|
|
Corinna Klimek am 7. April 2008 23:55 Heute gab es im Theater meines Vertrauens keine Opern-Aufführung, sondern den ersten Abend in einer dreiteiligen Reihe zu Kuriosa der Musik(theater)geschichte.
Der heutige Abend stand unter dem Thema “Librette sich wer kann!”. Neben vielen, vielen Fakten zum Thema Libretto kam auch der Spaß nicht zu kurz: Wissenquiz mit buchstäblichen Preisen, eine Impro-Oper zum Thema Uschi G. aus M., selbst ein Libretto verfassen und nicht zuletzt der Auftritt Lorenzo da Pontes und seine Erläuterungen zu seinem Lebensweg, die auch eine Zeit als Whisky-Brenner (nicht Brauer) beinhaltete. Daneben gesangliche Einlagen von Stefan Sevenich, Sibylla Duffe und Rotraut Arnold. Mit von der Partie waren noch Christoph Maier-Gehring und Sonja Westerbeck sowie Albrecht Jürgens, Guido Klaus und Kilian Strau.
Ein toller Abend und ich freu mich schon auf den nächsten Teil.
Ähnliche Artikel
Corinna Klimek am 5. April 2008 22:41 Nach längerer Abstinenz, das letzte Mal war ich schliesslich am 9.3. dort, heute Abend mal wieder im Gärtner. Und mal wieder die Lustigen Weiber. Es ist schon erstaunlich, wie sehr ein paar Meter links oder rechts in der Reihe die Perspektive verändern können. Heute sass ich jedenfalls perfekt und habe wieder neue Details für mich entdecken können.
Holger Ohlmann, sonst ja eigentlich nicht so mein Fall, gefällt mir in dieser Rolle sehr gut. Und Heike Susanne Daum war spitze.
Auf dem Heimweg habe ich mich zum wiederholten Mal gewundert, warum viele auf dem Weg zu einem Pub Crawl, Discobesuch oder wasauchimmer, die Bierflasche bereits beim Verlassen des Hauses in der Hand haben und beim Eintreffen in der entsprechenden Lokalität schon gründlich vorgeglüht haben. Aber ich habe ja auch erst gestern gelernt, dass es eine Essstörung gibt, bei der man tagsüber nichts isst, um abends saufen zu können: Drunkorexia.
Staatstheater am Gärtnerplatz
Die lustigen Weiber von Windsor
Samstag, 05. April 2008
19.00 – 22.10 Uhr
Ähnliche Artikel
Corinna Klimek am 8. März 2008 23:36 Ebenfalls passend zu heutigen Weltfrauentag gab es die Oper endlich mit echten Weibern. Ob da jemand bei der Spielplanerstellung dran gedacht hat?
Eine ganz neue Erfahrung, dass ein Sänger sozusagen vom Bühnenrand aus vertreten wird. Tat aber dem Vergnügen keinen Abbruch. Am liebsten möchte ich bei “Er gesteht noch immer nicht” aufspringen und tanzen. Diese Musik macht mich einfach fröhlich. Der Chor bekommt auch immer verdienten Applaus.
Staatstheater am Gärtnerplatz
Die lustigen Weiber von Windsor
Samstag, 08. März 2008
19.00 – 22.10 Uhr
Ähnliche Artikel
Corinna Klimek am 7. März 2008 00:03 Der Abend begann mit einer herben Enttäuschung. Aber die Musik konnte ich trotzdem geniessen. Julian Kumpusch hat seine Sache als Figaro gut gemacht und auch Rita Kapfhammer als Marzelline hat mir gut gefallen. Ich konnte sogar eine Visitenkarte des Figaro ergattern 😉 Durch den überbauten Orchestergraben fühlte ich die Musik erstmals auch mit den Füßen und diesmal fiel mir richtig auf, wie gut die Insektenthematik zur Musik passt. Und ich habe mich mal wieder gefragt, ob es Absicht ist, dass Rosina und die Gräfin in der gleichen Farbe gekleidet sind. Es war mal wieder ein schöner Abend.
Staatstheater am Gärtnerplatz
Der Barbier von Sevilla
Donnerstag, 06. März 2008
19.30 – 22.20 Uhr
Ähnliche Artikel
Corinna Klimek am 28. Februar 2008 00:11 Wenn sich am Anfang der Vorstellung der Vorhang bewegt und jemand, in diesem Fall Staatsintendant Dr. Ulrich Peters, vortritt, schwant einem ja schon nichts Gutes: Dieses Mal war es keine Besetzungsänderung, aber Gary Martin war erkältet. Gute Besserung!
Jede Menge Solisten, die zum ersten Mal in der entsprechenden Rolle auftraten und alle haben ihre Sache gut gemacht. Ein absoluter Höhepunkt vom musikalischen und der szenischen Umsetzung ist der “Mückentanz”. Der Chor bekam dafür verdienten Applaus.
Leider waren heute wieder einige Plätze leer. Das hat weder das Theater noch die Oper verdient. Oder lag es am fussballerischen Kontrastprogramm?
Staatstheater am Gärtnerplatz
Die lustigen Weiber von Windsor
Mittwoch, 27. Februar 2008
19.30 – 22.40 Uhr
Ähnliche Artikel
Corinna Klimek am 24. Februar 2008 22:32 Schade, schade, schade. Leider blieben viele Plätze leer. Ich verstehe es nicht. Muss es denn immer der Opern-Mainstream sein? Diese Oper hat so schöne Melodien, die Inszenierung ist so passend – und doch trifft es anscheinend nicht den Publikumsgeschmack. Alleine die Wellenbewegung des Chores ist faszinierend, die Kostüme von allen sind toll und die Sänger waren natürlich wieder klasse. Nun muss ich leider auf meine Gesamtaufnahme mit Hermann Prey und Anneliese Rothenberger zurückgreifen. Die mir ehrlich gesagt, nicht ganz so gut gefällt.
Staatstheater am Gärtnerplatz
Undine
Sonntag, 24. Februar 2008
19.00 – 21.25 Uhr
Ähnliche Artikel
Corinna Klimek am 22. Februar 2008 23:49 Langsam denke ich, ich hab das mit der Ankleideszene nur geträumt. An den Flamenco-Tänzerinnen lag es jedenfalls nicht, die waren heute zu zweit.
Ansonsten merke ich gerade, dass es wirklich was bringt, eine Oper mehr als einmal zu sehen. Ich entdecke immer wieder neue Details und taste mich langsam an eine Interpretation für mich ran.
Inzwischen treffe ich immer mehr alte Bekannte oder unterhalte mich zwanglos beim Warten auf die Garderobe über die Vorzüge eines Wahlabos. Außerdem habe ich mal wieder festgestellt, dass das Personal des Gärtner wirklich bemüht ist, jeden noch so ausgefallenen Wunsch zu erfüllen.
Nach der Pause gab es einige Lücken, unter anderem der Herr neben mir. Das war auch ganz gut so, ich habe schon krampfhaft überlegt, wie ich dem Typen schonend beibringe, dass er sich nicht ganz so breitbeinig hinsetzt und mir damit auf die Pelle rückt. Außerdem hat er mitgesummt und während der Ouvertüre hat jemand mitgepfiffen. Und ich dachte, ich hätte schon alles erlebt.
Insgesamt wieder ein toller Abend! Vielen Dank an die Beteiligten.
Staatstheater am Gärtnerplatz
Carmen
Freitag, 22. Februar 2008
19.00 – 22.20 Uhr
Ähnliche Artikel
Corinna Klimek am 15. Februar 2008 23:21 Weil es ja nun nichts wurde mit Barcelona, hab ich mir noch schnell eine Karte gekauft. Sehr schön. Da musste ich mir am Ende ein paar Tränchen aus dem Augenwinkel wischen.
Anders als bei Carmen im übrigen. Da schniefte nur letztens eine neben mir so laut, dass ich ihr wortlos meine Notfall-Taschentücher rüberreichte.
Sandra Moon war wieder toll. Sie bringt die Schwindsucht gut rüber, auch wenn sie unter der vielen Schminke aussieht wie das blühende Leben. Gary Martin und Adrian Xhema beide mal wieder excellent. Das mag ich übrigens am Gärtner so: eben sieht man sie noch auf der Bühne, jetzt in der U-Bahn. Oper zum Anfassen.
Staatstheater am Gärtnerplatz
La Bohème
Freitag, 15. Februar 2008
19.30 – 22.00 Uhr
Ähnliche Artikel
Corinna Klimek am 9. Februar 2008 23:49 Minimalmusik war das Stichwort bei der Einführung. Ein immer wiederkehrendes Motiv in Variationen. Das Orchester war 95 Minuten im Dauereinsatz, die Sänger nicht so gefordert. Das Ergebnis war ein interessanter, kurzweiliger, neugieriger Abend. Wenn sich aus der gleichen Tonfolge sowohl Verliebtheit wie auch Schlangenbeschwörung erkennen lassen, das ist ein Meisterwerk. Schön, dass wir so etwas in München zu sehen bekommen. Interessant auch die Verwandlung von Stefan Sevenich und Sigrid Plundrich, die ich gestern noch in der Hochzeit des Figaro gesehen hatte. leider wurde dadurch die Vaterrolle von Sevenich etwas unglaubwürdig, wobei dies Herr Nachtgedanken auch anmerkte und er hat ihn gestern nicht gesehen. Sehr schön die Darstellung, wie der Vater sich im Sturm verirrt. Auch mit einem spartanischen Bühnenbild durch eine tolle schauspielerische Leistung von Sevenich wie in Natura.
Insgesamt ein schöner Abend mit verdientem Applaus für alle Beteiligten.
Staatstheater am Gärtnerplatz
Die Schöne und das Biest
Samstag, 09. Februar 2008
19.00 – 20.30 Uhr
Ähnliche Artikel
Corinna Klimek am 8. Februar 2008 23:48 Aller guten Dinge sind drei. Ich ahnte ja schon, dass Kunschke/Sevenich die beste Kombination sind. Aber dass es so gut wird, hätte ich nicht gedacht. Gary Martin als Graf Almaviva war herausragend, aber auch der Rest des Ensembles brauchte sich nicht zu verstecken. In der Pause hörte ich nur lobende Worte, speziell für Stefan Sevenich, wobei im nächsten Atemzug eine abwertende Bemerkung zu seiner Statur kam. Das kann ich nicht verstehen. Meiner Meinung nach erfüllt er den Figaro genau mit der richtigen männlichen Präsenz, um ein glaubhafter Widersacher des Grafen zu sein. Wer Models auf der Bühne sehen will, soll in eine Modenschau gehen. Für mich zählt die Stimme und die Ausstrahlung. Und das hat er beides. Hier übrigens ein Artikel, der sich schon vor einigen Jahren mit der Thematik beschäftigt hat.
Mir ist beim dritten Anschauen einiges klar geworden. Zum Beispiel, warum der Graf im Kinderwagen herum gefahren wird. Für mich symbolisiert das den kleinen Jungen, der für sein handeln nicht verantwortlich zu machen ist und dem man alles verzeiht. Zum Beispiel, dass er an die Moral der Gräfin andere Maßstäbe anlegt als an seine eigene.
Und das rosa Plisseekleid der Gräfin ist wohl eine Fortführung des pinkfarbenen Schmetterlingskleides der Rosina in der ebenfalls in dieser Spielzeit gespielten Inszenierung des Barbiers.
Ein toller Abend. Danke an alle, die ihn dazu gemacht haben.
Staatstheater am Gärtnerplatz
Die Hochzeit des Figaro
Freitag, 08. Februar 2008
19.00 – 22.30 Uhr
Ähnliche Artikel
|
|
Letzte Kommentare