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Oper, die ich nicht sehen will (aber hören)

Eigentlich wollte ich ja noch die morgige Premiere abwarten, bevor ich mir eine Karte für die Neuinszenierung des “Don Giovanni” an der BSO hole. Schließlich hat mich die Einführung nur in musikalischer Hinsicht überzeugt.

Als ich heute jedoch das erste Bild aus dieser Inszenierung sah, stürzte ich los und kaufte mir eine … Hörerkarte.

Ich wollte ja unbedingt Maija Kovalevska als Donna Elvira hören, die mich als Micaela schon so beeindruckt hat. Sehen möchte ich das dann aber lieber doch nicht.

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Musical, vorfreudig

Sozusagen für mein Notizbuch: der Vorbericht des BR zum Zauberer. Ich freu mich drauf!

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Oper, eindringlich

Gestern Abend zeigte das Theater meines Vertrauens mal wieder, wie vielseitig ein Musiktheater sein kann.

An einem für diese Sparte eher ungewöhnlichen Ort, dem Marstall, hatte die 1972 uraufgeführte Mono-Oper “Das Tagebuch der Anne Frank” von Gregori Frid Premiere. Die Akustik war etwas gewöhnungsbedürftig und leider bin ich – frauenuntypisch – nicht multitaskingfähig. Ich habe mich so auf das intensive Spiel und den exzellenten Gesang von Thérèse Wincent konzentriert, dass ich von der Musik nicht viel mitbekommen habe. Nur an einigen wenigen Stellen, so zum Beispiel als Anne davon singt, dass sich die Familie nicht an das Glockengeläut gewöhnen kann, wenn sie in zarter Verliebtheit von Peter erzählt oder zu Swingmusik die Schuhe tanzen lässt, rückt bei mir die Musik in den Fokus. Und natürlich während des ziemlich aufwühlenden Schlusses, bei dem das Kammerensemble unter der ausgezeichneten Leitung von Oleg Ptaschnikov seine vollen Stärken ausspielen kann. Das Bühnenbild aus einem geviertelten Quadrat und auch die intime Atmosphäre des Theaters unterstreichen das beklemmende Gefühl des Eingesperrtseins.

Am Ende, wenn der letzte Ton verklungen ist und nur noch eine einzelne Kerze den Raum beleuchtet, ist selbst der notorischste Frühklatscher, der sich immer irgendwo im Publikum befindet, so ergriffen, dass er noch ein paar Sekunden inne hält. Danke für diese Sekunden der Besinnung!

Eine sehr sehenswerte Aufführung, ich hätte mich allerdings besser darauf vorbereiten müssen. Es wäre sicher nicht verkehrt gewesen, die literarische Grundlage noch einmal zur Hand zu nehmen, immerhin ist es schon über 25 Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe. Aber es ist ja nie zu spät, das nachzuholen.

Das Tagebuch der Anne Frank

Donnerstag, 29. Oktober 2009
19:30 Uhr

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Operette, vielfältig

In dieser Spielzeit gibt es einige Neuerungen, unter anderem ein Chorkonzert (das ich leider verpasse, weil ich da 13000 km weit weg bin, ich hoffe auf Wiederholung!) und vier Operettenkonzerte. Das Publikum heute war jedenfalls begeistert und hat die Akteure am Schluss heftig beklatscht- und das zu Recht.

Der Abend war ein sehr schöner Querschnitt durch verschiedene bekannte Operetten, allen voran natürlich die Fledermaus, aber auch der Bettelstudent, der Zarewitsch, die Csardasfürstin und der Vogelhändler wurden nicht vergessen. Die Solisten Marianne Larsen, Sibylla Duffe, Ann-Katrin Naidu, Dirk Lohr, Mario Podrecnik,  Tilmann Unger und Holger Ohlmann waren allesamt sehr gut und ich hoffe, sie hatten genauso viel Spaß wie das Publikum. Andreas Kowalewitz, der das Programm zusammen gestellt hatte, moderierte witzig und leitete das Salonorchester.

Ein toller Abend, danke an alle Beteiligten!

Operettenkonzert: Sterne der Bühne

Donnerstag, 22. Oktober 2009
19:30 Uhr

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Oper, neu wahrgenommen

Ich hatte mir die Karte für diese Vorstellung gekauft, weil ich Peter Sonn gerne noch einmal erleben wollte, ohne nach Zürich zu fahren (was aber auch nicht ausgeschlossen ist ;-)). Er hat trotz einer Erkältung (meiner unmaßgeblichen Meinung nach sehr gut) gesungen und das Publikum im Sturm erobert (sofern es ihm nicht vorher schon zu Füßen lag *ggg*).

Erstmals habe ich an diesem Abend wirklich die den einzelnen Personen zugeordneten musikalischen Motive wahrgenommen, war ich in den Vorstellungen in der letzten Spielzeit eigentlich taub? Oder bin ich gar nicht multitaskingfähig und war zu sehr mit Schauen beschäftigt?

Und zu Schauen gibt es hier ja auch reichlich, aber eben auch zu hören. Stefan Sevenich ist nicht nur szenisch ein toller Dulcamara, sondern auch musikalisch nicht zu schlagen. Talia Or ist als Adina guter Widerpart für Nemorino und Belcore, der von Daniel Fiolka hervorragend verkörpert wird und auch Milica Jovanovic als Gianetta fügt sich in die sehr gute Ensembleleistung ein. Der Chor zeigt einmal mehr, dass er nicht nur singen kann und das Orchester unter Henrik Nánási gibt meistens sein Bestes.

Ein sehr schöner Abend, danke an alle Beteiligten!

Der Liebestrank

Montag, 19. Oktober 2009
19:30 – 22:05 Uhr

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Musical, vorgestellt

Zwei Wochen vor der Premiere des neuen Familienmusicals “Der Zauberer von Oz” stellten die Beteiligten die Inszenierung vor. Zuerst sprach die betreuende Dramaturgin über die Hintergründe des Buches, auf dem das Musical basiert und ihre Praktikantin widmete sich dem Leben Lyman Frank Baums, dem Autor. Dazwischen wurden immer wieder die einzelnen Figuren vorgestellt, zuvorderst natürlich Dorothy, später dann auch der Blechmann, die Vogelscheuche und der Löwe. Dazu gab es immer wieder die Lieder aus dem Musical, die die entsprechende Figur singt, sehr ansprechend vorgetragen von Milica Jovanovic (Dorothy), Mario Podrecnik (Blechmann), Thomas Peters (Vogelscheuche) und Dirk Lohr (Löwe). Holger Seitz, der Regisseur des Stückes, erläuterte seinen Ansatz, seine Sichtweise auf das Stück und die Schwierigkeiten, es für Kinder und Erwachsene gleichermaßen attraktiv zu gestalten.

Die Solisten wurden begleitet von Liviu Petcu, dem musikalischen Leiter, der sich an diesem Vormittag als Multitalent entpuppte: er spielte nicht nur hervorragend Klavier und erläuterte auch für Laien verständlich musikalische Motive, sondern er sang auch noch (sehr gut) und soufflierte. Wow!

Abschließend sprach Andreas Carben noch über seine Gedanken zum Bühnenbild, es war ein Modell aufgebaut und auch Entwürfe für die Kostüme lagen aus.

Eine rundherum gelungen Einführung, die wirklich einen Einblick in die Arbeit des Regieteams gab. Wer die Premiere am 01.11.09 um 15 Uhr miterleben möchte, möge sich beeilen mit dem Kartenkauf.

Auftakt: Der Zauberer von Oz

Einführungsmatinée im Foyer
Sonntag, 18. Oktober 2009
11:00 – 12:00 Uhr

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Operette, immer wieder schön

Ich könnte mir dieses Stück immer wieder ansehen. Ich sehe mir dieses Stück immer wieder an. Das war jetzt das dritte Mal in einer Woche, auswärts. Trotzdem ist es immer anders. Sei es die Besetzung, die Publikumsreaktionen oder das Dirigat, jede Aufführung ist etwas besonderes. Nur der Spaß und die eingängigen Melodien, die sind immer dabei 🙂

Heike Susanne Daum fegt wie ein Orkan als Mabel über die Bühne, Robert Sellier als Frederic kann einem schon fast leid tun. Gregor Dalal hat mir als Samuel schon immer gut gefallen, Dirk Lohr ist insbesondere in den Dialogszenen ein fabelhafter Generalmajor und Susanne Heyng singt und spielt Ruth mit genau dem richtigen “englischen” Unterton (anders kann ich es nicht ausdrücken). Holger Ohlmann hat als König seine Piraten im Griff, ebenso Martin Hausberg seine Polizisten und Sonja Leutwyler und Frances Lucey ihre Mädels.

Aus dem ziemlich tiefen Graben tönt es spritzig, die Akustik in diesem Haus ist toll, da nehme ich ja schon fast den nackten Beton in Kauf, aber nur fast.

Ein schöner Abend, wie immer bei den Piraten . Hach.

Die Piraten von Penzance

Samstag, 17. Oktober 2009
19:00 – 21:20 Uhr

Gastspiel in Ingolstadt

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Operette, gar nicht provinziell

Ich habe ja irgendwie so gar kein musikalisches Gedächtnis. Ich kann mich zwar an Melodien erinnern, aber für gewöhnlich kann ich eher selten sagen, ob es beim letzten Mal anders geklungen hat.

Aber diesmal hab sogar ich einen Unterschied bemerkt, als Andreas Kowalewitz zum ersten Mal bei den Piraten am Pult stand. Das hat mir sehr gut gefallen, spritzig, aber nicht zu schnell und mit den richtigen Akzenten. Schon allein dafür hat es sich gelohnt, in die Provinz zu fahren. Die restlichen, wie gewohnt sehr guten Mitwirkenden gabs sozusagen als Dreingabe 🙂

Bein Hinausgehen belauscht: “Ist schon voll cool, was die da in München haben”, Antwort: “Ist ja auch ne Großstadt”. Genau!

Die Piraten von Penzance

Dienstag, 13. Oktober 2009
19:30 – 21:50 Uhr

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Soirée, hundertjährig

“Ich brauche keine Millionen”, wer hat nicht die Melodie im Ohr und kann den Text zumindest teilweise mitsingen? Zum 100. Geburtstag des Librettisten Hans Fritz Beckmann erklangen Chansons aus den Dreißiger Jahren im Foyer des Theaters meines Vertrauens – ein wenig spät zwar, war dieser Geburtstag doch schon im Januar diesen Jahres, dafür verlegte der Programmzettel den Abend in die Zukunft, so gleicht sich alles wieder aus.

Obwohl es von der Entstehungszeit der Lieder bis zu meiner Jugend ein paar Jährchen dauerte, kannte ich doch die allermeisten. Ich hatte schon früh den ausrangierten Fernseher meiner Eltern bekommen und so lief die ganze Palette der Sonntagnachmittagsfilmchen rauf und runter. Dabei prägte ich mir offensichtlich die meisten Lieder ein.

Zwischen den einzelnen Liedblöcken kam der Jubilar in Aufnahmen selbst zu Wort, das Ganze unterlegt mit entsprechenden Bildern. Das gab dem Abend eine sehr persönliche Note, als ob ich selbst mit ihm gesprochen hätte. Ganz fabelhaft gesungen haben Rotraut Arnold, Milica Jovanovic, Mario Podrečnik, Hardy Rudolz und Liviu Petcu ;-), der die Solisten auch am Klavier begleitete.

Ich brauche keine Millionen

Soirée
Montag, 12. Oktober 2009
19:30 Uhr

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Nachtrag zu Einführung, zeitverschwendend

Die BSO hat einen Podcast zur Einführung veröffentlicht. Das Ganze ist natürlich stark zusammengeschnitten und man kann davon ausgehen, dass nur die prägnantesten Stellen ausgewählt wurden. Ich bleibe dabei: in der heutigen Einführung am Theater meines Vertrauens wurde in fünf Minuten mehr Substanzielles gesagt als bei der großen Schwester in einer halben Stunde.

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