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Operette, berauschend

Berauscht bin ich. Von Farben, von der Musik. Tolles Bühnenbild, tolle Kostüme, tolles Ensemble, toller Chor. Tiefschürfende Auseinandersetzung mit der Thematik ein andermal, wenn ich etwas früher heimkomme. Dem Publikum im nahezu ausverkauften Haus hat es, ganz im Gegensatz zu den Münchner Kritikern (nach unten scrollen) und im Einklang mit Nicht-Münchner Kritikern,  sehr gefallen, Applaus schon bevor auch nur eine Note gesungen wurde, immer wieder spontan und am Schluss besonders kräftig. Schön!

Staatstheater am Gärtnerplatz

Boccaccio

Operette in drei Akten von Franz von Suppé
Libretto von F. Zell (Camillo Walzel) und Richard Genée nach IL DECAMERONE von Giovanni Boccaccio
Samstag, 15. November 2008
19.30 – 22.30 Uhr

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Charlotte Lyne – Das Haus Gottes

Das Haus Gottes – Charlotte Lyne

Gebundene Ausgabe: 656 Seiten
Verlag: Bertelsmann; 1. Auflage (27. Oktober 2008)
Sprache: Deutsch

Kurzbeschreibung (von Bertelsmann)

Ein Mittelalterroman, so gewaltig und majestätisch wie ein königliches Schiff auf dem Meer! Portsmouth, England, 1336. Die tatkräftige Dorothy heiratet den attraktiven Symond, Sohn des berühmten Schiffsbauers Aimery Fletcher. Doch der entpuppt sich als Luftikus und Frauenheld. Ohne die Unterstützung ihres Schwiegervaters wären Dorothy und ihre Kinder verloren. Da geschieht eine unfassbare Katastrophe: Die Franzosen legen Portsmouth in Schutt und Asche. Wird es Dorothy, ihren Kindern und Aimery gelingen, in der nun von Krieg und Pest gebeutelten Stadt zu überleben?

Über die Autorin:

Link zur Homepage – bitte unbedingt Lautsprecher an, dies ist die einzige Website, bei der die Musik wunderschön ist und 100% passt.

Meine Meinung:

Nach der “Zwölften Nacht” lag die Messlatte zwar sehr hoch, aber nach der Leseprobe auf Charlies Homepage war ich mir eigentlich sicher, dass mir dieses Buch gefallen würde. Und so war es dann auch.

Eigentlich kann ich es gar nicht in Worte fassen, welche Emotionen dieses Buch in mir ausgelöst hat. Charlie hat mit ihrem unverwechselbaren, unter die Haut gehenden Stil eine Geschichte erzählt, die mich bis in die verborgenen, schon fast vergessenen Winkel meines Herzens berührt hat.

Die Charaktere sind so fantastisch gezeichnet, dass ich fast immer das Gefühl hatte, nicht nur nah an ihnen dran zu sein, sondern sie zu sein. So als ob mir diese Geschichte nicht erzählt würde, sondern meine eigene wäre. An jedem Wort, jeder Zeile, jeder Szene merkt man die genaue Recherche der Autorin, die Detailfülle trägt zusammen mit der unglaublich schönen Sprache dazu bei, Portsmouth am Solent und seine Bewohner lebendig werden zu lassen. Der Roman ist eine Hommage an die Hoffnung, an die Liebe und nicht zuletzt an die Stadt Portsmouth.

Mein Fazit:

Absolute Leseempfehlung, für mich das Buch des Jahres.

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Lesestoff 2008 – 48

Die Teufelsbibel – Richard Dübell

Gebundene Ausgabe: 666 Seiten
Verlag: Ehrenwirth; Auflage: 3., Aufl. (11. September 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3431037186
ISBN-13: 978-3431037180
Größe: 22,2 x 14,6 x 3,8 cm

Kurzbeschreibung (von amazon)

Böhmen 1572. In einem halb verfallenen Kloster wird der achtjährige Andrej Zeuge eines schrecklichen Blutbads: Zehn Menschen, darunter Andrejs Eltern, werden von einem rasenden Mönch brutal ermordet. Eine der Frauen bringt sterbend ein Kind zur Welt. Der Prior befiehlt, auch den Säugling zu töten – denn es gilt, alle Spuren zu verwischen, die irgendjemanden in das abgelegene Kloster führen könnten. Andrej kann fliehen und nimmt eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Kirche mit sich, das die verschwiegene Mönchsgesellschaft um jeden Preis zu schützen geschworen hat: In dem Kloster wird ein Buch versteckt, das drei Päpsten das Leben kosten und die Macht haben soll, das Ende der Welt einzuläuten – der Codex Gigas, die Teufelsbibel, ein Kompendium des Bösen. Sieben schwarze Mönche behüten die große Handschrift und töten jeden, der zuviel darüber weiß. Doch das Wissen um das Buch des Teufels ist das einzige Erbe, das Andrej von seinem Vater geblieben ist

Über den Autor:

Link zur Homepage

Meine Meinung:

Auszüge aus dem Buch bekam ich ja schon auf einer Lesung in Leipzig zu hören, die mir schon damals große Lust auf dieses Buch gemacht haben. Richard Dübell versteht es, historische Fakten und Fiktion fesselnd zu erzählen, mit glaubwürdigen, vielschichtigen Charakteren und interessanten Schauplätzen. Ich wurde immer wieder auf falsche Fährten gelockt und mit neuen Wendungen überrascht. Entladen kann sich die Spannung zwischendurch immer mal wieder in einem herzhaften Lachen, denn neben allem Nervenkitzel finden sich auch immer wieder kleine glitzernde Humorjuwelen.

Spannend bis zum fulminanten Schluss konnte ich dieses Buch kaum aus der Hand legen.

Mein Fazit:

Der zweite Teil, “Die Wächter der Teufelsbibel”, liegt schon bereit und ich freue mich drauf.

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Nachtgedanken, literaturgestresst

Irgendwie fühle ich mich momentan ziemlich als Versager. Ich bringe keine Leserunde zu Ende, ich habe einen Haufen angelesener Bücher rumstehen, von denen jedes Einzelne wert ist, zu Ende gelesen zu werden, mein SUB schwingt sich in vorher nie erreichte Höhen.Hier im Blog fehlen vier Rezis.

Dabei lese ich. In jeder freien Minute. Falls mich mal jemand sieht: ich bin die, die immer ein Buch in der Hand hat.

Morgens um halb sechs in der S-Bahn, in der Pause im Gärtner, nach der Vorstellung auf dem Heimweg.

Und trotzdem schaffe ich meine selbstgesteckten Ziele nicht. Zu viel vorgenommen? Ich weiß es nicht.

Ich weiß nur, dass ich zur Zeit permanent ein schlechtes Gewissen habe.

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Singspiel, liebestoll

Um den Durchschnitt aufrechtzuerhalten, schließlich war ich zwei Wochen nicht, heute zum zweiten Mal in dieser Woche. Meine beiden Freunde, denen ich dieses bezaubernde Stück ans Herz gelegt hatte, waren voll des Lobes. Genauso wie der Rest des Publikums, wenn man den kräftigen Applaus am Ende und manchmal auch zwischendrin zum Maßstab nimmt. Es war heute aber auch wieder eine Lust, den Sängern zuzusehen und zuzuhören, den feinen Klängen des Orchesters zu lauschen und sich generell einen schönen Abend machen. Auf dem Heimweg hörte ich mir gleich nochmal den 3. Aufzug aus Ludwigsburg an, ich finde, mit dem Orchester vom Gärtner klingt es schöner. Aber ich verstehe ja auch nix davon.

Danke an alle Beteiligten für einen schönen Abend!

Staatstheater am Gärtnerplatz

Liebe und Eifersucht

Die Schärpe und die Blume
Singspiel in drei Akten von E.T.A. Hoffmann
Libretto vom Komponisten nach der Übersetzung von August Wilhelm Schlegel nach Pedro Calderón de la Barca
Freitag, 07. November 2008
19.30 – 22.15 Uhr

Nur noch 10 Tage bis zur nächsten Traviata! Ich kann es kaum erwarten.

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Singspiel, bezaubernd

Nach fast zweiwöchiger Abstinenz (wird nicht wieder vorkommen) heute mal wieder im Gärtner, zusammen mit meiner Freundin, die gleichzeitig meine Kollegin ist. Heute konnte ich sehr gut beobachten, wie unterschiedlich einzelne Aufführungen des gleichen Stückes in der gleichen Inszenierung sein können. Kleine Rechtfertigung für mich, schliesslich steht dieses Stück noch sieben Mal auf meiner persönlichen Spielzeitplanung. Die Kommentare im Umkreis waren durch die Bank positiv. B. fing im dritten Aufzug das Kichern an, so dass ich mich schon fragte, ob nicht doch etwas in der Karottensuppe drin war.

Danke für den schönen Abend, vorher, mittendrin und hinterher!

Staatstheater am Gärtnerplatz

Liebe und Eifersucht

Dienstag, 04. November 2008
19.30 – 22.15 Uhr

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Nachtgedanken, unterwegs

Nach drei Tagen mit Sahara-Wind, gutem Essen und allgemeinem Relaxen geht es nun schon wieder in Richtung Heimat. Momentan geht ueber Marseille ein unglaubliches Unwetter nieder. Gut, dass wir noch ein bisschen Zeit bis zum Start haben.

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Nachtgedanken, ersatzbefriedigt

Heute musste ich den Theaterbesuch ausfallen lassen. Leider hatte ich mich im Frühjahr schon zur Delegierten unserer Wahlkreiskonferenz wählen lassen und meine, irgendwie konditioniert gekaufte, Karte habe ich verschenkt.

Gut, dass es Aufnahmen gibt. So kann ich mir doch meine wöchentliche Dosis “Liebe und Eifersucht” zuführen.

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Nachtgedanken, mitsummend

Heute Abend kam die Aufführung von “Liebe und Eifersucht” bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen im Radio. Zwischendurch kamen mir mal Zweifel, ob ich wirklich dort war. Ich konnte mich ja so wirklich an gar nichts erinnern. Aber es ist schön, an meinen Lieblingsstellen mitsummen zu können – und die Musik zukünftig auch außerhalb von Vorstellungen hören zu können. Wobei das nur eine Ergänzung ist, eine Aufführung kann es nicht ersetzen.

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Nachtgedanken, übernächtigt

Gestern war ich das erste Mal bei der “Langen Nacht der Museen“. 90 in ganz München haben sich beteiligt. Wir waren zu fünft und starteten  in der Neuen Pinakothek. Hier sollte das nächste Mal unbedingt angegeben werden das nur Abendhandtäschchen mit in die Ausstellung genommen werden dürfen. Nein, meine Handtasche war nicht größer als Din A 4. Oder jedenfalls nicht wesentlich. Ich hasse es, wenn ich meine Karte mangels weiterer Taschen in der Hand tragen muss und keine Taschentücher zur Hand habe. Dem Personal hier hat mans angemerkt, dass es ihnen keinen Spass gemacht hat. Ganz anders im Museum “Reich der Kristalle”. Mal abgesehen davon, dass sie schnuckeliger waren, die Stundenten hier waren voll engagiert, bereit, ihr Wissen weiterzugeben und dies in einer sehr sympathischen Art zu tun. Großes Kompliment an dieses Museum, toll was hier auf die Beine gestellt wurden. Das Publikum dankte es mit sehr regem Besuch. Die größte Enttäuschung war für mich das Theatermuseum. Abgesehen davon, dass ich irgendwie nicht realisiert habe, dass hier nur Sonderausstellungen laufen, was ganz klar mein Fehler war, war die “Führung” durch die Karl-Valentin-Ausstellung sehr kurz und beschränkte sich eher auf eine allgemeine Darstellung seiner Biografie. Wenigtens konnte ich hier am Ende noch ein Blatt mit den Ansprechpartner für die verschiedenen Archive ergattern. Danach ein kurzer Abstecher ins Nationalmuseum, mit der Tram weiter zum Isartor, hier ins Biermuseum, dann weiter zum Odeonsplatz, denn für 23.30 Uhr hatten wir eine der raren Karten für eine Führung durch die Sonderausstellung “Anatomie der Welt. Wissenschaft und Kunst auf dem Artemidor-Papyrus” im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst ergattert. Trotz der fortgeschritenen Stunde war es eine sehr interessante und informative Veranstaltung. Dieses Museum habe ich sicher nicht zum letzten Mal besucht, es bietet sich auch für einen Besuch in einer verlängerten Mittagspause geradezu an. Am Ende musste ich leider sehr schnell aufbrechen, denn offensichtlich hat man es nicht für nötig befunden, einen Sonderfahrplan für diese Nacht zu bestellen und so musste ich mich sputen, sonst hätte ich 1 Stunde 40 Minuten warten müssen. Die S-Bahn war so voll wie sonst nur zur Hauptverkehrszeit. Auch die Shuttlebusse waren meistens überfüllt, deswegen sind wir auch viel zu Fuß gegangen.

Mein Fazit: im nächsten Jahr bereite ich mich ein bisschen besser vor und dann machts noch mehr Spass. Natürlich kann man kein Museum ausführlich besichtigen, aber die Nacht ist auf jeden Fall geeignet, um Lust auf intensivere Beschäftigung zu machen.

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