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Corinna Klimek am 20. März 2009 23:52 Erst vor ein paar Tagen habe ich mich mit jemandem darüber unterhalten, dass das Schöne an meinem Lieblingstheater ist, dass es so unterschiedliche Angebote hat. Diese Woche ist der beste Beweis dafür: Montag Oper, für die ich eine Karte hatte, aber leider nicht geschafft habe. Dienstag Krimi-Lesung, Mittwoch Grusical, Donnerstag Operette, heute das Musical des jtg. Das ist eine so unglaubliche Vielfalt, dass ich lieber nicht darüber nachdenke, was für ein Aufwand dahinter steckt. Sonst müsste ich vermutlich jeden Abend auf den Knien aus dem Theater robben.
Aufwand ist ein gutes Stichwort. Unglaublich fast, was die Truppe des jtg zusammen mit der Band unter der Leitung von Liviu Petcu erarbeitet hat. Bei der Beurteilung sollte man immer bedenken, dass das meiste davon in der freien Zeit geschah, dass hier auf Wochenenden und Ferien verzichtet wurde, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Davor kann ich als nine-to-five-Büromaus nur den Hut ziehen.
Gute Einzelleistungen stehen schöne Ensembleszenen gegenüber, so dass ich wirklich Respekt vor jedem Einzelnen heute auf der Bühne hatte. Und was man alles mit der Innenraumbeleuchtung des Theaters machen kann…
Am Ende berechtigter langer Applaus, der in einer Zugabe gipfelte. Das nenne ich das Haus rocken!
Staatstheater am Gärtnerplatz
Footloose
Musical von Tom Snow und Dean Pitchford
Freitag, 20. März 2009
19.30 Uhr
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Corinna Klimek am 19. März 2009 00:03 Das war heute die beste der fünf Vorstellungen, die ich bisher gesehen habe. Und das lag nicht nur an dem Schluss, mit dem ich nun besser klarkomme.
Marianne Larsen hat sich, wenn das überhaupt geht, nochmals gesteigert. Der Ausdruck, den sie in ihrem Gesang hineingelegt hat, war einfach fabelhaft. Und ich habe mal darauf geachtet, warum bei “Am Meer”, das heute noch einen Tick besser war als sonst, nicht am Schluss geklatscht wird: die Pause ist einfach zu kurz. Bis das Gehirn registriert hat, dass der letzte Ton des Liedes verklungen ist und den Händen sagt, jetzt könnten sie loslegen, geht es auch schon mit Text weiter. Da bleibt einem das Klatschen in den Händen stecken. Das musikalische Motiv dieses Liedes kommt doch auch vorher schon mal, oder? Ich sehe schon, eine CD muss her, ich habe mich mittlerweile mit der Musik so angefreundet, dass ich ihr hinterherlauschen will.
Von meinem heutigen Platz hat man wirklich den besten Blick im ganzen Haus und die Akustik ist auch sehr gut. Ich habe heute Textstellen verstanden, die mir vorher unbegreiflich waren. Die Stimme von Gary Martin kam extrem gut rüber (die Darstellung ist ja immer schon sehr gut gewesen), das unterlegte Brummen oder Trommeln könnte manchmal noch etwas lauter sein, das würde es meiner Meinung nach noch bedrohlicher erscheinen lassen.
Insgesamt eine wirkliche tolle Leistung der Solisten, des Chors und des Orchesters. Danke an alle Beteiligten!
Staatstheater am Gärtnerplatz
Sweeney Todd
Mittwoch, 18. März 2009
19.30 – 22.20 Uhr
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Corinna Klimek am 8. März 2009 23:31 Es ist schon erstaunlich, wie ich immer wieder Neues entdecke. Teilweise passiert hier aber auch sehr viel auf der Bühne und ich kann das gar nicht auf einmal erfassen. Heute habe ich zum Beispiel zum ersten Mal wahrgenommen, was Toby aus seinem Pie fischt. Bäh.
Ich schaue es mir sicher noch ein paar Mal an, da gibt es noch eine Menge zu entdecken.
Danke an alle Beteiligten!
Staatstheater am Gärtnerplatz
Sweeney Todd
Der teuflische Barbier aus der Fleet Street
Musical Thriller in zwei Akten von Stephen Sondheim
Musik und Gesangstexte von Stephen Sondheim
Buch von Hugh Callingham Wheeler nach einer Adaption von Christopher Bond
Deutsch von Marcus Weber
Sonntag, 08. März 2009
15.00 – 17.45 Uhr
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Corinna Klimek am 28. Februar 2009 00:20 Heute bin zum ersten Mal bei diesem Stück in der ersten Reihe gesessen. Jetzt kann ich auch das “Demon” nachvollziehen. wenn Gary Martin zu Beginn des Stückes die Bühne betritt, sieht er sehr dämonisch aus. Ich bekomme jetzt noch eine Gänsehaut.
Die Wirkung des Platzwechsel ist wirklich phänomenal, alles ist viel intensiver und aufwühlender. Heute zum ersten Mal habe ich Thomas Peters als Toby gesehen, der mir besonders gut bei “Not while I’m around” (auf deutsch, of course, aber die genaue Übersetzung fällt mir gerade nicht ein) gefallen hat.
Frances Lucey als Bettlerin ist aus der Nähe noch viel unheimlicher, Marianne Larsen überzeugte mich ja schon als ich noch im 3.Rang sass. Gary Martin beeindruckte mit sehr feinem Spiel und toller Stimme, er schafft es, die verschiedenen Facetten des Sweeney Todd glaubhaft darzustellen.
Die Chorszenen waren besser zu verstehen und sehr unter die Haut gehend, die Bühnentechnik auch aus diesem Blickwinkel fabelhaft eingesetzt.
Unglaublich der Effekt des dumpfen Trommelns während einiger Sprechszenen: der Boden vibriert tatsächlich leicht, die Wirkung ist außergewöhnlich und sehr gruselig.
Heute hat es mir sehr gut gefallen, meiner Begleitung, die nach geschätzten 25 Jahren das erste Mal wieder in diesem Theater waren, übrigens auch, das war sicher nicht der letzte Besuch.
Danke an alle Beteiligten!
Staatstheater am Gärtnerplatz
Sweeney Todd
Freitag, 27. Februar 2009
19.30 – 22.15 Uhr
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Corinna Klimek am 22. Februar 2009 23:43 Nachdem es mir dringend ans Herz gelegt wurde, habe ich mir heute die Zweitbesetzung angeschaut. Obwohl ja einige auch schon am Freitag auf der Bühne standen. Neben der fabelhaften Marianne Larsen stach für mich besonders Florian Simson hervor, stimmlich wie darstellerisch. Und die fast schon gregorianischen Gesänge des Chores können ganz schön Gänsehaut verursachen – wenn man sich drauf einlässt.
Die Inszenierung gefällt mir ganz gut, auch wenn ich mit dem Schluss nicht einverstanden bin und das gesunde Mittelmaß an Blut doch etwas überschritten wird. Auch die Musik gewinnt bei nochmaligem Hören enorm und ich kann jedem nur mehrfachen Besuch empfehlen.
Auf dem Heimweg habe ich die ersten Kritiken gelesen. In einer wird der Einsatz der Mikroports heftig kritisiert. Ich bin zwar auch kein Freund dieser Dinger, aber ich habe die Erklärung des Regisseurs dazu verstanden und sehe ein, dass sie hier wohl nötig sind um den gewünschten Effekt zu erzielen.
Staatstheater am Gärtnerplatz
Sweeney Todd
Der teuflische Barbier aus der Fleet Street
Musical Thriller in zwei Akten von Stephen Sondheim
Musik und Gesangstexte von Stephen Sondheim
Buch von Hugh Callingham Wheeler nach einer Adaption von Christopher Bond
Deutsch von Marcus Weber
Sonntag, 22. Februar 2009
19.00 – 21.45 Uhr
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Corinna Klimek am 21. Februar 2009 03:41 Heute, oder besser gestern, war die von mir mit Spannung erwartete Premiere und Münchner Erstaufführung von “Sweeney Todd” im Theater meines Vertrauens.
Ich tue mir immer etwas schwer, mir beim ersten Mal gleich einen umfassenden Eindruck zu verschaffen und bilde mir meine Meinung lieber über einen längeren Zeitraum aus mehreren Perspektiven und mit wachsendem Dazulernen.
Was ist mir von heute in Erinnerung geblieben? Ein sehr wandelbares Bühnenbild, das auch im dritten Rang sehr gut sichtbar war. Toller Einsatz der Bühnentechnik, da kann das Haus sein ganzes Können zeigen.
Eine Gänsehaut verursachende Eingangssequenz, ein heiteres Entlassen in die Pause, ein Schluss, an dem ich jetzt noch kaue.
Musik, die weder leicht verdaulich noch leicht zu merken ist, aber die ganze Klasse dieses Theaters offenbart.
Marianne Larsen, die die Mrs. Lovett stimmlich und darstellerisch sehr gut verkörpert und Gary Martin als ihr ebenbürtiger Partner Sweeney Todd.
Große Chorszenen, die mir im Film gefehlt haben.
Am Schluss viel Applaus für Orchester, Ensemble und Inszenierungsteam, wobei bei letzterem einige wenige anderer Meinung waren.
Ein Stück, das sich nicht auf den ersten Blick offenbart, aber weitere Besuche auf jeden Fall lohnt.
Im Anschluss ein paar schöne Stunden mit sehr netten Menschen verbracht, herzlichen Dank!
Staatstheater am Gärtnerplatz
Sweeney Todd
Der teuflische Barbier aus der Fleet Street
Musical Thriller in zwei Akten von Stephen Sondheim
Freitag, 20. Februar 2009
19.30 – 22.15 Uhr
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Corinna Klimek am 15. Februar 2009 15:27 Heute Vormittag stand die Einführung für Sweeney Todd auf dem Programm. Vielleicht sollte ich doch mal über ein Zimmerchen in Theater-Nähe nachdenken. Die dadurch gewonnene Zeit könnte ich ja dann wieder im Theater verbringen….
Für einen ersten Eindruck und Anregungen zum Weiterdenken finde ich diese Einführungen wirklich klasse. Ich habe heute vieles mitgenommen in Bezug auf Leitmotive und Farbbedeutungen. Ich bin jetzt noch gespannter auf die Premiere als vorher! Besonders schön finde ich, dass alles in Deutsch ist. Nicht dass es mich gestört hätte, wenn in Englisch gesungen und gesprochen würde, nur ein Mischmasch hätte mir gar nicht gefallen.
Vielen Dank an alle Beteiligten, die sich trotz hohem Arbeitsanfall sechs Tage vor dem großen Tag für uns Zeit genommen haben.
Hinterher noch aktuellem und historischem Theaterklatsch gelauscht. Das ist das Schöne: die Liebe zu einem Theater verbindet auch über Generationen hinweg!
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Corinna Klimek am 6. Februar 2009 02:42 Die letzten Tage habe ich ja im IT-Sprech verbracht und ich zermarter mir schon die ganze Zeit das Hirn nach dem speziellen Terminus, aber vermutlich verabscheue ich die Ausdrucksweise zu sehr, deshalb fällt es mir nicht ein. Muss morgen oder besser heute einen bestimmten Kollegen dazu befragen, dann trage ich es nach.
Jedenfalls gab es heute für die interessierte Öffentlichkeit einen ersten Eindruck zu der kommenden Premiere von Sweeney Todd. Ich kann nur für mich sprechen, aber es war ein voller Erfolg. Nachdem ich den Film gesehen habe, fand ich die Musik eher langweilig. Nachdem ich es live gesehen habe, ist die Musik im Ohr.
Es war wirklich beeindruckend, was die Mitwirkenden auf die Beine gestellt haben, Florian Simson und Gregor Dalal sogar noch nach der regulären Vorstellung. Aber auch Marianne Larsen, Dirk Lohr, Frances Lucey, Milica Jovanovic und Florian Soyka beeindruckten mich mit ihrer Rolleninterpretation. Der absolute Höhepunkt war jedoch Johannes Wiedecke als Judge Turpin, Alan Rickman kann sich hier eine Scheibe abschneiden.
Abgerundet wurde das Ganze durch Erläuterungen durch den Regisseur und die Dramaturgin und eine sehr interessante Sicht auf die musikalischen Motive durch Liviu Petcu.
Während und im Anschluss habe ich tolle Gespräche geführt und zumindest bei mir hat dieser Abend eine bewirkt: Ich freu mich auf die Premiere!
Staatstheater am Gärtnerplatz
Sweeney Lounge
Donnerstag, 05.02.2009
22.30 Uhr bis open end
Nachtrag: Kick-Off-Veranstaltung wollte mir heute Nacht partout nicht einfallen.
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Corinna Klimek am 13. Mai 2008 23:56 Ein Wort voraus: wenn man sich die Karten in der ersten Reihe nicht leisten will, dann darf man sich nicht die ganze Ouvertüre lang beschweren, dass jemand vor einem sitzt, der vielleicht ein bisschen größer ist. Überhaupt schien die Ouvertüre heute nur leichte Hintergrundmusik zum Kaffeeklatsch gewesen zu sein. Vielleicht wird es doch einmal Zeit für Verhaltensregeln im Programmheft.
Ansonsten: der Star des Abends war für mich einmal mehr Stefan Sevenich, der mit seinen gesanglichen Qualitäten, seinem komödiantischen Talent und seinen tänzerischen (!) Fähigkeiten alle anderen in den Schatten stellte. Besonders die weibliche Hauptrolle. Dazu sage ich lieber nichts. Positiv aufgefallen ist mir auch Thomas Peters den ich ja bisher nur als Mann im Mond kannte. Tolle Chor- und Ballettszenen, da kann wirklich jede Gruppe sich bestens präsentieren. Ein vergnüglicher Abend, ein Stück zum alle paar Jahre mal wiedersehen.
Staatstheater am Gärtnerplatz
Und der Satz des Abends stammt von Alfred P. Doolittle: Moral ist ein Luxus den ich mir nicht leisten kann.
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Corinna Klimek am 7. Mai 2008 00:32 Endlich konnte ich mir selbst ein Bild machen. Die Kritiken waren ja nicht so gut gewesen, aber beim Publikum kommt es so gut an, dass es Zusatzvorstellungen gibt. Die Kostüme sind toll, großes Kompliment an die Designerin und die Ausführenden der Kostümschneiderei. Die Drehbühne erlaubt fließende Szenenwechsel, das erhöht das Tempo.
Der erste Teil hat mir ehrlich gesagt nicht so gefallen. Bis zum Auftritt der Zaza “Ich bin, was ich bin” schleppte es sich für mich etwas dahin. Dieses Lied war allerdings so intensiv und emotional, dass ich den Tränen nahe war. Nach der Pause gefiel es mir besser, aber ich bin wohl doch mehr der Operntyp. Nächste Woche kann ich mich bei My Fair Lady nochmal prüfen.
Alles in allem ein Abend, den ich zwar nicht bereue, den ich aber auch nicht wiederholen muss. Aber das liegt ganz allein an mir, die Produktion ist toll.
Staatstheater am Gärtnerplatz
Dienstag, 06. Mai 2008
19.30 – 22.30 Uhr
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