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Frisch eingetroffen: Christine Kabus – Das Geheimnis der Mittsommernacht

Norwegen, 1895. Im Bergbaustädtchen Røros begegnen sich zwei junge Frauen, deren Schicksal kaum unterschiedlicher sein könnte. Die Deutsche Clara ist ihrem Ehemann in dessen Heimatstadt gefolgt, wo sich dieser endlich mit seinen Eltern aussöhnen will. Doch die Ordals begegnen Clara und ihrem kleinen Sohn Paul mit unverhohlener Ablehnung. Als wenig später ein furchtbares Unglück geschieht, ist Clara plötzlich auf sich allein gestellt. Unerwartete Hilfe erfährt sie ausgerechnet durch Sofie, die Tochter des mächtigen Bergwerksbesitzers, dem die Ordals schon lange ein Dorn im Auge sind. Sofie empfindet ihr behütetes Dasein als goldenen Käfig und bewundert es, wie Clara ihr Leben meistert. Während Clara und Sofie zu Freundinnen werden, kommen sie einem Geheimnis auf die Spur, das ihre Familien seit Jahrzehnten überschattet.

 

Christine Kabus, 1964 in Würzburg geboren, arbeitete nach ihrem Studium der Germanistik und Geschichte als Dramaturgin und Lektorin bei verschiedenen Film- und Theaterproduktionen, bevor sie sich 2003 als Drehbuchautorin selbstständig machte.
Schon als Kind zog sie der hohe Norden, den sie zunächst durch die Bücher von Astrid Lindgren und Selma Lagerlöf kennenlernte, in seinen Bann. Vor allem die ursprüngliche, mythische Landschaft Norwegens beflügelte ihre Phantasie. Sie begann, die Sprache zu lernen und sich intensiv mit der Geschichte Norwegens zu beschäftigen. Ihr erster Roman IM LAND DER WEITEN FJORDE ist eine Hommage an dieses faszinierende Land.

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Frisch eingetroffen: Christine Kabus – Insel der blauen Gletscher

Frisch eingetroffen – unter diesem Motto werden hier künftig die neu eingetroffenen Bücher und CDs kurz vorgestellt. Ausführliche Rezensionen folgen dann später:

Spitzbergen, 2013. Um für eine Reisereportage zu recherchieren, begibt sich die Journalistin Hanna auf den einsamen Archipel jenseits des Polarkreises. Dort lernt sie den Polarforscher Kåre Nybol kennen, dessen humorvolle Art ihr sogleich sympathisch ist. Gemeinsam erkunden sie die einzigartige Landschaft Spitzbergens – und kommen sich dabei allmählich näher. Doch als sie eine längst verlassene Bergbausiedlung am Kongsfjord besichtigen, macht Hanna im geschmolzenen Gletschereis einen grausigen Fund, hinter dem sie eine spannende Story wittert. Gemeinsam mit Kåre taucht sie tief in die Vergangenheit des entlegenen Archipels ein – Ruhrgebiet, 1907. Statt dem Wunsch ihrer Eltern zu folgen und sich einen Ehemann zu suchen, schließt die burschikose Emilie einen Pakt mit ihrem jüngeren Bruder Max: Sie wird an seiner Stelle an der geplanten Arktisexpedition teilnehmen. Als Mann verkleidet schließt sie sich der Expeditionsgruppe an. Doch schon bald ahnt sie, dass sie nicht die einzige ist, die etwas zu verbergen hat. Ganz offensichtlich nehmen die Männer aus ganz unterschiedlichen Motiven an der Reise teil – und mindestens einer von ihnen hütet ein dunkles Geheimnis, dessen Aufdeckung er um jeden Preis zu verhindern sucht…

Christine Kabus, 1964 in Würzburg geboren, arbeitete nach ihrem Studium der Germanistik und Geschichte als Dramaturgin und Lektorin bei verschiedenen Film- und Theaterproduktionen, bevor sie sich 2003 als Drehbuchautorin selbstständig machte.
Schon als Kind zog sie der hohe Norden, den sie zunächst durch die Bücher von Astrid Lindgren und Selma Lagerlöf kennenlernte, in seinen Bann. Vor allem die ursprüngliche, mythische Landschaft Norwegens beflügelte ihre Phantasie. Sie begann, die Sprache zu lernen und sich intensiv mit der Geschichte Norwegens zu beschäftigen. Ihr erster Roman IM LAND DER WEITEN FJORDE ist eine Hommage an dieses faszinierende Land.

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Christine Kabus – Töchter des Nordlichts

Christine Kabus schafft es auch mit ihrem zweiten Roman Töchter des Nordlichts ein spannendes Familiendrama mit der Geschichte eines Landes zu verweben, das den meisten Lesern relativ unbekannt sein dürfte.

Der Debutroman Im Land der weiten Fjorde handelt von der Geschichte Norwegens im zweiten Weltkrieg und die Besatzung durch Deutschland. Kabus greift eine Figur aus diesem Roman, Nora, auf und erzählt deren Lebens- und Familiengeschichte. Dabei geht sie weiter zurück an den Beginn des 20. Jahrhunderts und die Bemühungen der Norweger, die Ureinwohner, Sami genannt, zu unterdrücken und die Kultur auszulöschen. Zwar schließt Töchter des Nordlichts zeitlich direkt an den ersten Norwegenroman der Autorin an, kann aber eigenständig gelesen werden.

Nora ist ohne Vater aufgewachsen und begibt sich mit ihrer Mutter auf die Suche nach ihren Wurzeln. Sie erfährt, dass sie samische Vorfahren hat und lernt die Familie ihres Vaters endlich kennen. Neben Liebe und Anerkennung schlägt ihr aber auch Hass entgegen, denn auch unter den Samen gibt es radikale Gruppen. Parallel dazu wird die Geschichte von Áilu erzählt, einem neunjährigen samischen Mädchen, dass 1915 in der Finnmark, dem nördlichsten Teil Norwegens, von den Behörden entführt und in eine Umerziehungsanstalt gesteckt wird, um aus ihr die gute Norwegerin Helga zu machen. Áilu passt sich zunächst an und verleugnet ihre Identität, kann aber ihre samischen Wurzeln nicht vergessen.

Christine Kabus erzählt mit leichter Hand den Weg dieser beiden unterschiedlichen Frauen auf der Suche nach ihrer Identität. Dabei flicht sie geschichtliche Hintergründe ein, ohne zu werten. Der Leser erfährt viel über das Volk der Samen, ihre kulturelle Tradition und den Versuch, diese auszulöschen. Im deutschen Geschichtsunterricht lernt man dazu leider nichts, aber die Autorin versteht es, dem Leser die nicht ganz unproblematische Vergangenheit Norwegens nahe zu bringen. Aus jedem Satz leuchtet ihre Liebe zu diesem Land wie eine Fackel im Wintersturm.

Die Bücher der Autorin stechen aus dem Einheitsbrei der Familiensagas durch glaubwürdige Entwicklung der Figuren, wunderbare Landschaftsbeschreibungen und einen ungewöhnlichen Handlungsort hervor. Auf den nächsten Roman darf man gespannt sein.

Christine Kabus, 1964 in Würzburg geboren, arbeitete nach ihrem Studium der Germanistik und Geschichte als Dramaturgin und Lektorin bei verschiedenen Film- und Theaterproduktionen, bevor sie sich 2003 als Drehbuchautorin selbstständig machte. Schon als Kind zog sie der hohe Norden, den sie zunächst durch die Bücher von Astrid Lindgren und Selma Lagerlöf kennenlernte, in seinen Bann. Vor allem die ursprüngliche, mythische Landschaft Norwegens beflügelte ihre Phantasie. Sie begann, die Sprache zu lernen und sich intensiv mit der Geschichte Norwegens zu beschäftigen.

 

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