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Die Fledermaus, 13.01.2011, Gärtnerplatztheater

Also die Akustik des Theaters verwundert mich immer wieder. Ich habe in drei Aufführungen an drei verschiedenen Plätzen (3. Rang, Seitenloge, Balkon) nie etwas gehört, wenn die Treppe im 2. Akt benutzt wurde, im 2. Rang Mitte links war es sehr deutlich zu hören. Aber dieser Platz scheint akustisch eh ziemlich empfindlich zu sein, hörte ich doch die ganze Zeit vor der Pause ein Paar mit ca. zehnjährigem Kind, die sieben Plätze und zwei Gänge von mir weg saßen, sich unterhalten. Als ich sie am Ende der Pause darauf hingewiesen habe, haben sie sich immerhin entschuldigt und hielten fortan den Mund. Leider sprangen dafür andere, unter anderem meine direkten Nachbarn rechts und links in die Bresche und reicherten den zweiten Akt nach der Pause mit ständigem Geplapper an. Man könnte fast auf die Idee kommen, das dem ein oder anderen das Pausengetränk zu Kopf gestiegen ist. Und das schlimmste ist, wenn ich jemanden darauf hinweise, dass mich sein Verhalten stört, dann fühle ich mich, als ob ich etwas unrechtes tun würde und mein Herz klopft und die Stimme wird piepsig. Ich hasse das!

So weit es ging, habe ich diese wirklich schöne Vorstellung dennoch genossen. Heike Susanne Daum gefällt mir als Rosalinde ausgesprochen gut, sie hat nicht nur die Stimme, sondern auch die Ausstrahlung für diese Rolle. Welcher Mann könnte ihr widerstehen? Auch Sibylla Duffe macht als Adele eine sehr gute Figur, im wahrsten Sinne des Wortes 😉 Der Rest des Ensembles spielt und singt auf ebenfalls hohem Niveau. Herausragend an diesem Abend war für mich der dritte Akt, meiner Meinung nach der stärkste Auftritt von Thomas Peters als Frosch von den vier Vorstellungen, die ich bisher gesehen habe. Immer wieder witzige tagesaktuelle Kommentare einzuflechten stelle ich mir ziemlich schwierig vor. Das Publikum ging gut mit und lachte an Stellen, an denen ich es bisher noch nicht gehört habe. Nur den Witz mit dem Zahnarzt versteht so ziemlich keiner. Interessant auch, dass ich zum ersten Mal darauf geachtet habe, dass sich in den Spiegeln am Ende nicht nur der Dirigent Andreas Kowalewitz spiegelt, sondern auch das Publikum in den Rängen. Ich interpretiere das so, dass uns das ganze Stück einen Spiegel vorhalten soll. Leider geht das, ebenso wie die Geste, die Frosch’ wahres Ich zeigt und ebenso wie die letzten Takte des Orchester im Beifallssturm unter.

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