Literatur. Nach dem dritten Band “The well of lost plots” und dem vierten “Something rotten” (nach dem Zitat aus Hamlet) erscheint nun im Sommer 2007 der fünfte Band “First among sequels”. Schon allein der Titel spricht mich ungemein an und ich freue mich auf das Buch. Hoffentlich geht es nicht im HP-Hype unter.
Daneben schreibt Fforde noch eine zweite Serie, die “Nursery Crime Division”. Hier wird eine Handlungsstrang aus dem dritten Band der Thursday Next Serie herausgenommen und separat weiterentwickelt. Auch diese Bände, die in der Welt der Kinderreime angesiedelt sind, strotzen nur so vor origineller Einfälle.
Jasper Fforde hat bei mir das Zeug zum Lieblingsautor. Ich liebe seine Bücher, weil ich Bücher liebe.
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Corinna Klimek am 16. Dezember 2006 11:26 Voraus: Ich besitze viele Bücher und lese sehr viel (zu viel, wie manche meinen, vor allem abends vor dem Einschlafen). Ich behandle meine Bücher sorgsam, wie man gute Freunde eben behandelt. Für unterwegs werden sie fest in eine Plastiktüte eingewickelt, Schutzumschläge werden zum Lesen abgenommen und selbstverständlich benutze ich ein Lesezeichen. Bücher kopfüber abzulegen ist ein absolutes NoNo. Ich verleihe Bücher nur an sehr gute Freunde, von denen ich weiß, dass sie meine Ansichten teilen.
Da ich sehr viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin, sehe ich auch viele andere Menschen in Büchern lesen. Grundsätzlich freut mich das, weil es mir zeigt, das Lesen halt doch nicht out ist. Allerdings schüttelt es mich, wenn ich sehe, wie manche ihre Bücher behandeln. Dass nebenbei gegessen und getrunken wird ohne Rücksicht auf fettige Finger und Krümel, die sich als Einmerker in den Seiten festsetzen (Dabei frage ich mich immer, ob die Menschen vor zehn Jahren unglücklicher waren als sie ihren Morgenkaffee noch nicht in der S-Bahn trinken konnten. Irgendwann schaffe ich es sicher, mit einem auf dem Abfalleimer abgestellten halbvollen Becher eine große Sauerei zu veranstalten). Schlimmer ist ist jedoch, dass umgeknickte Ecken als Lesezeichen dienen, Taschenbücher einmal um sich selbst gewickelt werden (ich habe es noch nie ausprobiert, liest es sich so wirklich angenehmer?) und generell den Buchrücken solche Knicke zugefügt werden, dass ich Angst habe, die armen Bücher brechen in der Mitte auseinander. Das tut mir weh. Ok, bei Arztromanen und Romance nicht so sehr, aber es fängt schon bei Krimis an, die ich gerne zur Entspannung lese. Ganz schlimm wird es dann bei den Klassikern. Gestern wurde eine Jane Eyre so übel misshandelt, dass ich mich zurückhalten musste, um nicht derjenigen das Buch aus der Hand zu reissen. Wenn man schon das Buch nicht als Freund für unterhaltsame, lehrreiche und amüsante Stunden betrachtet, sollte man doch wenigstens Respekt vor dem Werk eines Autors haben.
Übrigens: bei der Münchner Bücherschau hatte ich einen Roman in der Hand, der davon handelt, was passiert, wenn zwei Bibliophile zusammenziehen. Kennt jemand den Titel? Ich habe ihn mir leider nicht aufgeschrieben.
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