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Tierkunde I

iconentwurf2-1 In einem Opernhaus begegnet man so manchem seltsamen Getier, wie Andreas M. Bräu beobachtet.
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Premierenfieber

Premierenfieber

So etwa ab dem Mittag kann ich nichts mehr essen. Am frühen Nachmittag setzt das Magengrummen ein. Gegen Abend hin wird es heiß und sobald ich viel zu früh im Theater angekommen bin, wird es anstrengend. Vor allem weil die Zeit bis zur Initialzündung ab der Maske zerdehnt wird, dass man am liebsten selbst die Leute auf ihre Premierenplätze bitten würde.
Dabei war ich nie einer der wirklich Aufgeregten, wenn es darum geht, die allererste, doch hoffentlich gänzlich ausverkaufte, und überall beblickte Vorstellung zu überstehen. Im Gegenteil, aus feierlustigem Größenwahn legte ich die Kinipremiere 2011 mit meinem Wiegenfestreinfeiertermin zusammen und beging diesen mit 70 geladenen Gästen, die dann auch alle in der Premiere saßen, was den Druck nicht unbedingt verringerte.
Vor der Ersten ist man immer nervös, je mehr beindruckenswerte nahe Menschen aber drinsitzen, umso komplizierter wird die Geschichte. Denn eigentlich geneigt und freundlich habe diese den Vergleich und sollen nach Möglichkeit besonders bespaßt und erfreut werden. Sitzt aber niemand Liebes in der Premiere, macht das den Abend noch abstruser, vielleicht unterspannt und trotzdem wichtig. Natürlich liegt es auch an der Gründlichkeit der Proben, ob man mit heißkalten Nacken ohne einen Clou in Richtung Bühne improvisiert oder passgenau die Abläufe gleiten lässt.
Da hilft auch die Hungerkur nichts und die Aufregung ohnehin nicht. Das helfen nur Proben und selbst dann entscheidet die Magie und die Chemie über Gelingen oder Misslingen einer fiebrigen Premiere.

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