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Enzyklopädie, vielfältig

Aus Anlass des Gedenktages Allerseelen gab es eine Extraausgabe der Reihe “Unmögliche Enzyklopädie”. Im Gegensatz zu den bisher von mir besuchten Veranstaltungen, die immer an einem der Öffentlichkeit nicht frei zugänglichen Ort stattfanden, war diesmal das Vorderhaus des Nationaltheaters als Spielort ausersehen.

Beim Betreten des Hauses wurde einem ein sehr umfangreiches Programm mit Lageplänen in die Hand gedrückt. Es gab nämlich viele verschiedene Programmpunkte, die man im halbstündigen Wechsel besuchen konnte und die an teilweise sehr ungewöhnlichen Orten stattfanden.

Nachdem zu Beginn ein Blechbläserquintett ein kurzes Stück spielte, sang der Bariton Todd Boyce “Spossente Spirto” aus Monteverdis “L’Orfeo”, beides im Eingangsfoyer, das sich durch eine überraschend gute Akustik auszeichnete.

Als ersten Programmpunkt hatte ich mir “3 Gesang” von und mit Ruth Geiersberger und Martina Koppelstetter ausgesucht. Ihre Gesänge und Rezitative waren pointiert und regten zum Nachdenken an. Sie hatten sich als Schauplatz das Treppenhaus zum Ausgang Maximilianstraße ausgesucht, auch hier wieder tolle Klangeffekte.

Weiter gings in den Königssaal, wo Anaik Morel Lieder von Schubert, Duparc, Berlioz und Strauss vortrug. Ihre fantastische  Interpretation des “Erlkönig” wird mir sicher lange im Gedächtnis bleiben.

Zum nächsten Programmpunkt musste ich ins Untergeschoß, wo “Verblichenen Stimmen” gedacht wurde, um schliesslich als Letztes in der Damentoilette noch einen Vortrag über Schatten und Spiegelbilder, natürlich garniert mit Beispielen aus “Frau ohne Schatten” und “Hoffmanns Erzählungen”, zu hören. Man konnte den Abend dann noch bei Mariachi-Musik und einem “Allerseelenschmaus” im Eingangsfoyer ausklingen lassen, das habe ich mir jedoch geschenkt, weil es eh schon ziemlich spät war und es im Nationaltheater teilweise empfindlich zog.

Trotzdem ein gelungener Abend, der sicherlich sehr aufwändig in der Vorbereitung war. Schön, dass sich die Staatsoper auch Zeit für diese Dinge nimmt.

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