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Mörderisches Vergnügen, 02.03.2013, Domforum Köln

Mörderisches Vergnügen Mir wurde ja schon viel vorgeschwärmt von dieser Veranstaltung und als es sich nun ergab, dass ich genau an diesem Wochenende in Köln sein würde, war ein Besuch eigentlich Ehrensache.

Der Abend begann schon sehr gut, der fantastische Pianist Steffen Paesler spielte unter anderem Cole-Porter-Songs, zumindest habe ich I get a Kick out of you aus Anything Goes erkannt, dass mich natürlich den ganzen Abend nicht mehr losgelassen hat. Der erste Autor an diesem Abend, der von Moderator Tommy Millhome begrüßt wurde, war der Rettungssanitäter Jörg Nießen. Er hatte vor ein paar Jahren an dieser Stelle sein erstes Buch mit Geschichten aus dem Rettungsalltag vorgestellt und nun war sein zweites an der Reihe, Die Sauerei geht weiter. Als erstes gab er praktischen Anschauungsunterricht in Wiederbelebung und sagte dann, angesprochen auf die Gerüchte, dass seine Geschichten erfunden wären, einen sehr klugen Satz: Das Leben hat doch viel mehr Fantasie als ich. Seine Geschichte um eine Massenlebensmittelvergiftung auf einem Kreuzfahrtschiff auf dem Rhein war brüllend komisch und gewann nochmal durch seine Art des Vortrags.

Als nächstes kam Nele Neuhaus aufs Podium und plauderte als erstes über den Erfolg ihres Romanes Schneewittchen muss sterben in Amerika. Der Name lautet dort Snowwhite must die und erinnert mich an die Fernsehserie Once upon a time. Angesprochen auf die kürzlich im Fernsehen gesendete Verfilmung des Romanes, bekannte sie, damit nicht glücklich gewesen zu sein, die Reaktionen des Publikums zeigten, dass das bei einem Großteil ihrer Fans auch der Fall war. Sie erzählte dann noch, wie es zu ihrem Roman Böser Wolf gekommen war und las zwei spannende Passagen daraus.

Der letzte Autor vor der Pause war der Organisator des Mörderischen Vergnügens, Andreas Izquierdo. Er unterhielt mit Anekdoten aus der Filmbranche und schilderte die Entstehung seines neuen Romanes, Das Glücksbüro. Wenn ich mich nicht täusche, war das die Premierenlesung an diesem Abend, auch wenn es nicht explizit erwähnt wurde. Er las eine wirklich sehr ansprechende Passage aus dem Buch vor, mit gekonnt verteilten Rollen, was der Lesung etwas sehr Lebendiges gab.

Frank Schätzing läutete den zweiten Teil des Abends ein. Natürlich musste er von Tommy Millhome auf die Werbebilder in Unterhose angesprochen werden, obwohl das schon bald vier Jahre her ist. Auch bei ihm kam die Rede auf eine Verfilmung, von Der Schwarm, aber hier war eher die Frage, wann sie denn kommt. Der Autor sagte, man sei auf einem guten Weg und könnte wohl demnächst daran denken zu beginnen. Er versetzte uns dann noch ins Jahr 2025 und las aktuelle Nachrichten vor und ließ dann das Publikum furch Handausheben zweigen, ob sie es für wahrscheinlich hielten, dass es so kommt. Am Ende klärte er dann darüber auf, welche Nachricht bereits jetzt ganz oder beinahe Wirklichkeit sind. Die Zuschauer durften über den Text abstimmen und wählten eine alte Kölner Kurzgeschichte, ich glaube, sie hieß Wrooom oder so ähnlich.

Der letzte Autor an diesem Abend war dann Ralf Kramp, mir noch in bester Erinnerung durch seine geniale Moderation des Tango Criminale in Olsberg im letzten Jahr. Er erzählte, dass das von ihm und seiner Frau Monika geleitete Kriminalhaus in Hillesheim, das neben einer Buchhandlung, dem Café Sherlock und dem Verlag kbv auch die mit 30000 Bänden größte deutschsprachige Krimisammlung beherbergt, demnächst umziehen werde und im September ebenfalls in Hillesheim in neuen Räumlichkeiten eröffnet. Er lass aus der Anthologie Aufgebockt und abgemurkst seine Kurzgeschichte Uschi, mein Sonnenscheinchen. Das war absolut grandios, selten habe ich bei einem Krimi so galcht, was nicht nur an der Geschichte, sondern auch am Vortrag von Ralf Kramp lag. Wenn ihm mal keine Krimis mehr einfallen sollten, kann er auf jeden Fall eine zweite Karriere als Kabarettist starten.

Ein sehr vergnüglicher Abend!

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