Zugenommen oder abgenommen?
Ich wills gar nicht wissen.
Stadt des Jahres?
London. Wie 2007. Wie 2008.
Haare länger oder kürzer?
Kürzer
Kurzsichtiger oder Weitsichtiger?
Immer gleich blind.
Mehr ausgegeben oder weniger?
Gleich.
Höchste Handyrechnung?
Immer gleichbleibend.
Krankenhausbesuche?
Nein.
Verliebt?
Ich bemühe mich es nicht zu sein. Ist besser für das seelische Gleichgewicht.
Getränk des Jahres?
Dunkles Bier.
Essen des Jahres?
Das Essen in dem unscheinbaren Restaurant in Taipeis Einkaufsviertel.
Most called persons?
Meine Freundin, die ich nun seit bald 30 Jahren kenne.
Die schönste Zeit verbracht mit?
Charlie in London und Portsmouth.
Die meiste Zeit verbracht mit?
Meinen Kolleginnen.
Song des Jahres?
Das Finale des 2.Aktes von “Zar Saltan”.
CD des Jahres?
Die Radioaufnahme der Premiere der “Piraten von Penzance”, immer wieder gerne gehört.
Buch des Jahres?
Katarina Timm: Hexenschwester
Film des Jahres?
Ich war gar nicht im Kino. Oder?
Konzert des Jahres?
Die Premiere von “Death in Venice”
TV-Serie des Jahres?
Hab ich überhaupt ferngesehen?
Erkenntnis des Jahres?
Mein Körper macht was er will und mir meistens einen Strich durch die Rechnung.
Drei Dinge auf die ich gut hätte Verzichten können?
Erkältung Nummer 1, 2,3 und 4.
Nachbar des Jahres?
Derjenige, der endlich aufgehört hat, uns gebrauchte Taschentücher in den Vorgarten zu werfen. Der Zusammenhang mit der Feststellung, dass unser “Ich bin nicht übergewichtig, ich bin nur untergroß”-Katerchen Joschi wohl doch nicht der brutale Schläger ist, der die Nachbarskatze übelst zugerichtet hat, ist selbstverständlich nur ein zeitlicher.
Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
Mein Leben neu zu beginnen.
Schlimmstes Ereignis?
Drei Wochen ohne Stimme zu sein.
Schönstes Ereignis?
Drei Gleichwertige übers Jahr verteilt: Buchmesse in Leipzig, die Zeit in Taiwan, Büchereulentreffen.
2009 war mit einem Wort?
Wechselhaft.
Ich wünschen allen Freunden dieses Blogs, den stillen und den kommentierenden, einen guten Rutsch und ein glückliches, zufriedenes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2010.
Wow, was für eine Vorstellung! Die letzte von Peter Sonn am Theater meines Vertrauens. was ich sehr schade finde. Ich wünsche ihm auf diesem Weg alles Gute für die Zukunft und hoffe, ihn an einem anderen Ort wieder erleben zu dürfen – ich hab ja da diese Ariadne im März im Auge, mal sehen, ob es klappt.
Daniel Fiolka als Belcore ist ja immer gut, aber diesmal war er noch ein Tick besser, und auch Stefan Sevenich war als Dulcamara einfach göttlich, diese kleinen Gesten und das Mienenspiel, das Hochziehen einer Augenbraue, und schon ist, weil ja auch das Musikalische vom Feinsten ist, der Auftritt umwerfend. Talia Or und Milica Jovanovic komplettierten das perfekte Quintett. Der Chor ist in diesem Stück eine feste Größe, ohne ihn wäre der Zauber der Inszenierung nicht denkbar. Auch das Orchester unter Henrik Nánási bewies mal wieder seine Qualitäten.
Ein toller Abend, das Publikum im fast ausverkauften Haus bedankte sich mit starkem Applaus für alle Beteiligten.
Diese Oper in dieser Inszenierung habe ich vor ziemlich genau 32 Jahren zum ersten Mal gesehen, gleichzeitig war es mein erster Opernbesuch überhaupt. Viele der Kinder sind heute deutlich jünger als ich damals. Meine Eltern haben mit mir zu Hause die Musik schon mal angehört und auch das Libretto habe ich zuvor gelesen. Ich bin zwar nach wie vor der Meinung, dass gerade dieses Stück eben kein geeignetes ist, um Kinder an die Oper hinzuführen. Man merkt während der Aufführung, dass die Kinder oft unruhig sind, dass ihnen langweilig ist. Die Geschichte ist halt bekannt, das kann man gar nicht spannend erzählen, übrigens auch in einer sogenannten modernen Inszenierung nicht. Mir hat der Besuch damals zwar nicht geschadet, ich bin danach jährlich etwa zweimal in die Oper gegangen, aber er war kein Zündfunken, der meine Opernleidenschaft entfacht hat. Das ist erst vor zweieinhalb Jahren geschehen und wäre vermutlich zu keinem anderen Zeitpunkt und an keinem anderen Ort so möglich gewesen.
Ich konnte mich praktisch an nichts mehr erinnern, nur dass wir irgendwo weiter oben in der ersten Reihe mittig saßen, weiß ich noch. Insofern konnte ich diese Inszenierung für mich neu entdecken.
Im großen und ganzen ähnelt sie doch sehr der im Gärtner, wobei diese ja die frühere ist. Gut fand ich die Übertitel, endlich habe ich mal wirklich mitbekommen, was da gesungen wird, obwohl es da teilweise auch geringe Abweichungen gab. Absolut nicht gefallen hat mir der Abendsegen. Die Engel tanzen Ringelreihen? Das fand ich ja schon fast lächerlich. Der Kinderchor läuft ein wenig unmotiviert auf der Bühne rum, die Lebkuchenhexe wird einmal kurz vorgezeigt und dann wieder hinausgetragen. Und das Hexenhaus ist im Gärtner natürlich auch schöner.
Beeindruckt hat mich Christian Rieger als Peter. Das war schon enorm gruselig, wie er beim Hexenritt fast nur noch flüsterte. Die Hexe fand ich dann nicht soo schaurig, sie bekam aber auch ordentliche Buh-Rufe am Ende. Alle anderen waren ebenfalls sehr gut und auch das Orchester zeigte keine Schwächen.
Wenn ich mich nicht so schlecht gefühlt hätte, hätte ich es glatt genießen können.
Zum vierten Mal habe ich dieses Stück nun schon gesehen und ich finde kaum einen Punkt, an dem ich eine Kritik ansetzen könnte. Gut, die Stimme der Sprech-Johanna war mir diesmal etwas zu hoch, aber das ist absolut persönliches Empfinden, weil ich es halt bisher anders gewohnt war. Aber Elaine Ortiz Arandes als Johanna ist halt ein absoluter Genuss und auch Adrian Xhema ist ein stattlicher König, im besten Sinne des Wortes. Riccardo Lombardi beeindruckt in seinen Arien und der Chor schafft es, selbst wenn er sich nicht viel bewegt, große Präsenz zu erzeugen und Ausdruck auch in die kleinsten Gesten zu legen. Am Beispiel von Dirk Driesang, der neben der Mitwirkung im Chor auch noch zwei Sprechrollen hat, wird deutlich, wie vielseitig dieser Chor ist. Sie singen nicht nur gut, sie spielen auch exzellent. Und ich glaube, das ist das Beste, was man über einen Opernchor sagen kann.
Kleine Randbemerkung: auch an diesem Abend habe ich wieder jemanden kennen gelernt, der gerne und offensichtlich auch oft im Theater meines Vertrauens ist. Ich bin also nicht alleine!
Ich bin ja ein ausgesprochener Ballettmuffel, aber weil mir die Tanzszenen in “Death in Venice” so gut gefallen haben und ich die Musik von Prokofjew sehr gerne mag, habe ich den Selbstversuch gewagt.
Nun, was soll ich sagen. Einmal und nie wieder? Die Musik war gut? Mir gefallen die Elemente des modernen Tanzes einfach nicht. Ich habe (im allgemeinen, nicht hier im Besonderen) nicht das Gefühl, dass hier Musik tänzerisch interpretiert wird, sondern die Musik läuft im Hintergrund und die Tänzer zeigen, was sie drauf haben. Jedenfalls ging es mir überwiegend so. Hin und wieder blitzte schon mal was auf, was mich fasziniert hat, aber für einen ganzen Abend reichte es leider nicht. Dazu kam noch das Geraschel der Blätter auf der Bühne, das nicht nur mich gestört hat, und die ungelöste Frage der roten Füße.
Zum Trost: meiner Freundin hats gefallen, sehr gut sogar.
Das war mit Sicherheit die beste Aufführung in dieser Spielzeit, die ich gesehen habe. Hier hat einfach alles gestimmt, die Spielfreude, der Ausdruck, der Gesang, das Orchester. Stefanie Kunschke habe ich das erste Mal als Gretel gesehen und sie hatte großen Anteil am gelingen dieser Vorstellung.
Es ist bei mir mittlerweile schöne Tradition geworden, am 23.12. eine Vorstellung von “Hänsel und Gretel” zu sehen, ich hoffe, ich kann das auch in den kommenden Jahren wahrnehmen!
Je öfter ich sie sehe, desto besser gefällt mir die Inszenierung. Es gibt so viele kleine Nebenhandlungen, das kann ich gar nicht auf einmal erfassen. Dazu kommen schöne Melodien, gut gespielt vom Orchester unter Jörn Hinnerk Andresen. Witzig fand ich, dass die Radioansage angepasst wurde. ich habe ihn zwar schon mal das Stück dirigieren sehen, aber das war in Köln, da gab es die Ansage natürlich nicht.
Die Kostüme schön bunt, wie es sich für eine Operette gehört und typgerecht, wie bei Fiametta, in sehr schönen Orangetönen. Katja Stuber singt und spielt diese wirklich ganz ausgezeichnet, da kann ich mich gar nicht sattsehen. Muss ich glücklicherweise auch nicht. Aber auch alle anderen Sänger, die wie immer famose Heike Susanne Daum, Sybille Specht in der Titelrolle, Elaine Ortiz Arandes als schauspielernde Beatrice, Mario Podrečnik als amüsanter Prinz, Daniel Fiolka als jungenhafter Leonetto, Gregor Dalal als gefoppter Scalza oder Holger Ohlmann als gebeutelter Majordomus, glänzten mit Witz und schönen Stimmen. Hans-Jörg Weinschenk sah ich zum ersten Mal als Lotteringhi, er drückt der Rolle durchaus auch eine persönlichen Stempel auf und Gunter Sonneson ist der Lambertuccio natürlich auf den Leib geschrieben. Der Chor agierte wie immer schwungvoll und war auch in den großen Szenen immer verständlich.
So sehr ich diese Inszenierung und das Stück mag, an diesem Abend war ich überfordert. Ich komme ja im allgemeinen gerne meiner staatsbürgerlichen Pflicht als Schöffin nach, aber fast sechs Stunden ständiger Konzentration in einem unterkühlten Gerichtssaal haben ihren Tribut gefordert. Aber auch hier konnte ich bei mir wieder beobachten, dass es mir nach der Pause leichter gefallen ist, dran zu bleiben.
Ich könnte diese Oper immer wieder ansehen. Schön wäre es, sie mal in einer richtigen Abendvorstellung nur für Erwachsene zu sehen, oder mit maximal einem Kind pro Erwachsenem. Wenn auch das Märchenthema etwas anderes suggeriert, als Einstieg in die Opernwelt eignet sich dieses Stück für Kinder meiner Meinung nach nicht.
In dieser Vorstellung sah ich das erste Mal Cornel Frey als Hexe, wirklich sehr gut, wie er das singt und spielt, wurde am Ende auch kräftig ausgebuht, das ist in diesem Stück ausnahmsweise ein Qualitätsmerkmal
Aber auch die restlichen Solisten Gary Martin, Rita Kapfhammer, Sybille Specht, Thérèse Wincent und Katja Stuber waren eine Freude für Auge und Ohr. Das Orchester unter David Stahl war mir wieder einen Tick zu laut, das mag aber auch an meinem Platz gelegen haben.
Der Anspruch ist hoch: das jtg stell die Gretchenfrage. Und: muss sich Glauben lohnen? Oder: wie können wir Kriege im Namen Gottes führen?
Die kluge Zusammenstellung des Programmes wird diesem Anspruch aber voll und ganz gerecht. Es wird sich kritisch, aber nie polemisch, hinterfragend, aber durchaus auch positiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Neben wunderbar vorgetragenen Texten (Ringparabel, Ausschnitt aus Woyzeck) sind es vor allem die gesungenen Elemente, die diese Matinee zu einem Gänsehauterlebnis werden lassen. Mein persönliches Highlight ist der Song “Unerhörte Gebete” von Florian Beier.
Begleitet wurden die Mitglieder des jtg von Liviu Petcu am Flügel, für die Inszenierung zeichnet Holger Seitz verantwortlich. Ich ziehe meinen nicht vorhandenen Hut vor allen Beteiligten.
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nacht_gedanken Tolles Interview mit der wunderbaren Nina George unter anderem über ihr neues Buch "Das Lavendelzimmer" http://t.co/n3RAFXLzIW - gezwitschert am 07.05.2013 18:14
nacht_gedanken Das ist meine Bettlektüre in nächster Zeit. Was würdet Ihr an Euer 16-jähriges Ich schreiben? http://t.co/B66d80wUzU - gezwitschert am 06.05.2013 23:18
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