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Oper, lächerlich

Ich will ja nicht wissen, wie das Video seinen Weg zu youtube gefunden hat, aber wenn das die endgültige Fassung ist, frage ich mich, wie man so schöne Musik so verhunzen kann. Und nein, ich hab nix gegen Herrn F. in Unterhosen. In meinem Schlafzimmer.

via Opera Chic

Und wer nochmal Anspruch und Wirklichkeit vergleichen möchte, hier der Link zum Podcast der Einführungsmatinee

Nachtrag 30.11.09: das Video wurde mittlerweile bei youtube entfernt.

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Oper, sehnsüchtig

Mit den Sehnsüchten der Protagonisten wird in dieser Oper gespielt:  der Sehnsucht nach dem Exotischen, Sex, Liebe, trautem Heim oder dem beruflichen Erfolg. dabei ist die Musik aber so schwungvoll, temperamentvoll und rhythmisch, dass keine Langeweile und erst recht keine Melancholie aufkommt.

Die Inszenierung von Christof Loy unterstützt dies mit guter Personenführung und kleinen Gags. Obwohl in der Gegenwart spielend, ist die Inszenierung in dem Sinn traditionell, dass der Fokus auf die Musik und die Sänger gelegt ist. Mir hat sie sehr gut gefallen, ich würde sie mir jederzeit wieder ansehen.

Bei den Sängern war ich besonders beeindruckt von Nikolay Borchev als Prosdocimo und Angela Brower als Zaida. Bis auf den Sänger des Don Narciso, der vermutlich ziemlich irritiert war, als mitten in seinem Auftritt plötzlich Beifall aufbrandete, weil die Übertitelungsanlage endlich funktionierte, waren auch alle anderen Solisten und der Chor, der hier endlich mal ein bißchen Spielfreude zeigt (zeigen darf?) bestens aufgelegt.

Ein schöner Abend. Danke an alle Beteiligten!

Il turco in Italia

Montag, 23. November 2009
19.00 – ca. 22.00 Uhr

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Einführung, erhellend

Nach dem Desaster der letzten Einführung an der BSO traute ich mich doch nochmal in eine weitere und es hat sich gelohnt. Begonnen wurde mit dem Flüsterchor mit Tara Erraught als Giannetta und dem Damenchor. Danach erläuterte der moderierende Staatsintendant den Lebensweg Donizettis bis zur Entstehung von “L’Elisir d’amore” und den zeitlichen Kontext der Oper. Im Anschluss sang Nino Machaidze die letzte Arie der Adina, wunderschön, schon allein dafür hat es sich gelohnt zu kommen.

Als nächstes betrat das Inszenierungsteam die Bühne. Im Gegensatz zur letzten Einführung gab es hier konkrete, verständliche  Antworten und ein vermittelbares Regiekonzept. Wobei mich die Verlagerung in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg (wenn ich das richtig verstanden habe) an einen unbestimmten, staubigen Ort mit zerlumpten Dorfbewohnern und die Probenfotos bei Facebook schon etwas skeptisch stimmen. Aber nun gut, mein Credo im Bezug auf Inszenierungen lautet ja, es darf gerne klassisch sein, es darf gerne modern sein, es muss nur in sich stimmig sein. Also lasse ich mich überraschen.

Als letzter betrat Giuseppe Filianoti die Bühne, trug auch noch ein wenig zum musikalischen Verständnis bei und kam natürlich nicht umhin, “Una furtiva lacrima” zu singen. Zum Dahinschmelzen.

Einführungsmatinee „L’elisir d’amore“

Sonntag, 22. November 2009
Nationaltheater
11.00 – ca. 12.00 Uhr

PS: es dauerte dann doch wieder bis 12.30 Uhr, was zur Folge hatte, dass direkt im Anschluss an das Ende der Arie des Nemorino manche Leute aufsprangen und rausstürzten. Nach den Erfahrungen des letzten Males habe ich mir diesmal mehr Zeit genommen, aber es wäre sicher nicht schlecht, die Zeitangaben einigermaßen realistisch zu machen.

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Enzyklopädie, vielfältig

Aus Anlass des Gedenktages Allerseelen gab es eine Extraausgabe der Reihe “Unmögliche Enzyklopädie”. Im Gegensatz zu den bisher von mir besuchten Veranstaltungen, die immer an einem der Öffentlichkeit nicht frei zugänglichen Ort stattfanden, war diesmal das Vorderhaus des Nationaltheaters als Spielort ausersehen.

Beim Betreten des Hauses wurde einem ein sehr umfangreiches Programm mit Lageplänen in die Hand gedrückt. Es gab nämlich viele verschiedene Programmpunkte, die man im halbstündigen Wechsel besuchen konnte und die an teilweise sehr ungewöhnlichen Orten stattfanden.

Nachdem zu Beginn ein Blechbläserquintett ein kurzes Stück spielte, sang der Bariton Todd Boyce “Spossente Spirto” aus Monteverdis “L’Orfeo”, beides im Eingangsfoyer, das sich durch eine überraschend gute Akustik auszeichnete.

Als ersten Programmpunkt hatte ich mir “3 Gesang” von und mit Ruth Geiersberger und Martina Koppelstetter ausgesucht. Ihre Gesänge und Rezitative waren pointiert und regten zum Nachdenken an. Sie hatten sich als Schauplatz das Treppenhaus zum Ausgang Maximilianstraße ausgesucht, auch hier wieder tolle Klangeffekte.

Weiter gings in den Königssaal, wo Anaik Morel Lieder von Schubert, Duparc, Berlioz und Strauss vortrug. Ihre fantastische  Interpretation des “Erlkönig” wird mir sicher lange im Gedächtnis bleiben.

Zum nächsten Programmpunkt musste ich ins Untergeschoß, wo “Verblichenen Stimmen” gedacht wurde, um schliesslich als Letztes in der Damentoilette noch einen Vortrag über Schatten und Spiegelbilder, natürlich garniert mit Beispielen aus “Frau ohne Schatten” und “Hoffmanns Erzählungen”, zu hören. Man konnte den Abend dann noch bei Mariachi-Musik und einem “Allerseelenschmaus” im Eingangsfoyer ausklingen lassen, das habe ich mir jedoch geschenkt, weil es eh schon ziemlich spät war und es im Nationaltheater teilweise empfindlich zog.

Trotzdem ein gelungener Abend, der sicherlich sehr aufwändig in der Vorbereitung war. Schön, dass sich die Staatsoper auch Zeit für diese Dinge nimmt.

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Nachtrag zu Einführung, zeitverschwendend

Die BSO hat einen Podcast zur Einführung veröffentlicht. Das Ganze ist natürlich stark zusammengeschnitten und man kann davon ausgehen, dass nur die prägnantesten Stellen ausgewählt wurden. Ich bleibe dabei: in der heutigen Einführung am Theater meines Vertrauens wurde in fünf Minuten mehr Substanzielles gesagt als bei der großen Schwester in einer halben Stunde.

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Einführung, zeitverschwendend

Eigentlich habe ich Einführungen in neue Inszenierungen schätzen gelernt, zumindest im Theater meines Vertrauens gaben sie mir tiefere Einblicke in das Stück, sowohl von der Dramaturgie wie auch von der musikalischen Seite und die Sicht des Regisseurs auf das Stück.

So etwas ähnliches erwartete ich auch, als ich mir eine Karte zur Einführung von “Don Giovanni” im Nationaltheater kaufte. Außerdem, wann kann ich es mir schon mal leisten, dort in der 5. Reihe zu sitzen?

Es begann mit Ausschnitten aus Fellinis “Casanova”, nach Worten des Staatsintendanten ein Kultfilm, der anscheinend völlig an mir vorbeigegangen ist. Nicht meine Generation, denke ich mal. Er führte auch nonchalant in die Hintergründe der Oper, die Verbindung Casanova, Da Ponte und Mozart sowie den genauen Inhalt ein. So war schon eine gute halbe Stunde vergangen, bis der Regisseur und der Dramaturg die Bühne betraten. Leider war ersterer am Anfang akustisch nicht sehr gut zu verstehen und später konnte ich ihm intellektuell nicht folgen. Jedenfalls gab mir seine Sichtweise auf drei zentralen Figuren keinen Hinweis, wie die Inszenierung später aussehen würde. Der GMD sagte ein paar sehr interessante Sachen zu den musikalischen Aspekten, immerhin habe ich hier etwas gelernt. Auch die beiden Arien der Donna Anna und des Don Ottavio, vorgetragen von Ellie Dehn und Pavol Breslik, waren eine echte Bereicherung. Aber so zentrale Informationen wie welche Fassung gespielt wird, habe ich entweder überhört oder konnte sie aus dem Wust nicht herausfiltern. Oder sie wurden schlicht nicht gegeben.

Nachdem das Ganze mit einer Dauer von einer Stunde angegeben war, verliessen nach 90 Minuten die ersten Leute den Zuschauerraum, mein Nachbar sichtlich entnervt und mit einem entsprechenden Kommentar. Mit einem etwas gestrafften Programm hätte man sicher den zeitlichen Rahmen etwas besser einhalten können und es wäre meiner Meinung trotzdem nichts Wichtiges ungesagt geblieben.

Ich steuere mal einen der drei Festspieltermine an, musikalisch wird das Ganze für meine laienhaften Ohren sicher ein Genuß und von der Inszenierung kann ich eigentlich nur positiv überrascht werden.

Einführungsmatinée “Don Giovanni”

Sonntag, 11. Oktober 2009
Nationaltheater
11.00 – ca. 12.00 Uhr

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Oper, unentschlossen

So ganz kann ich mich selbst am nächsten Tag noch nicht entscheiden, ob mir die Ariadne gestern Abend nun gefallen hat oder nicht. Ich habe bisher noch keine Oper von Richard Strauss gehört und habe mir aus Neugierde eine billige Stehplatzkarte für die Vorstellung besorgt. Die Inszenierung mit dem Ballettsaal während des Vorspiels und der kargen Bühne während der Oper, mit den modernen Requisiten und Kostümen fand ich in sich stimmig und hat mir zugesagt. Auch die Sänger waren außerordentlich gut, soweit ich das als jemand, der die Musik nicht kennt, sagen kann. Daniela Sindram hat szenisch wie sängerisch als Komponist überzeugt und wurde dementsprechend frenetisch gefeiert. Sehr angenehm überrascht hat mich die Stimme von Klaus Florian Vogt. Ich bin ja im allgemeinen ein Fan der tieferen Männerlagen, aber bei ihm könnte ich glatt eine Ausnahme machen. Anja Kampe und Jane Archibald waren ebenfalls sehr ansprechend in ihren jeweiligen Rollen, wie überhaupt bei den Sängern nur positive Leistungen zu verzeichnen waren. Besonderes Schmankerl für mich als ausgewiesener Gärtner-Fan war natürlich das wohl sehr kurzfristige Einspringen von Màrta Kosztolànyi als Najade. Ihr glasklarer Sopran fügte sich harmonisch ein, so dass wenigstens für mich kein Unterschied zu bemerken war. Lediglich für den Dirigenten gab es zumindest aus meiner Nähe vereinzelt Buh-Rufe, ich fand das Orchester vor allem im Vorspiel stellenweise zu laut.

Bleibt eigentlich nur noch die Musik. Und die hat mich nun leider nicht so vom Hocker gehauen. Es gab zwar wunderschöne Momente, vor allem bei den Auftritten der Najaden und der Komödianten. Aber vieles war mir auch einfach zu unmelodisch. Zwar schon irgendwie harmonisch, aber nicht wirklich in den Kopf oder zu Herzen gehend. Trotzdem würde ich mir auch andere Werke des Komponisten anschauen, vielleicht komme ich ja auch noch auf den Geschmack.

Ich hätte übrigens eine Stehplatzkarte für die Aufführung am 03.10. abzugeben, bei Interesse bitte Mail über die Kontaktseite an mich.

Ariadne auf Naxos

Dienstag, 22. September 2009
19.30 – ca. 21.45 Uhr

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Oper, langweilig

Nie hätte ich gedacht, dass ich das jemals schreibe, aber ich habe mich heute gelangweilt in der Oper. Das ist mir noch nie passiert und passiert mir hoffentlich auch so schnell nicht mehr. Das wars jedenfalls für mich mit Nabucco.

Assyrer im Lederdress mit Gewehren sollen wohl Zeitlosigkeit andeuten, manifestieren aber nur eins: Einfallslosigkeit. Zitat von der HP der Staatsoper

Doch das Bibel-Epos um Macht, Liebe und Religion ist sicher mehr, als ein bloßes Historiendrama, das Hollywood alle Ehre macht und Sänger, Chöre und Bühnentechnik auf das Äußerste fordert.

Wer den Kommafehler findet, darf ihn behalten. Und wir wissen jetzt auch, dass die Bühnentechnik der Staatsoper aufs äußerste gefordert ist, wenn eine Treppe von links nach rechts fährt oder die Unterbühne nach oben. Und wenn man die Geschichte in der Historie gelassen hätte, wäre vielleicht auch ein Hollywooddrama draus geworden, so war es bloss eine Sonntag-Nachmittag-Schmonzette.

Zu den Sängern kann ich nicht viel sagen, weil ich die Partien vorher nicht gekannt habe und nicht weiß, wie es klingen sollte. Ich weiß nur, dass mir einige gar nicht gefallen haben, zum allerersten mal auch eine Bassstimme, eine Stimmlage, die mir sonst Schauer über den Rücken jagt. Der Chor war völlig ausdrucks- und bewegungslos, ich hoffe aber, dass dies der Inszenierung zuzuschreiben ist und nicht mangelnder Spielfreude.

Positiv auf gefallen ist mir Daniela Sindram als Fenena, neben einer sehr schönen Stimme kam auch der Ausdruck im dritten Rang noch an. Sehr schön auch Paolo Gavanelli als Nabucco, wobei ich ständig erwartet habe, dass er mit der Partie des Giorgio Germont weitersingt, denn die Aufnahme der Traviata, die ich bestimmt schon hundert Mal gehört habe, ist von ihm.

Christian van Horn als Il Gran Sacerdote war ein Erlebnis, der andere Mitwirkende um Längen schlug. Ihn sollte man im Auge behalten.

Insgesamt ein Abend der Kategorie: okay, mal gemacht, kann ich im meinem Lebensplan abhaken, muss ich nicht wiederholen. Schade.

Nabucco

Nationaltheater
Münchner Opernfestspiele 2009
Samstag, 18. Juli 2009

19.00 – ca. 21.40 Uhr

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Ballett, erklärt

Heute gab es den siebten und vorerst letzten Teil der “Unmöglichen Enzyklopädie”. Die Reihe wird erst in der neuen Spielzeit fortgesetzt. Wobei laut Spielplan am 10. Juli noch ein Part zum Thema Mutter stattfinden soll, für das man auch Karten kaufen kann. Aber egal, da kann ich eh nicht.

Heute war es wieder absolut genial. Wie der Titel “Auswärts? Einwärts!” vermuten lies, ging es mal wieder ums Ballett. Es ist schon lustig, die Teile, die sich mit der Kunstform beschäftigen, die ich am wenigsten mag, gefallen mir am Besten. Das ganze fand im großen Ballettsaal im 6. Stock statt.

Neben vielen tänzerischen Einlagen, wobei mir auch hier wieder das klassische Ballett am besten gefiel, beschäftigte sich eine Ärztin mit den Gelenken, die beim en dehors zum Einsatz kommen und Ruth Geiersberger schweifte sehr amüsant etwas ab. Ein sehr gelungener Abend, schade dass nicht alle so waren.

Nette Randerscheinung: im Haupthaus lief ja gerade die Premiere von Aida und man konnte im Treppenhaus das Einrufen hören und ein paar Statistinnen sind auch über den Gang geflitzt. Oper live eben.

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Oper, nicht gebloggt

Ich war ja damals schon ein wenig skeptisch. Seit diesem Eintrag gab es keinen einzigen Post zu der Neuproduktion. Wohl aber einige, die Schmuckstücke präsentieren.

Heute findet man folgendes Statement im Blog:

Die Bayerische Staatsoper arbeitet mit Freude und Konzentration an der Inszenierung von „Aida“,  doch jede Neuproduktion einer Oper ist ein sensibler Prozess. Wir bedauern, dass wir Ihnen nicht, wie angekündigt, Einblicke in die Arbeit an dieser Produktion gewähren können und daher die Berichterstattung hierüber aussetzen mussten. Trotzdem danken wir Ihnen für Ihr Interesse und hoffen, den Faden bald an anderer Stelle wieder aufnehmen zu können.
Ihre Bayerische Staatsoper

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