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Operettenkonzert “Sterne der Bühne”, 14.05.2010, Gärtnerplatztheater

Nach den zwei Konzerten mit Salonorchesterbegleitung stand diesmal “volles Haus” an.  Nicht nur das Orchester war in großer Besetzung angetreten, auch der Kinderchor des Staatstheaters wirkte mit. Ebenfalls zum ersten Mal dabei war Thérèse Wincent, im Duett  “Einmal möchte ich wieder tanzen” machte sie gleich Lust auf ihren Auftritt als Gräfin Mariza am 02.06.2010.

Neben einigen schon bekannten Melodien wie dem Duett der Prodekane oder dem Auftrittslied des Ollendorf, sehr prägnant vorgetragen von Holger Ohlmann, wurde auch einige zumindest mir unbekannte Lieder gespielt. Ann Kathrin Naidu war für die etwas melancholischeren Stimmungen zuständig und hat mir besonders in “Warum trieb das Schicksal mich hierher?” aus Clivia von Nico Dostal gefallen.  Mario Podrečnik empfahl sich mal wieder als Adam, er macht nicht nur stimmlich, sondern auch in der Hirschledernen eine gute Figur 😉

Sibylla Duffe hat mir auch diesmal wieder am besten im Fliegenduett gefallen, da sieht man ganz deutlich, was hier szenisch noch möglich gewesen wäre. Schade, dass das im “großen Orpheus” nicht ganz so erotisch rüberkommt. Dirk Lohr sang ein sehr schönes “Sah ein Knab ein Röslein stehn…” und auch Tilmann Unger hat mir in “Wenn die Garde schneidig durch die Stadt marschiert” aus “Die Herzogin von Chicago” – zusammen mit dem Kinderchor – ausgesprochen gut gefallen. Das Orchester leitete die beiden Teile jeweils mit einer Ouvertüre ein, aber die absoluten Höhepunkte waren für mich das Terzett aus “Der Vetter aus Dingsda” sowie die beiden Finali. “Sieben Jahre lebt ich in Batavia” wurde schmissig und gekonnt vom Ensemble vorgetragen, aber den Vogel hat Andreas Kowalewitz mit seiner neuen deutschen Textfassung von “Moskva Cheremuski” abgeschossen. Die Ensemblemitglieder traten eine witzige Reise durch das MVV-Gebiet an, ich habe mich dabei nur gefragt, was sie ausgerechnet in dem einzigen Bauerndorf mit U-Bahn-Anschluss  – Feldmoching – wollen, wenn nur eine S-Bahn-Station weiter drei Schlösser, eine Flugwerft und das Haus von Frau Nachtgedanken zu finden sind. Vielleicht kann man das bis zum nächsten Konzert nochmal überarbeiten 😉

Wieder ein sehr gelungener Abend mit viel Applaus und Bravo-Rufen am Ende.

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