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Adventskalender 2017 Tag 11: La Bohème, Film von Robert Dornhelm

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Ich liebe ja die Inszenierung der La Bohème an der Staatsoper München von Otto Schenk, die fast 50 Jahre auf dem Buckel hat und hoffentlich noch weitere 50 Jahre läuft. Sie gehört für mich genauso zur Weihnachtszeit wie Hänsel und Gretel am Gärtnerplatztheater.

Für die Zeit dazwischen gibt es den Film von Robert Dornhelm. Er fängt die Atmosphäre im Paris Ende des 19. Jahrhunderts perfekt ein und kann natürlich auch mit tollen Sängern aufwarten. In der Rolle der Mimi sieht man Anna Netrebko, die mir hier ausnahmsweise richtig gut gefällt. Rolando Villazón als Rodolfo lässt jedes Herz schmelzen und Nicole Cabell als Musetta ist fantastisch, genauso erotisch und aufreizend stellt man sie sich vor.

Und als kleines Zuckerl für alle Fans des Gärtnerplatztheaters tritt hier der Kinderchor auf und auch der kleine Junge Nicolas von der Nahmer mit seiner Solorolle im zweiten Akt ist denen ein Begriff, die die Vorstellung der Sarrée Musikprojekte gGmbH über die Jahre verfolgt haben.

Außerdem hat noch die liebe Claudia Toman an dem Film mitgewirkt.

Natürlich ist es nicht das gleiche wie eine Livevorstellung, aber wenn ich mal wieder einen ganzen Film durchheulen möchte, ist es ein adequater Ersatz.

Bis 17.12. gibt es die BlueRay bei amazon noch für unter 8€, eine gute Gelegenheit also, sich damit einzudecken.

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Adventskalender 2017 Tag 10: Harald Gilbers – Germania

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Gerade in der heutigen Zeit mit ihren politischen Entwicklungen ist es umso wichtiger, an die dunklen Kapitel der deutschen Geschichte zu erinnern. Dafür können zum einen die zahlreichen Filme und Dokumentationen im deutschen Fernsehen dienen, zum anderen aber auch literarische Werke. Beide Optionen kommen jedoch nicht selten etwas spröde und gezwungen daher.

Der Erdinger Autor und Regisseur Harald Gilbers hingegen hat die Zeit des Nationalsozialismus in eine andere Form verpackt und zwar als spannende Krimi-Reihe. Dabei setzt der erste Roman Germania aus dem Jahr 2013 zeitlich schon am Ende des Krieges an: im Berlin werden 1944 vor Kriegsdenkmälern verstümmelte Frauenleichen gefunden, die alle mit den Nationalsozialisten zu tun hatten. Weil die Linientreue Polizei nicht weiter kommt, holen sie sich den ehemals sehr erfolgreichen jüdischen Kriminalkommissar Oppenheimer zu Hilfe. Der sieht darin eine Chance, der Deportation zu entkommen, jedoch nur so lange der Fall nicht gelöst ist. So steht er zwischen dem Druck, den Täter zu fassen und sich und seine Frau Lisa zu schützen.

Der Krimi ist extrem spannend und geschrieben und man fiebert unweigerlich bis zur letzten Seite mit dem Protagonisten Oppenheimer mit. Dazu erfährt man allerhand interessante und gut recherchierte Fakten zum Leben in Berlin zu dieser Zeit. Besonders angenehm fand ich in diesem Roman, dass nicht alles nur in Gut und Böse eingeteilt wird. Auch die linientreusten Charaktere hegen hier Zweifel an der Politik, doch stehen auch aus Gründen der Bequemlichkeit und der Feigheit weiterhin zum zusammenbrechenden Regime. Genau so handelt Oppenheimer eigentlich auch aus Selbsterhaltungsgründen und ist anfangs gar nicht so erpicht darauf, den Fall schnell zu lösen.

Germania bietet eine gute Mischung aus historischem Roman, spannenden Krimi und Gesellschaftsbild der Kriegszeit. Dabei geht es nicht immer nur düster zu. Gerade die Gespräche mit Oppemheimers heimlichen Unterstützerin Hilde, der Frau eines KZ-Arztes, sind immer wieder auflockernd, ist sie doch eine überzeugte Regime-Gegnerin und als solche nicht auf den Mund gefallen ist. Nach dem großen Erfolg von Germania erschienen mit den Fortsetzung Odins Söhne (einen Kriminalfall um einen okkulten Geheimbund) und Endzeit (eine Konfrontation mit dem russischen Geheimdienst) noch zwei weitere – ebenso spannende Geschichten um Kommissar Oppenheimer. Gerade arbeitet Gilbers am 4. Teil, der unter dem Titel Totenliste im September 2018 erscheinen soll.

Harald Gilbers, geboren 1969, studierte Anglistik und Geschichte in Augsburg und München. Anschließend arbeitete er zunächst als Feuilleton-Redakteur beim Fernsehen, bevor er als freier Theaterregisseur tätig wurde. Er lebt in Erding. Germania, sein Debüt, wurde 2014 auf Anhieb mit dem angesehenen Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet.

Zum 2. Adventssonntag hat uns Erfolgsautor Harald Gilbers ein Exemplar der brandneuen 7. Auflage von Germania signiert. Um das Buch zu gewinnen, müsst ihr uns diese Frage beantworten: In welchem Jahr spielt die Handlung von Germania? Schickt uns eure Antwort bis zum 17.12.2017 um 24 Uhr einfach per Kontaktformular mit Angabe Eures Namens und einer Telefonnummer.

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Adventskalender 2017 Tag 9: Elke Pistor – Makrönchen, Mord und Mandelduft

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Annemie Engel liebt drei Dinge in ihrem Leben: Schlager, ihren Kater Belmondo und ihren Beruf als Konditorin. Andere Menschen hingegen mag sie gar nicht. Am liebsten bleibt sie in ihre Backstube und backt Kuchen, Torten und vor allem Plätzchen, die ihr Bruder Harald auf dem Weihnachtsmarkt verkauft. Doch als dieser kurz vor Weihnachten bei einer Explosion schwer verletzt und obendrein des Mordes verdächtigt wird, gerät ihre heile Welt aus den Fugen. Um ein altes Versprechen einzulösen, begibt sie sich auf die Suche nach dem wahren Mörder. Dabei ahnt sie nicht, welche Gefahren hinter den friedliche Kulissen des Niedelsinger Weihnachtsmarktes auf sie lauern.

Ich mag die Krimis von Elke Pistor ja sehr, sie haben unaufdringlichen Lokalkolorit, aber der Mensch steht immer im Vordergrund. In diesem Fall ist es Annemie, jenseits der sechzig, verbittert, menschenscheu, unfähig, echte Bindungen einzugehen. Selbst mit ihrem jüngeren Bruder, der den sie nach dem frühen Tod der Eltern verantwortlich war, kommuniziert sie nur über Zettel. Als dieser aber schwer verletzt wird, muss sie sich entscheiden, ob ihr das Schneckenhaus ihrer Backstube wichtiger ist als ihre Familie. Eine warmherzige Geschichte, die den Leser mit dem unbedingten Wunsch zurücklässt, einmal den Geruch in Annemies Backstube zu genießen. Im Anhang finden sich jede Menge Plätzchenrezepte, so dass das Buch perfekt in die Vorweihnachtszeit passt. Wer bis jetzt noch keine gebacken hat, will das nach der Lektüre dieses Buches bestimmt nachholen.

Elke Pistor, Jahrgang 1967, studierte Pädagogik und Psychologie. Seit 2009 ist sie als Autorin, Publizistin und Medien-Dozentin tätig. 2014 wurde sie für ihre Arbeit mit dem Töwerland-Stipendium ausgezeichnet und 2015 für den Friedrich-Glauser-Preis in der Kategorie »Kurzkrimi« nominiert. Elke Pistor lebt mit ihrer Familie in Köln.(Quelle emons)

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Adventskalender 2017 Tag 8: Kerstin Gier – Wolkenschloss

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Hoch oben in den Schweizer Bergen liegt das Wolkenschloss, ein altehrwürdiges Grandhotel, das seine Glanzzeiten längst hinter sich hat. Aber wenn zum Jahreswechsel der berühmte Silvesterball stattfindet und Gäste aus aller Welt anreisen, knistert es unter den prächtigen Kronleuchtern und in den weitläufigen Fluren nur so vor Aufregung. Die siebzehnjährige Fanny hat wie der Rest des Personals alle Hände voll zu tun, den Gästen einen luxuriösen Aufenthalt zu bereiten, aber es entgeht ihr nicht, dass viele hier nicht das sind, was sie vorgeben zu sein. Welche geheimen Pläne werden hinter bestickten Samtvorhängen geschmiedet? Ist die russische Oligarchengattin wirklich im Besitz des legendären Nadjeschda-Diamanten? Und warum klettert der gutaussehende Tristan lieber die Fassade hoch, als die Treppe zu nehmen? Schon bald steckt Fanny mittendrin in einem lebensgefährlichen Abenteuer, bei dem sie nicht nur ihren Job zu verlieren droht, sondern auch ihr Herz.

Kerstin Gier versteht auch in ihrem neuen Roman Wolkenschloss zauberhafte Figuren zu erschaffen, die man am Liebsten immer um sich haben möchte. Fanny ist jung und unternehmenslustig mit dem gewissen Etwas, das sich dem oberflächlichen Betrachter nicht auf den ersten Blick erschliesst. Sie hat Herz und Mut. Ein Mädchen wie sie hätte ich gerne als beste Freundin in der Schulzeit und auch später im Leben gehabt. Man merkt in jedem Satz, dass Kerstin Gier ihre Figuren liebt. Sie sind allesamt interessant gezeichnet, aber immer mit einem Augenzwinkern. Dazu passt das wirklich wunderschöne Cover von Eva Schöffmann-Davidov fantastisch, denn es spiegelt genau diese Sichtweise wieder. Ich hatte mir das Buch zuerst als eBook geholt, musste mir dann aber noch eine gebundene Ausgabe zulegen, einfach, weil ich dieses Buch besitzen wollte. Durch das tolle Cover und die schöne Geschichte eignet es sich natürlich auch gut zum Verschenken, aber vorsicht, vielleicht wollen Sie es nie wieder hergeben, wenn sie es einmal in der Hand hatten.

Kerstin Gier hat 1995 ihr erstes Buch veröffentlicht. Seither hat sie zahlreiche Jugend-, Frauen- und Liebesromane verfasst, die allesamt von ihren Leserinnen mit Begeisterung aufgenommen werden. Ihre phantastische Trilogie »Silber« ist ein internationaler Bestseller, genauso wie die Romane »Rubinrot«, »Saphirblau« und »Smaragdgrün« sowie »Müttermafia« und »Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner«. Die Autorin lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in der Nähe von Köln.

 

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Adventskalender 2017 Tag 7: Veranstaltungstipp Krimitag

© Syndikat

Der 8. Dezember ist der Todestag von Friedrich Glauser, nach dem die renommierten, alljährlich vergebenen Preise des Syndikats benannt sind. Im zu Ehren veranstaltet die Autorenvereinigung seit einigen Jahren den sogenannten Krimitag. Autoren aus einer Region organisieren gemeinsam Lesungen oder andere Literaturveranstaltungen und der Erlös wird einem guten Zweck gespendet.

Der bayerische Teil des Syndikats zieht dieses Jahr eine literarische Blutspur durch die Heimat. In der Gemeindebücherei Unterhaching lesen Werner Gerl, Uwe Gardein, Stefanie Gregg, Roland Krause, Lutz Kreutzer, Thea Lehmann, Barbara Ludwig und Ingeborg Struckmeyer aus ihren aktuellen Werken. Im zweiten Teil gibt es eine Talkrunde mit Iny Lorentz, Oliver Pötzsch und dem Fallanalytiker der Kripo München Alexander Horn, moderiert von Lutz Kreutzer.

Der Eintritt ist frei, es darf aber gespendet werden. Der Erlös des Abends geht an die Opferhilfe Bayern.

KRIMITAG MÜNCHEN

Literarische Blutspur durch Bayern

Uhrzeit: 19:30 Uhr

Gemeindebücherei Unterhaching
Rathausplatz 7
82008 Unterhaching

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Adventskalender 2017 Tag 6: Unterstützung für das theater…und so fort

theater…und so fort braucht neue Spielstätte!

Wie bereits berichtet wurde im Juli die Spielstätte des Münchner theater…und so fort bei Bauarbeiten durch einen Wasserschaden völlig zerstört. Nun möchte die Vermieterin nicht über den Zeitraum nach der Sanierung hinausschauen und kann sich somit nicht für eine Verlängerung des Mietvertrages nach Fertigstellung aller Baumaßnahmen entscheiden. Ihre weiteren Pläne sind nicht bekannt.
Somit sind die Tage des Theaters in der Kurfürstenstraße gezählt. Offiziell läuft der Mietvertrag zum Ende März 2018 aus.

Bisher haben Theaterleiter Heiko Dietz und seine Künstler viel Zuspruch erhalten, was sie zum Weitermachen motiviert. Auch private Spender und das Kulturreferat unterstützen das Theater. Der Spielbetrieb läuft aktuell bis Ende Mai an verschiedensten Orten weiter. Somit ist das Theater – ähnlich wie das Gärtnerplatztheater – nun auf Wanderschaft in verschiedenen Spielstätten Münchens: dem Blutenburgtheater, Heppel & Ettlich, HochX, der ISSA-Bühne, der Max-Emanuel-Brauerei, dem Milla-Club, dem TAMS-Theater, dem Teamtheater Salon, dem Theater Drehleier, dem Theater im Fraunhofer und dem Theater Kleines Spiel.

Nun sucht Dietz dringend ab Dezember 2018 eine neue Spielstätte in München! Wir wollen ihn bei der Suche unterstützen und sind für jeden Tipp und jede Anregung dankbar.

Ebenso ist das theater…und so fort weiterhin auf Spenden angewiesen! Denn das Auslagern des geretteten Equipments wird auch nicht günstig sein.
Das Spendenkonto finden Sie hier: THETA e.V.
http://www.undsofort.de/theta
Der Verein ist gemeinnützig und daher spendenberechtigt. Sollten Sie einen Spendenbeleg für das Finazamt benötigen (bis 200,-€ genügt der Kontoauszug) vergessen Sie bitte nicht Ihre Adresse neben dem Verwendungszweck (Spende) anzugeben. Spendenbelege werden bis Jahresende ausgestellt!

Bitte helft dabei, dass das erfolgreiche theater…und so fort auch weiterhin das Münchner Publikum begeistern kann!

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Adventskalender 2017 Tag 5: Bastelanleitung für die literarische Sternen-Girlande

Fotos Marina

Heute dürft ihr mal selbst kreativ werden. Ich zeige euch, wie ihr aus alten Schriftstücken, Noten oder sonstigem Papier eine schöne Girlande für eure Weihnachtsdekoration basteln könnt! (Für diese Girlanden wurden keine Bücher sondern lediglich alte Uni-Unterlagen verletzt)

Benötigte Materialien

Das braucht ihr: – Papier in A5 oder A4 – Faden – eine Näh- oder Sticknadel – eine Schere – einen Cutter – ein Lineal (am besten aus Metall) – eine Schneideunterlage

Schritt 1

Schritt 1

Schneidet mit Cutter und Lineal das Papier zu 1 cm breiten, gleichmäßigen Streifen zurecht. Bei A5-Blättern müssen diese Streifen der Länge nach geschnitten werden, beim A4-Blatt reicht auch die kurze Seite. Die Schrift sollte idealerweise maximal 1 1/2 bis 2 cm vor dem unteren Rand enden, damit man auf den Sternen etwas sieht.

Schritt 2

Schritt 2

Bildet an einem Ende des Streifens eine Schleife, bei der jeweils die Oberseite aufeinander liegt und macht anschließend vorsichtig einen “Knoten, sodass ein kleines Fünfeck entsteht.

Schritt 3

Schritt 3

Knickt nun das – idealerweise – kurze Überbleibsel des Streifens an der Seite ein und wickelt den langen Streifen recht locker um das Fünfeck. Dabei sollte man bei jeder Runde von selbst an der übernächsten Kante des Basis-Fünfecks landen. Vermutlich braucht ihr erst einmal etwas Übung, um die richtige Spannung für die Unwicklungrn zu finden.

Schritt 4

Schritt 4

Steckt den Rest des Streifens unter einer vorhandene Lasche. Nun solltet ihr ein perfektes kleines Fünfeck haben.

Schritt 5

Schritt 5

Drückt mit dem Fingernagel vorsichtig die fünf Kanten in der Mitte ein, sodass perlenartige Sterne entstehen. Je nach gewünschter Länge eurer Girlande müsst ihr ein paar Dutzend dieser kleinen Sternchen basteln. Aber keine Sorge, man hat sehr schnell den Dreh raus!

Schritt 6

Schritt 6

Schneidet nun einen reißfesten Faden in der gewünschten Länge ab und macht einen dicken Knoten in ein Ende. Nun könnt ihr vorsichtig die Sterne auffädeln. Ihr könnt die Kette entweder dicht mit Sternen bestücken oder – wie in meinem Beispiel – mit etwas Abstand. Dazu müsst ihr nach jedem Stern etwa einen cm weiter einen Knoten in den Faden machen, bevor ihr den nächsten Stern auffädelt. Ich wünsche euch viel Spaß beim Nach-basteln!

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Adventskalender 2017 Tag 4: Derfs a bisserl Poltern?

Heute möchten wir Euch Kleinkunst ans Herz legen: Das Schauspielensemble Südsehen bringt noch zweimal Polt-Sketche auf die Bühne von Einstein Kultur, und zwar am 7. und 8.12.
Damit ihr Gelegenheit habt, Euch selbst ein Bild zu machen, verlosen wir in Zusammenarbeit mit dem Ensemble Südsehen zwei Tickets für die Vorstellung am 8.12.

Um in den Lostopf zu kommen, müsst ihr bis 7.12. 24 Uhr eine Frage beantworten:

In welchem Film von Gerhard Polt setzen die Mitarbeiter einer Versicherung eine Überwachungskamera des Vorstands mit einem angebissenen Faschingskrapfen außer Gefecht?
Die richtige Lösung bitte wie immer über das Kontaktformular senden, zusammen mit einer Telefonnummer, damit wir die Formalitäten klären können.

Es tritt auf der drollig depperte Alltagsmensch, schwadroniert von seinen banalen Anliegen und manchmal der großen Welt und sorgt damit immer für größtes Vergnügen. Zumindest solange bis sich der erste Abgrund auftut. Dem passionierten Zuhörer und präzisen Beobachter Polt reichen dafür meist wenige schlichte Sätze, und nicht selten bleibt uns das Lachen im Halse stecken, wenn wir uns verschämt selbst im Spiegel erkennen. Polts Figuren sind vor allem die kleinen Leute und technischen Verwalter der Mittelschicht. Aber so unbeholfen sie erscheinen, so virtuos ist in Wahrheit Polts Sprachkunst, durch die er sie erstehen lässt. Der Meister bayerischer Befindlichkeiten spielt wie kein anderer mit den Widerständigkeiten zwischen Dialekt und Hochdeutsch, freier Schnauze und Bildungstümelei. Gespielt wird eine Auswahl früher Sketche und Geschichten aus der legendären Satireserie “Fast wia im richtigen Leben” und dem Theaterstück “Tschurangrati”, das von Deutschen in der Fremde und Fremden in Deutschland erzählt. Politiker und deutsche Spießbürger führen Skurrilitäten, gedankenlose Bösartigkeiten und die alltägliche Selbstzufriedenheit vor. Polts messerscharfe Beobachtungen sind wahrlich eine Schule des politischen Instinkts, höchste Unterhaltungskunst und heute so aktuell wie eh und je.

Es spielen

Erwin Brantl

Ulrike Dostal

Sushila Sara Mai

Robert Ludewig

Inszenierung
Robert Ludewig

Bühnenbild und Kostüm
Aylin Kaip

Donnerstag 07.12.2017 19:30 Uhr Derfs a bisserl Poltern Einstein Kultur
Gerhard Polt Ticket Vorverkauf (18,-)
Freitag 08.12.2017 19:30 Uhr Derfs a bisserl Poltern Einstein Kultur
Gerhard Polt Ticket Vorverkauf (18,-)

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Adventskalender 2017 Tag 3: Bloß a Gschicht von Hans Söllner

In Bayern ist der Musiker Hans Söllner vor allem durch seine provokanten Texte und Aussagen bekannt. Die einen verehren seinen Mut, sich gegen die Obrigkeiten aufzulehnen, andere halten so gar nichts von dem “gspinnerten” Künstler.

Natürlich kenne ich als Bayer Söllners Werke, schließlich ist er auch in den Medien recht präsent. Musikalisch gehört Söllner tatsächlich auch nicht zu meinen liebsten Künstlern, mein Musikggeschmack ist völlig anders und ich lege auch mehr Wert auf die Musik an sich. Sein wenig bekannter Roman “Bloß a Gschicht” aus dem Jahr 2005 hat mich jedoch berührt wie selten ein Werk zuvor. Nach eigener Aussage (ich habe ihn 2014 im Rahmen meiner Masterarbeit interviewed) schrieb Söllner dieses Buch nur, weil ihm im Urlaub langweilig war. Doch es bietet einen faszinierenden Einblick in die Ansichten des Künstlers, die für viele vielleicht in seiner Musik eher wirr erscheinen. Der Roman scheint eine Mischung zu sein aus Söllners eigener Biografie und einer utopischen Geschichte einer Stadtbevölkerung, die sich von Deutschland frei kauft und von da an völlig autonom und untereinander in Frieden leben. Und tatsächlich, so verrückt klingen die Pläne überhaupt nicht. Gerade die Aussage, dass die Menschen sich nicht alle lieben sondern nur respektieren müssten, um Frieden zu schaffen, zeigt sogar einen guten Anstoß für das eigene Handeln. Doch so idyllisch ist auch diese Traumvorstellung Söllners nicht. Die Autonomen werden von den anderen angegriffen, ihr Eigentum wird zerstört und irgendwann müssen sie sich eingestehen, dass ihre Ideale auf dieser Welt einfach noch kein Bestehen haben können.

Besonders ist noch zu erwähnen, dass Söllner das Buch im bairischen Dialekt verfasst hat, denn Sprache und Dialekt sind sein stärkstes Ausdrucksmittel. Aber keine Sorge, gleich im Anhang ist der Text auch ins Hochdeutsche übersetzt.

Münchner sollten übrigens immer mal wieder auf die Seite des Musikers und Regisseurs Peter Pichler schauen, der eng mit Söllner zusammen arbeitet. Dieser arbeite den Roman nämlich in ein Theaterstück mit der Musik Söllners um und dies wird immer mal wieder mit dem Schauspieler Stephan Zinner aufgeführt.

Bloß a Gschicht beim Trikont-Verlag

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Adventskalender 2017 Tag 2: Hänsel und Gretel am Gärtnerplatztheater

Anna-Katharina Tonauer (Hänsel), Juan Carlos Falcón (Knusperhexe), Csilla Csövari (Gretel) © Christian POGO Zach

Anna-Katharina Tonauer (Hänsel), Juan Carlos Falcón (Knusperhexe), Csilla Csövari (Gretel)
© Christian POGO Zach

Es gibt wenig, was bei mir untrennbar mit Weihnachten verbunden ist: Wiener mit Kartoffelsalat und dem höllisch scharfen Kren aus dem Garten meines Opas und ein Besuch der Aufführung von Hänsel und Gretel im Gärtnerplatztheater am 23.12., meistens gleich beide Vorstellungen.

Damit klappt es zwar auch in diesem Jahr nicht, aber immerhin steht nach fünf Jahren ohne die Wiederaufnahme dieses zauberhaften Stückes an. Manche finden sie kitschig, aber im Gegensatz zu allen anderen Inszenierungen, die ich bisher gesehen habe, die Neuinszenierung an der Bayerischen Staatsoper, in Covent Garden und an der Komischen Oper, wird hier nichts reininterpretiert, was nicht da ist. Auch wenn ich der Meinung bin, dass diese Oper nicht wirklich kleinkindgerecht ist, weil sie erstens einfach zu lang und zweitens von der Musik für Kinder nicht unbedingt ansprechend ist, sollte man als Regisseur schon darauf Rücksicht nehmen, dass es in den allermeisten Fällen als Familienstück beworben wird und keine Kinderleichen im Kühlschrank wie Schlachtvieh auf der Bühne zeigen. Die Inszenierung nach Peter Kerz, die am Gärtnerplatztheater gezeigt wird, ist märchenhaft und sehr atmosphärisch. Insbesondere der Abendsegen hat es mir hier angetan, das ist einfach nur ein wunderschönes Bild.

Deshalb freue ich mich sehr, dass dieses Stück wieder auf dem Spielplan steht. Und weil ich mich so gefreut habe, habe ich mir aus Versehen eine Karte für eine Vorstellung doppelt gekauft. Und damit ihr Euch auch ein Bild machen könnt, verlose ich eine Karte für die Vorstellung am 17.12.2017 um 15 Uhr. Ein bisschen Stehvermögen müsst ihr mitbringen, denn es handelt sich um einen Stehplatz. Die Sicht ist aber sehr gut und die Akustik auch. Alles, was ihr dafür tun müsst, ist bis zum Samstag 16.12.2017, 24 Uhr folgende Frage zu beantworten:

Von wem stammt die Musik zu Hänsel und Gretel?

Schickt mir Eure Antwort einfach per Kontaktformular mit Angabe Eures Namens und einer Telefonnummer, die Übergabe erfolgt dann vor der Vorstellung.

BESETZUNG am 17.12.2017

Regie nach Peter Kertz
Bühne / Kostüme Hermann Soherr
Knusperhexe Maximilian Mayer
Sandmännchen Anna-Katharina Tonauer
Taumännchen Jasmina Sakr

Kinderchor des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

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