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Corinna Klimek am 15. Februar 2011 18:04 Nach fast neun Monaten war es wieder so weit: Götter und Menschen trafen sich zum fröhlichen Stelldichein im schönsten Theater Münchens! Wie hab ich sie vermisst 🙂
Auch wenn das Licht manchmal noch etwas wackelig war, hat mir und dem restlichen Publikum die Vorstellung sehr gut gefallen. Das konnte ich den belauschten Pausengesprächen und insbesondere der intensiven Unterhaltung mit dem Ehepaar auf den Plätzen neben mir entnehmen. Außerdem wurde heftig geklatscht, sogar zaghaft beim Galop infernal, aber hier stellte sich wieder heraus, dass selbst das enthusiastischte Publikum keinen Takt halten kann. Mein Tipp: lieber lassen 😉 das Einzige, was in meinen Augen wirklich schade ist, ist die verhunzte Choreographie, besonders im ersten Akt bei Plutos Arie und aus dem Galop Infernal hätte man auch mehr machen können. Aber ich fand es dieses Mal nicht ganz so arg wie sonst, vielleicht ist ein gewisser Gewöhnungseffekt eingetreten.
Auf und vor der Bühne agierte aber auch die Crème de la Crème der schweren leichten Muse: sei es das spritzige Orchester unter Andreas Kowalewitz, sei es Marianne Larsen als göttlich komische öffentliche Meinung, sei es der spiel- und sangesfreudige Chor, sei es Mario Podrečnik als schon fast dämonisch wirkender Pluto oder Gunter Sonneson, der als gepeinigter John Styx singt und schauspielert, wie es besser eigentlich nicht geht. Carolin Neukamm und Hans Kittelmann fügten sich bei ihren Rollendebüts als Minerva bzw. Merkur harmonisch ins Ensemble ein.
Schön, dass dieses tolle Stück auf den Spielplan zurückgekehrt ist!
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Corinna Klimek am 11. Februar 2011 20:48 In der Spielzeitbroschüre vom April 2010 wird unter diesem Termin ein Sinfoniekonzert genannt, aufgeführt werden sollte Gustav Holsts “Die Planeten” unter der musikalischen Leitung von David Stahl. Doch der plötzliche Tod des beliebten Chefdirigenten im Oktober 2010 machte alle Pläne zunichte.
Der Herzenswunsch des Orchester war es, ein Gedenkkonzert zu spielen. Dieses findet nun morgen, am 12.02.2011 um 19 Uhr, im großen Haus des Gärtnerplatztheaters statt. Die langjährigen musikalischen Wegbegleiter Davids – Constantinos Carydis, Ekkehard Klemm, Andreas Kowalewitz und Adrian Müller erklärten sich sofort bereit, an diesem besonderen Abend das Orchester zu leiten. Es singen die Solistinnen Elaine Ortiz Arandes, Barbara Schmidt-Gaden, Ann-Katrin Naidu, Marianne Larsen und Sandra Moon. So steht unter anderem mit “Im Abendrot” (R. Strauss) ein Stück auf dem Programm, das Sandra Moon am Gärtnerplatz Open Air Konzert 2010 sang, einem der letzten öffentlichen Auftritte David Stahls in München.
Das Gedenkkonzert wird unterstützt durch das Deutsche Forum für Musik- und Theaterkultur e.V., das auch schon das Gärtnerplatz OpenAir 2010 veranstaltet hat.
Ich bin den Mitwirkenden und den Veranstaltern sehr dankbar, dass dieses Konzert gespielt wird. Bei der Trauerfeier für David Stahl im November 2010 war ich beruflich bedingt nicht in München und habe dadurch die Möglichkeit, zusammen mit Anderen, die ihn kannten und so wie ich schätzten, seiner zu gedenken.
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Corinna Klimek am 10. Februar 2011 18:23 Wer hätte jemals gedacht, dass mir eine italienischsprachige Version eine Oper soooooo gut gefallen würde?. Also ich jedenfalls nicht. Dabei ist es eigentlich auch völlig egal, man könnte auch chinesisch singen, die Inszenierung ist so schlüssig und dabei hochkomisch, dass ich trotzdem folgen kann. Ein sehr positives Beispiel dafür, wie man die Rahmenhandlung ins heute verlagern kann, ohne das Stück zu entstellen. Außerdem wird sehr textverständlich gesungen, so dass ich den ein oder anderen Satz tatsächlich übersetze. Für irgendwas müssen die acht Semester Italienisch an der VHS ja gut sein.
Hinzu kommt, dass die Mitwirkenden eine Geschichte auch erzählen können. Da sitzt jede Handbewegung, jedes Mienenspiel, jede Choreografie. Wenn Stefan Sevenich als Mustafà eine Augenbraue hochzieht oder Rita Kapfhammer als Isabella mit ihrerr starken Bühnenpräsenz Erotik verströmt wie ein gutes Parfüm, sagt das mehr als tausend Worte.
Und musikalisch ist es ja sowieso das reinste Vergnügen. Das Finale des ersten Aktes ruft berechtigterweise Bravorrufe schon zur Pause hervor und im zweiten Akt wird nochmal ein Zahn zugelegt. Das Orchester, Chor, die Solisten Stefan Sevenich, Ella Tyran, Carolin Neukamm, Sebastian Campione, Rita Kapfhammer und Juan Fernando Gutiérrez, alle sind einfach grandios!
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Corinna Klimek am 8. Februar 2011 18:46 Nachdem ich die Premiere wegen verpeilter Urlaubsplanung verpasst hatte, war ich gespannt auf die gestrige zweite Vorstellung. Da praktisch keine Rollen doppelt besetzt waren, kam ich in den Genuss der Premierenbesetzung. Das Bühnenbild ist sehr schön, im Art Deco-Stil die Eingangshalle des Hotels, Durch eine zweite Drehbühne ergaben sich immer wieder überraschende Blickwinkel, Zimmer, Flure, Treppen tauchten auf und verschwanden wieder. Der Orchestergraben ist teilweise überbaut mit einem Steg über der Brüstung zum Graben und ich war ehrlich gesagt froh, dass ich mich doch gegen einen Platz in der ersten Reihe entschieden habe, ich bin nicht ganz sicher, ob ich da wirklich drüber schauen könnte. Auch in der linken Proszeniumsloge hätte ich nicht sitzen wollen. Ich sass seitlich am Balkon ganz vorne und hatte somit leider keinen Blick auf den Rezeptionsbereich, der sich unter der rechten Proszeniumsloge befand. Vermutlich lag es auch am Platz, dass ich manche Dialoge nicht richtig verstanden habe, vor allem, wenn sie mit Musik unterlegt waren. Ganz großartig war das Licht, die Stimmungen wurden sehr schön eingefangen, mit Spots einzelne Personen herausgehoben. Lediglich das Disco-mäßige Aufblinken des Bühnenbildes bei bestimmten Nummern war mir etwas zu hektisch. Zeitangemessen und schön waren die Kostüme.
Nicht wirklich gezündet hat bei mir leider die Musik. Es gibt keine Melodie, die mir im Kopf geblieben ist und das Durcheinandersingen am Beginn ging mir fast schon ein wenig auf die Nerven. Während ich bei der Handlung schon durchaus sehen kann, dass das Episodenhafte seinen Reiz hat, wirkte auf mich die Musik wie eine wahllose Aneinanderreihung von verschiedenen Stilen und selbst die elektrisierende Wirkung des Charleston verpuffte leider schon nach kurzer Zeit. Das lag aber keinesfalls an dem sehr guten Orchester unter der Leitung von Andreas Kowalewitz, sondern einzig und allein daran, dass ich die Musik schlicht langweilig fand. Vielleicht würde sich das mit mehrmaligem Anhören bessern.
Die Choreografie hat mir gut gefallen, ganz ausgezeichnet getanzt haben Milica Jovanovic, die als Flämmchen auch noch großartig sang und spielte, und die beiden Jimmys Tom Schimon und Vladimir Maxim Korneev. Sehr berührende Rollenportraits, sowohl musikalisch als auch szenisch, zeichneten Gunter Sonneson als Kringelein, Marianne Larsen als Raffaela und April Hailer als Elisaveta. Aber auch der Rest des Ensembles, die Gäste Lucius Wolter und Hansjörg Hack, Hardy Rudolz, Dirk Lohr, Thomas Peters, Mario Podrečnik und der Chor zeigten sehr gute Leistungen.
Ich schaue es mir auf jeden Fall noch ein zweites Mal an, vor allem auch von einem anderen platz und bin gespannt, ob es einen Unterschied macht.
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Corinna Klimek am 7. Februar 2011 18:44 Ich gestehe, auch beim x-ten Mal Ansehen kann ich nicht allem in dieser trotzdem schönen Inszenierung von Loriot etwas abgewinnen. Natürlich passen die Pferdchen choreografisch fantastisch hinein, aber das ist so schenkelklopfend, das bin ich vom Altmeister des tiefsinnigen Humors einfach nicht gewohnt.
Dafür ist der Rest aber einfach zum Genießen: die schönen Bühnenbilder und Kostüme, das fabelhafte Orchester unter Oleg Ptashnikov, der choreografisch und gesanglich herausragende Chor und die tollen Solisten Sandra Moon, Ann-Katrin Naidu, Martin Hausberg, Harrie van der Plas, Holger Ohlmann, Sebastian Campione und Christian Schwabe. Da fiel mir der Abschied schon schwer, auch wenn es hoffentlich nur ein temporärer ist.
Servus Martha! Danke für einen schönen Abend an alle Beteiligten!
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Corinna Klimek am 7. Februar 2011 18:41 Vor gut einem halben Jahr war ich in der Premiere dieses Stückes und freute mich schon länger auf die Wiederaufnahme des letzten Stückes des jtg. Wenn es auch nicht ganz so mitreißend ist wie Footloose, so lebt es doch vom Enthusiasmus und der Spielfreude der jungen Menschen, die sich dieses abendfüllende Stück in ihrer Freizeit erarbeitet haben. Besonders die Ensembleszenen finde ich grandios, die Stimmen klingen zusammen wunderschön. Herausragend war für mich an diesem Abend Jessica Miut als Entenmutter Ida. Sie hat die Rolle sehr gut verkörpert und dabei auch toll gesungen. Klasse auch der Krötenfrosch von Moritz Cunow, der demnächst wieder als Hund Toto im Zauberer von Oz zu sehen sein wird, und Konstantin Parnian als Gänse-Oberst. Die Band, bestehend ebenfalls aus jungen Musikern, unter der erstklassigen Leitung von Liviu Petcu ergänzte den positiven Eindruck des Abends.
Noch dreimal besteht die Chance, sich dieses liebenswerte Stück über das Anders sein anzusehen. Ein echtes Familienstück, weil es für Erwachsene wie Kinder gleichermaßen geeignet ist.
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Corinna Klimek am 2. Februar 2011 22:34 Ich bin ja nicht so der Lied-Zyklus-Typ, aber seitdem ich Robert Sellier die eine Hälfte der „Winterreise“ im gleichnamigen Ballett habe singen hören, stand für mich fest, dass ich gerne den ganzen Zyklus von ihm hören würde.
Bis auf den letzten Platz besetzt war das obere Foyer an diesem Abend, den Gesprächen konnte man entnehmen, dass auch viele Gärtnerplatz-“Newbies“ darunter waren. Ich finde es sehr gut, wenn eine Foyerveranstaltung auch andere Besucher als die typischen Opernaufführungenbesucher anspricht.
Robert Sellier, häufigen Gästen m Gärtnerplatz bekannt durch Rollen wie Tamino und Janek in “Die Sache Makropulos”, glänzt zur Zeit in der Partie des Alfred in der Fledermaus. Er lieferte, fantastisch begleitet von Kapellmeister Liviu Petcu am Flügel, ein einfühlsames Portrait des einsamen Wanderers ab. Manche Stellen waren wirklich sehr berührend, andere sehr expressiv, insgesamt hat es mir ausgezeichnet gefallen.
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Corinna Klimek am 2. Februar 2011 22:29 Ich lasse mich gerne unterhalten von einer Oper, aber genauso gerne mag ich es, wenn mich ein Stück bis ins Innerste berührt. Und wenn es dann noch so schön inszeniert ist und so fantastisch gesungen wird wie die „La Bohème“ am schönsten Theater Münchens, dann rollen auch schon mal bereits im ersten Akt die Tränen.
An diesem Abend waren alle aber auch besonders gut, sowohl szenisch als auch musikalisch: Sandra Moon als Mimi ebenso wie Elaine Ortiz Arandes als Musette, auch Harry van der Plas gefiel mir an diesem Abend in der Rolle des Rudolfo, Gary Martin zeichnete ein kraftvolles Portrait des Malers Marcel mit seinem schönen Bariton und Holger Ohlmann überzeugte als Colline mit einer sehr schönen Arie an seinen alten Mantel. Das Künstler-Quartett vervollständigte Daniel Fiolka als Schaunard ebenfalls sehr einprägsam.
Auch die kleineren Rollen waren an diesem Abend mit Martin Hausberg, Derrick Ballard und Hans Kittelmann hochkarätig besetzt. Eine sehr schöne Leistung des Chores und des Orchesters unter Lukas Beikircher trugen zu diesem fast perfekten Erlebnis bei.
An diesem Abend war ich mit Bekannten in der Vorstellung, die entweder schon lange nicht mehr oder noch nie im Gärtnerplatztheater waren. Bei dem Plausch vor der Vorstellung stellte ich zu meiner Überraschung fest, dass ich die Handlung der Bohème fast auswendig kann, obwohl ich sie gar nicht so oft gehört oder gesehen habe. Das zeugt davon, einen wie tiefen Eindruck diese Vorstellungen auf mich machen, insbesondere die in dieser Spielzeit. Vielleicht bin ich einfach reif dafür 😉
Auch den drei anderen hat es sehr gut gefallen und vielleicht ist es dem Theater an diesem Abend ja gelungen, neue Freunde zu finden.
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Corinna Klimek am 29. Januar 2011 19:56 Bei Einführungen vor Premieren stellen üblicherweise der Dramaturg, der Regisseur und der musikalische Leiter das Stück vor, das dann innerhalb der nächsten zwei Wochen dann zum ersten Mal in der jeweiligen Inszenierung gespielt wird. An diesem Vormittag waren jedoch zwei der drei Akteure verhindert und der zuständige Dramaturg war erst vor kurzem von einer Gastdramaturgie in Hanoi zurückgekehrt, so dass die Vorstellung hauptsächlich in der Hand der Dramaturgieassistentin lag, die bestens vorbereitet war, sowie dem Choreographen und Sänger des Hardy Rudolz und einem weiteren Assistenten, der die musikalische Seite vorstellte, dem ich aber nicht wirklich folgen konnte, weil er sehr schnell und ziemlich theoretisch sprach. Ergänzt wurde das ganze durch Songs des Musicals, vorgetragen von April Hailer und Lucius Wolter, sowie einer mitreissenden Tanz- und Gesangseinlage von Tom Schimon und Vladimir Maxim Korneev, begleitet wurden sie dabei von Benjamin Reiners.
Es scheint eine sehr aufwändige Produktion zu werden mit vielen Shownummern und man kann die Werkstätten, die Technik, das Orchester und das Ensemble des Hauses nur bewundern, dass sie in der Lage sind, nur drei Wochen nach der letzten Premiere so etwas zu stemmen. Ich war nach diesem Vormittag nicht ganz von der Produktion überzeugt, ich lasse mich aber gerne positiv überraschen, wegen verpeilter Urlaubsplanung aber leider erst bei der zweiten Vorstellung.
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Corinna Klimek am 29. Januar 2011 19:39 Ziemlich voll war es an diesem Nachmittag im Foyer des schönsten Theater Münchens, sogar zusätzliche Stühle mussten herangeschafft werden. Das lag sicher an der enormen Beliebtheit von Rita Kapfhammer, aber die Ankündigung des Gesprächs des Opernclubs im Monatsprogramm hat sicher auch dazu beigetragen, dass alle ihre Fans davon erfahren haben.
Die sehr sympathische und natürliche Mezzosopranistin gab bereitwillig und humorvoll Auskunft zu ihren bisherigen Stationen als Künstlerin, wie es dazu kam, dass sie in „Die Sache Makropulos“ eine Sopranpartie singt und wie sie sich auf ihre Rollen vorbereitet. Außerdem sang sie noch einige Arien, bei denen sie von Henning Kussel am Klavier begleitet wurde, und beantwortete Publikumsfragen. Ein sehr unterhaltsamer und informativer Nachmittag, ich kann nur hoffen, dass Rita Kapfhammer dem Gärtnerplatztheater noch lange erhalten bleibt. In den nächsten Wochen ist sie unter anderem als Carmen und als Isabella in der Italienerin in Algier zu sehen.
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