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Elke Pistor – Treuetat

Kommissarin Verena Irlenbusch kümmert sich um ihre an Alzheimer erkrankte Großmutter, als ihr Dokumente über die Nazivergangenheit ihres Großvaters in die Hände fallen. Sie ist geschockt und stellt sich ganz neue Fragen zu ihrer Familiengeschichte. Gleichzeitig ermittelt sie mit ihrem Kollegen Christoph Todt in drei scheinbar miteinander verbundenen Mordfällen. Die beiden stehen vor einem Rätsel, dessen Lösung sie an neue Grenzen bringt: Wer ist in diesem Spiel Opfer und wer Täter?

Mit Spannung erwartete ich den zweiten Teil der Reihe um die interessanten Ermittler Verena Irlenbusch und Christoph Todt und Elke Pistor erfüllte wieder meine Erwartungen.

Aus dem dem Ermittler-Duo wurde diesmal ein Trio, denn Leonie Ritte ist zurück und muss sich nun mit ihren beiden Kollegen zusammenraufen, die selbst noch kein eingespieltes Team sind. Der Autorin gelingt es sehr gut, das Spannungsfeld zwischen Beruf und Familie, Freunden, Nachbarn und Kollegen darzustellen. Ermittler sind Menschen wie Du und ich, mit den gleichen Sorgen und Nöten wie ein normaler Mensch und keine Überflieger, wie uns die Vorabendserien in der Glotze gerne weißmachen.

In genau dieses Spannungsfeld fallen drei Morde, die auf den ersten Blick nicht unbedingt zusammenhängen. Nach gründlichen Recherchen des Ermittlertrios offenbart sich ein Geheimnis, dessen Wurzeln in der Vergangenheit liegen und das die Handlungen der Gegenwart bestimmt.

Elke Pistors Stärke liegt in den Figuren, die so lebendig sind, deren Handlungen stimmig und nachvollziehbar sind. Dabei vernachlässigt sie aber auch die Krimihandlung nicht, sie erhält den Spannungsbogen über den gesamten Roman aufrecht und löst am Ende geschickt auf. Fragen bleiben nur im Privatleben der Protagonisten offen, mit dem Potenzial für einen dritten Band der Reihe, den ich auch wieder gerne lesen werde.

Wer Wert auf lebensnahe Figuren legt, ist hier auf jeden Fall richtig.

Hier geht es zu einer Leseprobe.

© Barbara Hentschel / H-Phase Media

Vita der Autorin:

In Gemünd in der Eifel aufgewachsen, geprägt und der Region bis heute eng verbunden. Abitur in Schleiden. Studium der Pädagogik und Psychologie in Köln.
Nach kurzem Stopp am Niederrhein lebt sie heute in Köln, arbeitet als Autorin und Publizistin.
Seit 2009 mordet sie sich mit dem größten Vergnügen in schriftlicher Kurz- und Langform quer durch alle Gesellschaftsschichten, Personenkreise und Landschaften.
2014 wurde sie zur Sprecherin des SYNDIKATs, der Autorenvereinigung deutschsprachige Kriminalliteratur, gewählt.

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