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Veränderungen im Blog

Vor einiger Zeit habe ich den Feed auf zusammengefasste Artikel umgestellt, nachdem ich einen Post von mir auf einer Seite, die für Autozubehör wirbt, gefunden habe. Wohlgemerkt, einen Opernartikel. Meine Beschwerde an Google-Ads, die auf der Seite gut vertreten waren, führte zu keinem Erfolg, da ich nicht gewillt bin, eine eidesstattliche Versicherung abzugeben, dass ich der Autor der Texte auf meinem Blog bin. Ein einfacher Klick auf die mitgelieferte Url hätte genügt. Aber so unterstützt Google die Content-Klauer ja noch.

Jedenfalls habe ich mir heute meinen Feed mal im Google-Reader angeschaut und das sieht ja wirklich dämlich aus. Deshalb scheiß ich auf den Content-Klauer und stelle wieder auf Voll-Artikel um.

Möge der Content-Klauer M.H. aus L. von heute an nur noch schlechte Bücher lesen, grottiges Essen essen und jeder Opernbesuch durch seinen Sitznachbarn versaut sein.

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Lesestoff 2008 – 30

Die Spionin – Corina Bomann

Broschiert: 659 Seiten
Verlag: Knaur; Auflage: 1 (April 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426663147
ISBN-13: 978-3426663141
Größe: 21,8 x 15 x 4,4 cm

Kurzbeschreibung (von amazon)

London, 1585: Als man die Diebin Alyson in den Tower bringt, scheint ihr Schicksal besiegelt. Doch Francis Walsingham macht ihr ein unglaubliches Angebot …

Alyson soll der Königin als Spionin dienen! Doch die Ausbildung ist hart, nicht nur, weil Walsingham jeden Fehler unnachgiebig straft. Eine Spionin darf niemandem vertrauen – und es ist ihr verboten, sich zu verlieben … Ihr abenteuerliches Leben führt Alyson in Hafenbordelle, aber auch in die Gemächer Elisabeth I.; sie sieht den Kopf Maria Stuarts fallen und muss ihr Leben riskieren. Doch das alles dient nur dazu, sie auf die größte Herausforderung vorzubereiten: In Spanien muss sie eine Möglichkeit finden, das Auslaufen jener Armada zu verhindern, die England erobern und London in Schutt und Asche legen will – die Stadt, in der auch ein ganz besonderer Mann lebt, den sie seit langem heimlich begehrt.

Über die Autorin

Link zur Homepage

Meine Meinung:

Für einen Roman, der in der Zeit der Tudors in England spielt, bin ich immer leicht zu haben, deshalb habe ich mich auch auf die Leserunde zu diesem Buch sehr gefreut.

Im Epilog wird klar, dass es sich um einen Rückblick handelt und da haben meine Probleme angefangen. Durch die Augen einer sehr viel älteren und erfahreneren Alyson wird das Geschehen um die Ausbildung Alysons zur Spionin und ihre Einsätze geschildert. Während mir die Detailfülle sehr gut gefiel und ein farbenprächtiges Bild der Epoche entsteht, werde ich mit Alyson einfach nicht warm. Ich schaffe es nicht, die zukünftige von der jetzigen Alyson zu trennen und ich mag es überhaupt nicht, wenn geheimnisvolle Andeutungen auf das zukünftig kommende gemacht werden. Von einem Erzähler ist es ja noch einleuchtend, aber aus der Ich-Perspektive mutet es mir etwas seltsam an. Dazu kommt noch, dass ich die zeitlichen Abläufe schwer einordnen kann, mehrmals vertue ich mich völlig in der Zeitspanne, die vergangen ist.

Dabei ist die Handlung durchaus spannend erzählt, gegen Ende wird es sogar ziemlich rasant. Die gute Recherche ist deutlich zu spüren und meines Erachtens hat die Autorin in ihrem Debütroman nicht nicht ihr volles Potenzial ausgeschöpft.

Mein Fazit:

Ich werde auch den zweiten Roman von Corina Bomann lesen.

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Oper, mal anders III

Beim heutigen letzten Teil ging es um Räubereien in der Oper. Dieses Mal war es wieder eine gekonnte Mischung aus Lustigem und Lehrreichem, aus Gesang und Vortrag. Ganz hervorragend Stefan Sevenich, aber auch Florian Simson und Rotraut Arnold bereicherten den Abend. Schön, nochmal das Kostüm aus Undine gesehen zu haben. Sonja Westerbeck, Christoph Maier-Gehring, Guido Klaus und Jürgen Albrecht rundeten das Ganze ab.

Über meinen Part heute Abend decken wir lieber den Mantel des Schweigens. Manchmal hilft es, wenn man vorher das Programmheft liest. Ob ich die Münzen an der Kasse einlösen kann? Oder doch lieber einen Wahlabo-Gutschein?

Schade, dass sich im Spielplan für die nächste Spielzeit keinen Hinweis auf eine Fortführung der Reihe gibt.

Und wer der nette Herr auf dem zweiten Bild von rechts in der obersten Reihe auf dem Eröffnungsvorhang von Fra Diavolo ist, weiss ich noch immer nicht. Sieht für mich irgendwie französisch aus.

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Oper, emotional

Mir fehlen immer noch die Worte.

Bravi, Elaine Ortiz-Arandes, Gary Martin und Adrian Xhema.

Staatstheater am Gärtnerplatz

La Traviata

Sonntag, 08. Juni 2008
19.00 – 21.30 Uhr

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Trau keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast…

Eben lese ich, dass Ana Ivanovich die

die erste serbische Gewinnerin eines Grand-Slam-Turniers überhaupt

sei.

Wie lange gibt es Serbien als Staat? Das ist so ähnlich, wie wenn man vor vielen Jahren geschrieben hätte, dass Steffi Graf die erste Golden Slam Gewinnerin aus Brühl bei Ketsch bei Mannheim gewesen ist.

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Oper, unmoralisch

Sie haben ihn davonkommen lassen, schon wieder. Dabei wollt er doch das Mädchen umbringen, zumindest lassen. Aber er ist natürlich schneidig anzuschauen, der Tilmann Unger als charmanter Räuber, und anzuhören sowieso. Aber auch Peter Sonn war eine Augen- und Ohrenweide. Sibylla Duffe und Rita Kapfhammer standen den Tenören in nichts nach und der Lord Kookburn war diesmal für meinen Geschmack nicht ganz so platt. Dem Publikum hats gefallen und die Dame neben mir sagte, sie würde es verstehen, wenn ich noch ein drittes Mal reingehen würde.

Aber nur, wenn er dann nicht davonkommt.

Staatstheater m Gärtnerplatz

Fra Diavolo

Freitag, 06. Juni 2008

19.30 Uhr

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Warum sagt mir das denn keiner?

Da erfasse ich seit über einem Jahr alle meine Bücher, stelle fest, dass ich einiges doppelt habe, versichere mir, dass mir das von nun an nicht mehr passiert ….

Als ich gerade meine SUB-Seite aktualisierte, musste ich leider feststellen, dass ich eines der beiden Bücher schon habe. Vielleicht sollte ich dringend mal meine Wunschlisten mit dem Bestand abgleichen…

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Licht und Schatten

Ein dreiviertel Jahr wohnen wir jetzt in unserem Häuschen. 9 Monate, in denen der Zugang zum Haus nur über die Garageneinfahrt möglich war, da das Eingangstor zugerostet ist und schon seit zwanzig Jahren nicht mehr geöffnet wurde.

Von der Einfahrt kommend, werde ich momentan mit betäubenden Duft empfangen. Und wenn es noch hell ist, wenn ich heimkomme, was auch hin und wieder vorkommen soll, bietet sich mir folgender Anblick:

Rosen und Clematis am Eingang

Gehe ich aber nur einen Schritt weiter, sehe ich momentan dies:

Dreck und Gerüst

Das Gerüst ist so intelligent aufgebaut, dass man es teilweise überklettern musste, wenn man zur Haustür will. Das hat mich schon einen langen Rock gekostet.

Heute haben jedoch die Handwerker das Wunder vollbracht: Das Türchen ist wieder offen! Und ich könnte erstmals stolz wie Oskar den Weg durch meinen Vorgarten zur Haustür nehmen.

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Lesestoff 2008 – 29

Wer gab dir, Liebe, die Gewalt – Viola Alvarez

Broschiert: 603 Seiten
Verlag: Lübbe; Auflage: 1 (Januar 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404922387
ISBN-13: 978-3404922383
Größe: 18,2 x 12,6 x 3,6 cm

Kurzbeschreibung (von amazon)

Walther von der Vogelweide – ein Leben zwischen genialem Wahn und der Sehnsucht nach Liebe. Ein großartiger, zutiefst berührender Roman von einer neuen deutschen Stimme: Viola Alvarez. Seine Geburt ist geheimnisumwittert, sein Kindheit die eines Wunderkindes. Er wird Hofsänger und der berühmteste Dichter des Mittelalters. Er nimmt sich jede Freiheit, jeden Rausch. Doch sein Herz ist einsam, Genie und Wahnsinn nahe beieinander. Seine ganze Liebe gehört einem Mädchen, das er nicht haben kann: Anna. Seinen Namen kennt jeder: Walther von der Vogelweide.

Über die Autorin

Link zur Homepage

Meine Meinung:

Vom ersten Satz an hat mich die wunderbare Sprache von Viola Alvarez in ihren Bann gezogen. Sätze wie Lieder, wie von Walther von der Vogelweide selbst, der Dingen einen neuen Namen gab. Wir begleiten Walther auf seinem fiktiven, aber immer glaubhaften Lebensweg von der Geburt bis zum Tod, spannend geschildert, detailreich und ohne rosa Brille entsteht ein farbiges Bild des Mittelalters. Walthers vielschichtiger Charakter enthüllt sich nach und nach und wird begleitet von Selbstreflexionen am Ende jeden Abschnittes.

Fesselnd, emotional, spannend: historische Fiktion vom Feinsten.

Mein Fazit:

Viola Alvarez macht süchtig.

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Oper, mitreissend

Wieder einmal standen die drei endgültigen Worte im Programmheft: Zum Letzten Mal! Und wieder hat es ein Stück erwischt, das ich sehr gerne gesehen habe.

Ich hatte den Eindruck, dass sich heute alle besonders in Zeug gelegt haben. Für mich die beste Aufführung, die ich gesehen habe und so werde ich es in Erinnerung behalten. Die Musik kann ich ja vom Band hören, aber es wird nicht das Gleiche sein.

Servus, Frau Fluth und Frau Reich nebst den dazugehörigen Mannsbildern, servus, Anna und Fenton, Dr. Cajus und Junker Spärlich, servus Falstaff und natürlich all das Publikum, die Feen und Elfen. Servus Queen Lizzie und Shakespeare, ihr habt mir immer schöne Abende bereitet.

Staatstheater am Gärtnerplatz

Die lustigen Weiber von Windsor

Dienstag, 03. Juni 2008
19.30 – 22.40 Uhr

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