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Taiwan 2009, Tag 8

Heute in einer Woche sitze ich schon wieder im Flugzeug. Lieber nicht drüber nachdenken und den Rest des Aufenthalts genießen. Es könnte aber durchaus sein, dass es nicht der letzte ist. Die Menschen sind hier so wahnsinnig freundlich, alles ist sehr sauber und selbst als augenscheinlicher Tourist fühle ich mich spätabends sicher, wenn ich allein unterwegs bin.

Heute stand zuerst der Wachwechsel am Märtyrer-Schrein auf dem Programm. Der Schrein ist den Toten gewidmet, die für das Vaterland gestorben sind. Das Dach ist mit gelben Ziegeln gedeckt, eine Farbe, die eigentlich den Herrschern vorbehalten war, zu Ehren der Toten verzichteten sie aber auf dieses Privileg. Die Zeremonie ist eine absolute Touristenattraktion, es waren außer uns bestimmt nochmal sechs Busse da.

Danach ging es weiter zum College of Performing Arts. Hier werden die Nachwuchskünstler der Peking-Oper in Taiwan ausgebildet. In der ersten halben Stunde konnte man selbst jonglieren üben, den Schauspielern beim Schminken zusehen oder die Kostüme aus der Nähe betrachten. Diese können wegen der vielen Stickereien nicht gewaschen werden und werden mit Alkohol eingesprüht, um sie wenigstens zu desinfizieren. Weiter ging es mit einer Vorführung der chinesischen Akrobatik. Es ist schon schier unglaublich, wozu der menschliche Körper fähig ist. Als krönenden Abschluss gab es noch eine Kurzvorstellung der Peking-Oper. Es handelte von einer Wasserfee, die sich in einen Sterblichen verliebt und für ihn gegen die Götter kämpft. Da kommt einem doch gleich Undine oder die kleine Meerjungfrau in den Sinn. Es gab ein wenig überzeugendes Happy End, was vermutlich daran lag, dass die Geschichte eigentlich tragisch endet.

Mittagessen gab es dann im tgif oder auch Fridays, leckere Suppe, riesige Burger und knackige Pommes. Danach ging es zum Department of Development, mit einem interessanten Vortrag und geduldig beantworteter Fragen. Der letzte “offizielle ” Punkt war ein Besuch des Mainland Affairs Council, hier gab es einen Votrag über die kürzlich erfolgreich beendeten Verhandlung mit “Mainland China”, auch hier eine erstaunliche Offenheit bei der Beantwortung unserer Fragen.

Abendessen gab es dann in einem unscheinbaren Restaurant in dem Einkaufsdistrikt von gestern. Das Essen war fantastisch, normalerweise wäre man vermutlich daran vorbeigelaufen.

Als letztes auf der Agenda stand ein Besuch eines Elektronik-Kaufhauses auf dem Plan, das ich jedoch schnell wieder verlies, um einen Milchtee mit Tapioka (lecker) zu mir zu nehmen. Zurück ging es dann mit der U-Bahn und ein kleiner Spaziergang bei 30°C um 23 Uhr stellte den Abschluss des langen und ereignisreichen Tages dar.

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